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Biathlon-Star Öberg kritisiert Regel-Revolution

Biathlon-Star wettert gegen Revolution

Biathlon-Beben! 31 Sportler hören auf

Für den anstehenden Winter beschließt der Biathlon-Weltverband umfassende Regeländerungen – und zieht damit den Unmut von Athletinnen und Athleten auf sich.

Diese Entscheidung hat Konflikt-Potenzial:

Ab der bevorstehenden Weltcup-Saison fallen die Streichresultate im Biathlon weg - und dem Weltverband IBU schlägt dazu nun mächtig Gegenwind der Athletinnen und Athleten entgegen.

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Zur Erklärung: Bisher wurden stets zwei Ergebnisse eines Winters aus der Wertung gestrichen. Folglich hatten nicht nur schwächere Tage, sondern beispielsweise auch krankheits- oder verletzungsbedingte Ausfälle geringere Auswirkungen in der Gesamtwertung. (NEWS: Alle wichtigen Hintergründe und News zum Biathlon)

Fortan bleibt aber jeder Wettkampf in der Wertung.

Die Folge: Wer somit einen Weltcup aufgrund einer Krankheit verpasst, hat einen enormen Nachteil, was Elvira Öberg in einem Interview mit dem schwedischen TV-Sender svt hart kritisiert.

„Das gibt dir null Raum, um einen Wettbewerb auszulassen. Du fühlst dich gezwungen, an jedem Event teilzunehmen“, erklärte die 23-Jährige, die den Triumph im Gesamtweltcup als Zweite der abgelaufenen Saison knapp verpasst hatte.

Mehr noch: Öberg habe Befürchtungen, dass Biathleten künftig auch angeschlagen am Start stehen werden. Das könne nicht im Sinne des Wettbewerbs sein, fügte die Star-Athletin an.

Biathlon-Weltcup: Großteil der Aktiven lehnt Änderung ab

Öberg stellte klar: „Ich war eine von denen, die sich schon im Vorfeld gegen die Änderung ausgesprochen haben.“

Wie übrigens auch das Gros der übrigen Sportler: Im vergangenen Winter stimmten insgesamt 65 Prozent der befragten Biathletinnen und Biathleten dafür, das alte System beizubehalten.

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Am Ende aber blieb die IBU hart, setzte sich durch in dem Wunsch nach Veränderung.

Beendet sein dürfte die Debatte damit nun aber keineswegs.

„Wir werden sehen, wie es läuft, aber ich sehe keinen einzigen positiven Aspekt, der die negativen Aspekte überwiegt“, meinte Öberg.

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