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Premier League: FC Everton verkommt unter Klubeigner Farhad Moshiri zur Lachnummer

Dieser Mann macht aus Everton eine Lachnummer

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Farhad Moshiri sorgt beim FC Everton für Verärgerung. Englands Medien gehen mit dem Mehrheitseigner der Toffees hart ins Gericht.

Jetzt könnte es sich Farhad Moshiri endgültig mit den Fans des FC Everton verscherzt haben.

Der iranische Geschäftsmann hält seit dem Jahr 2016 die Zügel bei den Toffees in der Hand - und bestimmt als Mehrheitseigner des Traditionsklubs derzeit die Schlagzeilen auf der Insel.

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Der Grund klingt zunächst recht banal: Everton ist nach der Entlassung von Rafa Benítez seit knapp zwei Wochen auf Trainersuche. So weit, so normal.

Doch die Art und Weise ist dann doch außergewöhnlich und sorgt rund um den Klub aus Liverpool für große Verärgerung. Bei den oftmals kernig bewertenden englischen Medien hat der Everton-Boss seinen Kredit jedenfalls verspielt. (DATEN: Tabelle der Premier League)

„Die verrückte Welt von Farhad Moshiri ist ein Paradebeispiel dafür, wie man einen Klub nicht führt“, schrieb etwa die Daily Mail.

Doch wie kommt es zu dem sich immer stärker aufbrausenden Gegenwind für den 66-Jährigen?

Everton-Fans protestieren: „Pereira out, Lampard in“

In den fast sechs Jahren bei Everton hat sich Moshiri medial einen Namen als Wendehals gemacht, ist Englands Gazetten zu entnehmen.

Seine Art gilt als unberechenbar, Entscheidungen muten oftmals aus einer Laune heraus an und erscheinen wenig verbindlich, heißt es.

Auch bei der gegenwärtige Trainersuche steht Moshiri erneut im Brennpunkt: „Er setzt nicht nur die zugegebenermaßen hohen Einsätze der öffentlichen Meinung aufs Spiel, indem er seinen immer kleiner werdenden Ruf unter den Blues-Anhängern mit einer möglichen Ernennung riskiert, die fast so umstritten ist wie die von Rafa Benitez - er riskiert auch sein eigenes hartes kaltes Geld“, schriebt der Mirror.

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Was war geschehen? Anfang der Woche wurde mit Vitor Pereira ein Coach nach London eingeflogen, der Nachfolger von Benítez werden sollte. Der Portugiese war schon 2013 und 2019 ein Kandidat auf den Posten bei Everton, war den Verantwortlichen dann indes doch nicht gut genug.

Nun war Moshiri der Meinung, dass im Januar 2022 der richtige Zeitpunkt für Pereira gekommen sei.

Die Fans sahen das komplett anders, protestierten zuletzt rund um den Goodison Park und schmierten dazu auch ein Graffiti mit deutlicher Aussage an die Wände: „Pereira out, Lampard in.“

Moshiri „hat Everton in eine Lachnummer verwandelt“

Eine Reaktion wohl mit Wirkung - denn Moshiri bekam nun offenbar kalte Füße, wie die Daily Mail frotzelt. Denn: Die Gespräche mit Pereira blieben - mal wieder - erfolglos. Und folglich lief auch die Ernennung eines neuen Coaches ins Leere.

Was dabei hinterher besonders tief blicken ließ, war ein Interview, in dem Pereira bei Sky Sports News brühwarm Einzelheiten der fehlgeschlagenen Verhandlungen preisgab - und damit irritierte, dass Moshiri doch eigentlich begeistert von seinem (Pereiras) Plan und Spielphilosophie gewesen sein soll. (Alle News und Hintergründe zur Premier League)

Dass es dann aber doch nicht zur Einigung kam, dürfte der Wankelmütigkeit des Mehrheitseigner und dessen Opportunismus sein.

„Nach der letzten absurden Wendung in dieser Seifenoper, bei der ein Stellenbewerber live im Fernsehen zu seinem Vorstellungsgespräch befragt wurde, sollte man nicht mehr daran zweifeln, das Moshiri Everton in eine Lachnummer verwandelt hat“, lautete das knallharte Fazit der Daily Mail.

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Fans wünschen sich Lampard als Benítez-Nachfolger

Pereira nun doch noch einzustellen, würde für Moshiri den kompletten Gesichtsverlust bedeuten. Die Wunschlösung der Fans nach Benítez heißt ohnehin Frank Lampard.

Zu lösen scheint das Dilemma inzwischen so oder so nicht mehr: Moshiri läuft die Zeit davon, die derzeit vereinslose Chelsea-Legende zu verpflichten, hat bereits zwei Wochen ins Land gehen lassen. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der Premier League)

Fraglich ist nicht zuletzt, ob sich Lampard das Kapitel Everton nach der Vorgeschichte mit Pereira überhaupt noch antun würde.

Als Wunschlösung mag sich der 43-Jährige angesichts der Entscheidungswirrwarrs von Moshiri kaum vorkommen.