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Formel 1: Kritik an Schumacher vor Singapur-GP! Mick kein Teamplayer?

Schumacher doppelt im Brennpunkt

Schumacher: Mick ist erste Wahl

Erstmals sieht sich Mick Schumacher mit dem Singapur-GP konfrontiert. Dabei wird der Haas-Pilot auch in puncto Teamgeist durchaus kritisch beäugt - neben dem Wirbel um seine Zukunft.

Für Mick Schumacher wird es eine Premiere. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Weil der Gran Prix von Singapur in den vergangenen beiden Jahren wegen der Pandemie ausgefallen ist, fährt der deutsche Formel-1-Pilot am kommenden Wochenende (1./2. Oktober) nun zum allerersten Mal auf dem Stadtkurs rund um die Marina Bay.

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Formel 1: Singapur-Debüt für Mick Schumacher

Für Schumacher ist es die nächste Gelegenheit zu beweisen, dass er sich ein weiteres Jahr in der Königsklasse des Motorsports verdient hat. „Singapur ist definitiv eine besondere Rennstrecke und ich freue mich darauf“, sagt der 23-Jährige vom Team Haas.

Und fügt an: „Bisher war ich nur einmal dort ... und das war auf dem Flughafen für einen Zwischenstopp, aber selbst dort sah es toll aus. Viele Leute sagen, dass die Strecke schwierig ist – wir werden also sehen, was wir tun können.“

Besonders wichtig wird es diesmal also, genug Trainingskilometer zu absolvieren. Eine Übung, in der Haas im Verlauf der Saison nicht immer liefern konnte.

Doch Schumacher geht optimistisch in das Nacht-Rennen: „Ich muss einfach so viele Runden wie möglich drehen und hoffentlich ein gutes Gefühl dafür bekommen, damit wir im Qualifying gut abschneiden und dann einen sauberen Start hinlegen können, um in die Punkteränge zu kommen.“ (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Die Punkte als Ziel; unrealistisch ist das nicht. Enge Kurven liegen dem Haas besser als lange Geraden wie zuletzt in Monza, wo Schumacher Zwölfter wurde. Dazu kommt das Upgrade, das erstmals nach seinem Debüt in Ungarn auf einem mittelschnellen Kurs eingesetzt wird.

„Wir haben das Upgrade in Ungarn getestet und es dann nach der Sommerpause an beiden Autos eingeführt“, erklärt Teamchef Günther Steiner. „Wir können den erhöhten Abtrieb sehen, die Daten stimmen mit denen des Windkanals überein, also ist das ein Erfolg. Jetzt müssen wir eine gute Balance fürs Auto finden, und hoffentlich können wir auf den Strecken, die ihm besser liegen als die Hochgeschwindigkeitskurse wie Spa und Monza, ein paar mehr Punkte holen.“

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Haas-Chefingenieur: Umdenken fürs Team Haas insgesamt

Allerdings: Schumacher muss sich indes nicht nur am Steuer beweisen, sondern auch als Teamplayer. Jüngst kritisierte Haas-Chefingenieur Ayao Komatsu bei Motorsport.com: „Er ist ein junger Fahrer, und er will der Beste sein. Das geht in Ordnung, denn so muss ein junger Rennfahrer ticken. Andererseits sollte man aber auch das Gesamtbild erkennen. Was ist die Position des Teams insgesamt, was ist meine Position? Da kann schon ein klitzekleines Umdenken viel ausmachen.“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Komatsu meint damit insbesondere den Österreich-GP in Spielberg, als Schumacher am Funk über seinen langsameren Teamkollegen Kevin Magnussen motzte.

Fix! Nächstes F1-Cockpit vergeben

„Manchmal konzentriert sich Mick zu sehr auf seinen Teamkollegen“, verrät der Japaner. „Da sage ich ihm dann: ‚Schau mal, Kevin hilft dir wirklich gern, und er verrät dir Dinge, die er Romain (Grosjean; Anm. d. Red.) früher nie verraten hätte.‘ Und dann denkt Mick nach und sieht ein, dass es für das Team das Wichtigste ist, in der Konstrukteurs-WM nach vorn zu kommen.“

In der liegt Haas derzeit auf Rang sieben, einen Punkt vor AlphaTauri und 18 hinter Alfa Romeo. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Kann sich Schumacher in Singapur erneut in Szene setzen, macht er einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft.

Brawn: Schumacher-Zukunft „extrem wichtig“ für F1

Das Potenzial sei da, sagt auch der Chefingenieur seines Teams: „Er ist nicht langsam - aber vor allem lernt er ständig dazu. Wenn er den richtigen Fokus setzt und mental stark bleibt, dann wird er einen guten Weg machen. Und er wird von seinen Teamkollegen lernen. Denn lernen, das kann er wirklich ganz toll.“

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Für Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn ist die Personalie Schumacher ohnehin wegweisend für die Zukunft der Motorsport-Königsklasse in Deutschland.

Es sei „extrem wichtig, dass Mick Schumacher weiter Karriere in der Formel 1 macht. So faszinierend und wichtig die Technik in der Formel 1 auch ist: Die Kids hängen sich Poster der Helden hinterm Steuer in ihr Zimmer“, sagte der frühere Ingenieur von Micks Vater Michael Schumacher bei SPORT1.

Nächstes Cockpit weg für Mick

Indes: Die freien Cockpits werden derweil immer weniger. Am Dienstag bestätigte Alfa Romeo den Chinesen Zhou Guanyu (23) als Fahrer für die kommende Saison neben Valtteri Bottas (Finnland).

Damit sind in der Königsklasse nur noch drei Plätze frei für die kommende Saison - und für Schumacher scheinen nur noch eine Verlängerung bei Haas oder ein Wechsel zu Williams realistische Optionen zu sein.

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