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Rodeln: Weltverband FIL schließt russische Starter vor Saison aus

Weltverband sperrt russische Rodler

Russische Athleten von der FIL ausgeschlossen

Russische Athleten von der FIL ausgeschlossen © AFP/SID/WANG ZHAO

Der Rodel-Weltverband FIL hat Fakten für den kommenden Winter geschaffen und die russischen Athleten aus seinen Wettbewerben ausgeschlossen.

Der Rodel-Weltverband FIL hat nach einigen Schwierigkeiten Fakten für den kommenden Winter geschaffen und die russischen Athleten bis auf Weiteres aus seinen Wettbewerben ausgeschlossen.

Eine entsprechende Entscheidung traf die Exekutive am Samstag im Rahmen ihrer Herbsttagung in Imst, sie reagierte damit auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine.

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Rodel-Weltverband sperrt Russland-Stars

"Aus Gründen der Sicherheit" für die Athletinnen und Athleten, so die offizielle Mitteilung, seien die russischen Aktiven und ihr Betreuerteam "vorübergehend von der Teilnahme an FIL-sanktionierten Veranstaltungen ausgeschlossen". Je nach Entwicklung der Lage werde die FIL noch einmal reagieren.

Schon im Frühjahr nach Kriegsbeginn hatte die Exekutive der FIL einen Ausschluss beschlossen, war damit aber zunächst an der eigenen Satzung gescheitert: Das verbandseigene Schiedsgericht hob die Maßnahmen aus Rechtsgründen auf.

Die FIL-Führung suchte angesichts dieser "unbefriedigenden Situation" mit ihrem Rechtsausschuss nach Lösungen. Im Rahmen des FIL-Kongresses im Juni in Hall/Österreich wurde daraufhin ein "Notstandsparagraf" in die Verbandsstatuten aufgenommen, auf den sich die Exekutive nun berufen konnte.

Der Rodel-Weltcup 2022/23 beginnt Anfang Dezember in Innsbruck-Igls, im Februar macht er auch dreimal in Deutschland Station: einmal in Altenberg und zweimal in Winterberg. Die WM 2023 steigt Ende Januar in Oberhof.