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Boykott gegen Nationaltrainer! Das steckt hinter Spaniens Fußballbeben

Das steckt hinter dem Spanien-Beben

Mit allen Tricks: So innovativ trainiert Deutschland-Gegner Spanien

In der spanischen Frauenfußball-Nationalmannschaft löst ein Protest gegen Trainer Jorge Vilda großes Chaos aus. Die Gründe des Massenrücktritts sollen nicht nur sportliche sein.

Chaos in der spanischen Frauen-Fußballnationalmannschaft!

Nachdem sich am Donnerstag gleich 15 Spielerinnen der Frauen-Nationalmannschaft mit einer E-Mail an den Verbandspräsidenten RFEF wendeten, um ihren Rücktritt zu verkünden, herrscht im Verband große Verwunderung. Die Spielerinnen sollen mit der Arbeit des Nationaltrainers Jorge Vilda höchst unzufrieden sein und dies dem Verbandspräsidenten Luis Rubiales mitgeteilt haben. Dieser schützte Vilda, weshalb die 15 Spielerinnen den Rücktritt als letzten Ausweg sahen.

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Sie forderten in ihren Mitteilungen die Entbindung des Trainerteams von allen Aufgaben, nur dann könnten sie wieder eine Option für La Roja werden.

Die Frauenfußball-Direktorin des RFEF, Ana Álvarez, sprach bei Onda Cero über die Geschehnisse, die den spanischen Fußball derzeit überschatten. Ihrer Meinung nach ist das, was passiert ist, „sehr, sehr ernst, so ernst, dass es den Rahmen gesprengt hat“.

So kam es zum Fußballbeben in Spanien

Álvarez erklärte, dass „alle E-Mails gegen sieben Uhr abends, innerhalb weniger Minuten, eintrafen.“ Sie habe nicht mit den Spielerinnen gesprochen, sondern lediglich die Nachrichten zur Kenntnis genommen und im Anschluss veröffentlicht.

Weiter erläuterte Álvarez, dass es vor einigen Wochen ein Treffen gegeben habe, bei dem die Spielerinnen dem Präsidenten ihre Meinung mitgeteilt hätten.

Sie seien nicht mehr auf einer Linie mit dem Trainer, die Gründe ihrer Unzufriedenheit wären rein sportlich. Es gehe um unterschiedliche Ansichten, wie die Spielidee der Mannschaft aussehen solle.

Spanien-Boykott: Spielerinnen drohen Sperren

Trotz des mutigen Schrittes der Spielerinnen, die somit ihre Zukunft im Nationalteam riskieren und mit einer Verbandssperre von zwei bis fünf Jahren rechnen müssen, zählt Álvarez die Zurückgetretenen an: „Wir sind uns über den Platz eines jeden im Klaren. Sie müssen sich dem Spiel widmen und Jorge Vilda sich dem Training. Sie müssen die Befehlskette verstehen“, erläuterte sie.

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Die Aussage der Spielerinnen, dass die Beweggründe für die Entscheidung rein sportliche sind, stellt die Direktorin in Frage: „Wir vermuten, dass es über das rein Sportliche hinausgeht.“

Laut der spanischen Sporttageszeitung as sollen im Laufe des Freitags weitere Einzelheiten darüber bekannt werden, was die beteiligten Spielerinnen zu ihrer folgenschweren Entscheidung bewogen hat.