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Formel 1: Morddrohungen und Hass - Latifi nach Crash in Abu Dhabi verändert

Morddrohungen veränderten F1-Fahrer

Protest F1-Finale: "Mercedes hat Fehler gemacht!"

Nach dem WM-Finale der Formel 1 im vergangenen Jahr wird Williams-Fahrer Nicholas Latifi angefeindet. Sein Teamchef erzählt nun, wie sehr Hasskommentare und Morddrohungen den Sportler beeinflusst haben.

Williams-Teamchef Jost Capito ist der Meinung, dass die Hasskommentare nach dem dramatischen Saisonfinale der Formel 1 im Dezember 2021 in Abu Dhabi die Fahrweise von Nicholas Latifi beeinflusst haben.

„Ich bin sicher, dass sich das auf sein Fahrverhalten ausgewirkt hat“, erklärte er im „High Performance Podcast“ und merkte an: „Es hätte auch meine Fahrweise sehr beeinflusst, davon bin ich absolut überzeugt“. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

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Und weiter: „Ich denke, das war auch ein Grund, warum er in der Saison eine Weile brauchte, um seine Leistung wieder zu finden“, äußerte Capito über den bislang enttäuschenden Saisonverlauf.

Angesprochen auf Latifis Crash im finalen Rennen der vergangenen Saison, durch den Max Verstappen dank einer Safety-Car-Phase noch die Möglichkeit bekam, Lewis Hamilton zu überholen und sich den WM-Titel zu sichern, bat Capito um Verständnis. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Hass im Netz veränderte Latifis Fahrstil

„Natürlich hätte der Crash nicht passieren dürfen, aber wenn du Rennen fährst, kann sich immer ein Crash ereignen“, machte der Deutsche klar: „Wenn du das vermeiden willst, musst du zuhause bleiben.“

Als Folge des Crashes war Latifi im Netz beschimpft worden, sogar Morddrohungen erreichten ihn. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

„Wir haben ihm gesagt, dass (von uns aus) alles in Ordnung ist“, erinnerte sich der Deutsche, „aber es war sehr schwierig, ihn aufzumuntern, weil es das Ende der Saison war, alle verabschiedeten sich in den Urlaub und er war deshalb nicht jeden Tag hier“.

Umso mehr kann Capito Verständnis für den Sportler aufbringen. „Deshalb haben wir ihm das Vertrauen gegeben und ihn die ganze Saison über unterstützt. Wir wussten, dass er zur alten Form zurückfinden würde.“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

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Bislang steht Latifi in der laufenden Saison aber noch ohne Punkt da - als einziger Stammpilot. Als nächstes geht es Anfang Oktober mit dem Singapur-GP weiter.

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