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Biathlon: „Bastarde!“Russland schimpft gegen IBU nach weiterer Sperre

„Bastarde!“Russland schimpft auf IBU

Biathlon: Wettkämpfe weiter ohne Russen und Belarussen

Biathlon: Wettkämpfe weiter ohne Russen und Belarussen © AFP/SID/TAAVI NAGEL

Die IBU schließt russische und belarussische Biathleten weiterhin „bis auf Weiteres“ von internationalen Wettkämpfen aus. Das ruft teils heftige Reaktionen aus Russland hervor.

Die russischen und belarussischen Biathleten bleiben „bis auf Weiteres“ von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen. Diesen Entschluss als Reaktion auf den Angriffskrieg auf die Ukraine fällte der Weltverband IBU am Freitag auf seinem Kongress in Salzburg. (NEWS: Alles zum Biathlon)

Zwar kam diese Entscheidung nicht wirklich überraschend, die Reaktionen aus Russland fielen dennoch teils heftig aus. Die ehemalige Weltmeisterin und Olympiasiegerin Anfisa Reztsova beschimpfte den Biathlon-Weltverband aufs Schlimmste: „Das sind einfach Bastarde“, wetterte sie bei RIA Novosti los und fügte hinzu: „Was soll man dazu sonst sagen?! Das darf auch gerne genau so geschrieben werden.“

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Als Grund für die Verlängerung der Verbannung russischer Athleten vermutete die 57-Jährige, dass der Weltverband Angst vor den russischen Biathleten habe, da das russische Team „die stärkste Kraft“ sei.

Der zweimalige russische Staffel-Olympiasieger Dmitry Vasilyev stieß ins gleiche Horn. „Die IBU wird von Leuten geführt, die Russland selbst in guten Zeiten nicht gemocht haben“, mutmaßte er ebenfalls bei RIA Novosti. Daher würden die Verantwortlichen die aktuelle Situation nun „genießen und sind glücklich, dass sie die russischen Biathleten aussortieren können.“

IBU verlangt klare Distanzierung vom russischen Angriff auf die Ukraine

Etwas diplomatischer drückte sich Yuri Kaminsky aus. Der russische Nationaltrainer sagte: „Ich habe mir keine Illusionen über die Ausweitung der Sperre gemacht.“

Der IBU-Vorstand hatte Mitte August bereits empfohlen, die Suspendierung von russischen und belarussischen Sportlern sowie Offiziellen fortzusetzen. Die Mitgliedsverbände segneten dies nun ab.

Auch die beiden nationalen Verbände bleiben ausgeschlossen, bis sie sich "eindeutig vom Krieg distanzieren und sicherstellen, dass keiner ihrer Funktionäre oder Athleten aktiv im russischen Militär tätig ist".

Zudem erhielt Otepää/Estland den Zuschlag als Gastgeber der WM 2027. Einziger Mitbewerber um die Ausrichtung der Titelkämpfe war Kontiolahti/Finnland. (SERVICE: Weltcup-Kalender)