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Meier-Kritik: Fehlt Schiedsrichtern das Verständnis für Körper und Bewegungen?

Ex-Schiri Meier mit Kollegenschelte

Witz-Elfer? So rechtfertigt Schiedsrichter Zwayer seine Entscheidung

Handspiel oder nicht? Diese Frage wird auch in Zeiten des Videobeweises immer wieder diskutiert. Ein ehemaliger Top-Schiedsrichter äußert nun ungewöhnliche Kritik.

„Es mangelt im Fußball an Körperkenntnis“ - mit diesen ungewöhnlichen Worten hat der ehemalige Top-Referee Urs Meier die aktuelle Schiedsrichter-Generation kritisiert.

Im Interview mit der FAZ erklärte der Schweizer mit Blick auf die nach wie vor umstrittene Handspiel-Regel: „Es müssten dringend Schulungen gemacht werden, in denen Schiedsrichter Körpererfahrungen machen.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

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Zu viele Unparteiische wüssten schlicht nicht, wie sich ein Körper in Zweikampfsituationen verhalte: „Sie müssten selber mal in ein Slide-Tackling oder ein Kopfballduell gehen und sich filmen lassen, um zu sehen, was die Arme machen. Auf einmal hätten sie diesen Aha-Effekt.“

Meiers Vorschlag ist nicht ganz neu, zuletzt hatte Jochen Drees, Leiter des Projekts Videoassistent beim Deutschen Fußball-Bund, entsprechende Gedankenspiele bereits kategorisch abgelehnt.

VAR-Chef des DFB lehnt „Körpererfahrung“ ab

Die „Körpererfahrungen“, wie Meier es nannte, würden nur Verletzungsgefahr mit sich bringen und seien zudem „einfach Quatsch“. Meier meint: Wer Fußball spielt, wisse, „was die Arme tun, wenn jemand springt, wenn jemand eine Rotationsbewegung macht.“ (ÜBERSICHT: Die fixen Transfers aller Bundesliga-Klubs)

Urs Meier bei einem Auftritt im ZDF

Urs Meier bei einem Auftritt im ZDF

In diesem Zusammenhang empfiehlt er auch den Austausch mit ehemaligen Fußballprofis, deren Einbindung in das Schiedsrichterwesen ebenfalls schon länger ein Thema ist.

„Solche Kenntnisse würden sehr helfen, aber dieser Austausch wird nicht wirklich gesucht“, meinte Meier.

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