Anzeige

Mega-Strafe! NFL enttarnt den Brady-Plan der Dolphins

Mega-Strafe! NFL enttarnt Brady-Plan

NFL-Hammer! Brady kehrt zurück

Die NFL bestraft die Miami Dolphins und Eigentümer Stephen Ross hart. Der Grund ist ein irrer Plan des Teams, der zwei absolute Superstars mit einschließt.

Die NFL greift hart durch.

Wie die US-Liga am Dienstag verkündete, verlieren die Miami Dolphins ihren Erstrundenpick 2023 und ihren Drittrundenpick 2024. Zudem wird Eigentümer Stephen Ross bis zum 17. Oktober suspendiert und muss eine Strafe in Höhe von 1,5 Millionen Dollar zahlen.

Anzeige

Während seiner Suspendierung darf Ross kein Kontakt zum Team haben und bis zum jährlichen Eigentümer-Meeting 2023 an keinem NFL-Meeting teilnehmen.

Auch Miteigentümer Bruce Beal wird für die kommende Spielzeit von allen Liga-Meetings ausgeschlossen und bekommt eine Geldstrafe von 500.000 Dollar aufgebrummt. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NFL)

Als Grund nannte die Liga die Ermittlungen der ehemaligen Anwältin Mary Jo White. Sie hatte sich mit den Vorwürfen beschäftigt, ob die Dolphins absichtlich Spiele verloren haben, wie Ex-Coach Brian Flores behauptet, und ob die Franchise Tampering bzw. illegale Gespräche mit Tom Brady und Sean Payton geführt haben.

Die sechsmonatige Untersuchung ergab nun, dass die Dolphins tatsächlich über den irren Brady-Plan nachgedacht und mit den Parteien gesprochen haben. (NFL-Transfers - die größten Trades und heißesten Gerüchte im TICKER)

So fanden die Ermittler heraus, dass das Team aus Florida bereits im August 2019 Kontakt mit dem damaligen Quarterback der New England Patriots aufgenommen hat, um ihn von einem Wechsel zum Division-Rivalen zu überzeugen. Über die gesamte Spielzeit hielten die beiden Parteien dabei Kontakt.

Dolphins-Besitzer weist Anschuldigungen zurück

Das Problem ist jedoch, dass die NFL-Regeln solche Gespräche nicht erlauben. Lediglich Agenten von vertragslosen Spielern dürfen von den Franchises rund um die Free Agency kontaktiert werden. (SERVICE: NFL-Wissen - die wichtigsten Regeln im Football)

Es blieb jedoch nicht bei diesem einzigen Abwerbeversuch. „Die Dolphins führten während und nach der 2021er Saison erneut unerlaubte Gespräche mit Mr. Brady, der bei den Tampa Bay Buccaneers unter Vertrag stand, und seinem Agenten. Diese Diskussionen begannen nicht später als im Dezember 2021″, heißt es in der Mitteilung der NFL.

Anzeige

In den Gesprächen ging es vorrangig um die Möglichkeit, dass Brady „limitierter Partner bei den Dolphins“ werden sollte. Die Option, dass der siebenmalige Super-Bowl-Sieger möglicherweise doch noch auf dem Feld steht, wurde aber ebenfalls besprochen.

Zudem bestätigten die Ermittler das Gerücht, dass die Dolphins Payton als neuen Head Coach verpflichten wollten. Demnach sprachen sie im Januar mit dem Trainer, der zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht bei den New Orleans Saints zurückgetreten war. Erst nach dem Rücktritt fragten die Dolphins offiziell bei den Saints an, mit Payton zu sprechen, was diese jedoch ablehnten. (SERVICE: NFL-Wissen - die Positionen im Football)

In einer ersten Reaktion wies Ross die Ermittlungsergebnisse zurück. „Ich stimme mit der Schlussfolgerung und der Strafe überhaupt nicht überein“, verkündete das Team auf Twitter in einem Statement. Er schob aber an: „Dennoch werde ich das Ergebnis akzeptieren, weil es die wichtigste Sache ist, dass es keine Ablenkungen für unser Team gibt, da wir eine aufregende und siegreiche Saison beginnen.“

Keine Beweise für Flores-Anschuldigungen

Auf der anderen Seite wurde der zweimalige Super-Bowl-Sieger aber auch entlastet. So fand die NFL keinerlei Beweise, dass der Dolphins-Besitzer in der 2019er Saison seinem damaligen Head Coach Brian Flores 100.000 Euro für jede Niederlage angeboten haben soll. „So eine Aussage war nicht beabsichtigt oder sollte ein tatsächliches Angebot darstellen, noch wurde das Thema von Mr. Ross oder jemand in anderem im Klub verfolgt“, stellten die Ermittler fest.

Gleichzeitig fanden sie aber auch heraus, dass Ross mehrfach erwähnte, dass die Draft-Position in der Saison wichtiger sei als die Anzahl an Siegen und Niederlagen. Das soll er sowohl Flores gesagt haben als auch zu weiteren hochrangigen Personen innerhalb der Franchise.

Während Ross sich erleichtert zeigte, dass die Vorwürfe aus der Welt geräumt wurden, kritisierte Flores die Ergebnisse. „Ich bin enttäuscht zu erfahren, dass die Ermittler das Angebot von Mr. Ross und den Druck zu verlieren, herunterspielen, besonders da ich damals einen Brief an die Verantwortlichen der Dolphins geschrieben habe, wo ich meine Sorgen wegen des Themas dokumentiere und der in Besitz der Ermittler ist“, verkündete er in einem Statement.

Anzeige

Trotz der Entlastung lassen die Ergebnisse die Dolphins in einem schlechten Licht dastehen. Schließlich ist es einer der größten Tampering-Skandale der NFL-Geschichte.

Alles zur NFL auf SPORT1.de