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Wimbledon bricht mit Tradition - Änderung auf dem Heiligen Rasen

Wimbledon bricht mit Tradition

Wimbledon sperrt Medvedev aus

In Wimbledon ist vieles Tradition, doch manchmal brechen die hohen Herren und Damen des All England Club mit einer.

Weiße Spielkleidung, exakt acht Millimeter langer Rasen, Erdbeeren und Sahne: In Wimbledon ist vieles Tradition, doch manchmal brechen die hohen Herren und Damen des All England Club mit einer.

So geschehen am Donnerstag, vier Tage vor dem Beginn des ältesten Tennisturniers der Welt. Da betraten Rafael Nadal und Novak Djokovic tatsächlich den Centre Court.

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Was bei den anderen drei Grand-Slam-Turnieren üblich ist, erregt in Wimbledon Aufmerksamkeit. Ein Training vor dem Turnierstart auf dem Heiligen Rasen im Allerheiligsten des Tennissports war streng verboten. Bis jetzt.

Beschwerde über Rasen in Wimbledon

Nadal spielte sich mit Vorjahresfinalist Matteo Berrettini ein, Titelverteidiger Djokovic mit Ex-Finalist Marin Cilic.

Der Grund: Im vergangenen Jahr hatten sich etliche Spielerinnen und Spieler über den rutschigen Rasen an den ersten Turniertagen beschwert. Serena Williams musste sogar aufgeben. „Limitiertes“ Training vor dem Beginn am Montag auf den beiden größten Plätzen soll die Courts abstumpfen.

Früher war es nur vier ausgewählten Damen des Klubs erlaubt, den Rasen am Samstag vor dem Start zu einer kurzen Partie im Rahmen eines Materialtests zu betreten.

Das aufgehobene Trainingsverbot vor der 135. Auflage der Championships ist übrigens nicht der einzige Bruch mit einer Tradition in diesem Jahr. Erstmals in der Turniergeschichte ist der „middle sunday“ (3. Juli) nicht mehr als Ruhetag vorgesehen.

Bislang war der erste Sonntag im Turnier viermal kurzfristig zu Spieltagen erklärt worden: 1991, 1997, 2004 und 2016. In diesem Jahr ist er fest eingeplant und entzerrt damit den Spielplan.