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Leichtathletik: Lasitskene mit harter Kritik an IOC-Präsident Bach - "Startest einen neuen Krieg"

Russland-Star: „Startest neuen Krieg!“

Maria Lasitskene hat in einem offenen Brief IOC-Präsident Thomas Bach hart kritisiert

Maria Lasitskene hat in einem offenen Brief IOC-Präsident Thomas Bach hart kritisiert © Imago

Wegen des Kriegs in der Ukraine dürfen derzeit viele Sportlerinnen und Sportler sowie zahlreiche Teams aus Russland und Belarus nicht am internationalen Wettbewerb teilnehmen. Ein Leichtathletik-Star richtet nun deutliche Worte an den IOC-Präsidenten Thomas Bach.

Ende Februar startete Russland den Angriffskrieg gegen Ukraine.

Daraufhin empfahl das Internationale Olympische Kommitte (IOC) den Ausschluss von allen russischen und auch belarussischen Athletinnen und Athleten. Diesem Beispiel sind auch relativ viele Verbände gefolgt. (Russlands Krieg gegen die Ukraine und seine Auswirkungen auf den Sport: Alle News im Liveticker)

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Diese Sanktionen kommen in den Ländern jedoch überhaupt nicht gut an. Während es im Langlauf einen heftigen Zoff zwischen Russland und Norwegen gibt, hat nun auch die Stabhochspringerin Maria Lasitskene deutliche Worte gefunden.

In einem offenen Brief auf ihrer Instagram-Seite erhob sie schwere Anschuldigungen gegenüber IOC-Präsident Thomas Bach. „Alle Entscheidungen sorgen für Ergebnisse, aber was Sie gemacht haben, sollte nicht den Krieg stoppen. Im Gegenteil, es hat einen neuen angefangen, um und innerhalb des Sports, was unmöglich in Grenzen zu halten ist“, schreibt sie.

Lasitskene will Nationalhymne abschaffen

Unverständnis zeigt die Russin zudem über die Gründe für die Entscheidung. „Sie haben gesagt, dass Sie empfohlen haben, russische Athleten zu suspendieren, wegen Sorgen um unsere Sicherheit, aber das ist nicht wahr. Russische Tennisspieler, die auf der ganzen Welt antreten, beweisen das wieder einmal“, erklärte sie und fügte hinzu: „Fans lieben die Athleten nicht wegen ihrer Nationalität oder Staatsbürgerschaft, sondern wegen dem, was sie bei den Wettbewerben zeigen.“

Daher fordert die Olympiasiegerin die Abschaffung der Nationalhymnen und Nationalflaggen bei Sport-Events.

Zudem positionierte sich Lasitskene klar gegen den Krieg ihres Heimatlandes gegen die Ukraine. „Viele meiner Gegnerinnen kommen aus der Ukraine. Und ich weiß immer noch nicht, was ich zu ihnen sagen soll oder wie ich ihnen in die Augen schauen soll. Sie und ihre Freunde und Familie erleben etwas, was keiner jemals fühlen sollte“, meint sie.