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NBA: Drama-Aus der Philadelphia 76ers und Schockdiagnose für Danny Green

Schockdiagnose überschattet Drama-Aus

Joel Embiid war unfreiwillig an einer Schlüsselszene des 76ers-Aus beteiligt

Joel Embiid war unfreiwillig an einer Schlüsselszene des 76ers-Aus beteiligt © Imago

Die Philadelphia 76ers ereilt gegen die Miami Heat das Aus in den NBA-Playoffs. Für Danny Green kommt es noch viel schlimmer. Doncic führt die Mavericks ins Entscheidungsduell gegen die Suns .

Das war‘s - Aus in der Viertelfinal-Serie mit 2:4!

Die Philadelphia 76ers sind durch eine 90:99 (48:49)-Pleite in Spiel 6 an den Miami Heat in gescheitert und haben die Conference Finals der NBA-Playoffs damit verpasst. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NBA)

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Die Franchise mit dem völlig unter seinen Möglichkeiten agierenden James Harden hatte ab dem vierten Mittel dem Kontrahenten um Jimmy Butler (32 Punkte) als besten Werfer nur noch wenig entgegenzusetzen.

Passend zum Aus: Der gegen die Heat-Defense im Laufe Partie immer weniger zur Entfaltung kommende Joel Embiid (20 Zähler, 12 Rebounds) zeichnete sich auch noch für den Ausfall von Teamkollege Danny Green verantwortlich. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NBA)

Drama um Danny Green und Schockdiagnose

Der Center, der weniger als 30 Prozent seiner Würfe traf, fiel Green bereits nach drei Minuten unglücklich auf dessen Bein - der 34 Jahre alte Forward konnte nur mit Hilfe von Betreuern das Feld verlassen, erlitt einer ersten Einschätzung zufolge eine Knieverletzung. (DATEN: Alle Tabellen der NBA)

Mittlerweile gibt es eine Diagnose und sie ist ein Schock für Green und die Sixers-Fans: Der 34-Jährige erlitt einen Kreuzbandriss. Damit könnte sogar ein Karriereende des Shooting Guards im Raum stehen. auf jeden Fall steht ihm eine lange Reha bevor.

Harden sorgt für Fasssungslosigkeit

Großes Thema bei den 76ers neben dem Drama um Green: die Fassungslosigkeit darüber, wie wenig Harden - im Februar in einem Blockbuster-Trade von den Brooklyn Nets nach Philly gewechselt - an der Pleite ändern konnte.

Harden gelangen nur 11 Punkte (9 Assists, 4 Turnover), zum Desaster entwickelte sich vor allem die zweite Spielhälfte, in der er nur noch zwei Würfe nahm und ohne Punkt blieb. Es war der Schlusspunkt einer für Hardens Niveau persönlich enttäuschenden Saison, in der seine Wurf- (40,2) und Drei-Punkte-Quote (32,6) jeweils die schwächste seiner Karriere waren.

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„Wir sind unsere Offense gelaufen und dann habe ich den Ball einfach nicht mehr bekommen“, resümierte der Starspieler hinterher gefrustet die zweite Halbzeit.

Zuspruch kam dagegen von Head Coach Doc Rivers: „Ich werde jetzt wegen James kein Referendum daraus machen. Wir gewinnen als Team und wie verlieren auch als Team. (...) Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass unser Team einfach nicht gut genug war, um dieses Heat-Team zu schlagen. Wir werden darauf aufbauen und diese Mannschaft nicht einreißen.“

Miami Heat nun gegen Celtics oder Bucks

Bei den Heat lief es mit zunehmender Spielzeit dagegen immer flüssiger, was neben Butler, der sein Team bereits vor zwei Jahren ins NBA-Finale (2:4 gegen die Los Angeles Lakers) geführt hatte, auch am überragenden Max Strus (20 Zähler) und Bam Adebayo (10 Punkte, 8 Rebounds) lag.

Miamis Head Coach Erik Spoelstra, der mit seiner Franchise zum nunmehr sechsten Mal in den Finals steht, lobte denn auch: „Kaum einer in dieser Liga will mehr gewinnen als Jimmy. Er hat es nicht zugelassen, dass wir für ein siebtes Spiel nach Miami zurückfliegen.“

Auf Miami, das gegen Philadelphia im dritten Abschnitt dank eines 16:2-Laufs die Weichen auf Sieg stellte, wartet nun dagegen der Gegner aus der Serie zwischen den Boston Celtics und den Milwaukee Bucks (2:3).

Mavericks wenden Aus gegen Suns ab

Die Dallas Mavericks wendeten unterdessen mit einem klaren 113:86 (60:45) gegen die Phoenix Suns das Aus ab und erzwangen so das entscheidende Spiel 7.

Überragender Akteur war Luka Doncic mit 33 Punkten, 11 Rebounds und 8 Assists. Damit brach er einen Rekord von der deutschen NBA- und Mavs-Legende Dirk Nowitzki.

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„Ich bin so stolz auf dieses Team. Das war eine großartige Teamleistung“, sagte der Superstar. Der Deutsche Maxi Kleber als Bankspieler kam auf 9 Punkte.

Mitentscheidender Faktor zudem: Die Suns verzeichneten gleich 22 Ballverluste (Dallas 6) - allein Devin Booker und Chris Paul leisteten sich acht beziehungsweise fünf Aussetzer.

Doncic überragend bei den Mavs - auch Kleber punktet

Spiel sieben steigt am Sonntag in Phoenix, bisher konnten beide Franchises in der Serie ihre Heimspiele gewinnen.

Die Suns hatten als bestes Team der regulären Saison den Sprung in die Playoffs geschafft.

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