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Darts: Michael van Gerwen erlebt Doppel-Fiasko - Clayton triumphiert

Van Gerwen reagiert auf Doppel-Fiasko

Van Gerwen entzaubert! Clayton festigt Spitzenposition

Am 13. Spieltag der Darts Premier League (Alle Spiele LIVE auf SPORT1) feiert Jonny Clayton seinen vierten Tagessieg. Michael van Gerwen kämpft vor allem mit seinen Doubles.

Die Doubles haben Michael van Gerwen zur Verzweiflung getrieben - so sehr, dass er am Ende keine Siegchance hatte.

Nach dem Finale des 13. Spieltags der Cazoo Darts Premier League (Alle Spiele LIVE auf SPORT1) hatte der dreimalige Weltmeister ganze 41 (!) verpasste Würfe auf die entscheidenden Doppelfelder auf seinem Konto.

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Umso erstaunlicher, dass der Niederländer zum sechsten Mal in dieser Saison bis ins Finale stürmen konnte. Dort traf er jedoch auf Jonny Clayton, der ebenfalls das sechste PL-Endspiel in diesem Jahr spielte und van Gerwen mit 6:3 bezwang. (NEWS: Alles Wichtige zum Darts)

Van Gerwen: „Nicht das richtige Gefühl bekommen“

„Ich habe heute Abend nicht das richtige Gefühl bekommen, von daher war es wichtig, zumindest drei Punkte im Playoff-Rennen zu bekommen“, schreib van Gerwen bei Instagram: „Ich hatte meine Momente, aber ich habe einfach zu viele Doubles verpasst.“

Im Finale von Glasgow sah es auch lange nach einem Krimi bis zum Ende aus. Aber beim Stand von 3:3 kam ein Bruch in das Spiel des Niederländers. Danach konnte er kein einziges Leg mehr gewinnen und Clayton holte sich mit zweimal eigenem Anwurf und einem Break den Sieg.

In der Tabelle baut der Waliser damit seine Führung weiter aus, aber auch MvG festigt Platz zwei. Von den Playoff-Rängen sind die beiden nur noch theoretisch zu verdrängen.

Highfinish-Feuerwerk im Halbfinale

Im ersten Halbfinale ließen es Gary Anderson und Jonny Clayton ordentlich krachen. Zwar hatte der Waliser mit 6:4 das bessere Ende für sich und zog zum sechsten Mal in ein Spieltagsfinale ein.

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Aber auch Anderson trug ordentlich zur guten Laune der Zuschauer bei. In zehn Legs hagelte es gleich fünfmal ein Highfinish. Den Auftakt machte „The Flying Scotsman“ im ersten Durchgang mit 150-Rest.

Beim Stand von 1:2 lieferte dann auch „The Ferret“ sein erstes Highfinish ab und holte sich den Ausgleich zum 2:2 mit 141-Rest. Ab dem achten Leg wurde es dann spektakulär. Erst checkte Anderson 115 aus, um direkt von Clayton mit einem 116-Highfinish gekontert zu werden. Aber der Schotte ließ sich davon nicht beeindrucken und verkürzte diesmal über 110-Rest zum 4:5.

Da musste selbst Clayton schmunzeln und klatsche mit Anderson nach dessen Leg-Gewinn ab. Den Sieg ließ er sich aber nicht mehr nehmen, sondern holte sich den entscheidenden Punkt zum 6:4. Aber es war ein Ritt auf der Rasierklinge. Erst verpasste Clayton bei 52-Rest zwei Match-Darts. Doch Anderson konnte seine 33-Rest ebenfalls nicht ausmachen. Die nächste Chance nutzte Clayton und zog zum dritten Mal in Folge ins Spieltagfinale ein.

Smith bleibt das Pech treu

Im zweiten Halbfinale hatte Michael Smith den Tabellenzweiten Michael van Gerwen kurz vor der Niederlage. Aber am Ende holte sich MvG mal wieder ein Match im Decider.

Dabei profitierte der Niederländer jedoch gehörig von einer Mega-Panne des „Bully Boys“. Beim Stand von 5:4 für Smith und 441:303 im Leg fielen gleich zwei Pfeile des Engländers aus dem Board. Statt 160 Punkte kamen nur 40 Zähler auf seine Rechnung. Diese Lücke konnte er nicht mehr schließen und musste in den Entscheidungssatz.

Der Rest ist Geschichte.

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MvG trotzt Match-Dart-Fiasko

Im letzten Viertelfinalspiel bekamen die Fans nochmal richtig Drama geboten. Zwar setzte sich MvG am Ende mit 6:5 gegen Joe Cullen durch und machte so seinen achten Auftaktsieg in der Premier League klar.

Bis dahin musste er aber ordentlich schwitzen - selbstverschuldet. Der Niederländer hatte eigentlich das Spiel komplett im Griff und führte bereits 4:1 und 5:3. Aber es gelang ihm einfach nicht, das Match auszumachen.

So ließ er seinen Kontrahenten doch noch einmal herankommen und musste tatsächlich in den Decider. Dort gab es dann aber doch noch das zittrige Happy End. Der siebte (!) Match-Dart brachte MvG endlich das Glück.

Der „Rockstar“ muss sich allerdings auch an die eigene Nase fassen. Erst spät im Spiel kam er auf seine gewohnte Treffsicherheit und hob den Drei-Dart-Average immerhin noch knapp über die 90 Punkte.

Schottisches Duell als Anheizer

Im ersten Spiel des Abends bekamen die Fans in Glasgow gleich das Duell der Lokalmatadoren zu sehen. Allerdings hatte Peter Wright bei der 2:6-Pleite gegen Gary Anderson nicht den Hauch einer Chance.

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Direkt im ersten Leg holte sich „The Flying Scotsman“ das Break und vergoldete das bei eigenem Anwurf zum 2:0. Richtig bitter wurde es für den aktuellen Weltmeister im fünften Leg. Bei 60-Rest verpasste „Snakebite“ zweimal die Doppel-20. Anderson sagte danke, checkte 24-Rest aus und erhöhte auf 4:1. (PDC Order of Merit: Aktuelle Weltrangliste im Darts)

Im folgenden Leg schien Wright jedoch nochmal ein Comeback starten zu können. Mitten im Leg tauschte er die Pfeile und checkte beim ersten Einsatz der neuen Spielgeräte ein 116-Highfinish aus.

Es war aber nur ein kurzes Strohfeuer. Anderson holte sich die folgenden beiden Legs zum Spielgewinn und beendete damit eine schwarze Serie von sechs Auftaktniederlagen in Folge.

Clayton beendet Wades Lauf

Im zweiten Duell setzte sich Jonny Clayton mit 6:2 gegen James Wade durch. Damit war schon früh klar, dass der zweimalige Tagessieger in der laufenden Premier League erstmals seit fünf Spieltagen keine Punkte sammeln würde.

Zwar lieferte „The Mechanic“ wie gewohnt eine solide Leistung ab und befand sich im Drei-Dart-Average auf Augenhöhe mit Clayton. Während „The Ferret“ 95,55 Punkte auflegte, kam Wade auf 93,10 Punkte.

Allerdings kam er in diesem Match nur selten in die Position, zum Leggewinn zu werfen.

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Smith triumphiert im Duell der Enttäuschten

Für Michael Smith war der 6:3-Erfolg gegen Gerwyn Price Seelenbalsam. Zwar stieß er am vergangenen Spieltag in Dublin bereits bis ins Halbfinale vor, zuvor verlor er jedoch fünfmal in Folge sein Auftaktmatch. Damit konnte er den Erfolg aus Dublin bestätigen.

Dabei überzeugte er sowohl mit einem starken Drei-Dart-Average von 99,19 Punkten sowie starken Würfen auf die Doubles. Knapp 43 seiner Möglichkeiten zum Leg-Gewinn konnte er nutzen. Das Spiel beendete er standesgemäß mit einem 107-Highfinish.

Damit verkürzt er in der Tabelle - Smith lag vor dem Spieltag auf Rang sieben - zumindest den Abstand zu dem vor ihm platzierten Price.

Alle Spiele des 13. Spieltags im Überblick

Finale

  • Jonny Clayton - Michael van Gerwen 6:3

Halbfinale

  • Gary Anderson - Jonny Clayton 4:6
  • Michael Smith - Michael van Gerwen 5:6

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Viertelfinale

  • Peter Wright - Gary Anderson 2:6
  • Jonny Clayton - James Wade 6:2
  • Gerwyn Price - Michael Smith 3:6
  • Michael van Gerwen - Joe Cullen 6:5