Anzeige

Bundesliga, Süle vom FC Bayern zum BVB, wird er zur Persona non grata?

Wird Süle zur Persona non grata?

Süle zum BVB: "Weiß nicht, ob er der entscheidende Mann ist"

Niklas Süle wechselt vom FC Bayern zu Borussia Dortmund. Wie reagieren die Fans des Rekordmeisters auf den Transfer-Hammer? SPORT1 hat sich umgehört.

Dieser Wechsel sorgt für Zündstoff!

Als sich Niklas Süle im Januar gegen eine Vertragsverlängerung beim FC Bayern entschied, rechneten selbst die meisten seiner Mitspieler mit einem Transfer ins Ausland. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Anzeige

Süle hatte mehrfach von der Premier League geschwärmt. Dass seine nächste Station nun Borussia Dortmund heißt, bringt insbesondere im Fan-Lager der Münchner Verwunderung und Unverständnis mit sich. (Bericht: So denkt Flick über Süle-Wechsel)

Wird Süle in seinen verbleibenden Monaten in München bei der Anhängerschaft zur Persona non grata? SPORT1 hat mit drei Fanclub-Vertretern und einem Blogger über den brisanten Wechsel gesprochen.

Manuel Hillwig („Stern des Südens Lippe“):

„Niklas Süle kann, so denke ich, froh sein, dass die Ultras derzeit nicht im Stadion sind. Wenn die wieder da wären, wenn das Stadion voll wäre, könnte es unangenehm für ihn werden. Zum „Klassenfeind“ zu gehen, ist für unsere Fanseelen nicht so toll. Ich selbst mag den Menschen Süle sehr und auch als Fußballer kann er was. Er ist ein Top-Innenverteidiger: bullig, eine richtige Kante eben. Ich hätte mir jetzt alles vorstellen können, aber Dortmund? Das ist für einen Bayern-Fan wirklich ganz schwer zu verstehen.“

Wie Süle: Diese Stars spielten für Bayern und Dortmund

Hans Gehrlein („13 Höslwanger“):

„Als deutscher Nationalspieler hat er grundsätzlich sehr gut zu uns gepasst auch sportlich war er zuletzt gut drauf. Aber wie es halt manchmal im Profifußball ist: Wenn Verein und Spieler unterschiedliche Vorstellungen haben, dann kommt es schon mal zu einer Trennung. Die Bayern werden sich um eine gleichwertige Alternative bemühen, da mache ich mir sportlich keine Sorgen. Als Persona non grata kann ich mir Niklas Süle nicht vorstellen. Solange er das Bayern-Trikot trägt, ist er einer von uns und wir werden ihn weiterhin unterstützen. Auch die Bayern-Spieler sind alle Vollprofis und werden mit der Sache professionell umgehen. Natürlich sind viele Fans verwundert oder gar enttäuscht, dass er ausgerechnet zum BVB geht. Aber grundsätzlich ist das sicher auch keine schlechte Adresse, was den Fußball angeht. Wir werden seinen Weg auch da weiter mitverfolgen.“

Thomas Scheidler („Kurve Adelzhausen“):

„Die Wahl des Vereins spricht für eine fehlende Identifikation mit dem FCB. Von Mia san Mia keine Spur! Ich persönlich finde aber, dass wir Fans uns damit schnell abfinden sollten. Die genauen Gründe kennen wir nicht für Süles Abkehr vom Verein. Es wird jetzt stark von seinen Leistungen abhängen, wie die Fans reagieren. Die Leistung war eigentlich immer top, insofern würde das auffallen. Ich persönlich würde nie einen eigenen Spieler auspfeifen, egal wo er hingeht oder mal schlecht spielt. Das regelt die sportliche Leitung schon im Interesse des Klubs und somit auch der Fans.“

Anzeige

Daniel Ostromuhov (Blogger bei “Miasanrot“):

„Dass Niklas Süle den FC Bayern verlässt, war für viele absehbar und kommt nicht überraschend, aber dass er zum BVB wechselt verstehen viele Bayern-Fans nicht. Letztendlich ist es, wie Herbert Hainer richtig sagte, ein sportlicher Rückschritt, den er da macht. Teile der heftigen ersten Reaktionen erstaunen mich. Die Stimmen sollten sich aber recht schnell wieder legen, nachdem ein wenig Gras über das Ganze gewachsen ist. Bei Alaba war die Situation anders. Das Theater war öffentlicher, zog sich über Monate wie Kaugummi und der Ausgang war ein ganz anderer. Ihm konnte man leicht Gier unterstellen. Bei Süle ist die Situation in vielerlei Hinsicht das komplette Gegenteil, der Riss ging schnell und kaum kamen etwaige achtstellige Millionen-Forderungen auf, hatte er schon beim BVB unterschrieben. Wäre er etwa bei Newcastle gelandet, hätte er sicherlich das eine oder andere Plakat erwarten müssen, doch jetzt muss jeder einsehen, dass Geld nicht das Hauptmotiv war.“

„Mutmaßlich stimmen die Meldungen, dass die Bayern ihm nicht das komplette Vertrauen aussprachen, sodass er es nun nochmal allen in Deutschland zeigen will, bevor er sich doch noch seinen Lebenstraum Premier League erfüllen wird. Die Bayern selbst sollten sich hüten Süles Wert nicht zu unterschätzten, man selbst hat mit Spielern wie Pavard, Upamecano und Nianzou ziemlich viele Fragezeichen in der Abwehrkette, denen Süle derzeit mehr oder weniger klar überlegen ist. Ein neuer, ablösefreier Verteidiger wird Süles Abgang nicht verlustfrei auffangen.“

Alles zur Bundesliga bei SPORT1: