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Formel 1: "Die F1 kann Fußball überholen" - Mehr Spannung dank neuer Regeln & Budgetgrenze?

„Formel 1 kann Fußball überholen“

Formel-1-Fahrer 2022: Alle Cockpits, Wechsel, Verträge

Alpine-Pilot Esteban Ocon freut sich auf die neue Autogeneration 2022 und rechnet mit einem Formel-1-Boom.

Die Formel 1 boomt. Die letzte Runde in Abu Dhabi, die Doku-Serie auf Netflix und eine spannende Saison 2021 haben die Königsklasse aus ihrer Lethargie geholt.

Man kann zum Saisonfinale, den konfusen Szenen in den letzten Minuten und Weltmeister Max Verstappen stehen, wie man will. Klar ist: Die Sportwelt diskutiert über die oberste Rennsportkategorie wie lange nicht – und sogar über das Schweigen ihres Superstars Lewis Hamilton.

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Dabei soll das erst der Anfang sein. 2022 kommen komplett neue Autos. Die künftige Formel-1-Generation soll das Hinterherfahren und Überholen erleichtern und noch mehr Zweikämpfe zulassen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Formel 1 führt Budgetgrenze ein

Eine Budgetgrenze schafft zudem mehr Chancengleichheit. Ziel: Die Dominanz eines Teams oder Fahrers soll der Vergangenheit angehören.

Schon 2021 waren erste Ansätze zu erkennen. Daniel Ricciardo (McLaren) gewann in Monza, Esteban Ocon (Alpine) in Ungarn. Der Franzose sieht die Formel 1 entsprechend in einer „fantastischen“ Ausgangslage. Ocon: „Die letzte Rennrunde fasst die ganze Saison treffend zusammen. Es ist einfach verrückt bis zur letzten Runde. Wir haben viele unterschiedliche Autos auf dem Podium gesehen. Das ist klasse, und genau so soll es sein.“ (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Vor der neuen Saison lehnt sich der junge französischen Teamkollege von Superstar Fernando Alonso (40) weit aus dem Fenster. Von den neuen Regeln erwartet der Alpine-Star viel. Sehr viel sogar, denn für ihn haben sie das Potential, sogar den Volkssport schlechthin anzugreifen.

Ocon: Formel 1 kann Fußball Konkurrenz machen

„Wenn die Autos näher beisammen liegen, dann kann die Formel 1 bei der Spannung sogar den Fußball überholen“, sagt der Franzose. „Denn jeder spricht über die Formel 1. Ich habe Freunde, die sich bisher nicht damit befasst hatten, aber jetzt sind sie voll dabei.“

Wolff: Das spornt Hamilton an

Dabei helfen auch neue Formate wie die Sprint-Qualifyings, die 2021 dreimal getestet und 2022 sogar sechsmal stattfinden sollen. „So hatten wir eine Chance zu kämpfen, obwohl wir eigentlich nicht schnell genug für die Top 10 waren“, erklärt Ocon die Vorteile aus Sicht eins Mittelfeld-Teams. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Optimistisch ist auch Formel-1-Chef Stefano Domenicali. „Die Autos sollen es den Fahrern ermöglichen, enger hintereinander herzufahren und sich so noch intensiver miteinander zu duellieren“, sagt er zu SPORT1.

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F1-Boss Domenicali rechnet mit mehr Spannung

Allerdings rechnet er mit einer Übergangsphase. „Wenn Sie mich fragen, ob wir vom ersten Rennen an ein extrem enges Feld erleben werden, glaube ich das zwar nicht. Aber durch die Restriktionen bei der Weiterentwicklung der Autos und durch die Budget-Obergrenze dürfte sich die Lücke schneller schließen.“

Der Italiener ist selbst gespannt auf die neuen Autos, die im Februar präsentiert werden. „Mir wurde gesagt, sie sollen teilweise doch anders aussehen als das Modell, das wir in Silverstone präsentiert haben. Ich bin selbst neugierig.“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Dass eine Mannschaft den Stein der Weisen gefunden hat, glaubt er allerdings nicht. „Bei neuen Regeln weiß man nie, ob ein Team nicht doch ein Schlupfloch gefunden hat“, räumt der F1-Boss ein. „Wobei ich eher erwarte, dass ein oder zwei Teams eine andere Entwicklungsrichtung eingeschlagen haben, als dass sie eine Lücke im Reglement ausgemacht haben.“

Es bleibt spannend in der Formel 1. Ob die Automobilbehörde FIA und die Fußballobrigkeit FIFA nach Ocons Weissagungen noch Freunde bleiben?

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