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Dortmunds NLZ-Chef Ricken schlägt Alarm wegen Nachwuchsbereich

BVB: Ricken schlägt Alarm

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Dortmunds NLZ-Direktor Lars Ricken bemängelt den Spielrhythmus nach der Corona-Pause und fürchtet, dass der deutsche Nachwuchs ins Hintertreffen gerät.

Dass die Corona-Pandemie zahlreiche Vereine vor große Herausforderungen stellt, steht außer Frage.

Meistens wird dabei allerdings lediglich an die Auswirkungen für die Profimannschaften gedacht – während die Jugendteams völlig außen vor sind. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

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Aus diesem Grund schlug Lars Ricken, Direktor des BVB-Nachwuchsleistungszentrums, nun Alarm.

„Wir haben das Problem, das wir nach der Corona-Pause bloß eine einfache Runde in der Junioren-Bundesliga spielen. Keine Hin- und Rückrunde, sondern nur eine Runde. Für die Top-Spieler, die wir für die Bundesliga ausbilden wollen, ist das einfach zu wenig“, kritisierte Ricken bei DAZN.

„Das ist ein prinzipielles Problem des Nachwuchsbereichs“

„Die Spieler haben dann fünf oder sechs Spiele im Jahr auf Top-Niveau. In vielen Spielen reicht es dann, wenn sie mit 70 Prozent oder so spielen. Das ist ein prinzipielles Problem des Nachwuchsbereichs“, fand Ricken klare Worte.

Die deutschen Jugendmannschaften würden damit weiter ins Hintertreffen geraten. „Die Konkurrenzsituation ist inzwischen eine internationale. In anderen Ländern wurde weitergespielt“, merkte der ehemalige BVB-Spieler an.

Der BVB habe dieses Problem jedoch glücklicherweise nicht. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Ricken: „Wir haben das Glück...“

„Wir haben das Glück, dass wir neben der Junioren-Bundesliga auch noch in der Youth-League spielen und uns mit Top-Gegnern wie Ajax Amsterdam und Sporting Lissabon messen“, erklärte Ricken und fügte hinzu: „Unsere Jungs hatten fast nur englische Wochen auf Top-Niveau.“

Dieses Privileg hätten aber leider nicht alle deutschen Juniorenteams.

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„Wenn andere Teams nun fünf oder sechs Spiele auf Top-Niveau haben, ist das viel zu wenig“, kritisierte Ricken.

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