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Erling Haaland: Bayern, Real, Barca, ManCity - so beeinflusst Haaland den Transfermarkt

Das gigantische Domino um Haaland

Haaland-Transfer? "Bayern muss alles dafür tun"

Real? Barca? ManCity? FC Bayern? An der Frage, wohin es BVB-Ausnahmestürmer Erling Haaland als nächstes zieht, hängt auch die Zukunft vieler anderer Stars. SPORT1 erklärt die Lage.

Für welchen Klub geht Erling Haaland in den kommenden Jahren auf Torejagd?

Es ist eine Frage, die brennend interessiert. Die Fans von Borussia Dortmund, naturgemäß - aber letztlich hat praktisch jeder Anhänger eines großen Klubs einen Grund, auch im Haaland-Poker mitzufiebern. (NEWS: Alles zum Transfermarkt im SPORT1-Transferticker)

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Wo immer er landet: Der 21 Jahre alten Ausnahme-Stürmer aus Norwegen wird den europäischen Fußball prägen. Und: Sein Transferfall hat auch entscheidenden Einfluss auf die Kaderplanung auch der Großmächte, bei denen er am Ende nicht landen wird.

An Haalands Zukunft hängt auch die Zukunft diverser anderer Offensivstars (und umgekehrt), darunter auch die von Robert Lewandowski beim FC Bayern München. Wie genau? SPORT1 erklärt die Rolle des BVB-Angreifers in einem gigantischen internationalen Vertrags-Domino.

Der Dominostein Karim Benzema:

Der Franzose ist Kapitän und Mittelstürmer bei Real Madrid - und er füllt Haalands Position dort überaus erfolgreich aus (17 Tore und 10 Vorlagen in 20 Ligaspielen diese Saison). Die wesentliche Frage ist: Wie lange noch?

Der viermalige Champions-League-Sieger ist vor kurzem 34 geworden - ein Jahr älter, als Ex-Teamkollege Cristiano Ronaldo war, als er sich in Richtung Juventus Turin neu orientierte.

Benzemas Vertrag wurde zuletzt bis Sommer 2023 verlängert, der ideale Zeitpunkt für einen Wachwechsel zu Haaland, bei dem Real als Ziel weit oben auf der Liste steht? Oder muss Real schon in diesem Sommer zugreifen, damit kein anderer Konkurrent dazwischenfunkt - auf die Gefahr hin, einen verdienten Spieler zu verprellen?

Der Dominostein Kylian Mbappé:

Der 23-Jährige wird in jedem Fall ein Megathema des Sommers: Sein Vertrag bei Paris Saint-Germain läuft dann aus, dass es bis jetzt keine Verlängerung gab, deutet klar darauf hin, dass Mbappé seine Zukunft nicht in seiner Geburtsstadt sieht.

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Auf einen Wechsel zu Real deutet vieles hin - wie aber würde das die Haaland-Dynamik beeinflussen? Mbappé und Haaland könnten prinzipiell koexistieren, wenn Mbappé auf den linken Flügel ausweicht, was er in dieser Saison bei PSG auch für Mauro Icardi und Lionel Messi oft tut (zumal Neymar im vergangenen Halbjahr oft ausfiel).

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Bleibt dennoch die Frage, ob Haaland das Zusammenspiel mit einer anderen Überfigur wie Mbappé als Bereicherung empfinden würde - oder ob ihn das zu viel Rampenlicht auf dem Platz und außerhalb kostet. Auch aus Real-Sicht würde ein Mbappé-Deal umso mehr in den Fokus rücken, was im Sommer mit Benzema passiert.

Prinzipiell kann ein Mbappé-Wechsel für Haaland auch eine andere Tür öffnen: Ein Verlust von Mbappé wird bei PSG das Bedürfnis erhöhen, das Geld aus Katar für einen anderen Offensiv-Megastar wie Haaland einzusetzen.

Will aber Haaland zu PSG? Eher nicht. Abseits der Champions-League-Bühne schreckt das niedrige Niveau der heimischen Ligue 1 ab - gerade einen Spieler in Haalands Alter, der hungrig ist, sich auf Top-Level zu beweisen.

Der Dominostein Harry Kane:

Erling Haaland oder Harry Kane? Das ist die Frage, die bei Manchester City im Raum steht, dem wichtigsten Haaland-Bewerber aus der englischen Premier League - und dem einzigen, den Berater Mino Raiola im SPORT1-Interview im Dezember beim Namen nannte (“Bayern, Real, Barcelona, City – das sind die großen Vereine, zu denen er gehen kann“).

Der gewöhnlich gut informierte Athletic berichtete zuletzt: Haaland ist für den Klub von Trainer Pep Guardiola Plan A und Tottenhams Kane nur Plan B - wenn Haaland will.

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Ob er das will: fraglich. Spanien reizt ihn anscheinend mehr, womöglich hat er auch im Blick, dass im System von Guardiola schon einige prominente Sturmkollegen nicht glücklich geworden sind. Sollte er ManCity einen Korb geben, dürfte es in England eine Fortsetzung des schon im vergangenen Sommer großen Dramas um Kane geben.

Der Dominostein FC Barcelona:

Bei Reals großem Rivalen ist es kein einzelner Spieler, mit dem alles steht und fällt: Memphis Depay, der aktuell das Sturmzentrum besetzt, ist nicht das Kaliber, das die Barca-Bosse langfristig dort sehen. Sollte Haaland kommen, könnte Depay auch auf den Flügel ausweichen - wo sich unter anderem durch den sich andeutenden Abgang von Ousmane Dembélé die Karten neu sortieren dürften.

Für Barca wäre Haaland ein neuer Leuchtturm für den jüngst installierten Coach Xavi, ein Deal mit dem der jahrelang kriselnde Ex-Klub von Lionel Messi ein grell strahlendes „Wir sind wieder wer!“ in die Welt senden würde. Das Ausrufezeichen Haaland wäre auch weit dicker als mit Álvaro Morata (aktuell von Atlético Madrid an Juve verliehen), der ebenfalls im Gespräch ist.

Haaland zu Barca? "Alles ist möglich!"

Woher aber nehmen die hochverschuldeten Katalanen das Geld dafür? Passt schon, lautet die zuletzt von Präsident Joan Laporta und seinen Vertrauten immer wieder gesandte Botschaft.

Laporta wirkt gewillt, alle Hebel - ob gerade oder krumm - für Haaland in Bewegung zu setzen. Für Haaland selbst wäre Barca wegen Prestige und La-Liga-Umfeld eine attraktive Option. Wenn Laporta für Haaland wirklich in die Vollen geht, steigt der Handlungsdruck enorm, für Real - und auch für Bayern.

Der Dominostein Robert Lewandowski:

Der FC Bayern gilt nicht als Favorit im Haaland-Poker: Das Geld sitzt weniger locker als bei der Konkurrenz, auch Haaland selbst tendiert zu einem Auslandswechsel. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

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Hinzu kommt ein ähnliches Problem wie bei Real und Benzema: Was ist mit Robert Lewandowski? Auch der 33-Jährige ist noch bis 2023 unter Vertrag und in Top-Form - nichtsdestotrotz kommt auf die Bayern-Bosse die Frage zu, wann und wie seine Nachfolge geregelt werden muss.

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Für einen Klub kann es eigentlich nicht der Anspruch sein, in dieser Situation Zaungast im Poker um einen Spieler wie Haaland zu sein, aber das Dilemma ist: Bayerns Erfolgsaussichten sind wolkig und die Gefahr groß, den in dieser Hinsicht sensiblen Lewandowski mit allzu offensiven Bemühungen zu verärgern.

Die Sport Bild berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe, dass Bayern bei Haalands Berater Mino Raiola „grundsätzliches Interesse hinterlegt haben sollen“. Überrascht wird ihn das nicht haben, und Konsequenzen hat das in so unkonkreter Form erstmal keine. Der deutsche Rekordmeister steckt weiter in einer Zwickmühle - wie viele der am Haaland-Poker Beteiligten.

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