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FC Bayern: Wird Partnerschaft mit Konami 2022 beendet?

Spiel-Desaster mit Folgen für Bayern

FIFA 22 im Test: Das hat sich alles verändert

Der FC Bayern könnte im kommenden Jahr eine lukrative Partnerschaft beenden - weil ein Videospiel kaum spielbar ist.

eFootball 2022 heißt die neue kostenlose Fußballsimulation von Konami, die seit Ende September spielbar ist.

Der Nachfolger der beliebten PES-Reihe, die es jahrelang mit den FIFA-Spielen von EA Sports aufnehmen konnte, wurde allerdings in einer relativ erschreckenden Version veröffentlicht.

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Ein Grund, warum der FC Bayern offenbar darüber nachdenkt, die Partnerschaft mit Konami im nächsten Jahr zu beenden. Bis 2022 läuft der 2019 abgeschlossene Vertrag mit dem Platin-Partner, der den Münchnern über die drei Jahre laut Sport Bild 15 Millionen Euro bringen soll, noch. Dass es danach weitergeht, ist laut Gameswirtschaft „mehr denn je ungewiss“.

Bayern-Profi wegen Spiel schockiert

Noch am 30. September hatte der FC Bayern auf dem ESports-Kanal auf Twitter voller Freude gepostet: „Seid ihr auch so gehyped auf das neue Game?“ Seitdem herrscht allerdings Funkstille.

Und auch auf den weiteren Kanälen legen sich die Münchner nicht wirklich in Zeug. Der letzte Beitrag auf der eSports-Unterseite der Bayern-Homepage datiert vom 10. Mai, bei Instagram wurde zuletzt am 2. Oktober etwas gepostet.

Alex Alguacil, Profi bei FC Bayern Esports, hatte einen Tag nach der Veröffentlichung auf Twitter gemeckert: „Die Community braucht eine Reaktion“. Er verlangte „solideres und flüssigeres Gameplay“. Nachdem Konami verkündet hatte, dass eine ursprünglich für den 11. November geplante Version auf Frühling 2022 verschoben wurde, zeigte sich Alguacil schockiert: „Das ist ein Paukenschlag. Ich erinnere mich nicht an eine traurigere Situation mit dem Videospiel, das mein Leben geprägt hat.“

Bayern steigt in E-Sport ein

Im Juli 2019 hatte sich der FC Bayern die Partnerschaft mit Konami gesichert und nach drei Jahren die Kooperation mit FIFA-Entwickler Eletronic Arts beendet – und war damit in den E-Sport eingestiegen. 2020 gelang sogar ein Titel, damals hieß das Spiel noch PES.

FIFA-Spieler selbst können zwar seitdem an der Konsole weiterhin mit den Münchnern spielen, aber nicht in der Allianz Arena. Und die Vereinbarung mit dem japanischen Hersteller verhindert zudem, dass der FC Bayern an der offiziellen Virtual Bundesliga der Deutschen Fußball-Liga (DFL) teilnimmt – denn dort wird FIFA gezockt.

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Und bis die eFootball 2022-Turniere über die Bühne gehen, wird es wegen der technischen und spielerischen Probleme noch dauern.

Die Lust am eSport hat der FC Bayern laut dem Bericht noch nicht verloren, eine Fortsetzung der Partnerschaft mit Konami erscheint aktuell aber fraglich – auch wenn der deutsche Rekordmeister in der Allianz Arena weiter für eFootball 2022 wirbt.