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NFL: Everson Griffen von den Minnesota Vikings erleidet wohl psychischen Rückfall - Polizei gibt Entwarnung

Video mit Waffe! Verschanzter NFL-Star gibt auf

Der irre Touchdown-Lauf eines Sechsjährigen

Everson Griffen spricht vor drei Jahren erstmals offen über seine psychischen Probleme. Nun muss die Polizei zu seinem Haus kommen, nachdem er ein Video mit Handfeuerwaffe gepostet hat.

„Das ist im Moment nicht unsere Sorge!“

Mike Zimmer, Headcoach der Minnesota Vikings, bügelte in einer Pressekonferenz am Mittwochvormittag (Ortszeit) die Frage nach einem möglichen Einsatz von Everson Griffen im kommenden Spiel gegen die San Francisco 49ers ab. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NFL)

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Zum Zeitpunkt der Pressekonferenz hatte sich die Polizei vor dem Haus des Defensive Ends positioniert, weil sich der 33-Jährige weigerte, das Haus zu verlassen. Zuvor hatte der Mann aus Arizona auf Instagram ein verstörendes Video gepostet, in dem er mit einer Handfeuerwaffe zu sehen war. Dieses und andere Posts sind bereits wieder von seinem Account gelöscht worden. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NFL)

Mittlerweile gibt es jedoch Entwarnung durch die Minnesota Vikings. Verantwortliche bestätigten, dass Griffen friedlich und ohne weitere Zwischenfälle das Haus verlassen habe. Er befinde sich nun in psychologischer Behandlung.

„Die Strafverfolgungsbehörden haben uns mitgeteilt, dass Everson Griffen ohne Zwischenfälle aus seinem Haus gekommen ist und jetzt die nötige Behandlung erhält“, so die Vikings in einer Erklärung. „Wir sind dem Hennepin County Sheriff‘s Office, dem Carver County Sheriff‘s Office, dem Minnetrista Police Department und dem Orono Police Department dankbar für ihre schnelle Reaktion und ihren Einsatz, um die Situation friedlich zu beenden. Wir konzentrieren uns weiterhin auf Eversons Gesundheit und Sicherheit und darauf, ihm und seiner Familie die angemessenen Ressourcen zur Verfügung zu stellen.“

Zuvor - um 3.00 Uhr morgens (Ortszeit) - hatte Griffen einen Notruf an die Polizei abgesetzt. Darin behauptete er, dass jemand in sein Haus eingedrungen sei, um ihn zu töten. Während dieses Telefonats bestätigte er auch, dass er eine Waffe abgefeuert habe, jedoch niemand verletzt sei.

Griffen weigert sich, das Haus zu verlassen

„Niemand wird mich in meinem Haus töten. Ich habe immer noch Munition übrig“, soll er laut ESPN im Video gesagt haben. Dazu betonte er, dass er die Waffe und die dazugehörige Munition legal gekauft und einen Waffenschein dafür habe.

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Anmerkung der Redaktion: Wenn Sie sich selbst von Depressionen und Suizidgedanken betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (http://www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in zahlreichen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten.

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Die Polizei bestätigte später in einem Statement, dass Griffen weiterhin in seinem Haus sei, sich aber keine andere Person dort befinde.

Da sich Griffen jedoch weigerte, das Haus zu verlassen, wurden Psychologen zur Hilfe herbeigerufen. Auch Vikings-Vertreter sind zu Griffen nach Haus geeilt und kooperieren mit der Polizei, wie die Minnesota Vikings bekanntgaben.

Bereits in der Saison 2018 nahm der Viertrundenpick des Drafts 2010 eine einmonatige Auszeit, um sich um seine psychische Gesundheit zu kümmern. Diese hatte das Team angeordnet, nachdem zwei Vorfälle mit der Polizei dazu geführt hatten, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

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Im April 2019 äußerte er sich, dass er ein „hartes Jahr“ in Bezug auf seine psychische Gesundheit hinter sich habe.

In der aktuellen Saison kam der Defensive End, der im August als Free Agent zu den Minnesota Vikings zurückgelehrt war, in neun von zehn Spielen zum Einsatz. In seiner Karriere wurde er bislang viermal in den Pro Bowl gewählt.

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