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Juventus Turin: Mohamed Ihattaren in Utrecht verschollen - keine Zukunft mehr bei Sampdoria Genua?

Ausnahmetalent spurlos verschwunden

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Mit seinem Wechsel nach Italien wollte Supertalent Mohamed Ihattaren den nächsten Schritt machen. Doch das ging krachend schief. Aktuell fehlt vom Niederländer jede Spur.

Er gilt als eines der größten Talente seines Landes, spielte in der vergangenen Saison an der Seite von Mario Götze bei der PSV Eindhoven.

Mohamed Ihattaren ist die große Offensivhoffnung im niederländischen Fußball. Doch der 19-Jährige macht derzeit eigentlich nur abseits des Platzes Schlagzeilen. Unrühmlicher Höhepunkt: Laut Gazzetta dello Sport fehlt vom Holland-Juwel seit rund zehn Tagen jede Spur.

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Eigentlich soll Ihattaren bei Sampdoria Genua Spielpraxis sammeln. Dorthin lieh ihn Juventus Turin im Sommer aus, nachdem die Alte Dame ihn aus Eindhoven verpflichtet hatte. Doch dieser Plan ging krachend schief. Seine Bilanz in dieser Saison: Null Spielminuten.

Ihattaren ohne Einsatz für Sampdoria

Der offensive Mittelfeldspieler ist überhaupt kein Thema beim Team von Roberto D‘Aversa. Und daran trägt Ihattaren eine gehörige Portion Mitschuld. Berichten zufolge soll er mit fünf Kilogramm Übergewicht aus dem Sommerurlaub gekommen sein.

Zusätzlich berichteten niederländische Medien, Ihattaren sei häufiger zwischen Mailand und Monaco hin- und hergereist, um Freunde zu besuchen. Am 12. Oktober habe sich das Offensiv-Juwel bei Sampdoria abgemeldet, um aus familiären Gründen in seine Heimat Utrecht zu reisen. Seitdem soll es keinen Kontakt mehr zum Spieler geben.

Den Sampdoria-Trainer scheint die Tatsache nicht besonders zu tangieren, Ihattaren war ja bisher kein wirklicher Teil seines Teams. „Ich hatte ihn nie zur Verfügung. Für mich macht das kaum einen Unterschied“, sagte D‘Aversa in der italienischen Tageszeitung Il Secolo XIX. Klingt nicht danach, als ob das einstige PSV-Juwel noch eine großartige Zukunft in Genua hat.

Auch bei PSV unter Schmidt mit Problemen

Es ist im Übrigen nicht das erste Mal, dass Ihattaren mit Negativ-Schlagzeilen auffällt. Auch seine Zeit in Eindhoven verlief alles andere als unproblematisch. Im März berief PSV-Trainer Roger Schmidt Ihattaren, der auf seiner Lieblingsposition auf der Zehn mit Götze konkurrierte, nicht in die Startelf beim Aus in der Europa League gegen Olympiakos Piräus.

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Daraufhin soll Ihattaren, dem schon mehrfach Disziplinlosigkeiten nachgesagt wurde, sich ungebührlich verhalten haben, für das anschließende Topspiel gegen Ajax Amsterdam flog er aus dem Kader.

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Der Verein teilte mit, dass „die gesamte Belegschaft, die Spieler und das Management alles getan“ hätten, „um Ihattaren zu unterstützen und ihn für die PSV wertvoll werden zu lassen. Diese Chance hat er nicht genutzt.“

Abschied von Raiola?

Diese Meldung brachte Ihattarens Berater, einen gewissen Mino Raiola, auf die Palme. Er machte Schmidt schwere Vorwürfe und bezichtigte den Klub der „nachweislichen Lüge.“ Raiola erklärte weiter: „Ich bin froh, dass Schmidt nicht der Trainer von Maradona war, denn dann hätten wir niemals den wahren Maradona gesehen.“

Auch der Abgang des Talents aus Eindhoven hatte einen faden Beigeschmack. Im Juli wurde er aussortiert, da er sich nach Angaben des Klubs nicht an Vereinbarungen gehalten hatte. Unter anderem soll er sich vor einem Spiel krankgemeldet haben, obwohl er nur wenige Tage zuvor zu Raiola gereist war. Bis zu seinem Abschied absolvierte Ihattaren 74 Spiele für die PSV, schoss zehn Treffer und legte elf weitere auf.

Nun also der erneute Eklat. Wo genau sich Ihattaren aufhält, kann aktuell wohl nur der Spieler selbst beantworten. „Ein Gespenst in Utrecht“ schrieb die Gazzetta dello Sport und berichtete weiter, dass der Niederländer mit marokkanischen Wurzeln in Utrecht bisher nicht gesehen worden sei und auch nicht mehr nach Italien zurückkehren wolle. Zudem gibt es Berichte, er wolle sich einen neuen Berater suchen.

Wie es in der Causa Ihattaren weitergeht, ist aktuell völlig offen. Bei Sampdoria scheint er keine Zukunft mehr zu haben. Von Juventus gab es bisher keinen Kommentar zur Situation seines verliehenen Ausnahmetalents. Begeistert über diese Entwicklung dürfte aber auch in Turin keiner sein.