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NBA: Chicago Bulls mit LaVine, Ball und DeRozan wieder auf dem Vormarsch

Neue Bulls begeistern sogar Jordan

Viraler Hit: NBA-Legenden freuen sich auf 75. Saison

Die glorreichen Zeiten der Chicago Bulls liegen schon eine ganze Weile zurück. Mit prominenten Neuzugängen soll die Franchise nun wieder für Furore sorgen.

Zwischen 1991 und 1998 gewannen die Chicago Bulls mit Michael Jordan und Scottie Pippen sechs Titel.

2011 stand Chicago mit Anführer Derrick Rose kurz vor dem Einzug in die NBA-Finals, doch seitdem wurde es um die einst so große Franchise immer ruhiger.

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Seit 2017 erreichte Chicago die Playoffs nicht mehr - doch das könnte sich schon bald wieder ändern.

Die Bulls spielen in der bevorstehenden Saison wahrscheinlich nicht um die Meisterschaft mit - dafür sind andere Mannschaften einfach zu gut - aber es sieht danach aus, als hätte man einen Kader zusammengestellt, der mit jedem Team in der Eastern Conference mithalten kann.

Das deuteten die Bulls beim 94:88-Sieg im Auftaktspiel gegen die Detroit Pistons an. Starspieler Zach LaVine sagte danach: „Es ist ein komplett neues Team. Eine komplett neue Denkweise.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NBA)

Prominente Verstärkung für Chicago

Das Management hat in nur wenigen Monaten den Kader mächtig umgekrempelt und mit den meisten Ausgaben in der Geschichte der Franchise für Aufsehen gesorgt. Lauri Markkanen, Wendell Carter Jr., Daniel Gafford und Chandler Hutchison haben Chicago verlassen.

Dafür hat das Duo LaVine und Nikola Vucevic mit Lonzo Ball und DeMar DeRozan aber prominente Unterstützung erhalten.

Besonders einer zeigte während der Preseason seine ganze Klasse: Der 23 Jahre alte Ball überzeugte mit klugem Spiel, wusste stets seine Mitspieler in Position zu bringen und verzeichnete selbst etliche Punkte.

Lonzo Ball begeistert Mitspieler

„Er hat ein verdammt großes Talent, einen hohen IQ, es macht Spaß. Und was noch besser ist: Er hat die großartigste und bescheidenste Art, die man sich vorstellen kann“, lobt Teamkollege DeRozan.

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Und weiter: „Wenn man einen Point Guard mit diesem IQ hat, der so uneigennützig ist wie er, dann macht er das Spiel einfacher, und das wirkt ansteckend. Man hat gesehen, wie wir den Ball bewegt haben; so war es das ganze Trainingslager über, und wir erwarten, dass es noch besser wird.“ (Bericht: Die deutschen Stars in der NBA)

Flashback: Als Jordan 69 Punkte erzielte

Auch Ball selbst hält einiges von seinem neuen Team: „Ich denke, wir müssen einfach einen Tag nach dem anderen nehmen. Es ist ein brandneues Team. Wir versuchen einfach, uns jeden Tag zu verbessern, auf und neben dem Platz.“ (DATEN: Alle Tabellen der NBA)

Es gehe vor allem um die Chemie, „die wir zuerst aufbauen müssen, und dann geht es von da aus weiter. Ich glaube, wir haben ein tolles Team. Wir haben viele uneigennützige, kluge Spieler im Team. Solange alle hierher kommen und jeden Tag arbeiten, wird es uns gut gehen“, so Ball weiter.

Zach LaVine geht in sein letztes Vertragsjahr

Ball, der in der Vergangenheit auch wegen der Vergleiche mit seinem berühmten Vater LaVar immer wieder infrage gestellt wurde, scheint an sich noch einmal gearbeitet zu haben.

Neben Ball soll auch LaVine als Playmaker in der Offensive den Gegner vor Probleme stellen. Der 26-Jährige hat in der Vorsaison den Sprung zum All-Star geschafft.

LaVine besticht vor allem durch seine Effizienz und möchte in seinem letzten Vertragsjahr noch einmal zeigen, was in ihm steckt. (Kleber-Interview: Mavs waren ein Negativbeispiel)

Zudem ist Chicago auf den nächsten Entwicklungsschritt von Patrick Williams angewiesen. Der ehemalige Rookie wird in dieser Saison wohl nicht mehr so häufig zum Wurf kommen, was aber völlig in Ordnung ist, denn mit DeRozan, Ball, Vucevic und LaVine gibt es nun andere Spieler, die Verantwortung übernehmen sollen.

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Jordan: College-Trikot bringt Rekord

Dadurch kann Williams das machen, was ihn auszeichnet: Verteidigen, rebounden und gelegentlich mal einen Dreier werfen. Bitter: Williams verpasste aufgrund einer Knöchelverletzung das Trainingscamp, möglicherweise fehlt der 20-Jährige auch beim Saisonstart.

Schwachstelle Defensive

Trotz des personellen Updates bleibt die größte Schwachstelle bei den Bulls die Defensive. Mit Alex Caruso hat die Franchise aber bereits einen erfahrenen Mann verpflichtet, der erst 2020 mit den Los Angeles Lakers den Titel gewann. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NBA)

So kurz vor der neuen Saison hat es sich selbst Legende Michael Jordan nicht nehmen lassen, sich zu seiner ehemaligen Franchise zu äußern, was er selten tut: „Mein altes Team, Chicago, hat große Veränderungen vorgenommen, damit sie auch im Osten eine gute Rolle spielen können.“

Wie weit es für Chicago in dieser Saison gehen kann, bleibt abzuwarten. Fest steht aber, dass mit den Bulls wieder zu rechnen sein dürfte, auch wenn es für den ganz großen Wurf wohl (noch) nicht reichen wird.

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