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Ex-Boxer Manny Pacquiao kandidiert als Präsident der Philippinen

Box-Star will Präsident werden

Auch mit 40: Boxen: Pacquiao verteidigt WBA-Titel

Manny Pacquiao will in seinem Land etwas verändern. Der philippinische Superstar kandidiert für das Präsidentenamt in seinem Land.

Den philippinischen Volkshelden Manny Pacquiao zieht es endgültig vom Boxring in die große Politik.

Der 42-Jährige kandidiert im kommenden Jahr offiziell für das Amt des Staatspräsidenten in dem südostasiatischen Land, das teilte Pacquiao am Sonntag mit und beendete damit monatelange Spekulationen.

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Pacquiao sagt Korruption den Kampf an

"Die Zeit ist gekommen, wir sind bereit für diese Herausforderung", sagte Pacquiao in Manila. Der Mehrfach-Weltmeister hat der Korruption der politischen Elite den Kampf angesagt, zudem ist er mittlerweile ein lautstarker Kritiker des umstrittenen Präsidenten Rodrigo Duterte, der nicht für eine weitere Amtszeit antreten darf.

Dieser hatte Pacquiao noch 2020 zum Vorsitzenden der Regierungspartei PDP-Laban benannt, mittlerweile ist aber ein innerparteilicher Streit ausgebrochen. Pacquiao wird daher für seinen PDP-Flügel antreten, die Gegenseite hatte zuletzt Senator Christopher Go als Präsidentschaftskandidaten und Duterte als Vize nominiert.

Pacquiao bereits seit 2010 in der Politik

Pacquiao erfreut sich größter Popularität in seiner Heimat. Aus ärmlichen Verhältnissen schaffte er den Aufstieg zum Multi-Millionär. In seiner Karriere war er Weltmeister in sieben verschiedenen Gewichtsklassen. Im August kehrte der Boxer nach zwei Jahren in den Ring zurück, unterlag dabei aber dem kubanischen WBA-Champion Yordenis Ugas in Las Vegas.

"An all jene, die mich nach meinen Fähigkeiten und Stärken fragen", rief er am Sonntag seinen Anhängern zu: "Habt ihr jemals Hunger gelitten? Wisst ihr, wie es ist, nichts zu essen zu haben, sich Geld von seinen Nachbarn leihen zu müssen, hinter einem Restaurant auf die Reste zu warten? Der Manny Pacquiao, der vor euch steht, wurde durch Armut geformt."

Der Spitzensportler ist kein Neuling in der Politik. Seit 2010 schon gehörte er zum Repräsentantenhaus, 2016 wurde er in den Senat gewählt.