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Olympia 2021: Aline Rotter-Focken macht bei Toni Kroos freche Ansage

Olympiasiegerin macht Kroos Ansage

Aline Rotter-Focken hat bei den Olympischen Spielen Geschichte geschrieben

Aline Rotter-Focken hat bei den Olympischen Spielen Geschichte geschrieben © Imago

Aline Rotter-Focken schreibt bei den Olympischen Spielen in Tokio Geschichte. Im Podcast von Toni und Felix Kroos spricht sie über ihren Erfolg.

Aline Rotter-Focken hat bei den Olympischen Spielen in Tokio Geschichte geschrieben. (Ergebnisse der Olympischen Spiele)

Die 30-Jährige krönte sich zur ersten deutschen Ringer-Olympiasiegerin der Geschichte und feierte einen krönenden Abschluss ihrer aktiven Laufbahn. Denn: Nach ihrem Karriere-Highlight im letzten Kampf beendete die Vorzeige-Athletin des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) ihre Karriere.

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Im gemeinsamen Podcast von Toni und Felix Kroos “Einfach mal Luppen” blickte die Krefelderin auf das historische Gold zurück. “Ich habe nur meinen Trainer angeschaut und gedacht: ‚Oh mein Gott, wir haben es geschafft.’ Es ist gar nicht bei mir angekommen”, erinnerte sich Rotter-Focken.

Nach dem Halbfinale sei es anders gewesen: “Da war ich komplett fertig und wusste, dass ich das Wichtigste geschafft habe. Aber dieser Goldmoment war in einem anderen Universum.”

Olympia-Verschiebung wird zum Vorteil

Außerdem verriet die Olympiasiegerin einen psychologischen Trick, den sie während der Spiele anwandte: “Es war eine mentale Technik von mir, mir den Moment des Sieges und der Siegerehrung auszumalen. Ich habe mir auch kurz vorher immer die Nationalhymne angehört.”

Als sie dann auf dem Podium stand, habe sie den Moment einfach nur genießen wollen. “Du bist aber einfach nur überfordert. Wenn ich es mir jetzt ansehe, finde ich es fast schöner, als in dem Moment, als ich da stand”, so Rotter-Focken.

Laut eigener Aussage habe die Weltmeisterin von 2014 in Tokio von der Verschiebung der Olympischen Spiele um ein Jahr profitiert: “Tatsächlich glaube ich, dass ich 2020 nicht Olympiasiegerin geworden wäre. Dadurch, dass ich 2018 in die Gewichtsklasse gekommen bin, war ein Jahr mehr für mich überragend, um noch stärker zu werden und mich noch besser an das Ringen anzupassen.”

"Olympische Seele" trotz fehlender Zuschauer

Sie habe in der Corona-Pandemie extrem hart gearbeitet, ihre Ernährung umgestellt, viel im mentalen Bereich gemacht und “hatte einfach mehr Zeit. Es ist schwer zu sagen. Wir könnten das Turnier morgen nochmal machen und es wäre nicht sicher, dass ich es nochmal schaffe”, machte Rotter-Focken deutlich.

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Ehemann wollte keine Ringerin

Auch über die Vorurteile vieler Männer gegenüber ihrer Leidenschaft äußerte sie sich. “Für mich war es nicht schlimm, gegen einen Jungen zu verlieren. Aber für einen Jungen war es natürlich Horror, gegen mich zu verlieren. Aber die meisten Jungs können es wirklich mal gebrauchen, von einem Mädchen vermöbelt zu werden. Das schadet nicht.” (Medaillenspiegel bei Olympia)

Selbst ihr Mann habe Frauen-Ringen gehasst, verriet die Spitzenathletin. “Er hat gesagt: ‚Niemals eine Ringerin. Das sind so schlimme Frauen.’ Am Ende kannst du sie nur mit Leistung und harter Arbeit überzeugen und dadurch, dass du Klischees zerstörst”, erklärte Rotter-Focken.

Und weiter: “Du kannst trotzdem eine Frau sein und etwas im Kopf haben. Das Bild hat sich mittlerweile geändert. Aber die meisten Fremden reagieren immer noch so auf mich und sagen; ‚Du siehst ja ganz normal aus.’”