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GFL: Braunschweig startet Aufholjagd, Saarbrücken feiert Kantersieg

Braunschweig startet die Aufholjagd

American Football LIVE: Die German Football League auf SPORT1

Die New Yorker Lions rüsten auf und melden sich in der GFL zurück. Bei den Comets zahlt sich ein Clou aus, Saarbrücken feiert einen Kantersieg.

Nach zuletzt drei Niederlagen haben die New Yorker Lions in der SharkWater GFL wieder gewinnen können: Mit dem 43:28 bei den Cologne Crocodiles fügten sie den Kölnern die erste Heimniederlage des Jahres zu und schoben sich vor die Crocodiles wieder auf Rang drei der Nord-Gruppe.

Auf die Führenden aus Dresden und Potsdam bleiben für den Meister zwar immer noch vier Punkte Rückstand. Doch die eigentliche Nachricht an die Konkurrenz war eine andere: dass die Braunschweiger wieder einmal vor allem die Playoff-Phase im Blick haben. (GFL: Spielplan/Ergebnisse und Tabellen)

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Mit einer Reihe von Neuzugängen aus fast ganz Europa, wo in den meisten Ländern die Saison im American Football vor der Sommerferienzeit endet, bekommt der Braunschweiger Kader jetzt das Gesicht, mit dem man die Titelverteidigung doch noch nicht abschreiben muss.

Braunschweig rüstet auf

Fünf neue Leute in der Defense und drei in der Offense boten die Braunschweiger in Köln auf, und damit hatte man das bessere Ende für sich. In der ersten Hälfte hatten die Kölner zwar die Führung vorgelegt und auch später noch einmal zum 14:14 ausgeglichen.

Vor der Halbzeitpause nutzten die Braunschweiger dann aber ihre Gelegenheit, durch ein Field Goal das letzte Wort vor dem Gang in die Kabinen zu haben. Danach kamen sie zuerst in Ballbesitz und durch den Touchdown von Exavier Edwards vorentscheidend mit 23:14 in Führung.

Nach 1002 Tagen: Lions erstmals wieder geschlagen

Kölns Antwort-Touchdown von Dean Tanwani konterte anschließend Neuzugang Chuka Okpalobi, der nach einem Big Play über 73 Yards zwar noch kurz vor der Endzone gestoppt wurde, aber kurze Zeit später einen kurzen Pass von Jake Kennedy zum 30:20 verwertete.

Danach mussten die Cologne Crocodiles immer mehr ins Risiko gehen. Einen von den Kölnern ausgespielten vierten Versuch stoppte Samuel Kargel noch im Backfield der Angreifer, wenig später sicherte David Müller tief in der Hälfte der Kölner einen freien Ball nach einem Fumble von Tanwani, was die New Yorker Lions wenig später zum 36:20 verwerteten. Danach reichte trotz aller Bemühungen der Crocodiles, wieder heranzukommen, die Zeit nicht mehr für die Gastgeber.

Comets trumpfen mit neuem Quarterback auf

Zwar mit nicht ganz so vielen Änderungen, aber doch einer bedeutenden warteten die Allgäu Comets bei ihrem Besuch in Ravensburg auf. Statt McLane Carter schickten sie den britischen Quarterback Sam Huxtable in die Partie. Es dauerte eine Weile, bis die Ravensburg Razorbacks damit klar kamen und die veränderten taktischen Optionen der Gäste in den Griff bekamen. (BERICHT: Aus dem Nichts! Comets-Quarterback trumpft auf)

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Letztlich blieb das Spiel beim 32:29-Sieg der Allgäuer zwar bis zum Ende spannend, zumal die Ravensburger im letzten Viertel mit ihrem letzten Touchdown noch einmal herankamen. Doch die frühe Führung der Allgäuer und ihr 25:15-Vorsprung zur Pause nach Touchdowns von Brandon Kohn (zwei) und Glen Toonga waren eben doch spielentscheidend.

Aus dem Nichts! Comets-Quarterback trumpft auf

Gerade Toonga, ein weiterer Brite im Aufgebot des Teams aus Kempten, bekam so nämlich die Möglichkeit, die Stärke der Comets einmal mehr vorzuführen: kontrolliertes und sicheres Laufspiel, mit dem der Ballbesitz für lange Zeit gesichert ist und einem in Rückstand liegenden Gegner die Aufgabe immer schwerer gemacht wird.

Nach Minuspunkten rückten die Allgäuer damit zum Zweitplatzierten im Süden, den Saarland Hurricanes, auf. Gegen die Saarländer haben die Comets ihre bisher einzige Niederlage der Saison kassiert. Und die Hurricanes ließen am Sonntag keinen Zweifel daran, dass sie gedenken, diesen Vorteil auch bis zum Schluss der Punktrunde verteidigen zu wollen und sich damit ein Viertelfinalheimspiel zu sichern.

Saarbrücken feiert Kantersieg

Beim 51:6-Kantersieg gegen die Marburg Mercenaries nach 30:0-Halbzeitführung war schnell alles klar. Dass die Marburger in der letzten Saison 2019 noch in den Playoffs spielten, die Hurricanes damals “nur” Zweitligameister waren und überhaupt erst als Nachrücker in die SharkWater GFL kommen konnten, zählt nicht mehr.

Marburgs wohl letzte Chance, noch in die Endrunde zu kommen, liegt nun darin, bei den Auswärtsspielen in München und Kempten aufzutrumpfen. Was angesichts des Resultats von Saarbrücken kaum noch vorstellbar erscheint.

Berlin verliert gegen Kiel

Erledigt haben sich auch sämtliche Ambitionen der Berlin Rebels. Denn die Kiel Baltic Hurricanes feierten nach ihrem Sensationstriumph gegen Braunschweig mit einem 28:15 gegen die Berliner den zweiten Saisonsieg.

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Die Gäste sicherten sich dabei zwar mit einer erfolgreichen Two-Point-Conversion nach ihrem zweiten Touchdown immerhin noch den Vorteil im direkten Vergleich gegen die Hurricanes, die im Juni in Berlin mit 14:28 unterlegen waren.

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Doch dies wird kaum noch etwas nutzen. Auch für die Kieler ist die Ausgangslage nach dem Braunschweiger Sieg in Köln allerdings kaum besser geworden. Doch war die Erwartungshaltung vor der Saison an der Ostsee ohnehin eine andere.

Wichtiger erscheint bei den Baltic Hurricanes derzeit, dass das Team sich immer besser aufeinander einspielt und in kommenden Jahren wieder eine stärkere Rolle übernehmen kann. Da waren die drei Touchdown-Pässe von Joe Germinerio auf Fritjof Richter, Weston Carr und Benedikt Englmann sowie sein eigener Lauf-Touchdown durchaus ein Indiz, dass man auf dem richtigen Weg ist.

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