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Olmypia, Leichtathletik: Malaika Mihambo knackt Weite von 7 Metern

Mihambo wird Opfer des neuen Modus

Leichtathletik-Queen verrät: Das bewundert sie an Hummels

Malaika Mihambo springt in Stockholm mit über 7 Metern am weitesten. Doch durch den neuen Modus der Diamond League wird ihr der Sieg verwehrt.

Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo hat rund drei Wochen vor den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) ihren ersten 7-Meter-Sprung der Saison gezeigt.

Die 27 Jahre alte Heidelbergerin erreichte beim Diamond-League-Meeting in Stockholm am Sonntag mit 7,02 m persönliche Saisonbestleistung. Ihre Bestweite steht seit ihrem WM-Sieg 2019 in Doha bei 7,30 m. (Alles zur Leichtathletik)

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Der von Mihambo lang ersehnte 7-Meter-Sprung gelang ihr bei 2,6 m/Sekunde Rückenwind im dritten Versuch, für den Sieg reichte es aufgrund des veränderten Formats nicht. Nach dem neuen Modus in der Königsklasse ermitteln die drei Bestplatzierten nach fünf Durchgängen in einem finalen Versuch die Siegerin. Dort sprang die Rio-Olympiadritte Ivana Spanovic (Serbien) mit 6,88 m weiter als Mihambo (6,77).

Dass nicht diejenige Athletin gewinnt, die am weitesten springt, sorgt nicht nur für Zustimmung. Harsche Kritik kam von Brittney Reese. Die Weitsprung-Olympiasiegerin von London 2012 twitterte: "Mihambo wird Zweite trotz eines 7-Meter-Sprungs...Deshalb trete ich in diesem Jahr nicht bei der Diamond League an."

In Tokio ist die Konkurrenz für Deutschlands Sportlerin der Jahre 2019 und 2020 groß. Vor Mihambo hatten bei regulären Windbedingungen bereits sechs Athletinnen in diesem Jahr die 7-Meter-Marke geknackt.

Krause läuft Saisonbestleistung

Ebenfalls einen guten Tag in der schwedischen Hauptstadt erwischte die WM-Dritte Gesa Felicitas Krause über 3000 m Hindernis. Die 28-Jährige wurde mit ihrer Saisonbestleistung von 9:09,13 Minuten Zweite. Im Zielsprint zog Krause noch an Weltrekordhalterin Beatrice Chepkoech (Kenia/9:10,52) vorbei. Der Sieg ging in 9:04,34 Minuten (Meetingrekord) an Chepkoechs Landsfrau Hyvin Kiyeng - Elena Burkard (9:27,81) wurde Achte.

Stabhochsprung-Weltrekordler Armand Duplantis knackte zum dritten Mal in dieser Freiluftsaison die 6-Meter-Marke. Der Schwede gewann mit 6,02 m vor Weltmeister Sam Kendricks aus den USA (5,92) und Ex-Weltrekordler Renaud Lavillenie (Frankreich/5,92) und unterstrich seine Favoritenrolle mit Blick auf die Spiele in Tokio.

Duplantis scheitert an Weltrekord-Höhe

Anschließend ließ der 21-Jährige Duplantis die Weltrekordhöhe 6,19 m auflegen, scheiterte jedoch bei allen drei Versuchen. Duplantis' Bestmarke steht bei 6,18 m. Erst vor knapp einem Monat hatte Duplantis in Hengelo/Niederlande mit einer Höhe von 6,10 m die Weltjahresbestleistung unter freiem Himmel aufgestellt.

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Die frühere Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz kommt hingegen weiter nicht in Fahrt. Die 35-Jährige wurde mit 18,59 m Letzte des Achterfeldes, wie bereits bei der ersten Station im englischen Gateshead Ende Mai. Der Sieg ging mit 19,26 m an die zweifache Olympiasiegerin Valerie Adams aus Neuseeland.

Die ersten Athletinnen und Athleten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) werden am 19. Juli ab Frankfurt ins Pre-Camp über Tokio nach Myasaki fliegen, um die Zeit- und Klimaanpassung zu gestalten.