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Leichtathletik: Erriyon Knighton bricht Jugend-Rekorde von Usain Bolt

US-Teenie schneller als Bolt

Heute noch schneller als Ronaldo? Das sagt Usain Bolt

Die Fabelrekorde von Usain Bolt könnten möglicherweise schon bald der Vergangenheit angehören. Ein Teenager ist jetzt schon schneller als der junge Bolt.

Die Leichtathleten in den USA sorgen derzeit wieder reichlich für Furore. Sei es JuVaughn Harrison, der sich in Hoch- und Weitsprung für die Olympischen Spiele in Tokio qualifiziert hat.  (Alles Wichtige zu Olympia 2021)

Oder Sydney McLaughlin, die sich über 400 Meter in die Rekordbücher eingetragen hat.

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Im Schatten der ganz großen Stars schickt sich nun aber auch ein Teenager an, die Senioren zu ärgern.

Und vielleicht sogar viel mehr als das: Erriyon Knighton könnte irgendwann einmal die Fabelrekorde von Sprint-Megastar Usain Bolt knacken.

Zumindest dann, wenn seine sportliche Entwicklung derart bemerkenswert weitergeht. 

Knighton knackt Jugend-Weltrekorde von Bolt

Ein paar Bestzeiten hat der 17-Jährige bereits jetzt unterboten. Ende Mai lief Knighton beim Event der American Track League in Jacksonville die 200 Meter in 20,11 Sekunden.

Damit schnappte er sich den Weltrekord von Bolt in der U18-Wertung, der vor etwa 18 Jahren in diesem Alter 20,13 Sekunden über die Distanz brauchte. (Alles Wichtige zur Leichtathletik)

Kürzlich setzte Knighton dann sogar noch einen drauf. Bei den US-Trials verbesserte er seine Bestzeit über die 200 Meter auf 19,88 Sekunden.

Damit knackte der junge US-Amerikaner nicht nur als erster Unter-18-Jähriger die 20-Sekunden-Marke, er stellte zudem einen neuen U20-Weltrekord auf.

Den hatte der einstige Über-Sprinter aus Jamaika im vergleichbaren Alter auf 19,93 Sekunden gedrückt. Im Finale der Trials verbesserte Knighton seine Zeit erneut um vier Hundertstel auf 19,84 Sekunden. Als Dritter des Rennens löste er damit auch das Olympia-Ticket.

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Was für ein bitteres Karriere-Ende für den besten Sprinter aller Zeiten! Ausgerechnet in seinem letzten Rennen überhaupt muss Usain Bolt auf der Zielgeraden verletzt aufgeben
Was für ein bitteres Karriere-Ende für den besten Sprinter aller Zeiten! Ausgerechnet in seinem letzten Rennen überhaupt muss Usain Bolt auf der Zielgeraden verletzt aufgeben © Getty Images
Im Staffel-Rennen der WM von London ereilt den Superstar ein Krampf, Bolt geht zu Boden... © Getty Images
... und wird vom Arzt untersucht. Mit Hilfe seiner Teamkollegen überquert er mit reichlich Verzögerung die Ziellinie. Einen solch bitteren Abgang von der großen Bühne hatte sich der Jamaikaner aber natürlich nicht gewünscht © Getty Images
Deshalb kommt Bolt am letzten Tag der WM noch einmal ins Stadion und verabschiedet sich gebührend von den Leichtathletik-Fans - und zeigt ein letztes Mal seine berühmte Geste © Getty Images
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In einem stillen Moment auf der Ziellinie geht der beste Sprinter aller Zeiten noch einmal in sich und zelebriert seinen Abschied von der Großen Bühne. SPORT1 blickt zurück auf die kometenhafte Karriere des Superstars mit gigantischen Erfolgen © Getty Images
Schon zu Jugendzeiten dominierte Bolt die Konkurrenz. 2002 und 2003 wurde er Juniorenweltmeister, im gleichen Jahr stellte er einen Juniorenweltrekord über die 200 Meter auf © Getty Images
Sein erster Olympiaauftritt verlief dagegen unauffällig. In Athen schied der damals 17-Jährige 2004 bereits im Vorlauf aus. Sieger damals: Justin Gatlin aus den USA © Getty Images
Besser lief es dann bei der Weltmeisterschaft 2007. Über die 200 Meter holte der Jamaikaner Silber, Gold ging an Tyson Gay aus den USA © Getty Images
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2008 war dann SEIN Jahr. Zunächst stellte er in New York einen neuen Weltrekord auf... © Getty Images
...den er bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 wieder pulverisierte. Trotz seines 20 Meter vor dem Ziel beginnenden Jubels lief er die 100 Meter in 9.69 Sekunden © Getty Images
Laut Experten wäre sonst auch eine Zeit von 9.55 Sekunden möglich gewesen - schneller als der aktuelle Weltrekord © Getty Images
Auch über die 200 Meter fiel in Peking der Weltrekord. Das darauf folgende Staffelgold wird den Jamaikanern 2017 jedoch im Nachhinein wegen eines positiven Dopingbefundes von Nesta Carter aberkannt © Getty Images
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Lange hielten die in Peking aufgestellten Weltrekorde jedoch nicht. 2009, bei der WM in Berlin, ist Bolt der Konkurrenz um Längen voraus © Getty Images
Der Fabelweltrekord von 9.58 Sekunden über die 100 Meter besteht bis heute, auch die 200 Meter (19,19 Sekunden) gewann er in Weltrekordzeit. Es sind die beiden ersten WM-Titel für den Sprintstar, der nun schon Kultstatus hat © Getty Images
Der "Lightning" wird spätestens jetzt zu Bolts Markenzeichen und geht wie ein Lauffeuer um die Welt © Getty Images
Auch neben der Strecke lässt es der Jamaikaner krachen. So lässt er selten eine Gelegenheit zum Feiern aus © Splash News
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So nah wie die Damen beim Kanerval kommt ihm auf der Strecke zu der Zeit niemand © Splash News
Bei der Damenwelt eilt Bolt ohnehin der Ruf voraus, es mit der Treue nicht immer so genau zu nehmen. So soll er 2016 bei den Olympischen Spielen seine Freundin mit der jungen Brasilianerin Jady Duarte betrogen haben - die per WhatsApp sogar Bilder der beiden im Bett verschickt © Instagram/usainbolt
Bolts Freundin Kasi Bennett bleibt dem Schwerenöter trotz derlei Eskapaden treu © Instagram/kasi.b
Das Model aus Jamaika hat bei Instagram über 220.000 Follower und ist bis heute mit Bolt liiert © Instagram/kasi.b
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Fußball ist Bolts große Leidenschaft. Sein Herz schlägt dabei ganz besonders für den englischen Rekordmeister Manchester United. Sein Traum: Einmal für die Red Devils auflaufen © Getty Images
Stadionluft hat Bolt jedenfalls schon geschnuppert. Der Jamaikaner fühlt sich auf dem Rasen im "Theater of Dreams" sichtlich wohl © Getty Images
Die Rückennummer 958, in Anlehnung an seinen Weltrekord, dürfte für den Sprinter reserviert sein © Getty Images
Doch selbst bei Usain Bolt läuft nicht immer alles glatt. Bei der WM 2011 in Daegu wird er wegen eines Fehlstarts disqualifiziert. Sieger wird sein Trainingspartner Yohan Blake © Getty Images
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Rechtzeitig zu den olympischen Spielen 2012 in London ist Bolt jedoch wieder in Galaform und holt das nächste Gold-Triple. Diesmal darf er auch alle Medaillen behalten © Getty Images
Seine Lockerheit ist sein Markenzeichen. Selbst vor seinen wichtigsten Wettkämpfen bleibt noch Zeit für ein Späßchen mit einem Volunteer © Getty Images
2016 komplettiert Bolt dann sein Olympiatriple. Zum dritten Mal in Folge gewinnt er alle drei Rennen, acht der neun Medaillen darf er behalten. Damit zählt er zu den erfolgreichsten Sommerolympioniken aller Zeiten © Getty Images
Bei seinem letzten Olympiaauftritt steht Bolt nicht nur im Interesse der Fotografen... © Getty Images
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...auch die Fans lassen ihren Superstar noch einmal auf olympischer Bühne hochleben © Getty Images
Egal wo er auftaucht, Usain Bolt zieht alle Aufmerksamkeit auf sich. Sei es bei Sponsorenveranstaltungen.. © Getty Images
...oder beim Tennis, hier neben Rafael Nadal (m.) und David Ferrer (l.). Bolt ist auf dem Höhepunkt, eine Ikone der Leichtathletik und ein globaler Superstar © Getty Images
Beim Golfen in seiner Heimat Jamaika hat der Superstar mächtig Spaß © Getty Images
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Von seinen Fans bekommt er stets außergewöhnliche Geburtstagsgeschenke © Getty Images
In seiner Freizeit sieht man Bolt häufiger in München. Der frühere Bayern-Arzt Dr. Müller-Wohlfahrt kümmert sich um die Gesundheit des Sprinters. Auch bei den Bayern-Basketballern und an der Säbener Straße hat Bolt bereits vorbei geschaut © Getty Images
Ein Dauer-Duell in seiner Karriere liefert sich Bolt mit dem US-Amerikaner Justin Gatlin © Getty Images
Das erste Duell der beiden Sprint-Giganten im Jahr 2005 ist das deutlichste: Im 200-Meter-Finale der WM in Helsinki sprintet Gatlin bei Regen in 20,04 Sekunden zu Gold. Bolt (h.) verletzt sich 50 Meter vor dem Ziel - und humpelt nach 26,27 Sekunden als Letzter ins Ziel © Getty Images
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Weil Doper Gatlin zwischenzeitlich länger aussetzen muss, kommt es erst 2012 wieder zu einem Duell bei einem Großereignis. Gatlin (M.) läuft bei Olympia in London in 9,79 Sekunden seine bis heute beste Zeit in einem direkten Duell mit Bolt, zum Sieg reicht es aber nicht. Bolt stürmt mit 9,63 Sekunden zu Gold, Gatlin bleibt hinter Yohan Blake nur Bronze © Getty Images
Auch 2013 bei der WM in Moskau hat Bolt die Nase vorn und sprintet zum dritten 100-Meter-Gold in Folge. 9,77 ist seine Siegerzeit, die 9,85 von Gatlin reicht immerhin zu Silber © Getty Images
Bei der WM 2015 in Peking kommt es zum nächsten Duell. Die Nase vorn hat einmal mehr der Jamaikaner. In 9,79 Sekunden siegt er. Silbermedaillen-Gewinner Gatlin gratuliert seinem Dauerrivalen anschließend fair © Getty Images
Bei der Weltmeisterschaft 2017 in London kann Gatlin erstmals seit 2005 wieder ein Titelrennen gegen Bolt gewinnen. Dem Jamaikaner bleibt nur der dritte Platz © Getty Images
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Trotz der großen Rivalität und Gatlins höchst fragwürdigen Status als zweimal gesperrter Doper gehen beide Athleten stets respektvoll miteinander um. Nach den Buhrufen gegen Gatlin nimmt Bolt den US-Amerikaner in Schutz: "Das hat er nicht verdient." © Getty Images
Das persönliche Duell mit Gatlin dominiert "Lightning Bolt" eindeutig, auch wenn er sein letztes großes Rennen verliert. Gatlin bleibt meist nur die Statistenrolle © Getty Images
Nachdem Bolt über eine gewühlte Ewigkeit die dopingverseuchten 100-Meter dominiert, läuft natürlich auch beim Strahlemann der Verdacht immer mit - konkrete Anhaltspunkte gibt es aber nie. Auf Fragen nach dem heiklen Thema reagiert der Superstar eher allergisch © Getty Images
Nach der Niederlage über die 100 Meter soll die 4x100-m-Staffel Bolts letzte große Gala werden (die 200 Meter läuft der in London nicht) - doch es kommt ganz anders... © Getty Images
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Statt wie erhofft mit zwei Goldmedaillen reicht es zum Abschluss nur zu einmal Bronze. Die Karriere des besten Sprinters aller Zeiten geht mit dem Verletzungsdrama in der Staffel zwar bitter, aber spektakulär zu Ende © Getty Images
Trotzdem geht Usain Bolt als einer der erfolgreichsten und spektakulärsten Sportler in die Geschichte ein. Sein Markenzeichen, der "Lightning", hat schon lange Kultstatus © Getty Images

100-Meter-Zeit unter zehn Sekunden ungültig

Selbstverständlich kann man nun nicht davon ausgehen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Knighton alle Weltrekorde von Bolt unterbieten wird. Bis zu den 19,19 Sekunden über 200 m und den 9,58 Sekunden über 100 m fehlt ihm tatsächlich noch ein ganzes Stück.

Dennoch hat er in beeindruckender Manier gezeigt, das Potenzial dafür zu haben. Über die kürzere Sprintdistanz blieb Knighton bereits unter zehn Sekunden - allerdings bei zu starkem Rückenwind.

In den USA hegt die Szene jedenfalls bereits Hoffnungen, dass die wichtigsten Rekorde der Leichtathletik wieder zurück unter die Stars and Stripes wechseln.

Dabei stand bis vor kurzem noch nicht einmal fest, dass Knighton eine Karriere als Leichtathlet anstrebt.

Knighton entscheidet sich für Leichtathletik - und gegen Football

Das 1,91 Meter große und 77 Kilogramm schwere Wunderkind hatte auch die Option, sein Glück im American Football zu versuchen. Als Wide Receiver rannte er an seiner Highschool über den Rasen.

Doch Anfang 2021 entschied es sich für die Einzelsportart - und unterschrieb einen Sponsorenvertrag bei adidas.

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Mehr noch: In der Leichtathletik aktiv ist der Jugendliche aus Tampa/Florida erst seit drei Saisons. Sein damaliger Football-Trainer riet ihm dazu, diesen Schritt zu gehen.

Sollte Knighton für das US-amerikanische Team für Tokio nominiert werden, wäre er seit 1964 der jüngste Leichtathlet, dem dies gelänge.