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Nick Heidfeld: Medien-Hype um Mick Schumacher "übertrieben"

Heidfeld kritisiert Schumacher-Hype

Nick Heidfeld ist heute in der Formel E involviert

Nick Heidfeld ist heute in der Formel E involviert © Imago

Vor dem Frankreich-GP spricht Nick Heidfeld im SPORT1-Interview über das Duell Hamilton vs. Verstappen, Vettels Leistungen und den Welpenschutz für Schumacher.

Am Sonntag steht für die Formel-1-Fahrer das nächste Rennen auf dem Programm.

In Le Castellet steigt der Große Preis von Frankreich (Sonntag, ab 15 Uhr im LIVETICKER - das Qualifying heute ab 15 Uhr im LIVETICKER). Vor dem Grand Prix spricht der frühere Fahrer Nick Heidfeld mit SPORT1 über das Duell zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen, den Welpenschutz für Mick Schumacher, die Form von Sebastian Vettel und die Frage, ob ein Pilot das Fahren verlernen kann.

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SPORT1: Herr Heidfeld, Sie sind als Berater und Testfahrer bei Automobili Pininfarina und Mahindra in der Formel E immer noch mit schnellen Autos unterwegs. Der Battista hat bis zu 1900 PS. Das ist mehr als in der Formel 1, wo Sie 13 Podestplätze geholt und die Schumacher-Dominanz miterlebt haben. Wie wichtig ist es, dass Lewis Hamilton mit Max Verstappen und Mercedes mit Red Bull endlich wieder einen Gegner auf Augenhöhe hat?

Nick Heidfeld: Es ist das das Wichtigste überhaupt. Obwohl es früher immer wieder Zeiten gab, in denen einzelne Fahrer und Teams dominiert haben und es trotzdem nicht so langweilig war. 

SPORT1: Wie gut ist Max Verstappen? Einige vergleichen ihn schon mit Ayrton Senna.

Heidfeld: Er ist ein Ausnahmetalent. Er macht Dinge auf der Strecke, wo man einfach nur den Hut ziehen muss und denkt: Das ist jetzt schon außergewöhnlich. Und er hat ein sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein, was enorm wichtig ist für jeden Sportler. Er war schon als Rookie auf einem hohen Level. Fahrerisch sowieso, aber er hat trotzdem extrem dazugelernt. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Erfolge von Hamilton schmälern Schumacher-Leistung nicht

SPORT1: Trotzdem könnte Lewis Hamilton seinen achten WM-Titel holen - zum Leidwesen von Michael Schumacher, in dessen Ära auch Sie gefahren sind.

Heidfeld: Ja, aber selbst wenn Lewis den Titel erneut gewinnt, das schmälert nicht die Genialität und die Erfolge von Michael Schumacher. (Fahrerwertung der Formel 1)

Vor 25 Jahren Jahren feiert ein junger Michael Schumacher seinen ersten WM-Titel in der Formel 1. Anlässlich des Ehrentages des gebürtigen Kerpeners blickt SPORT1 in Bildern zurück auf Karriere und prägende Ereignisse im Leben von "Schumi" © Getty Images
Der 25. August 1991, ein historischer Tag der Sportgeschichte: Michael Schumacher gibt auf dem Circuit de Spa-Francorchamps sein Formel-1-Debüt im Jordan-Ford. Es sollte der Beginn einer einzigartigen Karriere werden © Getty Images
Die Unterbringung ist 1991 wenig luxuriös. Schumacher: "Die Geschichte, dass wir in einer Jugendherberge wohnten, ist bekannt. Ich habe mich auch etwas gewundert. Ich dachte, wir sind jetzt in der Formel 1, und das ist die Königsklasse. Willi (Weber, Schumachers damaliger Manager; Anm. d. Red.) hat schon ein bisschen das Gesicht verzogen, als er die Zimmer sah" © Getty Images
Des einen Freud, des anderen Leid: Schumacher verdankt seinem Einsatz der Tatsache, dass Stammpilot Bertrand Gachot im Gefängnis sitzt, weil er einen englischen Taxifahrer nach einem Streit um die Höhe der Rechnung mit Reizgas besprüht. Auf der Strecke haben die Fans ihren Protest gegen die Inhaftierung des Brasilianers niedergeschrieben © Getty Images
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Sein damaliger Teamchef Eddie Jordan (l.) lässt den damals 22-Jährigen allerdings nur ins Cockpit, weil er glaubt, Schumacher wäre bereits in Spa gefahren - das ist allerdings nicht der Fall. Später bezichtigt der Ire seinen Piloten der Lüge © Imago
"Michael war vielleicht mal in Spa, ist dort aber nie eine Runde gefahren. Hätte er mir das gebeichtet, hätte ich ihn nicht fahren lassen. Nicht auf dieser Strecke", erklärt Jordan © Imago
Schumacher bringt Licht ins Dunkel: "Eddie hatte Willi gleich beim ersten Kontakt gefragt, ob ich dort mal gefahren sei. Und Willi hat ja gesagt, weil er sich nicht vorstellen konnte, dass ich dort nie war. Er ist davon ausgegangen, weil Spa ja im Kalender der Sportwagen-WM war. Ich habe an dem Termin aber an einem Formel 3-Rennen teilgenommen" © Imago
Nach nur einem Rennen im Jordan wechselt Schumacher zu Benetton, hier beim GP von Australien in Adelaide. Es gewinnt Schumachers Idol Ayrton Senna © Getty Images
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Seinen ersten Sieg holt Schumacher 1992 - natürlich in Spa. In die Mütze muss er damals erst noch hineinwachsen © Getty Images
Den Umgang mit dem Sieger-Champagner beherrscht er zusammen mit seinem damaligen Teamchef Flavio Briatore (l.) indes schon recht gut © Imago
In seinem dritten Formel-1-Jahr 1993 ist Schumacher erst 24 Jahre alt und immer noch bei Benetton unter Vertrag © Getty Images
Im Training zum abschließenden Grand Prix der Saison 1994 in Australien crasht der Kerpener schwer © Getty Images
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Auch im Rennen scheidet er nach einer von ihm verursachten Kollision mit Damon Hill aus, wird aber mit einem Zähler Vorsprung vor dem Briten Weltmeister © Getty Images
Rumms, da ist es passiert. Bis heute streiten sich die Experten, ob Schumacher die Kollision mit Absicht herbeigeführt hat, wie Hill behauptete © Getty Images
1995 bricht die "Schumania" über Deutschland herein. Beim Heim-GP in Hockenheim siegt Schumacher wieder vor Hill © Getty Images
Der Jubel-Sprung auf dem Siegerpodest wird spätestens beim Europa-GP auf dem Nürburgring zum Ritual © Getty Images
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Alte Weggefährten: Schumacher, Ehefrau Corinna und Formel-1-Boss Bernie Ecclestone © Getty Images
Die Schumachers bilden sowohl privat als auch in der Boxengasse ein starkes Team © Getty Images
1996 wagt Michael Schumacher den Sprung zum Traditionsteam Ferrari - es wird eine lange Zusammenarbeit © Getty Images
Drei Siege gelingen ihm in der ersten Saison bei den Roten, den ersten feiert er im Regen von Barcelona © Getty Images
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Enger Vertrauter Schumachers ist von Anfangstagen an Ferraris Technischer Direktor Jean Todt (r.) © Getty Images
Ab 1997 kommt es in der Formel 1 dann zum Bruderduell: Ralf Schumacher gelingt ebenfalls der Sprung in die Königsklasse, damals bei Jordan-Peugeot © Getty Images
Mit Jacques Villeneuve schafft sich Schumacher einen Erzfeind, als er in Jerez eine Kollision provoziert. Den WM-Titel holt der Kanadier © Getty Images
Bezeichnendes Bild: Schumachers Ferrari wird abtransportiert, während auf der Leinwand "JV" zum Titel fährt © Getty Images
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Schumacher wird mit Teamchef Todt vor das FIA-Sportgericht zitiert und bekommt wegen der Kollision nachträglich alle WM-Punkte aberkannt. Er gelobt Besserung: "Ich werde in Zukunft anders fahren" © Getty Images
Großer Rivale der Saison 1998 ist der Finne Mika Häkkinen (l.) im McLaren-Mercedes © Getty Images
Die Liebe gilt immer auch dem Fußball. Zusammen mit anderen Sport-Stars wie Boris Becker (M.) oder Henry Maske (l.) begeht er jährlich das Benefiz-Match "Spiel der Herzen" © Getty Images
Das WM-Rennen 1998 entscheidet Häkkinen für sich, Schumacher und seinem Teamkollegen Eddy Irvine bleibt nur das Nachsehen © Getty Images
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In Spa heißt sein Feind jedoch David Coulthard. Nach einer Kollision will Schumacher dem Schotten in der Boxengasse sogar ans Leder © Getty Images
Eine schwere Verletzung trägt Schumacher am 11. Juli 1999 in Silverstone davon, als er sich bei einem frontalen Einschlag ein Bein bricht © Imago
Die WM-Entscheidung fällt im Land der aufgehenden Sonne. Wieder hat Häkkinen die Nase vorn, liegt nur zwei Punkte vor Irvine © Getty Images
Im darauffolgenden Jahr, wieder in Suzuka, darf Schumacher endlich über seinen ersten WM-Titel mit Ferrari jubeln © Getty Images
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Seinen Titelgewinn aus Suzuka krönt Schumacher mit einem Erfolg beim Saisonfinale in Malaysia. Der rote Jubel kennt keine Grenzen © Getty Images
Das Erfolgsteam bleibt auch im Jahr 2001 zusammen. Manager Weber verschafft Schumi schon 1991 seinen ersten F1-Vertrag © Getty Images
Große Schrecksekunde beim Deutschland-GP 2001: Schumacher wird am Start langsam und Luciano Burti wird über seinen Ferrari katapultiert © Getty Images
Und dann war da noch der 11. September. Beim Italien-GP unmittelbar nach den Anschlägen in den USA trägt die Formel 1 Trauer © Getty Images
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Daueranblick: 2002 holt Ferrari sieben Doppelsiege. Schumacher steht elf Mal ganz oben, Rubens Barrichello gewinnt immerhin vier Mal © Getty Images
Die Saison hat aber auch Schattenseiten. Zum Beispiel die Ferrari-Stallorder in Österreich: "Let Michael pass for the championship..." © Getty Images
Gute Miene zum bösen Spiel: Barrichello gewinnt in den USA "aus Versehen" vor Schumi mit 0,011 Sekunden Vorsprung. Peinlicher Fauxpas? © Getty Images
Trotz der "Pannen" in Österreich und in Indy: Am Ende jubelt nur Ferrari mit Weltmeister Schumacher. Hier mit Supermodel Megan Gale © Getty Images
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2003 duelliert sich Schumacher mit einem Eurofighter. Von drei Duellen über unterschiedliche Distanzen gewinnt er das kürzeste © Getty Images
Die italienischen Jagdflieger zelebrieren das Duell zwischen Wagen und Jet. Die italienischen Farben dürfen natürlich nicht fehlen © Getty Images
Wesentlich ruppiger geht es hingegen in der WM zu. Kimi Räikkönen macht Schumacher von Beginn an Druck © Getty Images
Erst regnet's, dann knallt's: In Brasilien rutscht Schumacher mit seinem Ferrari in einen Reifenstapel und fällt aus © Getty Images
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Wenigstens steigt "sein" FC nach der Saison 2002/03 in die Bundesliga auf. Schumacher mit Kölns damaligem Kapitän Dirk Lottner © Getty Images
Und im Oktober hat auch Schumacher etwas zu feiern: Weltmeister mit zwei Punkten Vorsprung vor Räikkönen und elf vor Juan-Pablo Montoya © Getty Images
2004: Zum Auftakt gleich ein Sieg in Australien - so geht es das ganze Jahr über weiter. Am Ende stehen 13 Siege und der siebte WM-Titel. Erst neun Jahre später wird sein Landsmann Sebastian Vettel die Marke von 13 Siegen in einer Saison einstellen © Getty Images
Einer der wenigen Tiefpunkte des Jahres sorgt für Zündstoff. Schumacher crasht in Monaco im Tunnel mit Montoya und ist danach stinksauer © Getty Images
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WM-Triumph mit einem siebten Platz beim Saisonfinale in Brasilien. So schlecht ist er in dem Jahr sonst nie © Getty Images
Schumacher wird nach seinem siebten WM-Sieg zu Deutschlands Sportler des Jahrhunderts gewählt © Getty Images
Vor der Saison 2005 genießt Michael Schumacher einen Ausflug nach Madonna di Campiglio und fährt die Piste hinunter © Getty Images
Zum Auftakt der Saison crasht er mit Nick Heidfeld in Australien. Ein paar Wochen später kann er wieder scherzen © Getty Images
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Schumacher hinkt von Beginn an hinterher, der F2005 ist unter dem neuen Reifenreglement nicht konkurrenzfähig © Getty Images
Der Kronzprinz lässt sich feiern, der König wendet sich mit Grauen ab. Fernando Alonso tritt die Nachfolge des Ferrari-Stars an © Getty Images
Einmal hat Schumacher 2005 Grund zu jubeln, tut es aber nicht. Denn der einzige Saisonsieg beim Skandalrennen in Indy wird zur Farce. Nachdem alle Michelin-Fahrer das Rennen aus Sicherheitsgründen boykottieren, starten schließich nur die sechs mit Bridgestone bereiften Fahrzeuge © Getty Images
Neuer Teamkollege, neues Glück. Mit Felipe Massa an der Seite findet Schumacher 2006 wieder zu alter Form zurück © Getty Images
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In seinem vorerst letzten Formel-1-Jahr hat er auch Mut zu modischen Experimenten wie dem neuen bunten Overall in Monaco © Getty Images
Duell auf Augenhöhe: Nach schwachem WM-Start schafft Schumacher gegen Alonso die Wende und holt kontinuierlich auf © Getty Images
Und nach dem Sieg in Monza liegt Schumacher nur noch zwei Punkte hinter dem spanischen Weltmeister zurück © Getty Images
Direkt nach Rennende wird bekannt, dass Schumacher nach der Saison aufhört. Auch Ferrari-Präsident di Montezemolo ist gerührt © Getty Images
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Bei der Pressekonferenz zum Rennen gibt es nur ein Thema: den Rücktritt. Schumacher hat größte Mühe, seine Tränen zurückzuhalten © Getty Images
Corinna kann ihre Tränen nach der Rücktrittserklärung nicht verbergen. Todt tröstet Schumachers Frau © Imago
In Brasilien schreitet Schumacher am 22. Oktober 2006 zu seinem 250. und vorerst letzten Grand Prix - immer noch mit WM-Chancen © Getty Images
Im Rennen hat er dann Pech. Ein Reifenschaden wirft ihn zwischenzeitlich bis auf den letzten Platz zurück © Getty Images
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Schon vor dem Rennen wird Schumacher vom brasilianischen Fußball-Idol Pelé für seine Verdienste in der Formel 1 geehrt © Getty Images
Schumacher kämpft sich zurück, nimmt noch einmal die Renaults ins Visier und wird am Ende Vierter. Zum achten WM-Titel reicht es aber nicht © Getty Images
Als Schumacher seine Karriere 2006 zum ersten Mal beendet, stehen für ihn sagenhafte 91-Grand-Prix-Siege zu Buche. Zum Vergleich: Die Rennfahrer-Legenden Alain Prost (51 Siege) und Ayrton Senna (41) kommen gemeinsam auf 92 Erfolge © Getty Images
Schumacher befindet sich bereits im vorgerückten Sportleralter, als er 2010 nach drei Jahren Pause in die Formel 1 zurückkehrt. Er unterschreibt bei Mercedes GP. Sein alter und neuer Sportdirektor: Ross Brawn, den Schumacher noch aus gemeinsamen Zeiten bei Ferrari kennt © Getty Images
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Seinen Roten Renner hat Schumacher gegen einen Silberpfeil eingetauscht © Getty Images
Bei seinem Comeback-Rennen landet der damals 41-Jährige am Ende auf dem sechsten Platz. Sein bestes Saisonergebnis schafft er in Spanien mit Rang vier, den er in der Türkei und Südkorea wiederholt © Getty Images
Doch für Schumacher läuft es noch nicht nach Wunsch. In den 30 Rennen seit seiner Rückkehr springt für den Mercedes-Star keine Podiumsplatzierung heraus © Getty Images
Dass er nichts von seinem Biss verloren hat, zeigt Schumacher beim Großen Preis von Ungarn 2010. Als ihn sein Ex-Teamkollege Rubens Barrichello überholen will, drängt er den Brasilianer beinahe in die Boxenmauer. Doch trotz des bedingungslosen Einsatzes bleiben Erfolgserlebnisse aus © Getty Images
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Zum einen ist sein Auto einfach zu langsam, um den Spitzenteams Paroli bieten zu können © Getty Images
Zum anderen bereitet Schumacher sein neuer Teamkollege Kopfzerbrechen: Mit Nico Rosberg hat er erstmals einen Fahrer im eigenen Stall, der ihm gewachsen ist. Und nicht nur das: Im Qualifying hat der Rekordchampion fast immer das Nachsehen © Getty Images
Erst in der dritten Saison seiner zweiten Karriere kann sich Schumacher seinen Traum vom Podium endlich erfüllen. Beim Großen Preis von Europa in Valencia kämpft er sich vom zwölften Startplatz bis auf Rang drei vor und feiert zusammen mit Sieger Fernando Alonso sein Comeback auf dem Podest © Getty Images
Am 4. Oktober 2012 gibt Schumacher schließlich seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug nimmt ihn nach der Verkündung in den Arm © Getty Images
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Auch von seinem Nachfolger als Deutschlands Formel-1-Champion, Sebastian Vettel, verabschiedet sich Schumacher bei seinem letzten Rennen im Oktober 2012 in Brasilien © Getty Images
Seinen zweiten Rücktritt bereut Schumacher nie. Auch wenn er sich nun häufiger ins Privatleben zurückzieht, sind seine Autogramme noch heiß begehrt - wie anlässlich des "Tages der Legenden" Anfang September 2013 in Hamburg © Getty Images
Nur knapp vier Monate später müssen die Chefärzte des Uni-Klinikums in Grenoble der versammelten Weltpresse Auskunft über die schweren Verletzungen des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters geben, die er sich bei einem fatalen Ski-Unfall zuzieht. Schumacher erleidet ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Im Januar 2014 wird die Aufwachphase eingeleitet © Getty Images
Im Juni 2014 teilt Schumachers Management mit, dass der Formel-1-Rekordweltmeister nicht mehr im Koma liegt und die Klinik in Grenoble verlassen hat. Schumacher wird nach Lausanne in die Universitätsklinik "Centre hospitalier universitaire vaudois" (CHUV)" verlegt, um die Rehabilitation fortzusetzen. Im September wird er in sein Anwesen am Genfer See verlegt © Getty Images
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Zwei Monate später wird Schumacher bei der 66. Bambi-Verleihung in Berlin mit dem Millenium-Preis ausgezeichnet. Eine emotionale Laudatio auf den 45-Jährigen hält der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel (l.). Schumachers Managerin Sabine Kehm (r.) und dessen langjähriger Teamchef Ross Brawn nehmen den Preis stellvertretend entgegen © Getty Images
Managerin Sabine Kehm gibt im Mai 2015 Auskunft über Schumachers Gesundheitszustand. "Er macht weiter Fortschritte", sagt sie in einer Mitteilung, gibt aber zu bedenken, dass man "immer die Schwere seiner Verletzungen berücksichtigen" müsse © Getty Images
Wenige Tage später wird Schumacher im Rahmen des 24-Stunden-Rennens auf der Nordschleife mit dem Nürburgring-Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Seine Managerin kämpft mit den Tränen, als sie den Preis stellvertretend entgegennimmt © Imago
Michael Schumacher erhält für seine Genesung auch moralische Unterstützung aus dem Vatikan. Der FIA-Präsident und Schumacher-Vertraute Jean Todt erklärt im Januar 2016 im Gespräch mit Radio Vatikan, Papst Franziskus habe ihm bei seinem Besuch in Rom "mit Freuden zugesagt", für den 47-Jährigen zu beten © Getty Images
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Unter dem Motto "Champions for Charity" steigt in Mainz im Vorfeld des Formel-1-Rennens auf dem Hockenheimring am 27. Juli 2016 ein Benefiz-Fußballspiel zwischen den "Dirk Nowitzki All Stars" und der "Nazionale Piloti" um den viermaligen Weltmeister Vettel © Getty Images
Dirk Nowitzki sendet vor dem Spiel Genesungswünsche an Schumacher. "Wir wollen Michael von hier aus ein bisschen positive Energie schicken. Wir wollen ihm zeigen, dass wir ihn nicht vergessen haben", sagt der NBA-Star zu SPORT1 © Getty Images
Zum 50. Geburtstag der Motorsport-Legende wendet sich Ehefrau Corinna am 2. Januar 2019 an die Fans: "Wir möchten uns von ganzem Herzen bedanken dafür, dass ihr Michaels 50. Geburtstag gemeinsam mit ihm und mit uns feiert. Michael kann stolz sein auf das, was er erreicht hat, und wir sind es ebenfalls" © Imago
Über den Gesundheitszustand ihres Mannes möchte sie sich nicht äußern und bittet die Öffentlichkeit um Verständnis und Zurückhaltung: "Ihr könnt euch sicher sein, dass er in besten Händen ist und wir alles Menschenmögliche tun, um ihm zu helfen. Bitte habt Verständnis, wenn wir uns nach Michaels Wünschen richten und ein so sensibles Thema wie Gesundheit, so wie früher auch immer, in der Privatsphäre belassen" © Getty Images
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SPORT1: Hat Verstappen mit Sergio Pérez den besseren Partner als Hamilton mit Bottas?

Heidfeld: Ich glaube, dass Bottas schon sehr stark ist. Aber auch, dass Hamilton ein absoluter Ausnahmefahrer ist. Ich bin mir sicher, dass es ihm viel mehr Spaß macht, solche Herausforderungen zu haben wie in dieser Saison. Er kann unter Druck immer etwas Spezielles aus dem Hut zaubern und die volle Leistung abliefern. Natürlich nimmt er alle Titel gerne mit, aber so macht es letztendlich viel mehr Spaß, als wenn er kaum Gegner hätte. Man hat auch das Gefühl, dass Lewis dieses Jahr noch mal den Turbo zündet.

Lewis Hamilton überquert beim Großen Preis der Türkei auf Rang eins die Ziellinie und krönt sich somit vorzeitig zum Weltmeister. Selbst im Wetterchaos von Istanbul behält der Mercedes-Pilot den Durchblick © Getty Images
Mit seinem insgesamt siebten WM-Titel zieht er mit Rekord-Weltmeister Michael Schumacher gleich. SPORT1 zeigt die Laufbahn des neuen alten Weltmeisters in Bildern © Getty Images
1993: Früh übt sich - Hamilton beginnt im Alter von acht Jahren mit dem Kartsport und deutet sein Talent mit zahlreichen Siegen an. Als er zwei Jahre später McLaren-Boss Ron Dennis trifft, sagt er ihm, dass er später gerne für dessen Team fahren wolle © imago
2000: In der Kartserie Formula 1 fahren Hamilton und Nico Rosberg erfolgreich für das Team MBM.com © twitter
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2001: Während dieser Zeit entsteht eine lang anhaltende Freundschaft, die sich später in der Formel 1 zu einer großen Rivalität entwickelt © twitter
2003: Hamiltons Karriere im Formelsport ist in vollem Gange. Nach einem zweiten Platz 2002 holt er ein Jahr später die Meisterschaft für Manor Motorsport in der britischen Formel Renault © imago
2004: Die Wege von Rosberg und Hamilton kreuzen sich erneut, als der Brite in die Formel-3-Euroserie wechselt. Wie Rosberg schafft auch der Brite gleich im ersten Jahr einen Rennsieg. Er landet in der Gesamtwertung als Fünfter schließlich hinter dem Deutschen © imago
2005: Ein Jahr später fährt Hamilton mit Adrian Sutil, zu dem er lange eine Freundschaft pflegt, bei ASM Formule 3. Das ändert sich, als Hamilton vor Gericht gegen Sutil nicht als Zeuge erscheint und dieser ihn daraufhin als "Feigling" beschimpft. Hamilton gewinnt im gleichen Jahr den Titel vor Sutil © imago
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2006: Hamilton steigt ein Jahr nach Rosberg in die GP2-Serie ein und übernimmt dabei das Cockpit des Deutschen, der 2006 in die Formel 1 wechselt. Hamilton stellt seine Klasse unter Beweis und holt auf Anhieb den WM-Titel in der Nachwuchsserie der Formel 1 © Getty Images
2006: Heute ist Hamilton Mr. Cool in der Boxengasse. Damals kommt er als Fahrer des Teams ART Grand Prix in der GP2 Serie noch ganz schüchtern und mit Löckchen daher © Imago
2007: Hamilton hat mehr Glück als Rosberg und wird direkt vom Spitzenteam McLaren verpflichtet. In seinem ersten F1-Rennen rast er sensationell auf das Podest. Danach liefert sich der Brite mit Teamkollege Fernando Alonso im weiteren Saisonverlauf einen harten Zweikampf © Getty Images
2007: Beim GP von Kanada fährt Hamilton im ersten Jahr prompt zum ersten F1-Sieg. In den beiden letzten Rennen verspielt er aufgrund von Fahrfehlern aber den Titel und wird Vizeweltmeister hinter Ferrari-Pilot Räikkönen. Dennoch ist es eine großartige Leistung für einen Rookie, da er auch vor seinem Teamkollegen Alonso rangiert © Getty Images
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2007: Mit ein Grund für Hamiltons Aufschwung: Nicole Scherzinger. Der damals 25-Jährige und die sieben Jahre ältere Sängerin der Pussycat Dolls gehen eine feste Bindung ein © Getty Images
2008: Für den Briten läuft es ein Jahr später noch besser. In einem der spannendsten Saisonfinals aller Zeiten überholt Hamilton Toyota-Pilot Timo Glock zwei Kurven vor dem Ende und wird dadurch noch Weltmeister vor dem Ferrari-Piloten Felipe Massa © Getty Images
2008: Als er erstmals Weltmeister wird, ist Hamilton noch immer gänzlich ohne Tattoos unterwegs. Die Haare dagegen sind schon um einiges kürzer geworden © dpa
2009: Im nächsten Jahr läuft es weniger rund. Hamilton wird nur WM-Fünfter, während sich Jenson Button den Titel schnappt. Der Brite wird ein Jahr später neuer Teamkollege von Hamilton © Getty Images
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2010: Nach acht Podestplätzen hat Hamilton beim Saisonfinale noch eine theoretische Chance auf den Titel, doch am Ende triumphiert zum ersten Mal Sebastian Vettel im Red Bull © Getty Images
2011 belegt Hamilton den fünften Platz in der Weltmeisterschaft. Mit 227 zu 270 Punkten unterliegt er Button, der Vizeweltmeister wird, im teaminternen Duell. Damit ist er erstmals in seiner Formel-1-Karriere einem Teamkollegen in der Gesamtwertung unterlegen © Getty Images
2012: Für Hamilton endet ein Jahr später mit Platz vier in der Gesamtwertung seine sechsjährige Beziehung mit McLaren. Beim vorletzten Saisonrennen in Austin schenkt er seinen Mechanikern und Bossen zum Abschied noch einmal einen Sieg © Getty Images
2012: Zu diesem Zeitpunkt sind bei Hamilton - hier im Gespräch mit McLaren-Teamkollege Jenson Button - bereits die ersten Tattoos auf seinem Unterarm zu sehen © Getty Images
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2013: Nach 13 Jahren sind Hamilton und Rosberg wieder vereint. Mercedes gelingt direkt ein deutlicher Sprung nach vorne, wenngleich Red Bull noch weit voraus ist. In Siegen hat Rosberg mit 2:1 die Nase vorn, in der Gesamtwertung liegt aber Hamilton knapp vor seinem deutschen Kumpel aus Jugendtagen © Getty Images
2013: Seine Liebe für Tattoos lässt ihn nicht los. Immer mehr finden den Weg auf seinen Körper © instagram.com/LewisHamilton
2014: Mit überlegenen Autos kämpfen Hamilton und Rosberg in fast jedem Rennen um den Sieg. Dieser Erfolg hat auch seine Schattenseite - ihre Freundschaft leidet darunter. Nach dem Qualifying von Monaco, bei dem ein vermeintlicher Fahrfehler Rosbergs dem Briten die mögliche Pole kostet, kippt die Stimmung in offene Ablehnung © Getty Images
2014: Höhepunkt des Duells ist der Unfall in Spa. Dort schlitzt Rosberg mit dem Frontflügel Hamiltons Hinterreifen auf. Das Mercedes-Team macht Rosberg für die Kollision verantwortlich. Es ist der Beginn verbaler Scharmützel. So stellt Hamilton in Frage, ob Rosberg, der in Monaco lebt, ein wahrer Deutscher sei - am Ende gewinnt der Brite seinen zweiten WM-Titel vor Rosberg © Getty Images
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Eine der ersten Gratulantinnen ist Freundin Nicole Scherzinger. Sieben Jahre hat die Beziehung gehalten, doch noch 2014 ist nach mehreren Trennungen und Wiedervereinigungen endgültig Schluss © Getty Images
2014: Hamilton spielt immer wieder mit seinem Gangster-Image. Auch eine dicke Goldkette, die er vor jedem Rennen durch die Boxengasse trägt, gehört mittlerweile zum Markenzeichen des Briten © Getty Images
2015: Auch in dieser Saison gibt es Zwistigkeiten zwischen den beiden, wenngleich sie zumindest einen Crash auf der Strecke vermeiden. In Austin pfeffert Rosberg nach dem Rennen wütend eine Mütze in Richtung Hamilton, da er sauer über dessen hartes Manöver am Start war. Hamilton lässt sich nicht beeindrucken und gewinnt zum zweiten Mal in Folge die WM © Imago
2015: Für die Rennen vielleicht nicht optimal, aber in den Rennpausen und den trainingsfreien Tagen mag es Hamilton dann auch auf dem Kopf kreativ © https://instagram.com/p/7GGqZoL015/?taken-by=lewishamilton
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2015: Etwas tiefer treibt seit kurzem ein Adler sein Unwesen. "Der geborene Anführer", wie Hamilton schreibt, ziert die rechte Seite seines Halses © https://instagram.com/p/7GGqZoL015/?taken-by=lewishamilton
2016: In diesem Jahr wendet sich das Blatt. Rosberg gewinnt die ersten vier Rennen, während Hamilton oft mit technischen Problemen zu kämpfen hat. Umso ehrgeiziger reist Hamilton nach Barcelona an und versucht mit einem harten Manöver nach dem Start Rosberg zu überholen. Der Deutsche zieht diesmal jedoch nicht zurück und so fliegen beide ab © Imago
2016: Mercedes lässt die beiden dennoch weiter voll gegeneinander fahren, was sich in Spielberg rächt. Dort kollidieren Hamilton und Rosberg nach einem Überholversuch des Briten in der letzten Runde. Während Hamilton danach locker zum Sieg fährt, rettet Rosberg sich mit einem sichtlich beschädigten Auto noch auf Rang vier ins Ziel © twitter.com/f1
2016: Rosberg sieht die Schuld am Crash bei Hamilton, da dieser in ihn hineingelenkt hätte. Es ist das nächste Kapitel in der Geschichte "Wie aus Freunden erbitterte Rivalen wurden" - am Saisonende gewinnt aber der Deutsche seinen ersten WM-Titel mit fünf Punkten Vorsprung auf Hamilton © Getty Images
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2017: Hamilton hat es geschafft: In Mexiko krönt sich der Mercedes-Pilot zum vierten Mal zum Formel-1-Champion. Dabei sieht es über lange Zeit nicht gut aus, denn Vettel macht dem Briten das Leben sehr schwer. Rosberg hat zu diesem Zeitpunkt seine Karriere bereits beendet © Getty Images
2017: Ausgerechnet beim Auswärtsspiel in Italien fährt Mercedes einen hochüberlegenen Doppelsieg ein. Mit über einer halben Minute Rückstand auf Sieger Hamilton muss sich Vettel mit Rang drei begnügen. Danach ist der Brite erstmals alleiniger WM-Spitzenreiter © Getty Images
2017: Das Rennen in Singapur bringt die Vorentscheidung im Titelkampf. Ausgerechnet auf der Ferrari-Strecke feiert Hamilton einen unverhofften Sieg, während Vettel leer ausgeht. Von der Pole startend verursacht Vettel einen Crash mit Räikkönen und Verstappen. Nutznießer ist Hamilton © Getty Images
2017: In Japan verteidigt Hamilton sich verbissen gegen die Angriffe von Verstappen und schnappt sich den Sieg. Da Vettel wegen einer Zündkerze ausscheidet, ist die endgültige Vorentscheidung im Titelkampf gefallen © Getty Images
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2017: In Austin gewinnt Hamilton knapp vor Vettel und muss so in Mexiko nur noch Fünfter werden, um seinen vierten WM-Titel zu gewinnen. Da der Heppenheimer aber weder siegt noch Zweiter wird, um die Vorentscheidung zu vertagen, reicht dem Briten ein neunter Platz: Hamilton ist zum vierten Mal Formel-1-Champion © Getty Images
2018: Die Saison beginnt alles andere als nach Wunsch für Hamilton. In den ersten drei Rennen fährt der Brite hinterher, während Vettel gleich zweimal triumphiert. Hamilton meldet sich mit zwei Siegen zurück, doch als die Formel 1 auf die Sommerpause zusteuert, wird klar, dass Ferrari das schnellere Auto hat © Getty Images
2018: In Baku zeigte sich der für seinen extravaganten Style bekannte Engländer im Fahrerlager mit fein geflochtenen Zöpfchen © dpa picture alliance
2018: Am Tag nach seinem ersten Saisonsieg öffnete Hamilton die Zöpfchen wieder. Mit dem Ergebnis, dass seine Haare in alle Himmelsrichtungen abstehen © Instagram/lewishamilton
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2018: Es folgt der Wendepunkt der Saison in Hockenheim: Während Vettel in Führung liegend sein Auto wegwirft, staubt Hamilton nach einer großartigen Leistung den Sieg ab und zieht nach der Sommerpause - auch aufgrund weiterer Patzer von Ferrari und Vettel - uneinholbar davon © Getty Images
2018: Im drittletzten Saisonrennen in Mexiko ist es schließlich so weit. Ein vierter Platz reicht Hamilton, um seinen fünften WM-Titel perfekt zu machen. Der Mercedes-Pilot zieht so mit der Legende Juan Manuel Fangio gleich. Nur Michael Schumacher (sieben Titel) liegt noch vor ihm © Getty Images
2018: Ob Hamilton Schumachers Rekord knacken wird? Hamilton: "Ob ich die Chance habe, mehr zu gewinnen oder nicht, wer weiß? Ich werde alles dafür geben, aber ich denke nur Schritt für Schritt. Es ist noch ein weiter Weg, aber ich bin noch ein paar Jahre hier." © Getty Images
2019: Die Saison beginnt deutlich besser als 2018. Hamilton zeigt von Beginn an, dass der Titel nur über ihn führt. Ferrari kommt viel zu spät in Fahrt, weshalb sein einziger Konkurrent um den Titel Valtteri Bottas ist, dessen Rückstand nach starkem Beginn aber schnell anwächst © Getty Images
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2019: Während Hamilton seinen Vorsprung in der WM ausbaut, sorgt sein Boss Toto Wolff für Aufsehen, als er über die Möglichkeit eines Fahrer-Tausches zwischen dem Briten und Vettel spricht. Monate später stellt Hamilton aber klar, dass er bis zum Karriereende bei Mercedes bleiben will © Getty Images
2019: Im Mai erhält Hamilton die traurige Nachricht, dass F1-Ikone Niki Lauda verstorben ist. Dem Österreicher hat Hamilton laut eigener Aussage den Großteil seiner Titel zu verdanken. Lauda hätte dafür gesorgt, dass Hamilton sich den Silberpfeilen angeschlossen hat © Getty Images
2019: Hamilton ist fortan noch fokussierter und widmet seine Siege immer wieder Lauda. Sein Vorsprung in der WM wird größer und größer. Titel Nummer 6 scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, auch wenn Ferrari sich nach der Sommerpause deutlich verbessert zeigt © Getty Images
2019: Im Oktober schockte Hamilton seine Fans mit einem düsteren Instagram-Post: "Ehrlich gesagt, fühle ich mich gerade danach, alles hinzuwerfen. Komplett runterzufahren. Die Welt ist ein kaputter Ort." Beendet er etwa seine Karriere? Nein. Hamilton, der sich seit 2017 vegan ernäht, wollte offenbar nur wachrütteln © Getty Images
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2019: Beim Großen Preis der USA im texanischen Austin schlägt dann für Hamilton die große Stunde. Ein zweiter Platz hinter Teamkollege Valtteri Bottas reicht dem Briten, um sich zum neuen alten Weltmeister zu krönen © Getty Images
2019: Zu diesem Zeitpunkt fehlt dem Silberpfeil-Pilot nur noch ein Triumph, um mit Rekord-Weltmeister Michael Schumacher gleich zu ziehen. Seinen sechsten Erfolg feiert der Brite ausgelassen © Getty Images
Die Saison 2020 beginnt für Hamilton und die gesamte Formel 1 mit einem großen Rückschlag. Aufgrund der rapiden Verbreitung des Coronavirus' wird das erste Rennen in Australien kurzfristig abgesagt. Vier Monate ohne Racing sollten folgen, bevor am 5. Juli in Österreich die Saison eröffnet wurde. © Imago
Als einziger dunkelhäutiger Fahrer im Feld führt Hamilton die "Black-Lives-Matter"-Bewegung an. Per Kniefall und erhobener Faust setzt er ein Zeichen gegen Polizeigewalt und die systematische Diskriminierung von Schwarzen in den USA. Die Saison dominiert er derweil nach Belieben © Getty Images
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Am 15. November ist es soweit. Beim Türkei-GP feiert Hamilton drei Rennen vor Saisonende seinen siebten WM-Titel und zieht mit F1-Ikone Schumacher gleich. Unter schwierigen Bedingungen behält der 35-Jährige die Nerven und siegt trotz Startplatz 6. Es ist sein zehnter Saisonsieg im 14. Rennen © Getty Images

SPORT1: Wenn Sie Teamchef wären, würden Sie sich Gedanken machen, Bottas auszutauschen? George Russell drängt sich ja geradezu auf. 

Heidfeld: Ich finde es absolut sensationell, was Russell speziell letztes Jahr in Bahrain gezeigt hat. Das war herausragend. Aber es zeigt für mich, wie wichtig es ist, im richtigen Moment im richtigen Auto zu sitzen. Auch vorher haben alle schon gesagt: Wir wissen, was Russell für ein Top-Fahrer ist. Er hat vorher alles gewonnen, er schlägt permanent seinen Teamkollegen. Aber das Standing, das er jetzt hat, hätte er nie bekommen, wenn er in Bahrain nicht im Mercedes gesessen hätte. Was mich da speziell beeindruckt hat, war nicht sein Speed, sondern wie er im Rennen alle Herausforderungen meistern konnte: Wie er beim Re-Start Bottas in Schach halten konnte, wie er ihn überholt hat. Es geht um diese Schlüsselmomente, wo es nicht nur auf den Speed ankommt. Das sind die Dinge, die jemanden ausmachen machen, der extrem erfolgreich sein kann.  

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Heidfeld: "Hatte gehofft, dass es bei Vettel sofort besser wird"

SPORT1: Aus deutscher Sicht hatte Sebastian Vettel zwei anstrengende letzte Jahre bei Ferrari. Bei Aston Martin ging es auch nicht wirklich gut los. In Monaco wurde er Fünfter, in Baku sogar Zweiter. Hat es jetzt "Klick" gemacht?

Heidfeld: Da würde ich gerne noch ein Rennen abwarten. Platz zwei in Baku freut mich für ihn. Aber ich hatte ehrlich gesagt gehofft, dass es - sobald er das Team wechselt - sofort besser wird. Dass es für ihn mental einfacher, schöner und spaßiger wird und dass ihm das Auto auch ein bisschen mehr zusagt. Als er sich da am Anfang dann wieder schwergetan hat, habe ich schon angefangen zu zweifeln. Jetzt freue ich mich umso mehr. 

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Neues Kapitel in der Karriere von Sebastian Vettel. Der deutsche Formel-1-Star schließt mit Ferrari ab und fährt ab der Saison 2021 für Aston Martin, das frühere Racing-Point-Team © Imago
SPORT1 blickt zurück auf die Laufbahn Vettel - mit allen Höhen und Tiefen für den viermaligen Weltmeister © SPORT1-Montage: Marc Tirl/Getty Images/iStock
Als Vettel am 17. Juni 2007 sein erstes Formel-1-Rennen in Indianapolis bestreitet, hält er seine Eindrücke mit einem Foto-Apparat fest. Zu seinem ersten Auftritt als Formel-1-Pilot kommt es, weil sich BMW- Sauber-Stammfahrer Robert Kubica beim Rennen zuvor in Montreal bei einem Unfall schwer verletzt © Getty Images
Da sich Kubica schnell erholt und ins Cockpit zurückkehrt, ist der US-Grand-Prix Vettels erster und einziger Einsatz für BMW. Nach drei Rennen Pause wird er vor dem Ungarn-GP von Toro Rosso verpflichtet - dem kleinen Schwester-Team von Red Bull. Vom österreichischen Rennstall wird Vettel schon seit 2004 unterstützt © Getty Images
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In Monza 2008 erreicht er den ersten Meilenstein seiner Karriere. Nach der ersten Pole Position, die er mit Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz feiert,... © Getty Images
..folgt im italienischen Motorsport-Mekka gleich der erste Sieg. Er ist zum damaligen Zeitpunkt der jüngste Grand-Prix-Sieger aller Zeiten © Getty Images
2009 folgt der Schritt von Toro Rosso zu Red Bull - und in Schanghai der erste Triumph für die "Bullen" © Getty Images
Mit seinem Teamkollegen Mark Webber kommt es schon früh zum Zoff. Beim Türkei-Grand-Prix 2010 will Vettel den in Führung liegenden Australier überholen - und rauscht in dessen Auto hinein © Imago
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Nach einer unglaublichen Aufholjagd in der zweiten Saisonhälfte und dem Sieg im letzten Rennen in Abu Dhabi wird Vettel zum ersten Mal Weltmeister - mit 23 Jahren und 134 Tagen ist er der jüngste Champion der Geschichte © Getty Images
Auch sein großes Vorbild Michael Schumacher gratuliert zum Titel © Getty Images
Seine Heimatstadt Heppenheim bereitet dem neuen Weltmeister einen grandiosen Empfang. Knapp 100.000 Leute kommen, um ihn zu feiern © Getty Images
Auch im Jahr 2011 darf sich der Deutsche als Champions feiern lassen. Er steht 17 Mal auf dem Podium und gewinnt dabei elf Rennen. Der dominierende Pilot des Jahres kann sich am Ende vollkommen verdient Weltmeister nennen © Getty Images
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Auch 2012 krönt sich Vettel zum besten Fahrer der Formel 1. An Dramatik ist die Saison dabei kaum zu überbieten. Erst im letzten Rennen in Brasilien sichert sich der Red-Bull-Pilot nach einem Dreher zu Rennbeginn und einer Aufholjagd die nötigen sechs Punkte für seinen dritten Titel in Folge © Getty Images
2013 geht die Erfolgsserie weiter - und das mit Rekordzahlen. 13 Saisonsiege bedeuten die Einstellung eines Rekordes von Michael Schumacher. Zudem sind seine insgesamt 397 Zähler ein neuer Punkterekord – damit hätte Vettel auch die Konstrukteurs-WM allein gewonnen © Getty Images
Nach seinen zuvor vier WM-Titeln läuft es 2014 nicht mehr rund. Mit Daniel Ricciardo als neuem Teamkollegen und seinem lahmenden Boliden kommt Vettel nicht zurecht und wird nur Fünfter in der WM-Wertung. ©
Ricciardo stiehlt dem viermaligen Weltmeister komplett die Show, gewinnt drei Rennen (der Deutsche keines) und wird WM-Dritter. Vettels beste Platzierung bleibt ein 2. Rang in Singapur, nur eines von drei Malen, dass er vor seinem Teamkolegen liegt. Nach einem enttäuschenden letzten Jahr verlässt Vettel Red Bull © Getty Images
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Wenig später bestätigt Vettel, was schon länger die Runde macht: seinen Wechsel zu Ferrari. Mit seinem Kumpel Kimi Räikkönen (l.) bildet er das neue Gespann bei den Roten und soll sie zurück zu alten Erfolgen führen © Getty Images
Und der Beginn ist vielversprechend. Gleich beim ersten Rennen im Ferrari fährt Vettel 2015 in Melbourne auf das Podest. Und es geht gut weiter. Beim zweiten Grand Prix in Malaysia setzt der Deutsche auf eine andere Strategie als die Silberpfeile und rast als Erster über die Ziellinie © Getty Images
Doch den starken Beginn kann Vettel nicht fortsetzen. Er gewinnt zwar noch zwei weitere Rennen, an den Speed der Mercedes kommt der Ferrari-Bolide allerdings nicht heran. Am Ende landet Vettel auf Rang drei der Fahrerwertung, sendet aber eine Kampfansage für das nächste Jahr © Getty Images
Halten kann er diese jedoch nicht. Gleich in den ersten beiden Rennen spielt ihm die Technik seines Ferraris einen Streich, auch Strategiefehler seines Kommandostands machen dem Deutschen das Leben schwer © Getty Images
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In Malaysia schießt Vettel Mercedes-Pilot Nico Rosberg beim Überholversuch ab, für den Deutschen ist das Rennen wieder einmal nach nur wenigen Sekunden beendet. Die Entschuldigung folgt später per Telefon © Getty Images
Auf dem Hockenheimring wähnt Vettel das Rennen bereits eine Runde zu früh als beendet, geht vom Gas und lässt austrudeln. Als zwei überrundete Autos im Renntempo vorbeigehen, merkt Vettel, dass der Lauf noch nicht zu Ende ist und beschleunigt - ein Fehler ohne Folgen. Mehr als Rang vier springt in der WM-Wertung jedoch nicht heraus © Getty Images
2017 ist die Scuderia dann endlich konkurrenzfähig. In der ersten Saisonhälfte führt Vettel die WM-Wertung durchgängig an. Fünf Siege reichen am Ende jedoch nicht zum Titel, auch weil ihn die Technik mehrfach im Stich lässt. Erneut steht Mercedes ganz oben. Doch auch Vettel bleibt nicht fehlerfrei © Getty Images
Der absolute Tiefpunkt der Saison ereignet sich in Baku. Während einer Safety-Car-Phase fährt der in Führung liegende Hamilton aufreizend langsam. Damit rechnet Vettel nicht, beschleunigt und kracht dem Mercedes-Fahrer ins Heck © twitter.com/F1
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Danach setzt er sich an Hamiltons Seite und fährt ihm absichtlich in die linke Flanke. Hamiltons Auto nimmt Schaden, ein Boxenstopp für die Reparatur wirft ihn zurück. Vettel kassiert eine Zehn-Sekunden-Strafe. Am Ende wird es Rang vier knapp vor seinem Rivalen © Getty Images
2018 geht es für Vettel in sein viertes Ferrari-Jahr. Endlich soll der heiß ersehnte Titel nach Maranello geholt werden. Mit zwei Siegen beginnt die Saison dabei auch mehr als nur vielversprechend, doch ausgerechnet beim Heim-GP in Hockenheim patzt Vettel folgenschwer © Getty Images
Bei einsetzendem Regen rutscht der Heppenheimer in Führung liegend wenige Runden vor Schluss ins Kiesbett, muss aussteigen und wirft die 25 Punkte für den Sieg weg. Ab diesem Moment geht es immer mehr bergab © Getty Images
Beim Ferrari-Heimspiel in Monza crasht Vettel in der zweiten Schikane in das Auto von Hamilton, der sogar noch den Führenden Räikkönen überholen kann. Vettel wird am Ende Vierter statt Erster, Hamilton holt sieben Zähler mehr als erwartet © Getty Images
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In Singapur kommt es direkt nach dem Start zu einem Crash, in den Vettel, Verstappen und Räikkönen verwickelt sind. Für das Trio ist das Rennen beendet, Hamilton lacht sich als Sieger ins Fäustchen. Der Hauptschuldige ist Vettel, der seine Führungsposition zu vehement verteidigt. Ein Sieg war eigentlich eingeplant... © Getty Images
Beim Rennen in Austin crasht Vettel in Ricciardo und fällt an das Ende des Feldes zurück. Er wird zwar noch Vierter, hätte mit seinem schnellen Auto aber durchaus gewinnen können. Insgesamt verschenken Vettel und Ferrari 2018 ganze 96 Punkte. Statt Vettel wird Hamilton Weltmeister © Getty Images
Zu Beginn der Saison 2019 bekommt der Deutsche mit Charles Leclerc einen neuen Teamkollegen. Die Rangordnung scheint klar. Vierfach-Weltmeister Vettel ist die Nummer eins, der Monegasse muss sich dahinter einreihen. Doch das ändert sich © Getty Images
Nach nur wenigen Rennen ist Ferrari bereits unter Zugzwang. Während die Scuderia die Testfahrten vor der Saison dominiert, zeigt sich Mercedes in den Rennen deutlich stärker. Wieder patzt man am Kommandostand der Roten mehrfach, doch auch Vettel macht sich das Leben schwer © Getty Images
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Im zweiten Rennen verliert er die Kontrolle über sein Fahrzeug und verliert seinen Frontflügel, in Barcelona verbremst sich der Deutsche und handelt sich einen Bremsplatten ein. Auch die Boxenstopps dauern viel zu lange. Nach nur fünf Rennen ist Lewis Hamilton im Mercedes schon 48 Punkte voraus © Getty Images
Beim Großen Preis von Kanada dann der nächste Aufreger. Eingangs einer Kurve verliert Vettel das Heck und schießt nach einem Fahrfehler geradewegs in die Wiese und verliert dort jeden Grip © Getty Images
Als er auf die Strecke zurückkommt, muss der direkt hinter ihm fahrende Hamilton blitzschnell reagieren, um eine Kollision zu verhindern. Die Stewards nehmen das Manöver unter die Lupe und belegen Vettel mit einer Fünf-Sekunden-Strafe © Sky
Der Deutsche kommt zwar als Erster im Ziel an, muss den Sieg nach Anwendung der Strafe aber Hamilton überlassen. Demonstrativ stellt der wütende Vettel die Platzierungsschilder um. Für Ex-Teamkollege Ricciardo ein Schlüsselerlebnis in der aktuelln Krise © Getty Images
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"Ich will nicht für Sebastian reden, aber ich kann mir vorstellen, dass ihm der entgangene Sieg von Kanada schon zugesetzt hat", meint Ricciardo: "Ohne die Kontroverse von Montreal hätte er dort gewonnen, und alles sähe heute anders aus. Gewiss, wir werden es nie erfahren, aber ich könnte mir vorstellen, dass alles ein wenig anders gelaufen wäre, hätte Sebastian den Montreal-Sieg behalten können" © Getty Images
Die ultimative Demütigung erlebt Vettel in Monza. Fünf Jahre lang versucht der Deutsche vergeblich, das italienische Heimspiel zu gewinnen, Teamkollege Leclerc schafft es gleich im ersten Jahr, gewinnt nach Spa bereits sein zweites Rennen in Folge und löst kollektive Jubelstürme bei den Tifosi aus © Getty Images
Vettel begeht gleich zu Beginn des Rennens einen großen Fehler. Er verliert das Heck seines Wagens, dreht sich von der Strecke und übersieht beim Zurückfahren den heranrauschenden Lance Stroll, der sich nach einer Kollision ebenfalls dreht © Getty Images
Vettel fällt auf den letzten Platz zurück, wird bestraft und von Leclerc überrundet. Die internationale Presse ist sich sicher: Das war die Wachablösung bei Ferrari. Nicht mehr Vettel ist die Nummer eins, sondern Leclerc. Seit mehr als einem Jahr wartet der Deutsche auf einen Sieg, in der WM-Wertung steht er nur noch auf Rang fünf und hat 115 Punkte Rückstand auf Hamilton © Getty Images
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Beim folgenden Rennen in Singapur betreibt Vettel mit seinem 53. Grand-Prix-Sieg Wiedergutmachung. Nach zwei zweiten Plätzen in Japan und Mexiko beendet er die Saison auf Gesamtplatz fünf - zu wenig, um die vielen Kritiker verstummen zu lassen © Imago
2020 steht Vettel von Beginn an im Fokus. In seinem letzten Vertragsjahr bei der "Scuderia" muss er Werbung in puncto Vertragsverlängerung Werbung in eigener Sache betreiben © Getty Images
Die Testfahrten in Barcelona lassen jedoch wenig Positives erwarten. Die Leistung der Scuderia sorgt für reichlich Irritationen. Lange Zeit hinken die Italiener weit hinter Mercedes hinterher © Getty Images
Wegen der weltweiten Corona-Pandemie muss der für den 15. März geplante Start in Melbourne auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Mitten in der Phase der Ungewissheit verkündet Vettel dann im Mai seinen Abschied von Ferrari nach der Saison 2020. © Getty Images
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Wo und ob überhaupt er in den kommenden Jahren in der in der Formel 1 fahren wird, steht noch nicht fest. Der mittlerweile 33 Jahre alte Vettel muss sich trotz aller Widrigkeiten bei Ferrari mit guten Leistungen für ein lukratives Cockpit empfehlen © Getty Images
Zumindest privat darf der Eintracht-Frankfurt-Fan positiv in die Zukunft schauen. Mit seiner Ehefrau Hanna hat er drei Kinder, zwei Töchter und einen Sohn © Picture Alliance
Bei seinem Abschieds-Rennen für Ferrari landet Vettel am 13. Dezember 2020 in Abu Dhabi nur auf Rang 14. Es ist der Abschluss einer enttäuschenden Saison. In der Fahrerwertung schafft es der Deutsche letztlich nur auf den 13. Platz © Imago
Im September 2020 wird bekannt: Sebastian Vettel fährt ab 2021 für Aston Martin. Im März wird sein neuer Bolide vorgestellt. "Unser Auto ist bis jetzt das schönste, es sieht auf jeden Fall sehr gut aus", schwärmt Vettel bei der virtuellen Vorstellung © Imago
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In der Saison 2021 will der viermalige Weltmeister wieder neu angreifen. Sein Teamkollege bei Aston Martin ist der Kanadier Lance Stroll © Imago
Bei den Testtagen in Bahrain Mitte März hat Vettel mit technischen Problemen zu kämpfen. Der 33-Jährige dreht deswegen nur 117 Runden. 100 zu wenig, wie er selbst meint. Dennoch geht Vettel optimistisch in den Saisonstart am 28. März in Sachir (Bahrain) © Imago

SPORT1: Kann ein Rennfahrer das Fahren verlernen, wie es ihm immer wieder nachgesagt wurde?

Heidfeld: Nein, das glaube ich nicht. Es kann passieren, dass dir ein Auto, ein Reglement, ein Reifen, auch mal das Wetter oder eine Strecke mehr oder weniger entgegenkommt. Aber dass du das Fahren komplett verlernst, das sehe ich nicht. Außer du hattest einen schlimmen Unfall und bekommst mental einen Knacks. Bei Vettel hat man zwischendurch ab und zu aber auch gesehen, dass das Talent noch da ist. Was mir eindrücklich in Erinnerung geblieben ist: das Rennen in der Türkei 2020, als es nass war. Da konnte man sehen, was er für eine Fahrzeugbeherrschung hat, wie gut er da klargekommen ist. Und dann trocknet es ab und auf einmal ging nichts mehr. Das war schon komisch. Das zeigte aber: Er hat eigentlich noch das Gespür und das Talent. (Rennkalender der Formel 1 2021)

SPORT1: Was er mit dem zweiten Platz in Baku unterstrichen hat.

Heidfeld: Das Gute daran: Es wird ihm jetzt wieder mehr Spaß machen, es wird ihm Auftrieb geben. Auch bei einem viermaligen Weltmeister wird so ein Comeback das Selbstbewusstsein stärken. Und wenn er später auf seine Karriere zurückschaut, wird er nicht nur einige Titel haben, sondern der Erste sein, der mit Aston Martin aufs Podium fährt. Das ist schon cool. 

Es ist vollbracht! Mick Schumacher hat seinen ersten Sieg in der Formel 2 gefeiert. Der 20-Jährige gewann am 4. August 2020 den 16. Saisonlauf im Unterbau der Königsklasse nach einer souveränen Vorstellung von der Pole Position © Getty Images
Schumacher blieb fehlerlos und sicherte den Sieg letztlich mit 1,4 Sekunden Vorsprung auf den Japaner Nobuharu Matsushita. Das zuvor beste Ergebnis war dem Sohn von Michael Schumacher Ende Juni in Österreich mit Platz vier nach einer Aufholjagd gelungen © Imago
Zuletzt hatte Schumacher für ein weiteres Highlight gesorgt. Im Weltmeister-Ferrari F2004 seines Vaters drehte Deutschlands Rennsport-Nachwuchshoffnung drei Runden am Hockenheimring. Dabei sorgte er für große Emotionen © Getty Images
"Es war unglaublich, cool. Ich war richtig nostalgisch, in diesem Auto zu sitzen", sagte der 20-Jährige nach der Showeinlage. "Ich hoffe, dass ich in der Formel 1 hier oder irgendwo anders in Deutschland noch fahren kann" © Getty Images
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In der vorangegangenen Saison fuhr der 20-Jährige in der Formel 3 diverse Siege ein und schnappte sich am Ende die Meisterschaft. Im Anschluss verkündete sein Prema-Racing-Team, dass Schumacher 2019/20 in der Formel 2 startet © SPORT1-Grafik: Heinemann/ Knigge/ Getty Images/ Picture Alliance
Nach dem Triumph in der Formel 2 in der Saison 2020 lautet der nächste logische Schritt: Königsklasse. Ab 2021 ist es so weit. Die Formel 1 hat wieder einen Schumacher. SPORT1 zeigt die Karriere des Senkrechtstarters in Bildern © SPORT1-Montage: Veith Nurtsch/Getty Images/iStock
Bevor der Schumi-Spross im professionellen Motorsport seinen Platz findet, sorgt er auf der Kartbahn für Furore. Um Medien-Trubel zu vermeiden, tritt er aber nicht unter seinem echten Namen an, sondern fährt unter dem Pseudonym "Mick Betsch" - dem Mädchennamen seiner Mutter Corinna © imago
2013 belegt er bei der deutschen Junioren-Kartmeisterschaft den dritten Platz. Im Jahr darauf fährt er unter dem Namen "Mick Junior" bei internationalen Meisterschaften. Bei EM und WM wird er jeweils Zweiter © imago
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2015 erscheint der damals 16-Jährige erstmals auf der ganz großen Bildfläche. Mit dem Namenszug "M. Schumacher" auf dem Overall startet er für Van Amersfoort Racing in der ADAC Formel 4 © Getty Images
Bei seinem ersten Rennen in Oschersleben kommt er als Neunter ins Ziel und sammelt direkt die ersten Punkte. Nach dem Rennen wird er als Bester Rookie ausgezeichnet. Im dritten Rennen des Wochenendes gelingt Schumacher vom zweiten Platz startend direkt der erste Sieg © Getty Images
Anfang 2016 wechselt Mick Schumacher zum Prema Powerteam. In Misano gewinnt er die ersten beiden Saisonrennen in der italienischen Formel 4. Es folgen weitere Siege. Mit 16 Punkten Rückstand wird er in der Meisterschaft Zweiter hinter Marcos Siebert © Getty Images
In der deutschen Formel-4-Serie darf sich Schumacher über Siege freuen. Ganze fünf Mal steht er am Ende ganz oben. Auch in dieser Meisterschaft steht Rang zwei in der Gesamtwertung © Getty Images
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2016/17 sieht man Schumacher in einer weiteren Serie siegen. In der MRF Challenge Formel 2000 bestreitet er erstmalig die gesamte Saison. In Bahrain gewinnt er zwei von vier Rennen. Nach Rang drei in der Endabrechnung wechselt er innerhalb des Teams in die Formel 3 - im legendären Benetton seines Vaters macht er auch eine gute Figur © Getty Images
In seiner ersten Saison läuft es jedoch noch nicht wie gewünscht. Ein dritter Platz in Monza ist sein einziger Podestplatz der Saison. Anders als seine Teamkollegen, die dank Siegen am Ende auf den Plätzen drei und vier landen, muss sich Schumacher mit Platz zwölf begnügen. Helfen die Tipps von Kimi Räikkönen? © Getty Images
2018 läutet Schumacher seine zweite Saison in der Formel 3 ein. Mit Prema Theodore Racing gewinnt er in Spa sein erstes Rennen in dieser Serie. Nach weiteren Erfolgen gelingt es ihm, auf dem Nürburgring alle drei Umläufe für sich zu entscheiden. Sein Bekanntheitsgrad steigt - Dirk Nowitzki lädt ihn zu seinem Charity-Fußballspiel ein © Getty Images
Während er zwei Rennwochenenden vor Saisonende noch auf Rang zwei liegt, dreht er in Spielberg auf und übernimmt die Führung von Daniel Ticktum. Weil er diese bis zum Schluss nicht mehr hergibt, gewinnt er den ersten Meistertitel im professionellen Rennsport. Mama Corinna ist mächtig stolz © imago
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Nach dem letzten Rennen verkündet das Prema Powerteam, dass Schumacher in der kommenden Saison in der nächsthöheren Formel 2 an den Start gehen wird. Damit bleibt er seinem Team auch weiterhin erhalten © Getty Images
Neben seinem Engagement in der Formel 2 wird Schumacher in der "Ferrari Academy" als Simulatorpilot anheuern und zudem ausgewählte Testfahrten absolvieren. Der erste Schritt in die Königsklasse © Getty Images
Bei seinem Debüt in der Formel 2 sammelte er erste gute Erfahrungen. Schumacher fährt auf die Plätze acht und sechs, am Sonntag steht er in seinem zweiten Rennen sogar auf der Pole Position. Große Fehler leistet er sich nicht, die fehlende Erfahrung im 620-PS-starken Boliden macht sich aber bemerkbar © Getty Images
Am 02. April 2019 steigt Mick Schumacher erstmals in einen Ferrari. Um 9.10 Uhr Ortszeit dreht Schumacher in Bahrain seine erste offizielle Runde in einem Formel-1-Boliden © Getty Images
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Fokussierter Blick: Schumacher legt los - zwölf Jahre und vier Monate nach dem letzten Rennen seines Vaters Michael. Das Medieninteresse ist sehr groß. Schumacher gehört seit Mitte Januar zur Ferrari Driver Academy © Getty Images
Schumacher fährt im Cockpit des Ferrari SF90, dem Dienstwagen von Sebastian Vettel und Charles Leclerc. Eine Gratulation zum Debüt in der Königsklasse schickt Ferraris Rivale Mercedes. "Das ist ziemlich cool", schreibt das Weltmeisterteam bei Twitter: "Es ist etwas Besonderes, den Namen Schumacher wieder auf einem Formel-1-Auto zu sehen" © Getty Images
Schumacher absolviert bei seiner Premiere 56 Runden. In der Tageswertung landet er sogar auf den zweiten Platz. Der Auftritt bei den Testfahrten in Bahrain sei "ein Werbespot für die Zukunft" gewesen, schreibt die "Gazzetta dello Sport", der Deutsche sei als "Symbol und Hoffnungsträger" auf die Strecke gegangen © Getty Images
Einen Tag später sitzt er für Alfa Romeo am Steuer. Alfa Romeo, das frühere Sauber-Team, arbeitet eng mit Motorenlieferant Ferrari zusammen. Schumacher verkauft sich erneut teuer und fährt die sechstschnellste Zeit © Getty Images
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Gemeinsam mit Dirk Nowitzki organisiert er erneut das Benefizspiel "Champions for Charity". Die Nowitzki All Stars unterliegen Schumacher & Friends in Leverkusen mit 5:7 (3:4), Schumacher trifft einmal © Getty Images
Am 27. Juli darf Schumacher dann erneut im Formel-1-Boliden sitzen. In Hockenheim fährt er im Ferrari seines Vaters Michael. Er genießt das kurze Erlebnis in vollen Zügen: "Den Motor zu spüren, die Vibration – da war so viel Energie" © Getty Images
Am 4. August folgt der Premierensieg in der Formel 2 am Hungaroring. In der Gesamtwertung klettert Schumacher mit nun 45 Zählern auf den elften Platz und bestätigt seine derzeit gute Form © Imago
Nach einer zuvor sieben Rennen währenden Durststrecke fährt der Prema-Rookie in vier der vergangenen fünf Rennen Punkte ein. Das Ziel ist klar: Die Formel 1. "Ob es schon nächstes Jahr klappt oder in zwei oder drei Jahren - wenn es soweit ist, will ich auf jeden Fall bereit sein" © Getty Images
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Im Dezember 2020 wird Schumacher Formel-2-Champion. Der zweimalige Saisonsieger war mit 14 Punkten Vorsprung auf den Briten Callum Ilott in das letzte Rennen in Bahrain gegangen. Dort reichte ihm Rang 18, weil Ilott nicht über Rang elf hinauskam © Imago
Nach dem Gewinn der Formel-3-Europameisterschaft 2018 ist es der nächste Titel auf seinem Weg nach oben. "Es war kein ideales Rennen, aber wir haben genug geleistet in diesem Jahr, um Meister zu werden", sagt Schumacher anschließend © Imago
Schumacher ist der vierte deutsche Champion in der Formel 2 nach Nico Rosberg (2005), Timo Glock (2007) und Nico Hülkenberg (2009). Vier Tage vor seinem letzten Rennen wird bekannt, dass er im darauf folgenden Jahr in der Formel 1 für das Haas-Team fahren wird © Imago
Dort muss und kann er vorerst keine Rennen gewinnen, die Ziele sind andere. "Ich will mich als Fahrer weiter verbessern und mich so gut wie möglich integrieren", sagt der 21-Jährige © Imago
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Nach den Testfahrten in Bahrain sieht sich Schumacher zwei Wochen vor dem Saisonauftakt gerüstet. "Es hat einfach Spaß gemacht. Ich fühle mich gut, ich fühle mich bereit", sagt er © Imago
Schumachers oberstes Ziel dürfte es in der Saison 2021 sein, seinen russischen Teamkollegen Nikita Mazepin in der Fahrerwertung hinter sich zu lassen © Imago

Schumacher genießt Welpenschutz

SPORT1: Sie haben den Vater als Gegner erlebt. Jetzt fährt der Sohn in der Formel 1: Mick Schumacher. Wie macht er sich?

Heidfeld: Er macht seinen Job bis jetzt gut. Man darf ja nie vergessen, unter welcher Beobachtung er steht. Was mir aber nicht gefällt: Welch großen Welpenschutz er in den Medien genießt. Es ist klar, dass jeder hofft: Jetzt kommt der nächste Schumacher, und der wird auch erfolgreich. Aber da macht er sein erstes Überholmanöver in der Formel 1 und es wird hochgejubelt, als wäre es das Größte der Welt. Das finde ich von außen betrachtet ein bisschen übertrieben. Dafür kann Mick aber nichts. Ich finde es natürlich besser, dass positiv berichtet wird, als wenn auf ihm rumgehackt wird. Aber die Gefahr ist natürlich gegeben, dass das irgendwann umschlägt.  

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SPORT1: In Baku hat Schumacher erstmals Emotionen gezeigt, als er sich über ein Zucken seines Teamkollegen Nikita Mazepin auf der Start-Ziel-Geraden bei Tempo 320 aufgeregt hat. Haben Sie so etwas auch schon mal erlebt? 

Heidfeld: Auch ich hatte schon öfter mal Duelle, in denen es zum echten Kräftemessen kam. Oder wenn jemand meint, er zuckt jetzt mal rüber. Aber das hat mich ehrlich gesagt zum Glück nie sonderlich interessiert.