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EM 2021: Marko Arnautovic von UEFA für ein Spiel suspendiert

Eklat! Alaba verteidigt Arnautovic

Marko Arnautovic (r.) wird sein Torjubel zum Verhängnis

Marko Arnautovic (r.) wird sein Torjubel zum Verhängnis © Imago

Österreichs Marko Arnautovic wird für seinen unflätigen Torjubel.von der UEFA bestraft. Ex-Bayern-Star David Alaba hat auch Zuspruch für den Büßer.

Marko Arnautovic hatte ein schlechtes Gewissen. "Da ich selbst Vater von zwei Töchtern bin und mir meine Vorbildwirkung vor allem bei Kindern und Jugendlichen sehr bewusst ist, bereue ich mein Verhalten umso mehr", erklärte Arnautovic am Mittwoch auf Facebook.

Kurz zuvor hatte Die UEFA den österreichischen Stürmer für dessen  Beleidigungen gegen Nordmazedoniens Ezgjan Alioski bestraft. "Beleidigung eines anderen Spielers" lautet der Tatbestand, wie der Verband mitteilte.

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Arnautovic steht dem ÖFB-Team demnach für ein Spiel nicht zur Verfügung. Zuvor war Arnautovic bereits als "gesperrt" in der offiziellen Kaderliste der UEFA geführt worden.

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Damit verpasst der frühere Bremer nur das zweite Gruppenspiel der Österreicher am Donnerstag gegen die Niederlande.

Alioski Opfer von Beleidigungen

Nach der 1:3-Niederlage gegen Österreich am Sonntag hatte Nordmazedonien Beschwerde bei der UEFA eingelegt und eine klare Strafe gegen den 32-Jährigen gefordert. 

Hintergrund: Arnautovic hatte nach seinem Tor zum Endstand die Kontrolle verloren und gegen Alioski eine wüste Schimpftirade losgelassen. Allein David Alaba konnte den Stürmer stoppen, indem er ihm die Wangen zudrückte.

Der ÖFB-Kapitän und langjährige Star des FC Bayern verteidigte seinen Teamkollegen nun indes auch: "Ich muss ihn auch in Schutz nehmen, weil er sich im Vorfeld einiges hat anhören müssen, was tiefer war, als er gesagt hat", sagte Alaba während einer Medienrunde.

Und fügte an: "Marko hat uns sehr positiv mitgenommen - egal was passiert, wir stehen das durch", so der künftige Real-Madrid-Profi. "Das zeigt auch den Charakter und den Geist, den wir innerhalb der Mannschaft haben. Die Stimmung ist weiterhin gut."

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Alioski Opfer von Beleidigungen

Was genau Arnautovic sagte, ist nach wie vor nicht geklärt. Vermutungen werden derweil aus Serbien, dem Herkunftsland des Ex-Bremers, angestellt. So soll er laut der Zeitung Informer Richtung Alioski gerufen haben: "Ich f***e deine Mutter" - gefolgt von einer Beleidigungsserie gegen Albaner.

Alioski stammt ursprünglich aus Albanien, das mit Serbien schon seit Jahrzehnten im politischen Konflikt steht.

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Nordmazedonien forderte harte Strafe

"Wir verurteilen den nationalistischen Ausbruch von Arnautovic gegen Ezgjan Alioski auf Schärfste", heißt es in der nordmazedonischen Erklärung. "Wir haben ein offizielles Schreiben an die UEFA übermittelt, in dem wir die härteste Strafe für Arnautovic fordern."

Man werde "immer aufstehen und die Interessen und Würde der mazedonischen Nationalspieler verteidigen, wo immer sie spielen."

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Zunächst hatte es danach ausgesehen, dass Arnautovic ungestraft davonkommt. Nachdem die UEFA am Montag noch mitgeteilt hatte, in dem Fall nicht tätig werden zu wollen, entschieden sich die Verantwortlichen einen Tag später um.

Wie der Verband am Dienstag mitteilte, wurde ein "Ethik- und Disziplinarinspektor" ernannt, der die Vorfälle unter die Lupe nehmen sollte.

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Arnautovic hatte sich bereits am Montag für seine verbale Entgleisung entschuldigt - und versichert, dass er kein Rassist sei.

Arnautovic entschuldigt sich und spendet

"Ich bin kein Rassist und werde niemals einer sein", schrieb der Stürmer des chinesischen Klubs Shanghai SIPG in einer Instagram-Story. "Es war ein Wortgefecht in den Emotionen, von der einen wie von der anderen Seite. Meine Freunde, die zu meiner Familie herangewachsen sind, sind von überall auf der Welt."

Und weiter: "Ich habe mich gefreut, natürlich sind da Worte gefallen, die auch mir wehgetan haben. Es war einfach ein emotionales Gefecht. An alle Leute, die sich angesprochen gefühlt haben: Es tut mir leid, es tut mir leid. Lass uns das alles vergessen, es gehört nicht zum Fußball."

In einem Statement entschuldigte sich Arnautovic erneut. "Ich habe mein Fehlverhalten beim Torjubel aus eigener Initiative, noch bevor ein Verfahren eingeleitet wurde, öffentlich eingestanden und mich dafür entschuldigt. Es hat bedauerliche Äußerungen von beiden Seiten gegeben, aber auch Provokationen sind keine Rechtfertigung für mein Verhalten", erklärte der 32-Jährige.

Arnautovic wolle nun 25.000 Euro für sein Integrationsprojekt, bei dem er selbst als Schirmherr auftrete, zur Verfügung stellen. "Damit mein schlechtes Verhalten auch eine gute Konsequenz für mehr Zusammenhalt hat", betonte der Offensivspieler: "Ich möchte vor allem Kindern und Jugendlichen ein gutes Vorbild sein."

Der deutsche Teamchef Franco Foda freute sich bereits auf die baldige Rückkehr seines Offensivstars. "Im abschließenden Gruppenspiel gegen die Ukraine wird Marko wieder zeigen, wie wichtig er für unsere Mannschaft ist", sagte der Nationaltrainer.

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