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Irina Kummert neue Vorsitzende der DFB-Ethikkommission

DFB-Ethikkommission hat neue Chefin

Fußball-Lehrer-Ausbildung ab 2022 am neuen Campus

Fußball-Lehrer-Ausbildung ab 2022 am neuen Campus © FIRO/FIRO/SID

Die zuletzt viel beschäftigte Ethikkommission des DFB hat eine neue Vorsitzende. Irina Kummert übernimmt den Posten nach einer Wahl.

Die zuletzt viel beschäftigte Ethikkommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat eine neue Vorsitzende. Das DFB-Präsidium hat am Mittwoch bei seiner Sitzung in München Irina Kummert gewählt.

Die Präsidentin des Ethikverbands der Deutschen Wirtschaft tritt damit die Nachfolge des im vergangenen Oktober gestorbenen Thomas Oppermann an.

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"Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe, die es mir ermöglicht, weiterhin für die Wahrung von Ansehen und Integrität im Sinne des deutschen Fußballs zu wirken", sagte Kummert dem SID: "Im Vordergrund steht dabei für mich ganz klar das Verbindende, das die Seele des Fußballs und der Menschen ausmacht, die sich für ihn engagieren."

Zuletzt wurde das Gremium kommissarisch von Bernd Knobloch geleitet, der vor der Wahl von seiner Berufung zum ordentlichen Vorsitzenden ausgegangen war. Das Präsidium hatte vor dem Votum allerdings alle vier Mitglieder der Kommission hinsichtlich ihrer Bereitschaft zum Vorsitz bis zum Bundestag 2022 befragt. 

Kummert, Knobloch und Nikolaus Schneider bekundeten ihr Interesse, Birgit Galley stand nicht zur Verfügung. In geheimer Abstimmung votierten sieben der zwölf Präsidiumsmitglieder für Kummert.

Die Kommission hatte in den vergangenen Wochen vor allem mit der Aufarbeitung des Machtkampfs an der DFB-Spitze um den zurückgetretenen Präsidenten Fritz Keller und Ex-Generalsekretär Friedrich Curtius zu tun. Auch die Frauen-Initiative um Katja Kraus hat sich an die Kommission gewandt, um einen Vorfall mit Co-Interimspräsident Rainer Koch bewerten zu lassen.

Das DFB-Präsidium möchte in seiner nächsten Sitzung die Ethikkommission personell wieder vervollständigen und ein weiteres Mitglied berufen. Die Kommission wurde deshalb gebeten, innerhalb der nächsten zwei Wochen Vorschläge zu unterbreiten.