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EM 2021: Aktuelle News, Geschichten & Fakten zur Europameisterschaft

EM-Ticker: Kritik an Schweiz-Stars

Die emotionalen Worte von Dänemark-Coach Hjulmand zu Eriksen

Zwei Schweizer Stars geraten ins Visier der Schweizer Presse. Arnautovic verteidigt sich gegen den Rassismus-Vorwürfe. Der SPORT1-EM-Ticker.

  • TOP-Thema: Schweizer Stars jetzt blond (13.45 Uhr)
  • DFB-Start für Rummenigge entscheidend (10.11 Uhr)
  • Arnautovic verteidigt sich (13.43 Uhr)

+++ TOP-THEMA: Harsche Kritik an Schweizer Stars (13.45 Uhr) +++

Der Schweizer EM-Auftakt lief nur mäßig. Am Ende stand ein ernüchterndes 1:1 gegen Wales.

Ganz anders sieht es bei den Frisuren aus. Denn dort haben gleich zwei Schweizer Stars mächtig gezaubert. Granit Xhaka und Manuel Akanji tragen jetzt Blond - und präsentieren das über Social Media der ganzen Welt.

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Granit Xhaka ist jetzt blond

Granit Xhaka ist jetzt blond

Was sie vielleicht nicht ahnten: Die Aktion ging in Schweizer Kreisen mächtig schief. So schrieb der Blick, die ganze Sache sei "an Naivität schwer zu übertreffen".

Die Generation habe sich "von der Basis, von den normalen Menschen weit entfernt. Sie zeigt ein Verhalten, wie sie für den normalen Fan, für den Mensch von der Strasse nicht nachzuvollziehen ist."

Tatsächlich ließen Xhaka und Akanji den Friseur sogar extra ins Trainingslager nach Rom einfliegen; ein Umstand, den der Blick allein mit dem Wort "peinlich" quittierte.

Den Schweizer Berichterstattern ebenfalls ein Dorn im Auge: die luxuriösen Schlitten der Stars, mit denen sie zum Trainingslager gekommen waren, und das Stechen von EM-Tattoos an den freien Wochenenden.

Inwieweit diese Aktionen Einfluss auf das Spieler der Schweizer haben, wird sich am Mittwoch erweisen, wenn die Schweiz in Rom auf Italien trifft. (EM: Italien - Schweiz, Mittwoch ab 21.00 Uhr im LIVETICKER)

+++ 15.26 Uhr: Schewtschenko warnt vor Nordmazedonien +++

Der ukrainische Nationaltrainer Andrej Schewtschenko hat seine Spieler vor dem kommenden Gegner Nordmazedonien gewarnt. "Das ist ein Team, das Respekt verdient. Sie haben Charakter und ihren eigenen Spielstil", sagte der frühere Weltklasse-Stürmer am Mittwoch: "Sie spielen 5-3-2. Es ist ein Team, das gut kontert. Wir müssen sehr auf ihre Konter aufpassen."

Am Donnerstag (15.00 Uhr) treffen in Bukarest die beiden Teams aus der Gruppe C aufeinander, die ihre ersten EM-Partien verloren hatten. Während der nordmazedonische Neuling 1:3 gegen Österreich unterlegen war, lieferte die Ukraine den Niederlanden beim 2:3 einen starken Kampf. Aus dieser Vorstellung zieht auch Schewtschenko Zuversicht: "Wir hatten viele positive Momente und freuen uns auf das Spiel, das vor uns liegt."

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+++ 14.40 Uhr: Aufstellung gegen Österreich - Niederlande pokern +++

Der niederländische Nationaltrainer Frank de Boer macht aus seiner Aufstellung gegen Österreich am Donnerstag (21.00 Uhr) ein Pokerspiel. "Ich werde natürlich nicht sagen, wer auf dem Platz steht", sagte der Bondscoach am Mittwoch in seiner Pressekonferenz. "Aber wir wollen mehr Ballbesitz haben und noch besser kommunizieren."

Ein Sieg gegen Österreich im zweiten Gruppenspiel in Amsterdam würde die Niederlande schon sicher ins Achtelfinale führen. "Wir wollen Gruppenerster werden, deshalb müssen wir gewinnen. Das ist sehr wichtig für uns", betonte Stürmerstar Memphis Depay von Olympique Lyon. "Unser Start war ein gutes Signal."

Die Niederlande hatten zum Auftakt ebenfalls in Amsterdam die Ukraine 3:2 besiegt, dabei aber eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben. De Boer lobte den Wolfsburger Stürmer Wout Weghorst, der ein Tor erzielte: "Er hatte seinen Einsatz verdient. Es war die richtige Entscheidung." 

+++ 12.38 Uhr: Paraglider drohte der Abschuss +++

Nach seiner missglückten Protestaktion vor dem EM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft droht dem Motorgleitschirmflieger Ärger.

Das Polizeipräsidium München teilte am Mittwochmorgen mit, dass es gegen den 38-jährigen Mann aus Baden-Württemberg wegen "verschiedener Delikte nach dem Strafgesetzbuch und dem Luftverkehrsgesetz" ermittle.

Bei der Aktion wurden nach Polizeiangaben zwei Männer am Kopf verletzt, die zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus gebracht wurden.

Lesen Sie hier, warum dem Paraglider sogar der Abschuss durch die bayerische Polizei gedroht hatte.

+++ 12.27 Uhr: Pavard verrät: War ausgeknockt +++

Schrecksekunde beim EM-Auftakt der deutschen Nationalmannschaft: Frankreichs Benjamin Pavard wurde in der zweiten Halbzeit am Kopf getroffen und musste behandelt werden.

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Wie sich jetzt im Nachhinein herausstellte, war der Bayern-Profi sogar kurz bewusstlos.

"Ja, ich habe richtig was abbekommen", erklärte Pavard beim Sender beIN Sports: "Ich war zehn, 15 Sekunden mehr oder weniger ausgeknockt." 

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Ausgangspunkt der Aktion war ein Zusammenstoß zwischen Robin Gosens und Pavard, als der Franzose versucht hatte, eine Flanke im eigenen Strafraum abzufangen. Gosens traf seinen Gegenspieler hart mit der Hüfte. Danach musste Pavard mehrere Minuten von den Betreuern am Kopf behandelt werden.

Anschließend konnte der Verteidiger jedoch ohne sichtbare Probleme weiterspielen und stand die volle Spielzeit auf dem Rasen.

Über den Auftaktsieg seiner Franzosen zeigte sich Pavard nach der Partie glücklich: "Wir haben gegen ein starkes Deutschland mit viel Ballbesitz gespielt, aber wir standen defensiv und offensiv sehr gut und haben als Einheit gespielt." (Ergebnisse und Spielplan der EM)

Dass der 25-Jährige jedoch überhaupt weiterspielte und nicht ausgewechselt wurde, kritisierten einige Nutzer in den sozialen Medien. Erst am Samstag hatten alle 24 Mannschaften der EM eine "Charta für Gehirnerschütterungen" unterschrieben, in der sie sich verpflichten, die Versorgung der Spieler zu verbessern. 

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In dieser ist unter anderem Folgendes festgehalten: "Bei Kopfverletzungen und/oder Verdacht auf Gehirnerschütterung sollte der Mannschaftsarzt die UEFA schriftlich informieren, bevor der Spieler wieder spielt oder trainiert." Die UEFA äußerte sich bislang nicht zu dem Fall von Pavard.

+++ 11.38 Uhr: Zweiter Einsatz für deutschen Schiri +++

Schiedsrichter Daniel Siebert hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) bei seiner EM-Premiere offenbar überzeugt. Der Berliner Unparteiische darf am Freitag (15.00 Uhr) in St. Petersburg beim Duell in der Gruppe E zwischen Schweden und der Slowakei schon wieder an die Pfeife. Das teilte die UEFA am Mittwoch mit. 

Dem 37-Jährigen stehen wie schon am vergangenen Montag in Glasgow beim Spiel Schottland gegen Tschechien (0:2) seine Assistenten Jan Seidel (Oberkrämer) und Rafael Foltyn (Wiesbaden) zur Seite. Auch der Video-Assistent ist ein bekanntes Gesicht: Marco Fritz (Korb) wird vor den Monitoren sitzen.

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Dass Siebert für die EM ausgewählt wurde, war im Vorfeld nicht zu erwarten gewesen. Der Referee wird im Gegensatz zu anderen deutschen Unparteiischen nicht in der Elite-Gruppe der UEFA geführt. Beim tschechischen Sieg in Glasgow zeigte Siebert eine gute Leistung, leitete das Spiel großzügig und kam ohne eine Gelbe Karte aus. 

Neben Siebert ist aus Deutschland außerdem der erfahrene Felix Brych (München) als Hauptschiedsrichter bei der paneuropäischen EM im Einsatz. Der 45-Jährige leitete bislang eine Partie: Das 3:2 der Niederlande am vergangenen Sonntag gegen die Ukraine in Amsterdam.

+++ 11.19 Uhr: Alarmstimmung bei Kroatien +++

Busse und Sattelschlepper vor dem Trainingsplatz, ein dünnhäutiger Trainer und Zweifel am eigenen Spiel: Bei Vizeweltmeister Kroatien herrscht nach dem verpatzten EM-Auftakt gegen England (0:1) Alarmstimmung.

Baustellen gibt es mehrere - Zeit bis zum nächsten Spiel in der Gruppe D am Freitag gegen Tschechien dagegen kaum. Bei einer weiteren Niederlage wäre das Aus fast schon besiegelt.

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Trainer Zlatko Dalic schimpfte mit der einheimischen Presse, weil die bereits vor dem England-Spiel die kroatische Aufstellung herausgefunden und auch veröffentlicht hatte.

"Man muss nicht immer alles schreiben", sagte Dalic und fügte in Richtung eines fragenden Journalisten an: "Sie werden ja sicher kein größeres Gehalt bekommen, wenn Sie die richtige Aufstellung bringen."

Eigentlich wollte der Vizeweltmeister sein EM-Quartier in Schottland beziehen, um in der Nähe von London und Glasgow, den beiden Spielorten, zu sein. Doch wegen der strengen Coronaauflagen auf der Insel gab es eine Planänderung.

Kroatien ist nun in der Heimat in Rovinj untergekommen - und dort ist der Trainingsplatz wunderbar einsehbar. Damit die findigen Journalisten diesmal nichts verraten können, wurde der kroatische Verband kreativ. Am Dienstag standen plötzlich zwei Busse und ein Sattelschlepper vor dem Platz, um ihn vor neugierigen Blicken zu schützen.

Fleißige Medienvertreter sind aber sicher nicht das Hauptproblem der Kroaten, die vor allem die Art und Weise der Niederlage gegen England schmerzen dürfte. "Unser Spiel nach vorne funktioniert nicht so gut. Warum das so ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht", sagte Mateo Kovacic vom Champions-League-Sieger FC Chelsea.

Eigentlich fühlen sich die Kroaten in Duellen mit spielstarken Gegnern wohl, weil sie dann ihre eigenen Stärken bei Kontern ausspielen können. Gegen England war davon jedoch kaum etwas zu sehen.

"Wir müssen auf Sieg spielen. Wir haben auch gegen England nicht kalkuliert, aber jetzt müssen wir offensiver spielen, vor allem weil wir sehen, dass es im Angriff nicht gut klappt", sagte Dalic vor dem Spiel gegen Tschechien, das mit einem 2:0 gegen Schottland ins Turnier gestartet war: "Es sind zu wenig Spieler beim Abschluss, wir gehen nicht in die Tiefe und haben keine direkten Bälle nach vorne. Wir werden daran arbeiten. Wir müssen das Maximum herausholen."

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+++ 11.10 Uhr: Ronaldo lässt Coca-Cola-Aktie sinken +++

Den Taten und Worten von Cristiano Ronaldo folgen auf der ganzen Welt zahlreiche Menschen.

Nun erhielt der Superstar auch für eine unerwartete Aktion auf einer Pressekonferenz große Aufmerksamkeit. 

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Ronaldo entfernte am Montag auf der PK vor dem EM-Auftakt von Portugal gegen Ungarn zwei Flaschen Coca-Cola auf dem Podium aus seinem Sichtfeld. Zusätzlich sagte der Portugiese deutlich "Wasser" ins Mikrofon. (Ergebnisse und Spielplan der EM)

So lag die Coca-Cola-Aktie vor der Aktion von Ronaldo noch bei 56,10 Dollar. Wenig später, nachdem der Portugiese die Flaschen aus dem Kamerabereich gestellt hatte, sank die Aktie auf ein Tief von 55,22 Dollar. Insgesamt reduzierte sich der Wert der Marke damit von 242 Milliarden Dollar auf 238 Milliarden.

Allzu große Sorgen dürfe sich der Konzern wohl jedoch nicht machen. Zu Beginn der Coronapandemie lag der Aktienkurs zeitweise bei 38,30 Dollar. Dazu ist der jetzige Kurseinbruch im Vergleich nur eine Lappalie.

Für die Cola-Marke schien dies sogar finanzielle Auswirkungen zu haben. Genauer gesagt kostete sie dem Unternehmen offenbar rund vier Milliarden US-Dollar.

+++ 9.47 Uhr: Polizei ermittelt gegen Paraglider +++

Nach seiner missglückten Protestaktion vor dem EM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft droht dem Motorgleitschirmflieger Ärger.

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Das Polizeipräsidium München teilte am Mittwochmorgen mit, dass es gegen den 38-jährigen Mann aus Baden-Württemberg wegen "verschiedener Delikte nach dem Strafgesetzbuch und dem Luftverkehrsgesetz" ermittle. Bei der Aktion wurden nach Polizeiangaben zwei Männer am Kopf verletzt, die zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus gebracht wurden.

Der Mann war am Dienstagabend unmittelbar vor dem Anpfiff der Begegnung mit Weltmeister Frankreich auf dem Rasen der Münchner Arena gelandet. Auf seinem gelben Gleitschirm war ein Schriftzug der Umweltorganisation Greenpeace zu lesen.

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Der Aktivist hatte mit seinem Schirm die Kabel der über dem Spielfeld aufgehängten Kamera berührt, nach seiner Landung wurde er festgenommen und das Fluggerät sichergestellt.

Das Polizeipräsidium München betonte, "dass es keinerlei Verständnis für solche unverantwortlichen Aktionen gibt, bei denen eine erhebliche Gefährdung von Menschenleben in Kauf genommen wird".

Jens Grittner, Sprecher des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), verurteilte die Aktion nach dem Spiel. "Derjenige hat nicht nur sich und andere gefährdet und verletzt", sagte er: "Das ist aus unserer Sicht nicht hinnehmbar, der Vorgang wird von den Behörden und der UEFA geprüft. Das hätte weitaus schlimmer ausgehen können."

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) bezeichnete das Vorhaben als "rücksichtslos" und "gefährlich". Greenpeace entschuldigte sich am Dienstagabend bei Twitter.

+++ 8.45 Uhr: 22 Millionen sehen DFB-Auftakt +++

Das Auftaktspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der EM hat dem ZDF am Dienstagabend eine herausragende Quote beschert. 22,55 Millionen Zuschauer sahen die erste Halbzeit bei der 0:1-Niederlage der DFB-Elf gegen Frankreich, das bedeutete einen Marktanteil von 67,4 Prozent.

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Nach der Pause und dem heute journal waren noch immer 21,22 Millionen dabei (MA 63,0).

Die erste Partie des Tages zwischen Ungarn und Portugal (0:3) verfolgten 6,44 Millionen (MA 34,4).

+++ 6.34 Uhr: Frankreich von DFB-Team beeindruckt +++

Der Fußball-Weltmeister Frankreich hat sich nach seinem EM-Auftaktsieg gegen die deutsche Nationalmannschaft vom Gegner beeindruckt gezeigt.

"Es war ein großes Spiel gegen eine starke deutsche Mannschaft. Ein großes Gefecht", sagte Nationaltrainer Didier Deschamps nach dem 1:0 (1:0) in München.

Das Duell, erklärte Deschamps, "hätte auch ein Halbfinale oder Finale sein können". Sein Mittelfeldstar Paul Pogba lobte das Team von Bundestrainer Joachim Löw ebenfalls: "Immerhin war das Deutschland", sagte er, "da muss ich nicht viel zu sagen: ein starkes Team, das uns jede Menge Probleme bereitet hat."

Ein Eigentor von Rückkehrer Mats Hummels (20.) hatte das Spiel der Gruppe F entschieden.

Dienstag, 15. Juni

+++ 15.20 Uhr: Das ist Hofmanns Comeback-Plan +++

Wenn die deutsche Mannschaft heute Abend gegen Frankreich  (Deutschland - Frankreich am Dienstag ab 21.00 Uhr im LIVETICKER) in das EM-Turnier startet, wird Jonas Hofmann auf der Tribüne die Daumen drücken.

Warum der Gladbach-Star fehlt und ob er vielleicht sogar abreisen muss, erfahren Sie im SPORT1-Bericht.

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+++ 14.25 Uhr: Dieses DFB-Trio ist nicht im Kader +++

Leon Goretzka steht im Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich nicht im Kader. Wer außerdem noch fehlt, lesen Sie im SPORT1-Bericht.

+++ 13.39 Uhr: Russlands Schirkow droht EM-Aus +++

Für den russischen Linksverteidiger Juri Schirkow könnte die EM-Endrunde schon nach dem ersten Spiel beendet sein. Diese Befürchtung äußerte Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow einen Tag vor dem zweiten Gruppenspiel der Sbornaja am Mittwoch (15.00 Uhr) in St. Petersburg gegen Finnland.

Schirkow (37) hatte sich im Auftaktduell gegen Belgien (0:3) früh verletzt und musste ausgewechselt werden.

Man habe zudem weitere Spieler, "die fraglich sind", ergänzte Tschertschessow am Dienstag: "Da muss man sehen wie sie sich nach dieser Nacht fühlen."

+++ 13.32 Uhr: Arnautovic-Strafe? UEFA macht Ernst +++

Der Streit zwischen Nordmazedonien und Marko Arnautovic geht in die nächste Runde: Nach der 1:3-Niederlage gegen Österreich hat der Fußball-Zwerg nun Beschwerde bei der UEFA eingelegt und eine klare Strafe gegen den 32-Jährigen gefordert.

Arnautovic hatte nach seinem Tor zum 3:1 die Kontrolle verloren und gegen den nordmazedonischen Spieler Ezgjan Alioski eine wüste Schimpftirade losgelassen. Allein David Alaba konnte den Stürmer stoppen, indem er ihm die Wangen zudrückte.

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Was genau Arnautovic sagte, ist noch nicht geklärt. Vermutungen werden derweil aus Serbien, dem Herkunftsland des Ex-Bremers, angestellt. So soll er laut der Zeitung Informer Richtung Alioski gerufen haben: "Ich ficke deine Mutter" - gefolgt von einer Beleidigunsserie gegen Albaner.

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Alioski stammt ursprünglich aus Albanien, das mit Serbien schon seit Jahrzehnten im politischen Konflikt steht.

"Wir verurteilen den nationalistischen Ausbruch von Arnautovic gegen Ezgjan Alioski auf Schärfste", heißt es in der nordmazedonischen Erklärung. "Wir haben ein offizielles Schreiben an die UEFA übermittelt, in dem wir die härteste Strafe für Arnautovic fordern."

Man werde "immer aufstehen und die Interessen und Würde der mazedonischen Nationalspieler verteidigen, wo immer sie spielen."

Genauere Details über die Art der geforderten Sanktionen wurden indes nicht bekannt.

Arnautovic hatte sich bereits am Montag für seine verbale Entgleisung entschuldigt - und versichert, dass er kein Rassist sei.

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"Ich bin kein Rassist und werde niemals einer sein", schrieb der Stürmer des chinesischen Klubs Shanghai SIPG in einer Instagram-Story. "Es war ein Wortgefecht in den Emotionen, von der einen wie von der anderen Seite. Meine Freunde, die zu meiner Familie herangewachsen sind, sind von überall auf der Welt."

Und weiter: "Ich habe mich gefreut, natürlich sind da Worte gefallen, die auch mir wehgetan haben. Es war einfach ein emotionales Gefecht. An alle Leute, die sich angesprochen gefühlt haben: Es tut mir leid, es tut mir leid. Lass uns das alles vergessen, es gehört nicht zum Fußball."

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Bislang sieht die UEFA keinen Anlass, eine Ermittlung gegen Arnautovic einzuleiten. Es werde "keine Untersuchungen zu den gestrigen Spielen" geben, wie ein UEFA-Sprecher auf SID-Anfrage am Montag sagte.

Ob sich das durch das Beschwerde-Schreiben der Nordmazedonier ändert, bleibt abzuwarten.

+++ 10.54 Uhr: Hjulmand verschärft Kritik an UEFA +++

Der dänische Nationaltrainer Kasper Hjulmand hat seine Kritik an der Europäischen Fußball-Union (UEFA) nach der Fortsetzung des Spiels gegen Finnland (0:1) nochmals verschärft.

"Ich denke, es war nicht richtig, uns vor diese zwei Optionen zu stellen", sagte der 49-Jährige auf einer Pressekonferenz am Dienstag: "Gute Führung steht nicht in irgendwelchen Büchern. Es hätte kein Fußball gespielt werden dürfen."

Bislang hatte der ehemalige Mainzer Coach stets betont, dass es keinen Druck vonseiten der UEFA gegeben habe. Nun ruderte er zurück. "Ich hatte das Gefühl, dass die Spieler und wir, die uns nahe standen, in diesem Dilemma unter Druck gesetzt wurden", führte Hjulmand aus: "Auf jeden Fall ist es völlig falsch zu glauben, dass wir gekommen sind und gesagt haben, dass wir gerne weiterspielen würden."

Der Dachverband hatte den Spielern neben einer unmittelbaren Spielfortsetzung nur eine Neuansetzung am Folgetag um 12.00 Uhr angeboten. Es gehe ihm mit seiner Kritik nicht darum, im Nachhinein "einen Ausgleich oder gar einen Punkt" zu bekommen. Er wolle damit bezwecken, dass nach dem dramatischen Kollaps von Christian Eriksen ein Lerneffekt eintrete, sagte Hjulmand. 

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Auch die dänischen Spieler hatten die Fortsetzung der Partie sowie die Entscheidungsfindung bereits harsch kritisiert. "Es war keine Situation, in der wir hätten landen sollen. Es hätten andere Leute diese Entscheidung treffen müssen", sagte Torhüter Kasper Schmeichel. Angreifer Martin Braithwaite ergänzte: "Natürlich hätte es nicht so sein sollen. Wenn man so etwas erlebt hat, geht man nicht raus und spielt ein Fußballspiel."

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+++ 10.30 Uhr: Pavard: Frankreich besser als FCB? +++

Verteidiger Benjamin Pavard (25) glaubt, dass die französische Nationalmannschaft im Falle eines Titelgewinns bei der EM im Vergleich zu seinem Verein Bayern München das qualitativ bessere Team ist.

"Es sind zwei großartige Teams", sagte er im Gespräch mit eurosport.de: "Wenn wir die EM gewinnen, dann würde ich sagen, dass Frankreich besser als Bayern ist."

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Nach den vielen Erfolgen in den vergangenen zwei Jahren in München und dem WM-Titel 2018 ist er noch nicht zufrieden. Er koste diese nicht aus, denn "dafür habe ich keine Zeit", sagte Pavard: "Ich spiele Fußball, um Titel zu gewinnen und nicht, um Geld zu verdienen. Aber ein Titel fehlt mir noch. Den habe ich fest im Blick", ergänzte er mit Blick auf die laufende Europameisterschaft. Zum Auftakt geht es gegen Deutschland (ab 21 Uhr im LIVETICKER).

Von seinem neuen Vereinstrainer Julian Nagelsmann ist Pavard fest überzeugt: "Er hat in Hoffenheim und Leipzig einen sehr guten Job gemacht. Wenn sich die Bayern dafür entschieden haben, passt er zum Verein", sagte er: "Seine Mannschaften spielen auf jeden Fall sehr guten Fußball."

+++ 10.26 Uhr: Steinmeier wünscht DFB-Elf viel Erfolg +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in einer Videobotschaft die besten Wünsche für die EM übermittelt.

"Das Runde muss ins Eckige - und zwar bei den anderen. Gemeinsam mit allen Fans wünsche ich unserer Mannschaft viel Erfolg bei der Fußball-Europameisterschaft", sagte das deutsche Staatsoberhaupt.

Im Video ist zu sehen, wie Steinmeier auf dem Rasen vor seinem Amtssitz im Berliner Schloss Bellevue im Anzug mit Krawatte Fußball spielt. Auch beim Kopfball versucht sich der 65-Jährige. Das kurze Filmchen ist auch auf den Kanälen des Bundespräsidenten in den Sozialen Medien zu sehen.

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+++ 10.11 Uhr: DFB-Start für Rummennige "entscheidend" +++

Wenn am heutigen Dienstagabend die deutsche Nationalmannschaft gegen Weltmeister Frankreich ins EM-Turnier startet´(EM 2021: Deutschland - Frankreich am Dienstag ab 21 Uhr im LIVETICKER), dann treffen bereits zwei der Turnierfavoriten aufeinander.

Für Bayerns (Noch-) Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, der am Ende des Monats die Geschäfte an seinen Nachfolger Oliver Kahn übergibt, wird der deutsche Turniererfolg entscheidend vom Ausgang dieses Duells abhängen.

"Das wird ein sehr entscheidendes Spiel. Danach weiß man mehr", sagte der Rummenigge in der Gazzetta dello Sport. "Wenn Deutschland gut startet, kommt es weit, das sieht man an der WM 1990." In Italien hatte die DFB-Elf nach einem 4:1-Auftaktsieg gegen Jugoslawien den EM-Titel geholt.

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Lob hat der 65-Jährige für die Squadra Azzurra parat, die das Turnier mit einem souveränen 3:0-Sieg gegen die Türkei begonnen hatte. "Italien hat das gut gelöst, sie haben bewiesen, dass sie zu den Favoriten gehören." 

Dagegen zeigte sich Rummenigge ob der defensiven Strategie der Türken erstaunt: "Sie haben einen noch engmaschigeren Catenaccio gespielt als Italien in den 60er Jahren." Mit jenem gefürchteten Abwehrriegel brachten die Italiener ihre Gegner damals nicht selten zur Verzweiflung.

Montag, 14. Juni

Der perfekte Assist! Hier rettet Alaba seine Österreicher

+++ 19.45 Uhr: Ungarns Trainer zu Portugal: "Könnte ihr Zeugwart sein +++

Außenseiter Ungarn geht mit Respekt in das EM-Auftaktspiel gegen Europameister Portugal. "Ich könnte ihr Zeugwart, jemand aus dem Staff oder ihr Chauffeur sein", scherzte Ungarns Nationaltrainer Marco Rossi vor der Partie am Dienstag in Budapest.

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Der Titelverteidiger besitzt mit Spielern wie Bruno Fernandes (Manchester United), Bernardo Silva (Manchester City) oder Diogo Jota (FC Liverpool) auch neben Kapitän Cristiano Ronaldo reichlich Offensivpower.

Ungarns Spielführer Adam Szalai vom FSV Mainz 05 stellte ebenfalls fest: "Wenn man es mit 2016 vergleicht, ist das portugiesische Team viel stärker." Einen Deal mit Ronaldo, der zuvor gesagt hätte, das erste Spiel gerne abzugeben, wenn er wieder Europameister würde, ginge Rossi derweil liebend gerne ein. "Wenn ich das tun könnte, würde ich sofort unterschreiben", sagte der Italiener lächelnd. In der Gruppe F sind die Ungarn klarer Underdog, außerdem warten Weltmeister Frankreich und Deutschland auf Rossis Team. 

+++ 18.41 Uhr: Neuer und Löw freuen sich auf Fans +++

Bundestrainer Joachim Löw und sein Kapitän Manuel Neuer fiebern der Fan-Rückkehr beim EM-Start gegen Frankreich entgegen. "Ich freue mich auf die Zuschauer nach vielen Monaten der Leere in den Stadien. Es sind wieder Emotionen da. Das spürt man schon am Fernseher", sagte Löw vor dem Duell mit dem Weltmeister am Dienstag in München.

14.000 Zuschauer sind dabei zugelassen. Bei diesem Gedanken empfindet Neuer "pure Freude". Er sei froh, "dass wir wie 2006 mit einem Spiel in München starten können". Die Unterstützung sei "sehr wichtig für uns". Man wisse, "dass wir den Fans etwas schuldig sind".

+++ 13.34 Uhr: "Ich bin kein Rassist" - Arnautovic verteidigt sich +++

Wenn am heutigen Dienstagabend die deutsche Nationalmannschaft gegen Weltmeister Frankreich ins EM-Turnier startet, dann treffen bereits zwei der Turnierfavoriten aufeinander.

Für Bayerns (Noch-) Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, der am Ende des Monats die Geschäfte an seinen Nachfolger Oliver Kahn übergibt, wird der deutsche Turniererfolg entscheidend vom Ausgang dieses Duells abhängen.

Marko Arnautovic wurde emotional als er mit seinem Jokertor den 3:1-Sieg Österreichs gegen Nordmazedonien eintütete. 

Der Stürmer schrie etwas in Richtung seiner Gegenspieler, das wohl nur bedingt jugendfrei war. Zumindest waren die Worte derart unschön, dass Kapitän David Alaba ihm seinen Mund regelrecht gewaltsam zudrücken wollte. Nachdem die Emotionen von Arnautovic etwas abgekühlt waren, meldete er sich per Social-Media-Nachricht. 

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"Ich bin kein Rassist und werde niemals ein Rassist sein", begann der 32-Jährige seinen Post. Zuvor hatten Gerüchte die Runde gemacht, wonach Arnautovic Gegenspieler Ezgjan Alioski rassistisch beleidigt haben soll. 

"Es war ein Wortgefecht in der Emotion, von beiden Seiten. Das gehört einfach nicht dazu, das müssen wir streichen", erklärte Arnautovic und legte eine Entschuldigung nach: "Ich will mich nur für das alles entschuldigen. Es hatte überhaupt nichts mit Politik zu tun. An alle Leute, die sich angesprochen gefühlt haben: Es tut mir leid. Lass uns das alles vergessen, es gehört nicht zum Fußball." 

Von der UEFA muss Arnautovic keine Folgen befürchten - Ermittlungen habe man nach dem Vorfall nicht aufgenommen, teilte der Verband mit. 

Der Spieler des Shanghai Port FC spielt seit 2019 in China. Zuvor war er unter anderem bei Werder Bremen in der Bundesliga aktiv. 

+++ 10.17 Uhr: Eindringling im DFB-Camp +++

Der zweite Tag der EM hatte für die Spieler der deutschen Nationalmannschaft gleich zwei Aufreger parat - obwohl sie noch gar nicht auf dem Rasen standen. Erst sorgte am Samstag der Zusammenbruch von Dänemark-Star Christian Eriksen für einen kollektiven Schock, dann gab es auch noch Alarm im Team-Quartier. 

Wie SPORT1 bestätigen kann, drang gegen rund 20 Uhr ein Jugendlicher im Alter von etwa 14 Jahren auf das Gelände in Herzogenaurach ein, wo die Stars derzeit wohnhaft sind. Die Bild hatte zuerst von dem Zwischenfall berichtet. Der Teenager war über den Zaun geklettert, wohl um einen Blick auf deutschen Kicker zu erhaschen. 

Weit kam er nicht, die Security des DFB-Teams sammelte den Jungen schnell ein. Das Gelände wird selbstverständlich mithilfe von Videokameras überwacht. Gegen 20.30 Uhr wurde der Eindringling der angerückten Polizei übergeben, die Beamten nahmen ihn mit. 

Gefahr für die Spieler bestand wohl keine. 

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Sonntag, 13. Juni:

+++ 13.00 Uhr: Schmeichel nennt UEFA-Alternativen "lächerlich" +++

Auch wenn sich die Mannschaft Dänemarks laut Aussage von Trainer Kasper Hjulmand nach dem Drama um Christian Eriksen zum Weiterspielen entschieden hat, wurde das Vorgehen nicht von allen Spielkern gut geheißen.

Torhüter Kasper Schmeichel, der beim 0:1 durch Finnlands Angreifer Joel Pohjanpalo nicht glücklich aussah, nannte die Alternativen der UEFA, die Partie am Abend oder am Sonntag um 12 Uhr fortzuführen, in der BBC "lächerlich. Ich habe das nicht verstehen können."

+++ 20.34 Uhr: Entwarnung bei Polens Abwehrchef +++

Robert Lewandowski und Co. können aufatmen: Abwehrchef Jan Bednarek steht Polens Nationalmannschaft im Auftaktspiel am Montag (18 Uhr) in St. Petersburg gegen die Slowakei zur Verfügung. "Alle sind fit. Ich kann aus allen auswählen", sagte Nationaltrainer Paulo Sousa auf der Pressekonferenz am Sonntagabend nach der Ankunft der Mannschaft in Russland.

Bednarek hatte in den vergangenen Tagen in Polens EM-Camp in Danzig wegen einer Beinverletzung vorsorglich nur individuell trainiert. Erst am vergangenen Samstag war der Innenverteidiger des englischen Premier-League-Klubs FC Southampton wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

Den EM-Ausfall von Lewandowskis verletzten Sturmpartnern Arkadiusz Milik (Olympique Marseille) und Krzysztof Piatek (Hertha BSC) hält Sousa für keine entscheidende Schwächung. Der 50-Jährige erwartet vielmehr auch von Dawid Kownacki vom Zweitligisten Fortuna Düsseldorf, für Durchschlagskraft im Angriff des früheren WM-Dritten sorgen zu können.

"Natürlich sind Spieler wie Arkadiusz und Krzystof wichtig, aber unsere Philosophie hängt nicht von einzelnen Spielern ab. Dawid und auch Karol Swiderski haben zuletzt auch schon gezeigt, dass ich mich auf sie verlassen kann", meinte Sousa in Anspielung auf die letzten Tests vor dem EM-Turnier.

+++ 15 Uhr: Englands Spieler gehen auf die Knie +++

Erst laute Buh-Rufe, dann donnernder Applaus: Die englischen Fußball-Fans haben den neuerlichen "Kniefall" ihrer Nationalmannschaft unmittelbar vor dem Anpfiff des ersten EM-Spiels am Sonntag im Wembley-Stadion gegen Kroatien mit gemischten Emotionen aufgefasst. Anfängliche Proteste wurden schnell von Klatschen und Anfeuerungsrufen übertönt.

Englands Spieler wollen mit ihrer Aktion ein Zeichen gegen Rassismus und für mehr Toleranz setzen. Dies stößt nicht bei allen Fans auf Gegenliebe - zuletzt hatte es laute Pfiffe gegeben. Teammanager Gareth Southgate hatte aber bereits angekündigt, dass sein Team weitermachen und sich nicht davon abbringen lassen werde.

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+++ 10.50 Uhr: Inter-Boss Marotta: Eriksen bald zurück +++

Inter Mailands Geschäftsführer Giuseppe Marotta hat sich hoffnungsfroh geäußert, dass Christian Eriksen nach seinem Kollaps schon bald wiederhergestellt sein und Inter zur Verfügung stehen wird.

"Es geht ihm sehr viel besser. Das Schöne ist, dass er eine Nachricht in unseren internen Inter-Chat geschickt hat. Er hat die Mannschaft beruhigt und gesagt, dass er bald zurück sein wird", sagte Marotta im italienischen TV-Sender Sky Sport.

+++ 9.46 Uhr: Dänen-Idol Laudrup wütet gegen UEFA +++

Michael Laudrup, dänisches Idol der 1980er und 1990er Jahr, hat die Fortführung des EM-Spiels zwischen Dänemark und Finnland nach dem Drama um Christian Eriksen scharf kritisiert:  

"Wenn so etwas passiert, ist man als Spieler im Griff seiner Emotionen. Man hat nicht den Überblick, um wichtige Entscheidungen zu treffen", sagte der ehemalige Angreifer, der unter anderem für Juventus und sowohl Real Madrid als auch den FC Barcelona spielte, in seiner Rolle als Analyst des dänischen Senders TV3+. "Es muss jemanden geben, der in diesem Moment sagt: Genug ist genug, wir hören auf."

Laudrup geht davon aus, dass die UEFA den Dänen nicht viel Spielraum gegeben hat. "Sie hatten eine Wahl, die keine Wahl ist. Spielen Sie heute Abend durch oder spielen Sie morgen Nachmittag durch. Das ist keine Wahl, oder?"

Die Dänen hätten sich "sofort entscheiden müssen, so kurz nach einem so großen emotionalen Ereignis. Das ist wirklich falsch", urteilt der 56-Jährige. "Die UEFA hätte da einfach sagen sollen: Natürlich spielen wir heute Abend nicht weiter, wir schauen uns am Sonntag die Möglichkeiten an, das Spiel zu Ende zu bringen."

+++ 9.43 Uhr: Dänen streichen Training und Medientermine +++

Die dänische Fußball-Nationalmannschaft hat nach dem Kollaps von Mittelfeldspieler Christian Eriksen für Sonntag sämtliche Medienaktivitäten gestrichen. Auch das Training wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, wie der nationale Verband (DBU) am Morgen mitteilte. 

Samstag, 12. Juni:

+++ 18.01 Uhr: Pavard - "Sie können mich beschimpfen" +++

Für Benjamin Pavard ist das erste Gruppenspiel der Franzosen gegen Deutschland am Dienstag (EM 2021: Frankreich - Deutschland, Dienstag ab 21 Uhr im LIVETICKER) ein ganz besonderes. Zwar kennt der Abwehrspieler des FC Bayern die Münchner Arena bestens, doch der 25-Jährige stellt sich vor 14.000 Fans auf eine Atmosphäre wie bei einem Auswärtsspiel ein.

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"Wir freuen uns darauf, Fans dabei zu haben", sagte Pavard auf einer Pressekonferenz der französischen Nationalmannschaft. "Sie können mich ausbuhen oder beschimpfen, aber das macht mir nichts, ich werde das blaue Trikot verteidigen. Ich werde alles geben, um mit der französischen Mannschaft in München zu gewinnen."

Beim Aufeinandertreffen mit einigen Bayern-Stars ruhen für 90 Minuten alle Freundschaften, betonte Pavard: "Auf Klubebene sind sie meine Freunde, aber für ein Spiel werden sie meine Gegner sein. Wenn ich mal ein Zeichen setzen muss, dann werde ich das tun."

Der Wechsel vor zwei Jahren vom VfB Stuttgart zum FC Bayern hat sich für Pavard laut eigener Aussage ausgezahlt. "Bayern ist ein großartiger Verein, einer der besten der Welt. Wenn man mit großartigen Spielern spielt, wächst man", erklärte Pavard. "Ich habe Erfahrung auf der rechten Seite gesammelt, nachdem ich vorher als Innenverteidiger gespielt habe. Ich habe Selbstvertrauen gewonnen."

+++ 8.04 Uhr: Sneijder gegen Weghorst in der Startelf +++

Der frühere niederländische Star Wesley Sneijder will Wout Weghorst vom Bundesligisten VfL Wolfsburg nicht in der EM-Startelf sehen. In einem Livestream der Zeitschrift Voetbal International sprach sich Sneijder ganz klar für das Supertalent Donyell Malen (22/PSV Eindhoven) im Sturm aus.

"Ich halte ihn für eine geniale Spitze", sagte der Rekordspieler der niederländischen Nationalmannschaft (134 Länderspiele) und Vize-Weltmeister von 2010. "Wenn er die Chance bekommt zu spielen, kann er eine Sensation dieser Europameisterschaft werden. Ich bin verzückt von dem Jungen." Memphis Depay (Olympique Lyon) ist bei Bondscoach Frank de Boer im Sturm der Elftal gesetzt.

"Jeder sieht, dass sie zusammenspielen, dass sie einander suchen und finden", sagte Sneijder (37). "Zwei Spieler, die auch in die Tiefe gehen können - das ist besser als eine statische Spitze." Bei der EM-Generalprobe gegen Georgien (3:0) hatte Weghorst nach 20 Bundesliga-Saisontoren im Sturm neben Depay begonnen und einen Treffer erzielt.

Das EM-Turnier beginnt für die Niederlande am Sonntag (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) mit dem Spiel gegen die Ukraine.

+++ 07.41 Uhr: Koch verteidigt EM-Modus +++

DFB-Interims-Präsident Rainer Koch hat den von vielen Fans kritisierten Fußball-EM-Modus mit insgesamt 24 Teilnehmern verteidigt. "Wenn ein deutscher Fußballfan an einem Spiel von Nordmazedonien kein Interesse hat und sagt, dass sind mir jetzt eigentlich viel zu viele Spiele, dann möge er doch bitte die Fernbedienung nutzen und sich ein anderes Programm anschauen oder gar kein Fernsehen schauen", sagte der Jurist aus Poing im Interview mit RTL/ntv.

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Koch, Mitglied im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA), betonte, dass auch kleinere Fußball-Nationen die Möglichkeit erhalten sollten, an einer EM-Endrunde teilzunehmen: "Ich finde, Fußball ist mehr als nur dieser sportliche Spitzenwettkampf, deswegen bin ich auch sehr dafür, dass wir unsere Sportart nutzen, um Menschen zusammenzubringen."