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Speerwurf: Johannes Vetter kontert Aussagen von Thomas Röhler

Streit der deutschen Speerwurf-Asse

Ganz so harmonisch scheint es zwischen Thomas Röhler (l.) und Johannes Vetter nicht mehr

Ganz so harmonisch scheint es zwischen Thomas Röhler (l.) und Johannes Vetter nicht mehr © Imago

Zwischen den deutschen Speerwerfern knirscht es. Nachdem Thomas Röhler seinen DLV-Kollegen Johannes Vetter kritisierte, kontert der Überflieger der Saison bei SPORT1.

Harmonie unter den deutschen Speerwurfhelden? Das war einmal!

Nachdem Olympiasieger Thomas Röhler am Samstag bei den "Finals" in Braunschweig Unverständnis über seinen Kollegen Johannes Vetter geäußert hatte, kontert der Jahresweltbeste einen Tag später.

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Röhler war nach längerer Verletzungspause in Braunschweig in die Saison eingestiegen, musste den Wettkampf aber nach einem schwachen ersten Wurf wegen einer Verhärtung im Brustmuskelbereich abbrechen.

Nachdem er erklärte, es handele sich lediglich um eine Vorsichtsmaßnahme ("Wir haben entschieden, wir gehen kein Risiko ein"), äußerte sich Röhler auch über seinen DLV-Kollegen Vetter. 

Vetter kontert Röhlers Aussagen

"Aus meiner persönlichen Sicht geht er gerade ein sehr, sehr hohes Risiko. 90 Meter zu werfen, das hinterlässt Spuren im Körper", sagte der 28-Jährige über Vetter, der zuletzt reihenweise 90-Meter-Würfe abgeliefert hatte. "Aber er ist ein anderer Wettkampftyp. Ich drücke ihm die Daumen, dass es nichts Ernstes ist."

Vetter hatte auf die "Finals" verzichtet, weil er sich bei der Team-EM in Chorzow, bei der er sich mit 96,29 Meter dem Weltrekord bis auf 2,19 Meter näherte, einen kleinen Muskelfaserriss zugezogen hatte.

Harting in Sorge: "Wird Opfer geben"

Vetter ist von der Aussage seines deutschen Konkurrenten erstaunt. "Aus seiner persönlichen Sicht sollte er sich lieber auf sich und seinen Gesundheitszustand konzentrieren", sagte der deutsche Rekordhalter bei SPORT1. "Der ungültige 68-Meter-Wurf von ihm bei den Deutschen Meisterschaften sah weitaus ungesünder aus als jeder 90-Meter-Wurf von mir in diesem Jahr."

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Röhler muss noch liefern

Zwar habe Röhler "nicht unrecht, dass hohe Kräfte bei großen Weiten im Speerwerfen wirken. Aber bei technisch unsauberen Würfen ist das weit gefährlicher."

Während Vetter längst das Ticket für die Olympischen Spiele gebucht hat, benötigt Röhler in den kommenden Wochen noch einen Leistungsnachweis für Tokio. Der nächste Versuch soll am 19. Juni in Madrid erfolgen - wenn er bis dahin wieder verletzungsfrei ist.

Vetter plant, am 26. Juni beim Meeting im finnischen Kuortane zu starten.