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3. Liga: DFB-Kontrollausschuss ermittelt gegen Sascha Mölders von 1860

"Spacko"-Eklat: Mölders äußert sich

Nach "Spacko"-Eklat: Mölders mit emotionalem Appell

Im Derby gegen den FC Bayern II gerät Sascha Mölders von 1860 München in Wut und könnte nun vom DFB-Kontrollausschuss bestraft werden. Der 60-Kapitän rechtfertigt sich.

Es war ein ziemlicher Aufreger nach dem 2:2 im Drittliga-Punktspiel gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München:

Sascha Mölders von 1860 München hatte nach Abpfiff mächtig Dampf abgelassen und dabei in seiner Emotion auch beleidigende Worte von sich gegeben. (der Spielverlauf zum Nachlesen im LIVERTICKER)

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Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ermittelt nun gegen den 60-Kapitän wegen des Verdachts auf unsportliches Verhalten. Das teilte der DFB am Dienstag mit.

Die Highlights der 3. Liga am Montag ab 23.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Was war passiert? Mölders hatte nach am Sonntag in einem TV-Interview seinen Gegenspieler Maximilian Welzmüller attackiert. (Service: Tabelle der 3. Liga)

"Habt ihr ja gesehen: Im Spiel ist er einfach gegen eine Wand gelaufen, schmeißt sich auf den Boden und fängt an zu heulen", wütete der Stürmer bei Magenta Sport über den Bayern-Akteur, mit dem er sich während der Partie immer wieder beharkt hatte.

Sperre nach "Spacko"-Beleidigung? DFB ermittelt gegen Mölders

Mölders in Rage: Beleidigung für Bayern II und Welzmüller 

Erst mal in Rage, lederte Mölders weiter: "Das habe ich mein Leben lang noch nicht gesehen. Mein Sohn ist elf Jahre alt: Wenn ich den schubse, bleibt er stehen. Und der läuft gegen mich und fängt an zu heulen wie ein kleiner Schulbub. Und jetzt große Fresse, wie der Pressesprecher.  Sowas hab’ ich ja gerne. Aber die Quittung kriegen sie am letzten Spieltag."

Eine Anspielung auf den sich für Bayern II abzeichnenden Abstieg. Welzmüller bekam von dem 36-Jährigen am Ende gar noch eine Beleidigung zu hören: "Nächstes Jahr spielt ihr Regionalliga, du Spacko!"#

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Der Kontrollausschuss forderte Mölders deshalb am Dienstag zu einer Stellungnahme auf. Sobald diese vorliegt und ausgewertet ist, wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden.

Am Dienstagabend nahm Mölders via Facebook und Instagram nun selbst Stellung zur Situation - und rechtfertigte sich: "Leute es ist nur Sport! Der Maxi und ich verstehen uns seit Jahren gut, wir haben eine gemeinsame FSV-Frankfurt-Zeit. Fußball sind eben Emotionen, da gehört alles dazu." Wir haben uns auf dem Platz ein bisschen behakelt, aber wir sind Freunde."

Mölders: Aussprache mit Welzmüller 

Mölders fügte an, auch Welzmüllers Brüder seit Jahren zu kennen und zu schätzen. "Wir haben miteinander telefoniert und uns ausgesprochen. Es ist wirklich alles in Ordnung, wir verstehen uns super - bitte akzeptiert es auch so."

Die Sechziger kämpfen am kommenden Samstag (13.30 Uhr) im direkten Duell beim FC Ingolstadt um einen Platz in der Aufstiegs-Relegation. Eine mögliche Sperre würde auch in der Relegation gelten.

Die ist nach Informationen der Bild aber wohl nicht zu erwarten. Die Rede ist vielmehr von einer Geldstrafe im niedrigen vierstelligen Bereich, hieß es.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)