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Eintracht Frankfurt: Folgt Edin Terzic auf Trainer Adi Hütter?

Wird Terzic der Hütter-Nachfolger?

Terzic als Hütter-Nachfolger? "Passt zu 100 Prozent!"

Wer folgt bei Eintracht Frankfurt auf den scheidenden Trainer Adi Hütter? Eine heiße Spur führt zu Borussia Dortmund. SPORT1 nennt sechs Kandidaten.

Mitte April wurde fixiert, was sich in den Wochen zuvor mehr und mehr angedeutet hatte. Adi Hütter wird Eintracht Frankfurt nach drei Jahren in Richtung Borussia Mönchengladbach verlassen und dort die Nachfolge von Marco Rose antreten, der wiederum zu Borussia Dortmund geht. Markus Krösche, der ab 1. Juni das Amt als Sportvorstand von Fredi Bobic übernimmt, ist in die Suche involviert.

Finden Eintracht und Terzic zusammen?

Kommt der neue Trainer der Hessen dann ausgerechnet vom BVB an den Main? Edin Terzic, der die Borussia zum DFB-Pokal-Sieg und im Endspurt überzeugend in die Champions League führte (und die Eintracht von Platz vier verdrängte), gilt inzwischen als heißester Kandidat auf den Posten in Frankfurt. Sky berichtet von "finalen Gesprächen", BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sagte der WAZ: "Falls Edin sagt, ich habe ein Topangebot, dann sprechen wir. Das ist allerdings nicht unser Wunschszenario." 

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Terzic selbst erklärte am Sonntag nach dem 3:1-Sieg in Mainz: "Wir haben immer wieder betont, dass wir uns nach der Saison zusammensetzen wollen. So haben wir das vereinbart und so werden wir es auch angehen."

Ob sich der 38-Jährige, der Dortmunder durch und durch ist, emotional auf einen anderen Verein einlassen und dort seine nächsten Schritte gehen kann? Diese Frage gilt es zu beantworten. 

Terzic-Wechsel nach Leverkusen eher unwahrscheinlich

Terzic hat an Profil gewonnen und durfte auch in der Champions League Erfahrung sammeln. Und: Ein Wechsel zu Bayer Leverkusen ist nach SPORT1-Informationen eher unwahrscheinlich. Terzic ist sehr gut mit Hannes Wolf befreundet, der gerade um eine Weiterbeschäftigung kämpft. Er wird sich daher in dieser Phase, in der die Zukunft des Kumpels offen ist, mit großer Sicherheit nicht zu Verhandlungen mit Bayer-Bossen treffen.

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Inzwischen spricht einiges für den Schritt von Terzic nach Frankfurt, doch die Hessen haben ihre Fühler weiterhin in alle Richtungen ausgestreckt. Ein Blick geht ins Nachbarland.

Seoane überzeugt in der Schweiz

Gerardo Seoane hat 2018 das Amt von Hütter bei Young Boys Bern übernommen. Der Draht zum dortigen Manager Christoph Spycher ist kurz, schließlich war der ehemalige Profi unter anderem Eintracht-Kapitän. Seoane hat den Fußball von YB noch einmal auf eine neue Stufe gehoben und zum dritten Mal den Titel mit dem Klub gewonnen. In Erinnerung blieb auch der starke Auftritt im Europa-League-Sechzehntelfinale gegen Bayer Leverkusen (4:3/2:0). 

Spycher sagte über den Trainer schon bei dessen Vorstellung: "Seine Persönlichkeit - er strahlt eine natürliche Autorität aus, hat einen starken Charakter, ist ehrgeizig, ambitioniert sowie teamorientiert." Der nächste Schritt für Seoane heißt nun wohl Bundesliga. Neben Eintracht Frankfurt, das sich SPORT1-Informationen zufolge auch weiterhin intensiv mit ihm beschäftigt, gilt auch Bayer Leverkusen als heißer Kandidat. Hertha BSC hatte ihn in der Vergangenheit schon auf der Liste.

Glasner und Frankfurt? Es passt wohl nicht

Die Spur zu Oliver Glasner hingegen ist erkaltet. Wie SPORT1 bereits berichtet hat, verliefen die Gespräche nicht vollumfänglich überzeugend. Passen der Österreicher und die Hessen emotional und inhaltlich nicht zusammen? Oder gibt es in der Ausrichtung Differenzen? Glasner führte den VfL Wolfsburg zurück in die Champions League, doch das Verhältnis zu Manager Jörg Schmadtke ist angespannt.

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"Enorm!" Ist Terzic gerade besser als Flick und Nagelsmann?

Ein Verbleib ist wohl auszuschließen. Glasner ließ die Ausstiegsklausel am 15. Mai zwar verstreichen, doch jetzt kann die Ablöse frei verhandelt werden. Ein Wechsel nach Frankfurt ist weiterhin nicht auszuschließen, doch ganz oben auf der Liste ist Glasner nicht anzusiedeln. 

Raúl und die Eintracht? Charmant ja, aber...

Eine Idee mit Charme wäre die Verpflichtung von Raúl Gónzalez Blanco. Der Spanier, der die Bundesliga in seiner Zeit bei Schalke 04 lieben gelernt hat, hat sich mit Verantwortlichen der Eintracht getroffen. Raúl trainiert aktuell Real Madrid Castilla, die zweite Mannschaft der Königlichen, und wird auch als Nachfolger von Zinedine Zidane gehandelt. 

Die Real-Legende in Frankfurt? Spannend ja, aber eher unwahrscheinlich. Raúls Worte zuletzt ließen zudem tief blicken: "Das ist mein Zuhause und hier möchte ich sein. Ich bin ein Mann des Vereins. Ich bin Trainer geworden, um hier zu sein, zu Hause." Neben der Emotion sind auch die fehlenden Deutsch-Kenntnisse eine Hürde.

Kommt ein "Mister X" wie Klose oder Tedesco?

Aber haben die Frankfurter noch einen Plan in der Hand für einen "Mister X"? Miroslav Klose etwa wird beim FC Bayern München als Co-Trainer aufhören. Der Weltmeister von 2014 sagte im kicker: “Es gibt mehrere spannende Optionen, und ich bin mir sicher, dass zeitnah eine Entscheidung darüber fallen wird, was ich in der kommenden Saison machen werde.” Die Eintracht hat in der Vergangenheit mutige Entscheidungen getroffen, wie sie bei Niko Kovac oder Adi Hütter zeigte. Jüngste Gerüchte bringen Klose aber eher mit Fortuna Düsseldorf in Zusammenhang.

Und dann ist da noch ein Coach, der in Deutschland etwas aus dem Fokus geraten ist. Domenico Tedesco hat in Russland überzeugt und Spartak Moskau mit attraktivem Fußball zur Vize-Meisterschaft geführt. Der 35-Jährige sagte in einem Gespräch mit Sport Bild: "Im Mai bin ich hier fertig, und dann werden wir sehen, was passiert. Ich habe überhaupt keine Eile." Die Frankfurter suchen nach ihrer Top-Lösung, die spätestens nach der offiziellen Inthronisierung von Krösche am 1. Juni bekanntgegeben werden soll.