Anzeige

Formel 1: Mick Schumacher glänzt im Haas in Barcelona - Mazepin schwach

Schumacher führt Mazepin vor

Haas-Pilot Mick Schumacher überzeugte beim Qualifying in Barcelona

Haas-Pilot Mick Schumacher überzeugte beim Qualifying in Barcelona © Imago

Mick Schumacher glänzt im Qualifying von Barcelona. Haas-Teamkollege Nikita Mazepin ist im Vergleich chancenlos. Der Deutsche findet dennoch etwas zum Aussetzen.

Starker Auftritt von Mick Schumacher in Barcelona!

Der Formel-1-Rookie überzeugte im Qualifying zum Großen Preis von Spanien mit Rang 18, obwohl nach den Trainingseindrücken klar war, dass sein Haas in Barcelona der Konkurrenz haushoch unterlegen ist. (Formel 1: Der Große Preis von Barcelona am Sonntag ab 15 Uhr im LIVETICKER)

Anzeige

"Wir haben versucht, mehr Grip auf die Vorderachse zu bekommen, das ist uns gelungen. Das Team hat einen Mega-Job gemacht mit dem Auto", sagte Schumacher bei Sky zu den Verbesserungen gegenüber der Trainingseinheiten.

Alles zur Formel 1 und zum Motorsport-Wochenende im AvD Motor & Sport Magazin – Sonntag ab 21.45 Uhr LIVE im TV und STREAM auf SPORT1

Schumacher lässt Mazepin keine Chance

Wie hoch die Leistung des Sohns von Rekordweltmeister Michael Schumacher einzuschätzen ist, zeigt sich im Vergleich zu Teamkollege Nikita Mazepin. Knapp sieben Zehntel fehlten dem Russen auf Schumacher - eine Welt in der Formel 1. 

Nach dem Qualifying folgte die nächste schlechte Nachricht für ihn. Für das Blockieren von McLaren-Pilot Lando Norris erhielt Mazepin nicht nur einen Strafpunkt, sondern muss auch drei Plätze in der Startaufstellung nach hinten - als ohnehin Letzter verkraftbar.

Was hingegen Schumachers Auftritt noch spezieller macht: Der 22-Jährige konnte sogar den Kanadier Nicholas Latifi im klar stärker eingeschätzten Williams hinter sich lassen. Dessen Teamkollege George Russell schaffte mit dem Williams den Sprung ins Q2.

"Wir haben uns eigentlich fünf Zehntel hinter dem Williams gesehen - von daher haben wir eine recht gute Runde hinbekommen, denke ich", sagte Schumacher. (Service: Fahrerwertung der Formel 1)

Es ist vollbracht! Mick Schumacher hat seinen ersten Sieg in der Formel 2 gefeiert. Der 20-Jährige gewann am 4. August 2020 den 16. Saisonlauf im Unterbau der Königsklasse nach einer souveränen Vorstellung von der Pole Position © Getty Images
Schumacher blieb fehlerlos und sicherte den Sieg letztlich mit 1,4 Sekunden Vorsprung auf den Japaner Nobuharu Matsushita. Das zuvor beste Ergebnis war dem Sohn von Michael Schumacher Ende Juni in Österreich mit Platz vier nach einer Aufholjagd gelungen © Imago
Zuletzt hatte Schumacher für ein weiteres Highlight gesorgt. Im Weltmeister-Ferrari F2004 seines Vaters drehte Deutschlands Rennsport-Nachwuchshoffnung drei Runden am Hockenheimring. Dabei sorgte er für große Emotionen © Getty Images
"Es war unglaublich, cool. Ich war richtig nostalgisch, in diesem Auto zu sitzen", sagte der 20-Jährige nach der Showeinlage. "Ich hoffe, dass ich in der Formel 1 hier oder irgendwo anders in Deutschland noch fahren kann" © Getty Images
Anzeige
In der vorangegangenen Saison fuhr der 20-Jährige in der Formel 3 diverse Siege ein und schnappte sich am Ende die Meisterschaft. Im Anschluss verkündete sein Prema-Racing-Team, dass Schumacher 2019/20 in der Formel 2 startet © SPORT1-Grafik: Heinemann/ Knigge/ Getty Images/ Picture Alliance
Nach dem Triumph in der Formel 2 in der Saison 2020 lautet der nächste logische Schritt: Königsklasse. Ab 2021 ist es so weit. Die Formel 1 hat wieder einen Schumacher. SPORT1 zeigt die Karriere des Senkrechtstarters in Bildern © SPORT1-Montage: Veith Nurtsch/Getty Images/iStock
Bevor der Schumi-Spross im professionellen Motorsport seinen Platz findet, sorgt er auf der Kartbahn für Furore. Um Medien-Trubel zu vermeiden, tritt er aber nicht unter seinem echten Namen an, sondern fährt unter dem Pseudonym "Mick Betsch" - dem Mädchennamen seiner Mutter Corinna © imago
2013 belegt er bei der deutschen Junioren-Kartmeisterschaft den dritten Platz. Im Jahr darauf fährt er unter dem Namen "Mick Junior" bei internationalen Meisterschaften. Bei EM und WM wird er jeweils Zweiter © imago
Anzeige
2015 erscheint der damals 16-Jährige erstmals auf der ganz großen Bildfläche. Mit dem Namenszug "M. Schumacher" auf dem Overall startet er für Van Amersfoort Racing in der ADAC Formel 4 © Getty Images
Bei seinem ersten Rennen in Oschersleben kommt er als Neunter ins Ziel und sammelt direkt die ersten Punkte. Nach dem Rennen wird er als Bester Rookie ausgezeichnet. Im dritten Rennen des Wochenendes gelingt Schumacher vom zweiten Platz startend direkt der erste Sieg © Getty Images
Anfang 2016 wechselt Mick Schumacher zum Prema Powerteam. In Misano gewinnt er die ersten beiden Saisonrennen in der italienischen Formel 4. Es folgen weitere Siege. Mit 16 Punkten Rückstand wird er in der Meisterschaft Zweiter hinter Marcos Siebert © Getty Images
In der deutschen Formel-4-Serie darf sich Schumacher über Siege freuen. Ganze fünf Mal steht er am Ende ganz oben. Auch in dieser Meisterschaft steht Rang zwei in der Gesamtwertung © Getty Images
Anzeige
2016/17 sieht man Schumacher in einer weiteren Serie siegen. In der MRF Challenge Formel 2000 bestreitet er erstmalig die gesamte Saison. In Bahrain gewinnt er zwei von vier Rennen. Nach Rang drei in der Endabrechnung wechselt er innerhalb des Teams in die Formel 3 - im legendären Benetton seines Vaters macht er auch eine gute Figur © Getty Images
In seiner ersten Saison läuft es jedoch noch nicht wie gewünscht. Ein dritter Platz in Monza ist sein einziger Podestplatz der Saison. Anders als seine Teamkollegen, die dank Siegen am Ende auf den Plätzen drei und vier landen, muss sich Schumacher mit Platz zwölf begnügen. Helfen die Tipps von Kimi Räikkönen? © Getty Images
2018 läutet Schumacher seine zweite Saison in der Formel 3 ein. Mit Prema Theodore Racing gewinnt er in Spa sein erstes Rennen in dieser Serie. Nach weiteren Erfolgen gelingt es ihm, auf dem Nürburgring alle drei Umläufe für sich zu entscheiden. Sein Bekanntheitsgrad steigt - Dirk Nowitzki lädt ihn zu seinem Charity-Fußballspiel ein © Getty Images
Während er zwei Rennwochenenden vor Saisonende noch auf Rang zwei liegt, dreht er in Spielberg auf und übernimmt die Führung von Daniel Ticktum. Weil er diese bis zum Schluss nicht mehr hergibt, gewinnt er den ersten Meistertitel im professionellen Rennsport. Mama Corinna ist mächtig stolz © imago
Anzeige
Nach dem letzten Rennen verkündet das Prema Powerteam, dass Schumacher in der kommenden Saison in der nächsthöheren Formel 2 an den Start gehen wird. Damit bleibt er seinem Team auch weiterhin erhalten © Getty Images
Neben seinem Engagement in der Formel 2 wird Schumacher in der "Ferrari Academy" als Simulatorpilot anheuern und zudem ausgewählte Testfahrten absolvieren. Der erste Schritt in die Königsklasse © Getty Images
Bei seinem Debüt in der Formel 2 sammelte er erste gute Erfahrungen. Schumacher fährt auf die Plätze acht und sechs, am Sonntag steht er in seinem zweiten Rennen sogar auf der Pole Position. Große Fehler leistet er sich nicht, die fehlende Erfahrung im 620-PS-starken Boliden macht sich aber bemerkbar © Getty Images
Am 02. April 2019 steigt Mick Schumacher erstmals in einen Ferrari. Um 9.10 Uhr Ortszeit dreht Schumacher in Bahrain seine erste offizielle Runde in einem Formel-1-Boliden © Getty Images
Anzeige
Fokussierter Blick: Schumacher legt los - zwölf Jahre und vier Monate nach dem letzten Rennen seines Vaters Michael. Das Medieninteresse ist sehr groß. Schumacher gehört seit Mitte Januar zur Ferrari Driver Academy © Getty Images
Schumacher fährt im Cockpit des Ferrari SF90, dem Dienstwagen von Sebastian Vettel und Charles Leclerc. Eine Gratulation zum Debüt in der Königsklasse schickt Ferraris Rivale Mercedes. "Das ist ziemlich cool", schreibt das Weltmeisterteam bei Twitter: "Es ist etwas Besonderes, den Namen Schumacher wieder auf einem Formel-1-Auto zu sehen" © Getty Images
Schumacher absolviert bei seiner Premiere 56 Runden. In der Tageswertung landet er sogar auf den zweiten Platz. Der Auftritt bei den Testfahrten in Bahrain sei "ein Werbespot für die Zukunft" gewesen, schreibt die "Gazzetta dello Sport", der Deutsche sei als "Symbol und Hoffnungsträger" auf die Strecke gegangen © Getty Images
Einen Tag später sitzt er für Alfa Romeo am Steuer. Alfa Romeo, das frühere Sauber-Team, arbeitet eng mit Motorenlieferant Ferrari zusammen. Schumacher verkauft sich erneut teuer und fährt die sechstschnellste Zeit © Getty Images
Anzeige
Gemeinsam mit Dirk Nowitzki organisiert er erneut das Benefizspiel "Champions for Charity". Die Nowitzki All Stars unterliegen Schumacher & Friends in Leverkusen mit 5:7 (3:4), Schumacher trifft einmal © Getty Images
Am 27. Juli darf Schumacher dann erneut im Formel-1-Boliden sitzen. In Hockenheim fährt er im Ferrari seines Vaters Michael. Er genießt das kurze Erlebnis in vollen Zügen: "Den Motor zu spüren, die Vibration – da war so viel Energie" © Getty Images
Am 4. August folgt der Premierensieg in der Formel 2 am Hungaroring. In der Gesamtwertung klettert Schumacher mit nun 45 Zählern auf den elften Platz und bestätigt seine derzeit gute Form © Imago
Nach einer zuvor sieben Rennen währenden Durststrecke fährt der Prema-Rookie in vier der vergangenen fünf Rennen Punkte ein. Das Ziel ist klar: Die Formel 1. "Ob es schon nächstes Jahr klappt oder in zwei oder drei Jahren - wenn es soweit ist, will ich auf jeden Fall bereit sein" © Getty Images
Anzeige
Im Dezember 2020 wird Schumacher Formel-2-Champion. Der zweimalige Saisonsieger war mit 14 Punkten Vorsprung auf den Briten Callum Ilott in das letzte Rennen in Bahrain gegangen. Dort reichte ihm Rang 18, weil Ilott nicht über Rang elf hinauskam © Imago
Nach dem Gewinn der Formel-3-Europameisterschaft 2018 ist es der nächste Titel auf seinem Weg nach oben. "Es war kein ideales Rennen, aber wir haben genug geleistet in diesem Jahr, um Meister zu werden", sagt Schumacher anschließend © Imago
Schumacher ist der vierte deutsche Champion in der Formel 2 nach Nico Rosberg (2005), Timo Glock (2007) und Nico Hülkenberg (2009). Vier Tage vor seinem letzten Rennen wird bekannt, dass er im darauf folgenden Jahr in der Formel 1 für das Haas-Team fahren wird © Imago
Dort muss und kann er vorerst keine Rennen gewinnen, die Ziele sind andere. "Ich will mich als Fahrer weiter verbessern und mich so gut wie möglich integrieren", sagt der 21-Jährige © Imago
Anzeige
Nach den Testfahrten in Bahrain sieht sich Schumacher zwei Wochen vor dem Saisonauftakt gerüstet. "Es hat einfach Spaß gemacht. Ich fühle mich gut, ich fühle mich bereit", sagt er © Imago
Schumachers oberstes Ziel dürfte es in der Saison 2021 sein, seinen russischen Teamkollegen Nikita Mazepin in der Fahrerwertung hinter sich zu lassen © Imago

Schumacher: "Hätte Kimi schlagen können"

Dass Schumacher als Sohn von Michael Schumacher auch dessen Rennfahrerblut und Ehrgeiz in sich trägt, bewies er dann aber in einer weiteren Antwort nach dem Qualifying.

Anzeige

Denn trotz der überraschend guten Platzierung im Haas, ärgerte sich der Deutsche immer noch darüber, dass ihm keine komplett perfekte Runde gelungen war - ganz wie sein Vater früher.

"Leider habe ich ein bisschen was verloren in der ersten Kurve. Vielleicht hätte ich dann noch Kimi (Räikkönen, Anm. d. Red.) schlagen können", haderte Schumacher mit sich.