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Formel 1: Lewis Hamilton holt 100. Pole - Vettel enttäuscht, Schumacher glänzt

100. Pole für Hamilton! Vettel schwach

Teambesitzer macht Vettel ein Angebot

Lewis Hamilton schafft mit der Pole in Barcelona einen unfassbaren Meilenstein. Verstappen unterliegt knapp. Während Vettel enttäuscht, glänzt Mick Schumacher.

Nächster Meilenstein - und was für einer!

Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton hat sich die 100. Pole-Position seiner Karriere in Barcelona geholt. (Formel 1: Der Große Preis von Barcelona am Sonntag ab 15 Uhr im LIVETICKER)

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"Ich kann nicht glauben, dass es schon die Nummer 100 ist", sagte Hamilton, der seine erste Pole in seinem Debütjahr 2007 eingefahren hatte: "Aber ich schulde das den Leuten im Werk für ihre Unterstützung. Wo wir mittlerweile stehen, ist riesig. Als ich 2013 zu Mercedes kam, hätte ich das nicht für möglich gehalten. Ich bin einfach dankbar."

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Hamilton liegt in der Pole-Bestenliste deutlich vor den Formel-1-Legenden Michael Schumacher (68) und Ayrton Senna (65). Erstmals startete der 36-Jährige im Jahr 2007 in Kanada vom ersten Startplatz.

Hamilton besiegt Verstappen und Bottas

Der Mercedes-Pilot setzte sich im Qualifying zum Großen Preis von Spanien vor Max Verstappen im Red Bull und seinen Silberpfeil-Teamkollegen Valtteri Bottas durch. 0,036 Sekunden trennten den Briten vom niederländischen Herausforderer.

Als taktischer Vorteil für Mercedes dürfte sich im Rennen am Sonntag Valtteri Bottas erweisen. Der Finne startet als Dritter aus der zweiten Startreihe und kann früh Druck auf Verstappen ausüben. Dessen Teamkollege Sergio Pérez enttäuschte als Achter.

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Verstappen, der vor fünf Jahren seinen ersten von bislang elf Siegen in der Königsklasse feierte, gab sich dennoch zufrieden. "Der zweite Platz ist für uns sehr gut. Wir wissen, dass Mercedes hier schwer zu schlagen ist", sagte er.

Spitzenreiter Hamilton und Verstappen trennen in der WM-Wertung nur acht Punkte, der Engländer holte nun seine zweite Pole Position im vierten Saisonrennen. (Service: Fahrerwertung der Formel 1)

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Vettel und Aston Martin enttäuschen

Für Sebastian Vettel reichte es nur zu Platz 13 im Aston Martin, auch sein Teamkollege Lance Stroll war als Elfter nur unwesentlich schneller als der Heppenheimer und scheiterte ebenfalls im Q2. 

"Ich denke, wir waren sehr knapp am letzten Qualifikations-Abschnitt", sagte Vettel bei Sky und zeigte sich kämpferisch: "Morgen werden die Karten neu gemischt. Aber es wird schwer, die Position im Qualifying ist wichtig."

Die Hoffnungen des viermaligen Weltmeisters auf Besserung durch die Upgrades am Unterboden seines Aston Martin und guten Eindrücken am Freitag erfüllten sich nicht. (Der Rennkalender der Formel 1)

Neues Kapitel in der Karriere von Sebastian Vettel. Der deutsche Formel-1-Star schließt mit Ferrari ab und fährt ab der Saison 2021 für Aston Martin, das frühere Racing-Point-Team
Neues Kapitel in der Karriere von Sebastian Vettel. Der deutsche Formel-1-Star schließt mit Ferrari ab und fährt ab der Saison 2021 für Aston Martin, das frühere Racing-Point-Team © Imago
SPORT1 blickt zurück auf die Laufbahn Vettel - mit allen Höhen und Tiefen für den viermaligen Weltmeister © SPORT1-Montage: Marc Tirl/Getty Images/iStock
Als Vettel am 17. Juni 2007 sein erstes Formel-1-Rennen in Indianapolis bestreitet, hält er seine Eindrücke mit einem Foto-Apparat fest. Zu seinem ersten Auftritt als Formel-1-Pilot kommt es, weil sich BMW- Sauber-Stammfahrer Robert Kubica beim Rennen zuvor in Montreal bei einem Unfall schwer verletzt © Getty Images
Da sich Kubica schnell erholt und ins Cockpit zurückkehrt, ist der US-Grand-Prix Vettels erster und einziger Einsatz für BMW. Nach drei Rennen Pause wird er vor dem Ungarn-GP von Toro Rosso verpflichtet - dem kleinen Schwester-Team von Red Bull. Vom österreichischen Rennstall wird Vettel schon seit 2004 unterstützt © Getty Images
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In Monza 2008 erreicht er den ersten Meilenstein seiner Karriere. Nach der ersten Pole Position, die er mit Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz feiert,... © Getty Images
..folgt im italienischen Motorsport-Mekka gleich der erste Sieg. Er ist zum damaligen Zeitpunkt der jüngste Grand-Prix-Sieger aller Zeiten © Getty Images
2009 folgt der Schritt von Toro Rosso zu Red Bull - und in Schanghai der erste Triumph für die "Bullen" © Getty Images
Mit seinem Teamkollegen Mark Webber kommt es schon früh zum Zoff. Beim Türkei-Grand-Prix 2010 will Vettel den in Führung liegenden Australier überholen - und rauscht in dessen Auto hinein © Imago
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Nach einer unglaublichen Aufholjagd in der zweiten Saisonhälfte und dem Sieg im letzten Rennen in Abu Dhabi wird Vettel zum ersten Mal Weltmeister - mit 23 Jahren und 134 Tagen ist er der jüngste Champion der Geschichte © Getty Images
Auch sein großes Vorbild Michael Schumacher gratuliert zum Titel © Getty Images
Seine Heimatstadt Heppenheim bereitet dem neuen Weltmeister einen grandiosen Empfang. Knapp 100.000 Leute kommen, um ihn zu feiern © Getty Images
Auch im Jahr 2011 darf sich der Deutsche als Champions feiern lassen. Er steht 17 Mal auf dem Podium und gewinnt dabei elf Rennen. Der dominierende Pilot des Jahres kann sich am Ende vollkommen verdient Weltmeister nennen © Getty Images
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Auch 2012 krönt sich Vettel zum besten Fahrer der Formel 1. An Dramatik ist die Saison dabei kaum zu überbieten. Erst im letzten Rennen in Brasilien sichert sich der Red-Bull-Pilot nach einem Dreher zu Rennbeginn und einer Aufholjagd die nötigen sechs Punkte für seinen dritten Titel in Folge © Getty Images
2013 geht die Erfolgsserie weiter - und das mit Rekordzahlen. 13 Saisonsiege bedeuten die Einstellung eines Rekordes von Michael Schumacher. Zudem sind seine insgesamt 397 Zähler ein neuer Punkterekord – damit hätte Vettel auch die Konstrukteurs-WM allein gewonnen © Getty Images
Nach seinen zuvor vier WM-Titeln läuft es 2014 nicht mehr rund. Mit Daniel Ricciardo als neuem Teamkollegen und seinem lahmenden Boliden kommt Vettel nicht zurecht und wird nur Fünfter in der WM-Wertung. ©
Ricciardo stiehlt dem viermaligen Weltmeister komplett die Show, gewinnt drei Rennen (der Deutsche keines) und wird WM-Dritter. Vettels beste Platzierung bleibt ein 2. Rang in Singapur, nur eines von drei Malen, dass er vor seinem Teamkolegen liegt. Nach einem enttäuschenden letzten Jahr verlässt Vettel Red Bull © Getty Images
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Wenig später bestätigt Vettel, was schon länger die Runde macht: seinen Wechsel zu Ferrari. Mit seinem Kumpel Kimi Räikkönen (l.) bildet er das neue Gespann bei den Roten und soll sie zurück zu alten Erfolgen führen © Getty Images
Und der Beginn ist vielversprechend. Gleich beim ersten Rennen im Ferrari fährt Vettel 2015 in Melbourne auf das Podest. Und es geht gut weiter. Beim zweiten Grand Prix in Malaysia setzt der Deutsche auf eine andere Strategie als die Silberpfeile und rast als Erster über die Ziellinie © Getty Images
Doch den starken Beginn kann Vettel nicht fortsetzen. Er gewinnt zwar noch zwei weitere Rennen, an den Speed der Mercedes kommt der Ferrari-Bolide allerdings nicht heran. Am Ende landet Vettel auf Rang drei der Fahrerwertung, sendet aber eine Kampfansage für das nächste Jahr © Getty Images
Halten kann er diese jedoch nicht. Gleich in den ersten beiden Rennen spielt ihm die Technik seines Ferraris einen Streich, auch Strategiefehler seines Kommandostands machen dem Deutschen das Leben schwer © Getty Images
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In Malaysia schießt Vettel Mercedes-Pilot Nico Rosberg beim Überholversuch ab, für den Deutschen ist das Rennen wieder einmal nach nur wenigen Sekunden beendet. Die Entschuldigung folgt später per Telefon © Getty Images
Auf dem Hockenheimring wähnt Vettel das Rennen bereits eine Runde zu früh als beendet, geht vom Gas und lässt austrudeln. Als zwei überrundete Autos im Renntempo vorbeigehen, merkt Vettel, dass der Lauf noch nicht zu Ende ist und beschleunigt - ein Fehler ohne Folgen. Mehr als Rang vier springt in der WM-Wertung jedoch nicht heraus © Getty Images
2017 ist die Scuderia dann endlich konkurrenzfähig. In der ersten Saisonhälfte führt Vettel die WM-Wertung durchgängig an. Fünf Siege reichen am Ende jedoch nicht zum Titel, auch weil ihn die Technik mehrfach im Stich lässt. Erneut steht Mercedes ganz oben. Doch auch Vettel bleibt nicht fehlerfrei © Getty Images
Der absolute Tiefpunkt der Saison ereignet sich in Baku. Während einer Safety-Car-Phase fährt der in Führung liegende Hamilton aufreizend langsam. Damit rechnet Vettel nicht, beschleunigt und kracht dem Mercedes-Fahrer ins Heck © twitter.com/F1
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Danach setzt er sich an Hamiltons Seite und fährt ihm absichtlich in die linke Flanke. Hamiltons Auto nimmt Schaden, ein Boxenstopp für die Reparatur wirft ihn zurück. Vettel kassiert eine Zehn-Sekunden-Strafe. Am Ende wird es Rang vier knapp vor seinem Rivalen © Getty Images
2018 geht es für Vettel in sein viertes Ferrari-Jahr. Endlich soll der heiß ersehnte Titel nach Maranello geholt werden. Mit zwei Siegen beginnt die Saison dabei auch mehr als nur vielversprechend, doch ausgerechnet beim Heim-GP in Hockenheim patzt Vettel folgenschwer © Getty Images
Bei einsetzendem Regen rutscht der Heppenheimer in Führung liegend wenige Runden vor Schluss ins Kiesbett, muss aussteigen und wirft die 25 Punkte für den Sieg weg. Ab diesem Moment geht es immer mehr bergab © Getty Images
Beim Ferrari-Heimspiel in Monza crasht Vettel in der zweiten Schikane in das Auto von Hamilton, der sogar noch den Führenden Räikkönen überholen kann. Vettel wird am Ende Vierter statt Erster, Hamilton holt sieben Zähler mehr als erwartet © Getty Images
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In Singapur kommt es direkt nach dem Start zu einem Crash, in den Vettel, Verstappen und Räikkönen verwickelt sind. Für das Trio ist das Rennen beendet, Hamilton lacht sich als Sieger ins Fäustchen. Der Hauptschuldige ist Vettel, der seine Führungsposition zu vehement verteidigt. Ein Sieg war eigentlich eingeplant... © Getty Images
Beim Rennen in Austin crasht Vettel in Ricciardo und fällt an das Ende des Feldes zurück. Er wird zwar noch Vierter, hätte mit seinem schnellen Auto aber durchaus gewinnen können. Insgesamt verschenken Vettel und Ferrari 2018 ganze 96 Punkte. Statt Vettel wird Hamilton Weltmeister © Getty Images
Zu Beginn der Saison 2019 bekommt der Deutsche mit Charles Leclerc einen neuen Teamkollegen. Die Rangordnung scheint klar. Vierfach-Weltmeister Vettel ist die Nummer eins, der Monegasse muss sich dahinter einreihen. Doch das ändert sich © Getty Images
Nach nur wenigen Rennen ist Ferrari bereits unter Zugzwang. Während die Scuderia die Testfahrten vor der Saison dominiert, zeigt sich Mercedes in den Rennen deutlich stärker. Wieder patzt man am Kommandostand der Roten mehrfach, doch auch Vettel macht sich das Leben schwer © Getty Images
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Im zweiten Rennen verliert er die Kontrolle über sein Fahrzeug und verliert seinen Frontflügel, in Barcelona verbremst sich der Deutsche und handelt sich einen Bremsplatten ein. Auch die Boxenstopps dauern viel zu lange. Nach nur fünf Rennen ist Lewis Hamilton im Mercedes schon 48 Punkte voraus © Getty Images
Beim Großen Preis von Kanada dann der nächste Aufreger. Eingangs einer Kurve verliert Vettel das Heck und schießt nach einem Fahrfehler geradewegs in die Wiese und verliert dort jeden Grip © Getty Images
Als er auf die Strecke zurückkommt, muss der direkt hinter ihm fahrende Hamilton blitzschnell reagieren, um eine Kollision zu verhindern. Die Stewards nehmen das Manöver unter die Lupe und belegen Vettel mit einer Fünf-Sekunden-Strafe © Sky
Der Deutsche kommt zwar als Erster im Ziel an, muss den Sieg nach Anwendung der Strafe aber Hamilton überlassen. Demonstrativ stellt der wütende Vettel die Platzierungsschilder um. Für Ex-Teamkollege Ricciardo ein Schlüsselerlebnis in der aktuelln Krise © Getty Images
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"Ich will nicht für Sebastian reden, aber ich kann mir vorstellen, dass ihm der entgangene Sieg von Kanada schon zugesetzt hat", meint Ricciardo: "Ohne die Kontroverse von Montreal hätte er dort gewonnen, und alles sähe heute anders aus. Gewiss, wir werden es nie erfahren, aber ich könnte mir vorstellen, dass alles ein wenig anders gelaufen wäre, hätte Sebastian den Montreal-Sieg behalten können" © Getty Images
Die ultimative Demütigung erlebt Vettel in Monza. Fünf Jahre lang versucht der Deutsche vergeblich, das italienische Heimspiel zu gewinnen, Teamkollege Leclerc schafft es gleich im ersten Jahr, gewinnt nach Spa bereits sein zweites Rennen in Folge und löst kollektive Jubelstürme bei den Tifosi aus © Getty Images
Vettel begeht gleich zu Beginn des Rennens einen großen Fehler. Er verliert das Heck seines Wagens, dreht sich von der Strecke und übersieht beim Zurückfahren den heranrauschenden Lance Stroll, der sich nach einer Kollision ebenfalls dreht © Getty Images
Vettel fällt auf den letzten Platz zurück, wird bestraft und von Leclerc überrundet. Die internationale Presse ist sich sicher: Das war die Wachablösung bei Ferrari. Nicht mehr Vettel ist die Nummer eins, sondern Leclerc. Seit mehr als einem Jahr wartet der Deutsche auf einen Sieg, in der WM-Wertung steht er nur noch auf Rang fünf und hat 115 Punkte Rückstand auf Hamilton © Getty Images
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Beim folgenden Rennen in Singapur betreibt Vettel mit seinem 53. Grand-Prix-Sieg Wiedergutmachung. Nach zwei zweiten Plätzen in Japan und Mexiko beendet er die Saison auf Gesamtplatz fünf - zu wenig, um die vielen Kritiker verstummen zu lassen © Imago
2020 steht Vettel von Beginn an im Fokus. In seinem letzten Vertragsjahr bei der "Scuderia" muss er Werbung in puncto Vertragsverlängerung Werbung in eigener Sache betreiben © Getty Images
Die Testfahrten in Barcelona lassen jedoch wenig Positives erwarten. Die Leistung der Scuderia sorgt für reichlich Irritationen. Lange Zeit hinken die Italiener weit hinter Mercedes hinterher © Getty Images
Wegen der weltweiten Corona-Pandemie muss der für den 15. März geplante Start in Melbourne auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Mitten in der Phase der Ungewissheit verkündet Vettel dann im Mai seinen Abschied von Ferrari nach der Saison 2020. © Getty Images
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Wo und ob überhaupt er in den kommenden Jahren in der in der Formel 1 fahren wird, steht noch nicht fest. Der mittlerweile 33 Jahre alte Vettel muss sich trotz aller Widrigkeiten bei Ferrari mit guten Leistungen für ein lukratives Cockpit empfehlen © Getty Images
Zumindest privat darf der Eintracht-Frankfurt-Fan positiv in die Zukunft schauen. Mit seiner Ehefrau Hanna hat er drei Kinder, zwei Töchter und einen Sohn © Picture Alliance
Bei seinem Abschieds-Rennen für Ferrari landet Vettel am 13. Dezember 2020 in Abu Dhabi nur auf Rang 14. Es ist der Abschluss einer enttäuschenden Saison. In der Fahrerwertung schafft es der Deutsche letztlich nur auf den 13. Platz © Imago
Im September 2020 wird bekannt: Sebastian Vettel fährt ab 2021 für Aston Martin. Im März wird sein neuer Bolide vorgestellt. "Unser Auto ist bis jetzt das schönste, es sieht auf jeden Fall sehr gut aus", schwärmt Vettel bei der virtuellen Vorstellung © Imago
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In der Saison 2021 will der viermalige Weltmeister wieder neu angreifen. Sein Teamkollege bei Aston Martin ist der Kanadier Lance Stroll © Imago
Bei den Testtagen in Bahrain Mitte März hat Vettel mit technischen Problemen zu kämpfen. Der 33-Jährige dreht deswegen nur 117 Runden. 100 zu wenig, wie er selbst meint. Dennoch geht Vettel optimistisch in den Saisonstart am 28. März in Sachir (Bahrain) © Imago

Schumacher überzeugt im Haas

Mick Schumacher überzeugte dagegen im unterlegenen Haas auf Rang 18.

Erneut konnte der Sohn von F1-Ikone Michael Schumacher den Kanadier Nicholas Latifi im stärker eingeschätzten Williams hinter sich lassen. Schumacher Teamkollege Nikita Mazepin (Russland) war sogar knapp sieben Zehntel langsamer als der Deutsche.

Es ist vollbracht! Mick Schumacher hat seinen ersten Sieg in der Formel 2 gefeiert. Der 20-Jährige gewann am 4. August 2020 den 16. Saisonlauf im Unterbau der Königsklasse nach einer souveränen Vorstellung von der Pole Position © Getty Images
Schumacher blieb fehlerlos und sicherte den Sieg letztlich mit 1,4 Sekunden Vorsprung auf den Japaner Nobuharu Matsushita. Das zuvor beste Ergebnis war dem Sohn von Michael Schumacher Ende Juni in Österreich mit Platz vier nach einer Aufholjagd gelungen © Imago
Zuletzt hatte Schumacher für ein weiteres Highlight gesorgt. Im Weltmeister-Ferrari F2004 seines Vaters drehte Deutschlands Rennsport-Nachwuchshoffnung drei Runden am Hockenheimring. Dabei sorgte er für große Emotionen © Getty Images
"Es war unglaublich, cool. Ich war richtig nostalgisch, in diesem Auto zu sitzen", sagte der 20-Jährige nach der Showeinlage. "Ich hoffe, dass ich in der Formel 1 hier oder irgendwo anders in Deutschland noch fahren kann" © Getty Images
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In der vorangegangenen Saison fuhr der 20-Jährige in der Formel 3 diverse Siege ein und schnappte sich am Ende die Meisterschaft. Im Anschluss verkündete sein Prema-Racing-Team, dass Schumacher 2019/20 in der Formel 2 startet © SPORT1-Grafik: Heinemann/ Knigge/ Getty Images/ Picture Alliance
Nach dem Triumph in der Formel 2 in der Saison 2020 lautet der nächste logische Schritt: Königsklasse. Ab 2021 ist es so weit. Die Formel 1 hat wieder einen Schumacher. SPORT1 zeigt die Karriere des Senkrechtstarters in Bildern © SPORT1-Montage: Veith Nurtsch/Getty Images/iStock
Bevor der Schumi-Spross im professionellen Motorsport seinen Platz findet, sorgt er auf der Kartbahn für Furore. Um Medien-Trubel zu vermeiden, tritt er aber nicht unter seinem echten Namen an, sondern fährt unter dem Pseudonym "Mick Betsch" - dem Mädchennamen seiner Mutter Corinna © imago
2013 belegt er bei der deutschen Junioren-Kartmeisterschaft den dritten Platz. Im Jahr darauf fährt er unter dem Namen "Mick Junior" bei internationalen Meisterschaften. Bei EM und WM wird er jeweils Zweiter © imago
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2015 erscheint der damals 16-Jährige erstmals auf der ganz großen Bildfläche. Mit dem Namenszug "M. Schumacher" auf dem Overall startet er für Van Amersfoort Racing in der ADAC Formel 4 © Getty Images
Bei seinem ersten Rennen in Oschersleben kommt er als Neunter ins Ziel und sammelt direkt die ersten Punkte. Nach dem Rennen wird er als Bester Rookie ausgezeichnet. Im dritten Rennen des Wochenendes gelingt Schumacher vom zweiten Platz startend direkt der erste Sieg © Getty Images
Anfang 2016 wechselt Mick Schumacher zum Prema Powerteam. In Misano gewinnt er die ersten beiden Saisonrennen in der italienischen Formel 4. Es folgen weitere Siege. Mit 16 Punkten Rückstand wird er in der Meisterschaft Zweiter hinter Marcos Siebert © Getty Images
In der deutschen Formel-4-Serie darf sich Schumacher über Siege freuen. Ganze fünf Mal steht er am Ende ganz oben. Auch in dieser Meisterschaft steht Rang zwei in der Gesamtwertung © Getty Images
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2016/17 sieht man Schumacher in einer weiteren Serie siegen. In der MRF Challenge Formel 2000 bestreitet er erstmalig die gesamte Saison. In Bahrain gewinnt er zwei von vier Rennen. Nach Rang drei in der Endabrechnung wechselt er innerhalb des Teams in die Formel 3 - im legendären Benetton seines Vaters macht er auch eine gute Figur © Getty Images
In seiner ersten Saison läuft es jedoch noch nicht wie gewünscht. Ein dritter Platz in Monza ist sein einziger Podestplatz der Saison. Anders als seine Teamkollegen, die dank Siegen am Ende auf den Plätzen drei und vier landen, muss sich Schumacher mit Platz zwölf begnügen. Helfen die Tipps von Kimi Räikkönen? © Getty Images
2018 läutet Schumacher seine zweite Saison in der Formel 3 ein. Mit Prema Theodore Racing gewinnt er in Spa sein erstes Rennen in dieser Serie. Nach weiteren Erfolgen gelingt es ihm, auf dem Nürburgring alle drei Umläufe für sich zu entscheiden. Sein Bekanntheitsgrad steigt - Dirk Nowitzki lädt ihn zu seinem Charity-Fußballspiel ein © Getty Images
Während er zwei Rennwochenenden vor Saisonende noch auf Rang zwei liegt, dreht er in Spielberg auf und übernimmt die Führung von Daniel Ticktum. Weil er diese bis zum Schluss nicht mehr hergibt, gewinnt er den ersten Meistertitel im professionellen Rennsport. Mama Corinna ist mächtig stolz © imago
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Nach dem letzten Rennen verkündet das Prema Powerteam, dass Schumacher in der kommenden Saison in der nächsthöheren Formel 2 an den Start gehen wird. Damit bleibt er seinem Team auch weiterhin erhalten © Getty Images
Neben seinem Engagement in der Formel 2 wird Schumacher in der "Ferrari Academy" als Simulatorpilot anheuern und zudem ausgewählte Testfahrten absolvieren. Der erste Schritt in die Königsklasse © Getty Images
Bei seinem Debüt in der Formel 2 sammelte er erste gute Erfahrungen. Schumacher fährt auf die Plätze acht und sechs, am Sonntag steht er in seinem zweiten Rennen sogar auf der Pole Position. Große Fehler leistet er sich nicht, die fehlende Erfahrung im 620-PS-starken Boliden macht sich aber bemerkbar © Getty Images
Am 02. April 2019 steigt Mick Schumacher erstmals in einen Ferrari. Um 9.10 Uhr Ortszeit dreht Schumacher in Bahrain seine erste offizielle Runde in einem Formel-1-Boliden © Getty Images
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Fokussierter Blick: Schumacher legt los - zwölf Jahre und vier Monate nach dem letzten Rennen seines Vaters Michael. Das Medieninteresse ist sehr groß. Schumacher gehört seit Mitte Januar zur Ferrari Driver Academy © Getty Images
Schumacher fährt im Cockpit des Ferrari SF90, dem Dienstwagen von Sebastian Vettel und Charles Leclerc. Eine Gratulation zum Debüt in der Königsklasse schickt Ferraris Rivale Mercedes. "Das ist ziemlich cool", schreibt das Weltmeisterteam bei Twitter: "Es ist etwas Besonderes, den Namen Schumacher wieder auf einem Formel-1-Auto zu sehen" © Getty Images
Schumacher absolviert bei seiner Premiere 56 Runden. In der Tageswertung landet er sogar auf den zweiten Platz. Der Auftritt bei den Testfahrten in Bahrain sei "ein Werbespot für die Zukunft" gewesen, schreibt die "Gazzetta dello Sport", der Deutsche sei als "Symbol und Hoffnungsträger" auf die Strecke gegangen © Getty Images
Einen Tag später sitzt er für Alfa Romeo am Steuer. Alfa Romeo, das frühere Sauber-Team, arbeitet eng mit Motorenlieferant Ferrari zusammen. Schumacher verkauft sich erneut teuer und fährt die sechstschnellste Zeit © Getty Images
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Gemeinsam mit Dirk Nowitzki organisiert er erneut das Benefizspiel "Champions for Charity". Die Nowitzki All Stars unterliegen Schumacher & Friends in Leverkusen mit 5:7 (3:4), Schumacher trifft einmal © Getty Images
Am 27. Juli darf Schumacher dann erneut im Formel-1-Boliden sitzen. In Hockenheim fährt er im Ferrari seines Vaters Michael. Er genießt das kurze Erlebnis in vollen Zügen: "Den Motor zu spüren, die Vibration – da war so viel Energie" © Getty Images
Am 4. August folgt der Premierensieg in der Formel 2 am Hungaroring. In der Gesamtwertung klettert Schumacher mit nun 45 Zählern auf den elften Platz und bestätigt seine derzeit gute Form © Imago
Nach einer zuvor sieben Rennen währenden Durststrecke fährt der Prema-Rookie in vier der vergangenen fünf Rennen Punkte ein. Das Ziel ist klar: Die Formel 1. "Ob es schon nächstes Jahr klappt oder in zwei oder drei Jahren - wenn es soweit ist, will ich auf jeden Fall bereit sein" © Getty Images
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Im Dezember 2020 wird Schumacher Formel-2-Champion. Der zweimalige Saisonsieger war mit 14 Punkten Vorsprung auf den Briten Callum Ilott in das letzte Rennen in Bahrain gegangen. Dort reichte ihm Rang 18, weil Ilott nicht über Rang elf hinauskam © Imago
Nach dem Gewinn der Formel-3-Europameisterschaft 2018 ist es der nächste Titel auf seinem Weg nach oben. "Es war kein ideales Rennen, aber wir haben genug geleistet in diesem Jahr, um Meister zu werden", sagt Schumacher anschließend © Imago
Schumacher ist der vierte deutsche Champion in der Formel 2 nach Nico Rosberg (2005), Timo Glock (2007) und Nico Hülkenberg (2009). Vier Tage vor seinem letzten Rennen wird bekannt, dass er im darauf folgenden Jahr in der Formel 1 für das Haas-Team fahren wird © Imago
Dort muss und kann er vorerst keine Rennen gewinnen, die Ziele sind andere. "Ich will mich als Fahrer weiter verbessern und mich so gut wie möglich integrieren", sagt der 21-Jährige © Imago
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Nach den Testfahrten in Bahrain sieht sich Schumacher zwei Wochen vor dem Saisonauftakt gerüstet. "Es hat einfach Spaß gemacht. Ich fühle mich gut, ich fühle mich bereit", sagt er © Imago
Schumachers oberstes Ziel dürfte es in der Saison 2021 sein, seinen russischen Teamkollegen Nikita Mazepin in der Fahrerwertung hinter sich zu lassen © Imago
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"Wir haben eine recht gute Runde hinbekommen. Generell bin ich sehr happy", sagte Schumacher: "Wir haben versucht, mehr Grip auf die Vorderachse zu bekommen, das ist uns gelungen. Das Team hat einen Mega-Job gemacht mit dem Auto."

Gegen Latifi war Schumacher zuletzt in Portugal sein erstes erfolgreiches Überholmanöver geglückt. Am Sonntag muss er Latifi über die gesamte Dauer des Rennens hinter sich lassen. Angesichts der im Training gezeigten Pace des Haas wird dies kein leichtes Unterfangen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)