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Fußballklub zahlt Kaution: Verurteilter Diack kann Frankreich verlassen

Diack kann Frankreich verlassen

Lamine Diack wurde nach Zahlung der Kaution entlassen

Lamine Diack wurde nach Zahlung der Kaution entlassen © AFP/SID/THOMAS SAMSON

Lamine Diack darf Frankreich trotz Verurteilung zu einer Haftstrafe nach einer Kautionszahlung verlassen und in seine Heimat Senegal zurückkehren.

Lamine Diack, früherer Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics, darf Frankreich trotz Verurteilung zu einer Haftstrafe nach einer Kautionszahlung verlassen und in seine Heimat Senegal zurückkehren. Das bestätigte ein Familienmitglied des 87-Jährigen der Nachrichtenagentur AFP.

Diack war Mitte September am Strafgerichtshof in Paris wegen Korruption, Geldwäsche und Dopingvertuschung zu einer vierjährigen Haft verurteilt worden, davon zwei Jahre auf Bewährung. Dazu kam eine Geldstrafe von 500.000 Euro für Diack, der von 1999 bis 2015 Boss des Weltverbandes (damals IAAF) war.

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Im Rahmen der Urteilsverkündung hatte die Vorsitzende Richterin Rose-Marie Hunault bereits erklärt, dass es wegen des Alters des Verurteilten unwahrscheinlich sei, dass er die Strafe im Gefängnis absitzen müsse. Nach Angaben seiner Anwälte brachte ein Fußballklub aus dem Senegal die Kaution auf.

Diack hat die 500.000 Euro Strafe nach Angaben seines Anwalts Simon Ndiaye "letzte Woche" bezahlt. Nun seien nur noch Formalitäten zu erledigen. Am Freitag soll Diack nach Dakar reisen. Der Fußballklub ASC Jaraaf, den Diack einst als Präsident führte, hat nach eigenen Angaben die Hälfte seines Vereinsgeländes verkauft, um die Kaution aufbringen zu können.