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Eishockey, DEL: Adler Mannheim vor Playoffs-Aus, Eisbären Berlin patzen

Playoffs: München und Adler vor Aus

Andreas Eder erzielte für die Straubing Tigers das zwischenzeitliche 2:2 gegen die Adler Mannheim im 1. Playoffs-Viertelfinale der PENNY DEL

Andreas Eder erzielte für die Straubing Tigers das zwischenzeitliche 2:2 gegen die Adler Mannheim im 1. Playoffs-Viertelfinale der PENNY DEL © Imago

In der Penny DEL stehen Titelfavorit München und die Adler Mannheim bereits nach dem Playoffs-Auftakt vor dem Scheitern. Auch die Eisbären Berlin legen einen Fehlstart hin.

Das war keineswegs zu erwarten: Den Titelfavoriten EHC Red Bull München und Adler Mannheim droht bereits in der ersten Runde der Playoffs der Penny DEL das Aus. (ausgewählte Spiele der PENNY DEL LIVE im TV auf SPORT1)

Im ersten Viertelfinal-Spiel der Serie "best of three" unterlag Rekordmeister Mannheim der Deutschen Eishockey Liga am Dienstagabend den Straubing Tigers unerwartet mit 2:3 (2:2, 0:0, 0:0, 0:1) nach Verlängerung.

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Die Münchner dagegen sorgten mit einer herben 1:4 (0:2, 1:2, 0:0)-Schlappe gegen ERC Ingolstadt für lange Gesichter. Irritierend: Der Vorrundenzweite der Nordgruppe hatte vor dem Playoffs-Start immerhin elf der vergangenen zwölf Partien erfolgreich gestaltet.

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Nun jedoch geriet das Team von Trainer Don Jackson gehörig unter die Räder. Erst die Hereinnahme von Kevin Reich anstelle Ex-Nationalkeeper Danny aus den Birken nach dem zwischenzeitlichen 0:4 nach gerade mal einer halben Stunde ließ am Ende noch Schadensbegrenzung zu.

"Wir haben es einfach nicht verdient. Vor allem von den erfahrenen Spielern kam zu wenig", kritisierte Jackson hinterher bei MagentaSport. (SERVICE: Die DEL-Tabelle)

DEL-Playoffs: EHC Red Bull München patzt

Folge: Um ein Scheitern zu verhindern, müssen die Bayern wie auch die Mannheimer sowohl Spiel zwei am Donnerstag (ab 19.30 Uhr / MagentaSport) als auch eine entscheidende dritte Partie am Samstag gewinnen.

Jeremy Williams schoss Außenseiter Straubing, der es als Hauptrunden-Vierten der Südgruppe erst am letzten Vorrunden-Spieltag in die Playoffs geschafft hatte, nach 1:39 Minuten in der Overtime zum Sieg gegen die Kurpfälzer. Vorausgegangen war eine Strafzeit bei den Adlern. 

Mannheim, 2019 der bislang letzte deutsche Meister angesichts der verhinderten Playoffs im Vorjahr inklusive dem Saisonabbruch bereits in der Vorrunde infolge der Corona-Pandemie, hatte die Hauptrunde dagegen als punktbestes Team der beiden Staffeln beendet. (Spielplan und Ergebnisse der PENNY DEL)

Adler Mannheim patzen gegen Straubing

Im Duell nun mit Straubing war zudem Nationalspieler David Wolf wegen einer Verletzung vorzeitig ausgeschieden. Bemerkenswert: In Straubing hatten die Adler zuletzt sieben ihre vergangenen acht Partien verpatzt.

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In der regulären Spielzeit hatten Denis Reul (3.) und Taylor Leier (14.) für die Mannheimer genetzt, Anton Laganiere (3.) und Andreas Eder (19.) waren bei Straubing erfolgreich geblieben.

"Wir werden Mannheim nicht mit Talent schlagen, wir brauchen Ehrgeiz", hatte Straubings Sportlicher Leiter Jason Dunham am Rande des Spiels bei MagentaSport.

Coach Tom Pokel, dessen Mannschaft sehr körperbetont zu Werke ging, resümierte nach Abpfiff: "Jetzt wollen wir den Sack auch zu machen." (NEWS: Alles zur DEL)

Adler-Coach Pavel Gross konterte indes: "Das war nur ein Spiel. Donnerstag geht es weiter. Da kommen wir dann sofort zurück."

Eisbären verlieren Krimi im 1. Viertelfinale

Auch die Eisbären Berlin erlebten einen Playoffs-Start zum Vergessen, verloren ihre Heimpartie gegen die Iserlohn Roosters nach einer turbulenten Partei mit 3:4 (2:2, 1:0, 0:2). 

Die Hauptstädter, die trotz dreimaliger Führung am Ende leer ausgingen, müssen nun ebenso die nächsten beiden Spiele für sich entscheiden, um das vorzeitige Saisonende abzuwenden. Zur Erinnerung: In der aktuellen Saison bedarf es in den Playoffs nur zwei Siege pro Serie zum Weiterkommen.

Der EHC Red Bull München (blau) und die Augsburger Panther lieferten sich zu Beginn ihrer diesjähriger Halbfinalserie einen epischen Krimi. Die Uhr schlug am Mittwochabend fast Mitternacht, als Mark Voakes nach 101:12 Minuten in der dritten Verlängerung zum Sieg für den Meister traf © Getty Images
Aber schon im dritten Aufeinandertreffen wiederholten die beiden Teams diesen Krimi. In Match drei mussten wieder drei Overtimes herhalten, bevor sich die Augsburger in einem intensiven Spiel zum Sieger küren konnte © Getty Images
Aber das waren bei weitem nicht die längsten Playoff-Spiele der DEL-Geschichte. SPORT1 präsentiert die zehn längsten Playoff-Spiele © SPORT1-Montage: Marc Tirl/Getty Images/Imago/Picture Alliance
PLATZ 10: Thomas Sabo Ice Tigers - Fischtown Pinguins Bremerhaven (8.3.2019): Nach 99:14 Minuten in der zweiten Verlängerung setzten sich die Pinguins in Spiel zwei der diesjährigen Pre-Playoffs durch, verloren dann aber Spiel drei und schieden aus © Imago
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PLATZ 9: Eisbären Berlin - Adler Mannheim (19.3 2017): Durch das 4:3 in der dritten Verlängerung erzwangen die Eisbären ein entscheidendes siebtes Viertelfinalduell. Die Spieldauer betrug 100:28 Minuten © Getty Images
PLATZ 8: EHC Red Bull München - Augsburger Panther (3.4. 2019): In einer hartumkämpften Partie hat München das glücklichere Ende auf seiner Seite und gewann nach 101:12 Minuten mit 2:1 in der dritten Verlängerung © Getty Images
PLATZ 7: Straubing Tigers - Eisbären Berlin (3.3. 2017): Die Eisbären Berlin (blau) gewannen das Spiel in der dritten Verlängerung nach 103:17 Minuten mit 3:2 und zogen dadurch in das Viertelfinale ein © Imago
PLATZ 6: EHC Red Bull München - Augsburger Panther (7.4.2019): Bereits zum zweiten Mal in dieser Serie müssen beide Teams in die dritte Overteam. Nach der regulären Spielzeit stand es in einer ruppigen Partie 1:1. Nach 103:34 Minuten erlöste Brady Lamb die Augsburger Panther mit dem erlösenden 2:1 © Getty Images
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PLATZ 5: Grizzly Adams Wolfsburg - Adler Mannheim (22.3. 2013): Spiel zwei der Viertelfinalserie ging in die dritte Verlängerung. In dieser erzielte Mannheim (weiß) das entscheidende Tor zum 3:2 nach105:54 Minuten © Getty Images
PLATZ 4: Hannover Scorpions - Thomas Sabo Ice Tigers (30.3.2010): Hannover gewann mit 3:2 in der dritten Verlängerung und ging im Vietelfinalduell mit Nürnberg in Führung. Das Spiel dauerte 108:09 Minuten © Getty Images
PLATZ 3: EHC München - Kölner Haie (16.03.2011): Philipp Gogulla erlöste die Haie mit seinem Tor zum 4:3 in der dritten Verlängerung. Spiel eins der Pre-Playoffs dauerte 110 Minuten © Getty Images
PLATZ 2: Iserlohn Roosters - Frankfurt Lions (20.3.2008): Spiel zwei der Viertelfinalserie ging in die dritte Verlängerung. Michael Wolf (l.) traf nach 117:47 Minuten zum 3:2 für die Roosters © Getty Images
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PLATZ 1: Kölner Haie - Adler Mannheim (22.03. 2008): Ein Rekord für die Ewigkeit? Erst in der sechsten Verlängerung gewannen die Haie mit 5:4. Das Spiel dauerte 168:16 Minuten. Vom Eröffnungsbully bis hin zum entscheidenden Tor durch Philipp Gogulla vergingen über sechseinhalb Stunden © Getty Images

Dabei hatten zwei Treffer von Ryan McKiernan und ein Tor von Matt White die Berliner lange am Sieg schnuppern lassen.

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Allerdings wendeten die Roosters mehrfach das Blatt. Zum Matchwinner bei Iserlohn avancierte in der Schlussminute dann Brent Aubin, der eine doppelte Überzahl zum Abschluss erfolgreich ausnutzte.

Die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven wiederum sind ihrem erstmaligen Halbfinal-Einzug ganz nahe, besiegten die Grizzlys Wolfsburg mit 4:2 (0:1, 1:1, 3:0) infolge der späten Tore von Jan Urbas (59.) und Dominik Uher (60.) binnen sieben Sekunden.

Dazu vollstreckten Tye McGinn und erneut Uher. Spencer Machacek und Gerrit Fauser gelang nur noch Wolfsburger Ergebniskosmetik.

DEL-Playoffs im Stenogramm:

1. Viertelfinale (best of three)

Adler Mannheim - Straubing Tigers 2:3 n.V. (2:2, 0:0, 0:0, 0:1)
Playoffs-Stand 0:1
Tore: 1:0 Reul (02:05), 1:1 Laganiere (02:13), 2:1 Leier (13:45), 2:2 Eder (18:44), 2:3 Williams (61:39)
Zuschauer: keine
Strafminuten: Mannheim 6 - Straubing 6

Eisbären Berlin - Iserlohn Roosters 3:4 (2:2, 1:0, 0:2)
Playoffs-Stand 0:1
Tore: 1:0 White (01:29), 1:1 Bailey (04:54), 2:1 McKiernan (05:17), 2:2 Raedeke (13:32), 3:2 McKiernan (21:37), 3:3 Whitney (49:05), 3:4 Aubin (59:01)
Zuschauer: keine
Strafminuten: Berlin 26 - Iserlohn 16

Das RheinEnergieStadion in Köln war Schauplatz für das letzte Eishockey-Großevent. Wo normalerweise der 1. FC Köln seine Heimspiele austrägt, trafen im Januar 2019 beim DEL Winter Game die beiden Eishockey-Traditionsklubs Kölner Haie und Düsseldorfer EG aufeinander © Getty Images
Köln erlebt bereits am 10. Januar schon einmal ein denkwürdiges Winter-Spiel, allerdings in der Fußball-Bundesliga. Damals trifft der FC auf Freiburg - und verliert nach einer 3:0-Führung noch mit 3:4 © Getty Images
Beim Winter Game der DEL in Sinsheim 2018 sorgen die Adler Mannheim und die Schwenninger Wild Wings für ein Eis-Spektakel. Die Mannheimer gewinnen am Ende in einem torreichen Spiel mit 7:3. SPORT1 zeigt eine Auswahl der größten Spektakel in Sportstadien und unter freiem Himmel in der Geschichte der Sportart © Imago
Nach dem Vorbild aus Übersee wird 2013 erstmals in der höchsten deutschen Eishockey-Liga eine Partie in einem Fußball-Stadion ausgetragen. Das DEL Winter Game steigt in Nürnberg zwischen den Ice Tigers und den Eisbären Berlin vor 50.000 Zuschauern © Getty Images
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Zwei Jahre später findet die nächste Ausgabe in der Esprit Arena in Düsseldorf statt. Vor 51.125 Fans gastieren die Kölner Haie bei der Düsseldorfer EG © Getty Images
Bereits 2010 wird auf deutschem Boden ein Weltrekord geknackt. Das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft zwischen Deutschland und den USA verfolgen 77.803 Menschen vor Ort in der VeltinsArena auf Schalke. Es ist bis dahin das meistbesuchte Eishockey-Spiel der Welt © Getty Images
Über 44 Jahre lang hat diesen Bestwert das Moskauer Luschniki-Stadion inne. Das 4:4 zwischen der UdSSR und Schweden bei der WM 1957 verfolgen 55.000 Personen aus nächster Nähe © Getty Images
2001 setzt das als "Cold War" bezeichnete Spiel zwischen der Michigan State University und der University of Michigan neue Maßstäbe. Die College-Teams locken 74.554 Zuschauer ins Spartan Stadium, wo normalerweilse die Footballer zuhause sind © Getty Images
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Gut neun Jahre später messen sich die rivalisierenden Unis erneut. Beim "Big Chill in the Big House" im Michigan Stadium in Ann Harbor wird mit 104.173 Personen ein neuer Rekord für ein Freiluft-Eishockey-Spiel aufgestellt © Getty Images
Der bis dato höchste Zuschauerwert wird am Neujahrstag 2014 erreicht. Das NHL Winter Classic im Football-Stadion von Michigan zwischen den Detroit Red Wings und den Toronto Maple Leafs verfolgen 105.491 Zuschauer vor Ort © Getty Images
Das NHL Winter Classic hat sich als Zuschauermagnet etabliert. Bei der ersten Ausgabe am 1. Januar 2008 sehen bereits 71.217 Menschen zu, als die Pittsburgh Penguins die Buffalo Sabres im Ralph Wilson Stadium von Orchand Park mit 2:1 bezwingen © Getty Images
Das Winter Classic ist jedoch nicht das einzige regelmäßig ausgetragene Open-Air-Match der NHL. Auch die Stadium Series locken stets etwa 50.000 Menschen in die Arenen. Berühmter Austragungsort ist das Baseball-Stadion der Colorado Rockies in Denver © Getty Images
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Der Zuschauerrekord der Stadium Series wurde 2015 aufgestellt. Das Spiel der San Jose Sharks gegen die Los Angeles Kings verfolgten 70.205 Fans im Levi's Stadium. Am Ende siegten die Kings 2:1 © Getty Images
2003 stehen sich der große Wayne Gretzky (l.) mit den Edmonton Oilers und Lucen Deblois (M.) von den Montreal Canadiens im Heritage Classic gegenüber. Bei dieser Serie treffen im Rahmen der NHL-Saison ausschließlich kanadische Teams aufeinander © Getty Images
Am 2. Januar 2017 spielen beim NHL Winter Classic die St. Louis Blues und Chicago Blackhawks gegeneinander. St. Louis fertigt die Blackhawks im Busch Stadium, wo normalerweise der Baseball durch die Luft fliegt, mit 4:1 ab. 46.556 begeisterte Zuchauer verfolgen das Spektakel © Getty Images
Im bislang letzten Winter Classic an Neujahr 2019 treffen die Boston Bruins und die Chicago Blackhawks aufeinander. Vor 76.126 Fans gewinnen die Bruins 4:2. Mit Dominik Kahun trägt sich auch ein Deutscher auf Seiten Chicagos in die Torschützenliste ein © Getty Images
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Die Boston Bruins und die Chicago Blackhawks sind schon fast Stammgäste bei der Veranstaltung. Für die Bruins, die allerdings zum ersten Mal als Heimmannschaft antreten, ist es bereits der dritte Auftritt bei den Winter Classics. Chicago nimmt sogar schon zum vierten Mal daran teil © Getty Images
Auch im deutschsprachigen Raum wächst die Beliebtheit von Eishockey-Spektakeln unter freiem Himmel. Das EBEL Winter Classic 2015 im Klagenfurter Wörthersee-Stadion erleben knapp 29.700 Zuschauer live vor Ort. Bereits fünf Jahre zuvor wird mit 30.500 Menschen der österreichische Rekord geknackt © Imago
Das Berner Derby zwischen den SCL Tigers und dem SC Bern hält mit 30.076 Zuschauern den Schweizer Rekord. Dieser besteht seit dem 100. Aufeinandertreffern der beiden Vereine im Stade de Suisse im Januar 2007 © dpa Picture Alliance

Red Bull München - ERC Ingolstadt 1:4 (0:2, 1:2, 0:0)
Playoffs-Stand 0:1
Tore: 0:1 Stachowiak (04:45), 0:2 Wohlgemuth (09:45), 0:3 Simpson (23:53), 0:4 Aubry (29:13), 1:4 Bourque (31:37)
Zuschauer: keine
Strafminuten: München 2 - Ingolstadt 8

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Fischtown Pinguins Bremerhaven - Grizzlys Wolfsburg 4:2 (0:1, 1:1, 3:0)
Playoffs-Stand 1:0
Tore: 0:1 Machacek (06:02), 1:1 McGinn (24:38), 1:2 Fauser (35:01), 2:2 Uher (55:07), 3:2 Urbas (58:57), 4:2 Uher (59:04)
Zuschauer: keine
Strafminuten: Bremerhaven 4 - Wolfsburg 4 

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)