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Golfstar Martin Kaymer hat einen Traum: Olympiamedaille in Tokio

Kaymer träumt von Olympiamedaille

Martin Kaymer träumt von einer Medaille bei Olympia

Martin Kaymer träumt von einer Medaille bei Olympia © FIRO/FIRO/SID

Martin Kaymer hat einen Traum: Deutschlands Topgolfer will eine Medaille bei den Olympischen Spielen in Tokio gewinnen.

Deutschlands Topgolfer Martin Kaymer hat einen Traum: eine Olympiamedaille bei den Sommerspielen in Tokio. "Wie cool wäre es, wenn ich meinen Kindern und Enkelkindern mal erzählen könnte, dass ich da eine Medaille gewonnen habe", sagte der ehemalige Weltranglistenerste am Dienstag auf einer virtuellen Pressekonferenz im Vorfeld der BMW International Open (24. bis 27. Juni).

Nach aktuellem Stand wäre Kaymer über die bereinigte Weltrangliste sicher für das 60-köpfige Teilnehmerfeld für Tokio qualifiziert. Dort will er das Turnier ganz anders angehen als bei seiner Olympia-Premiere 2016.

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"In Rio habe ich mich mehr um das Drumherum konzentriert. Ich wollte alles aufsaugen", berichtete der Rheinländer, der in Brasilien trotzdem 15. geworden war.

Erfreut reagierte er auf die Nachricht, dass die deutschen Sportler*innen für Tokio geimpft werden können. "Ich habe gestern davon gehört. Ich will mich aber nicht vordrängeln", sagte der zweimalige Major-Gewinner, der in diesem Jahr neben Olympia noch zwei andere Ziele hat: "Ich will zurück in die Top 50 der Weltrangliste und möchte mich für den Ryder Cup qualifizieren.

Beides ist noch möglich für den 36-Jährigen aus Mettmann. Durch seinen dritten Platz am Sonntag bei der Austrian Open verbesserte sich Kaymer im Ranking auf Position 82.

"Wenn ich im Frühjahr und im Sommer gut spiele, ist auch der Ryder Cup nicht unrealistisch", sagte Kaymer und spekuliert auf eine der drei Wildcards von Teamkapitän Padraig Harrington, der in München ebenfalls am Start ist. Dreimal bereits hat Kaymer den traditionellen Kontinentalvergleich zwischen Europa und den USA gewonnen, 2010, 2012 und 2014.

Kaymer hatte die BMW International Open 2008 als erster und bislang einziger Deutscher für sich entschieden. Ein Rivale kommt im Juni aus dem eigenen Lager: Maximilian Kieffer. Der Düsseldorfer hatte am Sonntag den Sieg in Österreich erst im Stechen verpasst, seine gute Form aber unterstrichen.

Für die Austragung der BMW International Open mit Fans hat Kaymer die Hoffnung noch nicht aufgegeben. "Ich würde mir wirklich schon wünschen, dass bei den BMW International Open Zuschauer da sind, darauf hab ich mich immer unheimlich drauf gefreut", erklärte der 36-Jährige.

Die Menge habe durchaus einen Einfluss auf ein Turnier. "Ich glaube schon, dass wenn Zuschauer da sind, der Fokus schon noch ein bisschen höher ist, weil ja doch die Intensität einfach präsenter ist, auch von der Atmosphäre her", führte Kaymer aus: "Die Zuschauer spüren ja auch in welcher Situation du bist, ist es jetzt ein schwieriger Schlag, ist es ein guter Schlag aus einer schwierigen Situation, dann bekommst den Applaus halt auch diese Anerkennung, die du dir jetzt halt selber geben musst, die Motivationsreden, die du dir selber mit deinem Caddie zusammen auf dem Platz geben musst."

Zärtlich streichelt Martin Kaymer die Trophäe der PGA Championship. Er ist der erste Deutsche seit Bernhard Langer 1993, der ein Major-Turnier gewinnt © Getty Images
Auch die Freude bei den deutschen Golf-Fans in Kohler/Wisconsin ist groß © Getty Images
Für einen Blick auf die malerische Umgebung hat Kaymer nur wenig Zeit © Getty Images
Er hat den ersten Karriere-Sieg bei einem Major vor Augen. Da gilt beim Putten höchste Konzentration © Getty Images
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Am Ende geht es gegen den Amerikaner Bubba Watson ins Stechen © Getty Images
Kaymer hat dabei die besseren Nerven. Er gewinnt trotz eines Bogeys am dritten Extraloch, weil Watson noch einen Schlag mehr braucht © Getty Images
Der Unterlegene gratuliert Kaymer fair © Getty Images
Freundin Allison Micheletti springt Kaymer in die Arme © Getty Images
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Auch Kaymers treuer Caddie Craig Connelly freut sich mit © Getty Images
Dann folgt der große Moment: PGA-Präsident Jim Remy überreicht dem 25-Jährigen die Trophäe © Getty Images
Kaymer reckt den Pokal hoch, auf dem legendäre Namen wie die von Jack Nicklaus oder Arnold Palmer eingraviert sind © Getty Images
Zusammen mit Allison und seinem Manager Johan Elliot (M.) präsentiert Kaymer den Pokal den Fotografen. Mit einem Preisgeld von 1,35 Millionen Dollar wird er fürstlich für den Sieg entlohnt © Getty Images
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Bei der anschließenden Pressekonferenz wirkt Kaymer teilweise abwesend. Er versucht den Erfolg zu realisieren, was ihm aber schwer fällt: "Es wird wohl eine Weile dauern, bis ich begreife, was hier passiert ist", ist er sich sicher © Getty Images
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In Sachen Corona-Pandemie richtete er einen Appell an die Bevölkerung: "Man muss das große Ganze sehen und auch an die Mitmenschen denken und nicht nur an sich. Es ist einfach eine sehr herausfordernde Situation in der wir weltweit sind, ich würde mir wünschen dass alle Länder zusammenhalten würden und sich gegenseitig helfen könnten, dann wären wir glaube ich schneller aus der Krise raus als wir es jetzt sind."

Um besser durch die schwierige Zeit zu kommen, hat sich Kaymer tierische Verstärkung ins Haus geholt. "Ich habe mir letztes Jahr einen Schäferhund zugelegt. Mein Vater hilft mir da sehr, wenn ich auf den Turnieren bin", verriet Kaymer und erklärte: "Ich wollte schon immer einen Hund haben und letztes Jahr war eine ganz gute Zeit dafür. Dieses emotionale Bedürfnis von einem Tier ist einfach wunderschön. Vielleicht werdet ihr ihn dann bei den BMW Open sehen."

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)