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NBA: Stephen Curry empfiehlt sich als MVP - Nowitzki, Miller und Co. schwärmen

Ist Curry der wahre MVP der NBA?

105 Dreier in Folge: Curry sorgt für Staunen

Stephen Curry sorgt in der NBA derzeit Woche für Woche für spektakuläre Leistungen. Seine Auftritte lassen sogar die MVP-Debatte neu entfachen.

Stephen Currys Rekordjagd in der NBA geht unaufhörlich weiter. (Alles zur NBA)

Erst vor einer Woche hatte der Point Guard für eine Bestmarke in der Geschichte der Golden State Warriors gesorgt und den legendären Wilt Chamberlain mit 17.818 Zählern als besten Werfer in der Franchise-Histori eüberflügelt.

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"Das ist surreal, um ehrlich zu sein", sagte der dreimalige NBA-Champion im Anschluss. Surreal ist auch, wie Curry Spiel für Spiel noch einen drauflegt. 

Auch in der Nacht auf Dienstag spielte der 33-Jährige in seiner eigenen Welt: Curry erzielte bei den Philadelphia 76ers 49 Punkte und führte sein Team zu einem 107:96-Erfolg. Zum elften Mal in Serie gelangen dem zweimaligen MVP mindestens 30 Punkte, das hatte vor ihm noch nie ein 33-Jähriger geschafft. Den alten Rekord hielt Lakers-Legende Kobe Bryant.

Curry mit Monster-Leistungen im April

Aber damit nicht genug: Es war zudem Currys sechstes Spiel in dieser Saison mit mindestens zehn Dreiern. Damit hat er seinen eigenen Rekord aus der Saison 2018/19 eingestellt. Kein anderer NBA-Spieler hat sechs Partien mit zehn Triples über die komplette Karriere geschafft. (SERVICE: Die Tabellen der NBA) 

Nur zwei Tage zuvor hatte der Star-Guard der Warriors gegen die Boston Celtics 47 Punkte erzielt. Dass diese Glanzleistungen alles andere als Glückfälle sind, zeigt auch Currys April-Statistik: In zehn Spielen hat der Superstar durchschnittlich 39,9 Punkte, 6,6 Rebounds und 4,3 Assists erzielt.

In den letzten sechs Spielen traf Curry 54 Dreier. Es ist wahrlich kein Zufall, dass die Warriors gerade in ihrer besten Phase der Saison stecken und fünf der letzten sechs Spiele gewonnen haben. (SERVICE: Der Spielplan der NBA-Saison 2020/21)

Magic Johnson: Curry ist der wahre MVP

Mit seinen Leistungen hat Curry auch die Debatte um den MVP-Titel neu entfacht. "Steph Curry ließ heute Abend keinen Zweifel daran, wer der wahre MVP ist", schrieb etwa NBA-Legende Magic Johnson nach Currys Show gegen die Sixers.

Dem pflichtete NFL-Star Russell Wilson bei: "Steph Curry der MVP", erklärte der Quarterback. Bulls-Guard Zach LaVine meinte: "Steph ist einfach von einer anderen Welt."

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Hat Curry die Maurice Podoloff Trophy wirklich mehr verdient als die aktuellen Favoriten Joel Embiid, Nikola Jokic und LeBron James?

Was für Curry als MVP spricht

Tatsächlich sprechen die Zahlen dafür: Als Curry das letzte Mal - in der Saison 2015/16 - zum MVP gewählt wurde, erzielte er durchschnittlich 30,1 Punkte pro Spiel. Derzeit liegt sein Schnitt bei 31,0 Zählern.

Und auch seine Rolle bei Golden State spricht für sich. Erstmals seit langem hat Curry keine All-Stars an seiner Seite, er führt die Warriors Woche für Woche im Alleingang an. Mussten die Dubs in dieser Saison auf Curry verzichten, lief es meist nicht rund. Nur eins von sieben Spielen konnten die Warriors ohne ihren Starspieler gewinnen.

Auch der erfahrene Warriors-Center Kevon Looney findet, dass Curry den besten Basketball seiner Karriere spielt - sogar besser als vor fünf Jahren, als er einstimmig zum MVP der Liga gewählt wurde.

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"In meinem Rookie-Jahr dachte ich, dass niemand besser spielen kann als er. Aber ich denke, dieses Jahr könnte er das in den Schatten stellen und es auf ein ganz anderes Level bringen. Er wird immer besser und bricht immer wieder Rekorde und tut immer wieder neue Dinge, die noch nie jemand gesehen hat. Es ist unglaublich", so Looney.

Lob von Nowitzki, Miller und West

Selbst NBA-Legenden wie Dirk Nowitzki, Reggie Miller und Jerry West schwärmen in den höchsten Tönen von Curry. "Er ist einer meiner Lieblingsspieler, dem ich gerne zusehe. Er hat das Spiel definitiv verändert", adelte Nowitzki Curry, nachdem dieser Chamberlain als besten All-Time-Scorer der Dubs abgelöst hatte.

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Miller nannte Curry, der seine gesamte NBA-Karriere die Farben der Golden State Warriors trägt, "Mr. Warrior" und verglich den MVP-Kandidaten mit Größen wie Chamberlain, Shaquille O'Neal und Michael Jordan. 

Vor genau drei Jahren sorgte Dirk Nowitzki mit der durchbrochenen 30.000-Punkte-Schallmauer im Spiel seiner Dallas Mavericks gegen die Los Angeles Lakers für ein Beben in der Sportwelt. Die magische Hürde knackten zuvor nur Kareem Abdul-Jabbar, Karl Malone, Kobe Bryant, Michael Jordan und Wilt Chamberlain
Vor genau drei Jahren sorgte Dirk Nowitzki mit der durchbrochenen 30.000-Punkte-Schallmauer im Spiel seiner Dallas Mavericks gegen die Los Angeles Lakers für ein Beben in der Sportwelt. Die magische Hürde knackten zuvor nur Kareem Abdul-Jabbar, Karl Malone, Kobe Bryant, Michael Jordan und Wilt Chamberlain © SPORT1-Grafik: Eugen Zimmermann/ Getty Images/ iStock
Als es endlich soweit war, brachen im American Airlines Center alle Dämme. Mitspieler und Klub-Eigner Mark Cuban stürmten auf Nowitzki zu. Mentor Holger Geschwindner kullerten auf der Tribüne Freudentränen über die Wangen. Der Jubilar selbst taumelte vor Freude durch die Halle und ließ sich feiern. Zwei Jahre später folgte das Aus © Getty Images
Nach der Saison 2018/19 hatte Nowitzki seine Karriere beendet. Der 10. April 2019 ist in die Geschichte der Dallas Mavericks als der Tag eingegangen, an dem der größte Spieler der Franchise seinen Rücktritt erklärte. "Das ist mein letztes Heimspiel", sagte Nowitzki nach dem 120:109-Erfolg der Mavs gegen die Phoenix Suns am Hallenmikrofon © Getty Images
Die Halle erhob sich anschließend und skandierte seinen Namen. Die Standing Ovations wollten gar nicht enden - ein Abschied voller Emotionen. Legenden wie Charles Barkley und Larry Bird sagten Goodbye. Einen Tag später war nach dem Auswärtsspiel in San Antonio endgültig Schluss © Getty Images
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Mit seinen 30 Punkten hatte sich Nowitzki gegen Phoenix den Mavs-Fans dabei noch einmal von seiner allerbesten Seite gezeigt. Er ist nun der älteste Spieler der NBA-Historie, der in der Regular Season diese Marke knackte. Nur Michael Jordan schaffte dies sonst mit über 40, im Jahr 2003 aber gleich vier Mal mit den Washington Wizards © Getty Images
Trotz seiner Verletzung zu Saisonbeginn hat der Würzburger in seiner letzten Spielzeit noch einige Marken gesetzt. SPORT1 blickt auf die Meilensteine der 21-jährigen NBA-Karriere des Würzburgers zurück und zeigt, welche Ehrungen er auch danach erhalten hat (Stand: 02. März 2020) © SPORT1-Grafik: Getty Images/ iStock/ Eugen Zimmermann
Erst zwei Tage vor dem Spiel gegen die Suns griff sich Nowitzki gegen die Memphis Grizzlies seinen 10.000 Defensivrebound der Karriere. Er ist erst der fünfte Spieler der Geschichte, dem das gelang © Getty Images
Schon Mitte März hatte er wieder ein Stück NBA-Geschichte geschrieben. Nowitzki überholte im Spiel gegen die New Orleans Pelicans Wilt Chamberlain in der Liste der besten NBA-Scorer aller Zeiten © Getty Images
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In der Top 10 der besten Schützen ist der Würzburger der einzige Nicht-Amerikaner. Mit dem Erreichen der Marke von Chamberlain kann Nowitzki nun dauerhaft unter den Top-6-Scorern bleiben. LeBron James ist bereits vorbei gezogen, von hinten lauert derzeit keine Gefahr © Getty Images
Bei der Anzahl an Spielen (1522) hat Nowitzki John Stockton überholt, Karl Malones langjährigen kongenialen Vorlagengeber bei den Utah Jazz, und liegt nun auf Rang drei. © Getty Images
Kareem-Abdul Jabbar (1560) und Robert Parish (1611) stehen vor ihm. Um Platz zwei angreifen zu können, hätte der Deutsche noch in der Saison 2018/19 noch fleißig auf dem Parkett stehen müssen. So wird ihn Vince Carter (1498) womöglich noch überholen © Getty Images
Bereits mit seinem ersten Saisonspiel 2018/19 hatte Nowitzki Mitte Dezember Geschichte geschrieben: Historisch dabei: Der Deutsche ist der erste NBA-Profi, der in seiner 21. Saison mit derselben Franchise auf dem Parkett stand. Kein anderer Spieler trug länger das gleiche Trikot für ein Team - Kobe Bryant schaffte 20 Saisons bei den L.A. Lakers © Getty Images
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In der Vorsaison warf Nowitzki im Spiel gegen die New Orleans Pelicans Anfang März 2018 Nowitzki drei Dreier und holte damit seinen Kumpel Jason Kidd in einer kuriosen Statistik ein. Mit zu diesem Zeitpunkt 138 Treffern in einer Saison stellte Nowitzki einen Dreier-Rekord bei den über 39-Jährigen auf © Getty Images
Als einer von sechs Spielern hat Nowitzki mehr als 50.000 NBA-Minuten absolviert. Nach Elvin Hayes und Kumpel Jason Kidd hat Nowitzki (51.368 Minuten) auch Kevin Garnett (50.418 Minuten) für Rang drei der ewigen Rangliste überholt. Kareem Abdul-Jabbar und Karl Malone bleiben allerdings vor ihm © Getty Images
Bester Dreierschütze aus Europa ist "Big D" bereits. Dafür zog er an Ex-Teamkollege Peja Stojakovic (Bild) vorbei. Inzwischen ist Nowitzki mit 1982 Treffern auf Rang elf der ewigen Bestenliste. © Getty Images
Mit seinen fünf Dreiern im letzten Heimspiel gegen Phoenix überholte Nowitzki Joe Johnson (Rang 12, 1978 Dreier). Ex-Kollege Kidd (Rang 10, 1988 Dreier) verpasste der Würzburger knapp. Klay Thompson (1798), J.J. Redick (1772) und LeBron James (1769) könnten ihn in Zukunft überholen © Getty Images
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Bei den Freiwürfen hat Nowitzki mit 7240 verwandelten Jerry "The Logo" West (7160) kassiert, Platz fünf und Michael Jordan (l., 7327) erreichte er nicht mehr. Allerdings lauert LeBron James (7224) direkt hinter ihm © Getty Images
Nowitzki war zwar am Ende der Karriere nicht mehr der Rebounder früherer Jahre, doch die Marke von 11.000 konnte Nowitzki bereits knacken. 11.489 Abpraller brachte ihn auf Rang 26 vorbei an Elgin Baylor (11.463). Bei den Defensivrebounds erreichte er die magische Marke von 10.000 Rebounds © Getty Images
Nowitzki ist nicht unbedingt als Block-Spezialist bekannt. Trotzdem ist er der Block-Leader der Dallas Mavericks - vor Shawn Bradley © Getty Images
Die Jagd auf "Siggi" - wie Bradley (l.) wegen vermeintlicher Ähnlichkeiten mit dem DBB-Maskottchen genannt wurde - war erfolgreich. Mit schlussendlich 1281 Blocks hat Nowitzki deutlich mehr Würfe abgewehrt als der frühere Center, der einst für die deutsche Nationalmannschaft spielte © Getty Images
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Die Marke von 3.500 Assists hat Nowitzki in der Saison 2017/18 geknackt. Mit insgesamt 3651 Assists steht der Würzburger auf dem 145. Rang © Getty Images
Unter die besten 100 Spieler aller Zeiten bei den Steals (derzeit Platz 85) gehört er mit 1.210 geklauten Bällen. James Harden überholte ihn zuletzt, Stephen Curry liegt nur fünf Steals hinter Dirkules © Getty Images
11.169 Mal - so oft landete ein Ball im Korb, nachdem Nowitzki abgezogen hatte. Damit liegt er in der ewigen Bestenliste auf Rang acht. Kareem Abdul-Jabbar (Bild) thront mit 15.837 erfolgreichen Würfen an der Spitze © Getty Images
Kein Wunder angesichts dieser Meilensteine, dass er nach seiner Karriere zahlreiche Ehrungen erhielt. In Dallas wurde eine Straße in der Nähe der Halle der Mavericks in "Nowitzki Way" umbenannt © dpa Picture-Alliance
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Auch in der Spielstätte der Dallas Mavericks hat Nowitzki seinen Platz gefunden. Neben der Zone auf dem Parkett ist Nowitzki mit seinem typischen einbeinigen Flamingo-Wurf abgebildet. An der Eliteuniversität Harvard wurde gar eine Fallstudie mit dem Titel "Changing the game" über ihn geschrieben © twitter.com/SkylerinDallas
Natürlich werden auch Bücher über die deutsche Legende geschrieben. Besonders "The Great Nowitzki" von Thomas Pletzinger erfreut sich großer Beliebtheit, Nowitzki ist sogar bei einer Buchpräsentation dabei © Imago
Egal, wo Nowitzki auftaucht - die Freude ist groß. Hier wird Nowitzki als Gast des NFL-Spiels zwischen den Dallas Cowboys und den New York Giants gefeiert © dpa Picture-Alliance
Über seine weitere Zukunftsplanung ist sich die NBA-Legende noch nicht bewusst. So könnte er sich einen Job im Mavs-Stab vorstellen oder aber in der Spielerentwicklung. Auch eine Rolle als Teilhaber bei den Mavericks war im Gespräch. Beim Basketball-Weltverband FIBA ist er neuer Chairman der Players' Commission. Dort vertritt Nowitzki die Spielerinteressen im Vorstand des Verbandes © Getty Images
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Zahlreiche weitere Schallmauern hat Nowitzki in seiner langen Karriere durchbrochen. SPORT1 blickt auf die frühen Stationen seiner einzigartigen Karriere © SPORT1/Getty
Sein NBA-Debüt gibt Nowitzki als recht schmächtiger Jüngling am 5.2.1999 gegen Detlef Schrempf und die Seattle SuperSonics. Wegen des Lockouts muss er bis Februar warten. Zwar erzielt er nur zwei Punkte, es ist aber der Beginn einer glanzvollen Karriere voller Triumphe und Rekorde © Getty Images
In seiner dritten Saison revolutioniert Nowitzki bereits die NBA. Als erstem und einzigem Spieler gelingen ihm 2000/01 innerhalb einer Spielzeit mindestens 150 Dreier und 100 Blocks. Ein 2,13-Meter-Mann, der von draußen mit tödlicher Präzision trifft, ist völlig neu © Getty Images
14. Mai 2001: Dirk erzielt zum ersten Mal 40 Punkte in einer Partie. In der Playoff-Serie gegen San Antonio verliert Nowitzki bei einer Kollision mit Terry Porter einen Zahn, beeindruckt aber in Spiel 5 mit 42 Zählern - Karriere-Bestwert bis dahin. Trotzdem verliert Dallas 87:105 und ist draußen © Getty Images
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2002 wird das "German Wunderkind" erstmals als Reservist zum All-Star Game eingeladen. Auch Kumpel Steve Nash (r.) debütiert. Es folgen bis 2012 zehn weitere Nominierungen in Folge - 2014 und 2015 ist er wieder dabei, 2019 erhält er eine Sondereinladung. Am Ende stehen 14 Teilnahmen am All-Star Game © Getty Images
In den Playoffs 2002 gelingt ihm gegen Kevin Garnetts Minnesota Timberwolves eine fantastische Serie. Viermal in Folge schafft er in einem Spiel der K.o.-Runde mindestens 30 Punkten und 15 Rebounds - vor und nach Kareem Abdul-Jabbar hat dies bis heute niemand sonst geschafft © Getty Images
Einige Monate später gelingt der größte Erfolg mit dem Nationalteam. In Indianapolis führt der Superstar das DBB-Team bei der WM auf Rang drei und wird zum MVP des Turniers gewählt © Getty Images
2005 wiederholt er das MVP-Kunststück bei der EM. Zum Titel reicht es im Finale gegen Griechenland aber nicht © Getty Images
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Am 18. Januar 2005 durchbricht er gegen die Washington Wizards die Marke von 10.000 Punkten. An diesem Abend erzielen die Mavs 137 Zähler © Getty Images
2006 holt er sich beim All-Star Game den Titel im Dreier-Shootout © Getty Images
2006 erlangt Nowitzki mit den Mavs den bis dahin größten Erfolg, erlebt aber auch die schlimmste Enttäuschung. Er führt die Truppe erstmals in die NBA Finals. Trotz 2:0-Führung gegen die Miami Heat reicht es aber nicht © Getty Images
Im Februar 2007 startet er als erster Europäer überhaupt im All-Star Game © Getty Images
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Wenige Monate darauf erhält Nowitzki die Auszeichnung zum wertvollsten Spieler - als erster europäischer Spieler der NBA-Historie. Seine beeindruckenden Zahlen: 50,2 Prozent Trefferquote aus dem Feld, im Schnitt 24,6 Punkte und 8,9 Rebounds pro Partie; 67 Saisonsiege (Teamrekord). Inzwischen steht die Trophäe bei der Mutter in Würzburg © Getty Images
Allerdings ist die Freude getrübt. Keine zwei Wochen vor der Vergabe scheidet Nowitzki mit den Mavericks sensationell in der ersten Runde gegen die achtplatzierten Golden State Warriors aus. Die MVP-Trophäe hat also einen bitteren Beigeschmack © Getty Images
2008 führt Nowitzki die Nationalmannschaft zu den Olympischen Spielen und wird in Peking Fahnenträger der deutschen Mannschaft © Getty Images
Am 13. Januar 2010 schiebt sich der Würzburger endgültig unter die allergrößten NBA-Stars. Gegen die L.A. Lakers gelingt ihm ein weiterer historischer Treffer in gewohnter Manier. Er durchbricht die 20.000-Punkte-Schallmauer. Keinem Europäer vor ihm gelang dies © Getty Images
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Am 29. Oktober 2010 gegen Memphis verwirft Nowitzki nach 82 Treffern in Folge wieder einen Freiwurf - die damals drittlängste Serie der Historie © Getty Images
In Spiel eins der legendären Conference-Finalserie gegen Oklahoma City stellt Nowitzki mit 24 verwandelten Freiwürfen ohne Fehlversuch einen Rekord auf © Getty Images
Die meisten Mavericks-Rekorde gehören ihm ohnehin. Spiele, Punkte, Rebounds, Dreier, Field Goals, Freiwürfe, Blocks: Nirgends war ein anderer Maverick besser © Getty Images
2011 wird zum Highlight-Jahr seiner Karriere: Nowitzki sichert sich mit seinen Dallas Mavericks den Titel in der NBA. Sie schlagen völlig überraschend die Startruppe der Miami Heat um LeBron James. Vor allem Nowitzkis grandiose Leistungen in den Playoffs bleiben in Erinnerung. Selbst hohes Fieber und ein Sehnenriss im Finger können ihm in den Endspielen nicht aufhalten © Getty Images
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Für den Routinier geht damit ein Traum in Erfüllung. Er wird zum wertvollsten Spieler der Finalserie gewählt und ist damit nur einer von zehn NBA-Akteuren mit mindestens zehn All-Star Games, einem NBA-Titel, einem MVP-Titel in der Saison und den Finals © Getty Images
In der K.o.-Runde läuft "Dirkules" ohnehin immer zu großer Form auf. Er ist einer von nur vier Spielern mit einem Karriere-Schnitt von über 25 Punkten und zehn Rebounds pro Playoff-Spiel © Getty Images
Nowitzki ist mittlerweile auch noch eine Bretter-Legende! Am 24. März 2015 gegen die San Antonio Spurs fischt er den 10.000 Rebound seiner Laufbahn aus der Luft © Getty Images
Damit trägt er sich ein weiteres Mal in die Geschichtsbücher ein. Nur sechs Spieler schaffen vor ihm 27.000 Punkte und 10.000 Rebounds. Zusätzlich 1.000 Blocks und 1.000 Dreier hat freilich niemand zu bieten - nicht einmal Kareem Abdul-Jabbar oder Michael Jordan © Getty Images
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Der nächste Meilenstein für Dirk Nowitzki: Beim Sieg seiner Dallas Mavericks gegen die Philadelphia 76ers im Februar 2016 durchbricht der Deutsche die Marke von 29.000 Punkten - als damals erst sechster Spieler der Geschichte, der das schafft © Twitter/dallasmavs
Den Meilenstein erreicht Nowitzki mit einem Dreier zu Beginn des 3. Viertels. Nach dem Spiel hat er exakt 29.008 Zähler auf dem Konto. Unerreichbarer Spitzenreiter dieser Wertung ist Kareem Abdul-Jabbar (38.387 Punkte) © Getty Images
Auch 2016 arbeitet Nowitzki weiter fleißig an seinem Legendenstatus. Der deutsche Superstar kassiert mit den Mavericks gegen Denver zwar eine bittere Niederlage, knackt dabei aber zum 16. Mal in seiner NBA-Laufbahn die Marke von 1.000 Saisonpunkten © Getty Images
Nowitzki egalisiert damit die Marke von Celtics-Legende John Havlicek, besser waren nur Kareem Abdul-Jabbar (19 Spielzeiten), Karl Malone (18) und Tim Duncan (17) © Getty Images
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Am 7. März 2017 folgt ein weiterer großer Moment. Gegen die L.A. Lakers gelingt Nowitzki sein 30.000 Punkt in der NBA. Der Deutsche ist erst der sechste Spieler der NBA-Geschichte, der diese Marke durchbricht © Getty Images
Mitte März 2019 überholt Nowitzki im Spiel gegen die New Orleans Pelicans wiederum Wilt Chamberlain in der Liste der besten NBA-Scorer aller Zeiten. In der Historie der besten Basketball-Liga der Welt gibt es nur fünf Spieler, die mehr Punkte erzielt haben als der Deutsche © Getty Images
Nachdem er beim Heimspiel gegen die Phoenix Suns seinen Rücktritt verkündet, gastiert Nowitzki in seinem letzten NBA-Spiel bei den San Antonio Spurs. Ein allerletztes Mal trifft der Würzburger auf den texanischen Erzrivalen. Ein Tribute-Video verursacht Tränen bei Nowitzki © Getty Images
Nowitzki ist der einzige Spieler in der langen Historie der NBA mit 30.000 Punkten, 10.000 Rebounds, 1.700 Dreiern und 1.200 Blocks. Es ist immer wieder beeindruckend, wie stark der beste deutsche Basketballer die NBA geprägt hat © Getty Images
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Und trotz allem ist Nowitzki ein bodenständiger und sympathischer Mensch geblieben, der sich Ehrungen wie das Bundesverdienstkreuz verdient hat © Getty Images
Große Ehre für Nowitzki! im Dezmber 2019 erhielt der frühere NBA-Star von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz für sein soziales Engagement. "Wenn ich heute einen Wunsch äußern darf, dann diesen: Hoffentlich motiviert Ihr Engagement auch andere Menschen, sich einzusetzen für diesen Zusammenhalt", sagte Steinmeier © Imago
Nowitzki bezeichnete die Auszeichnung als eine "große Ehre. Der Sport hat mein Leben geprägt: Die Begegnungen mit den Menschen, die Erfahrungen von Erfolg und Misserfolg, Teamerlebnis und soziale Fähigkeiten, Zuversicht und Selbstvertrauen." © dpa Picture-Alliance
Zuletzt war er beim Spiel zwischen den Lakers und Dallas von den Gastgebern mit einem Video geehrt worden und wurde mit Standing Ovations gefeiert © Getty Images

Warriors-Coach Steve Kerr fehlen mittlerweile beinahe die Worte, wenn er einmal mehr über Currys Leistungen sprechen soll. "Es ist nach jedem Spiel das Gleiche, es ist einfach nur völliges Erstaunen über die Fähigkeiten dieses Kerls, sein Herz, seinen Verstand, seine Konzentration. Es ist einfach nur erstaunlich, ihm zuzusehen", so der 55-Jährige.

Der Superstar selbst, der sich jede Woche aufs Neue mit seinen Performances ins Rampenlicht katapultiert, bleibt bei all dem Trubel um seine Person dennoch zurückhaltend. "Ich habe Spaß da draußen und spiele einfach Basketball und es funktioniert offensichtlich."