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Australian Open: Novak Djokovic schlägt Daniil Medvedev im Finale

Djokovic feiert 18. Grand-Slam-Titel

Novak Djokovic erteilte Daniil Medvedev eine Lehrstunde

Novak Djokovic erteilte Daniil Medvedev eine Lehrstunde © Imago

Novak Djokovic lässt Daniil Medvedev im Finale der Australian Open in Melbourne keine Chance. Der Russe zertrümmert seinen Schläger.

Novak Djokovic hat mit einer Machtdemonstration seinen 18. Grand-Slam-Titel gewonnen.

Der Weltranglistenerste bezwang im Finale der Australian Open Daniil Medvedev (Russland) in drei Sätzen mit 7:5, 6:2, 6:2 und jubelte in Melbourne in neuten Endspiel bereits zum neunten Mal. Damit baute er seinen beeindruckenden Rekord aus. Die sensationelle Bilanz wird nur von Rafael Nadals 13 Titeln bei den French Open übertroffen.

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Djokovic verdiente sich zudem ein Preisgeld von knapp 1,8 Millionen Euro.

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"Ich liebe euch jedes Jahr mehr und mehr", rief der Rekordchampion der Australian Open den Fans in der Rod-Laver-Arena entgegen: "Die Liebesbeziehung geht weiter."

Djokovic fehlen nur noch zwei Grand-Slam-Titel, um mit den Rekordsiegern Rafael Nadal und Roger Federer (jeweils 20) gleichzuziehen. Er benötigte für den Sieg In der Rod-Laver-Arena nur 1:53 Stunden, laut Eurosport hat er für einen Finaltriumph bei einem Grand-Slam-Turnier noch nie so wenig Zeit benötigt.

Der Serbe erwischte am Sonntag in der vom deutschen Stuhlschiedsrichter Nico Helwerth geleiteten Partie einen furiosen Start und stürmte auf 3:0 davon. Medvedev konterte und glich zum 3:3 aus. In der entscheidenden Phase des Satzes war aber Djokovic wieder zur Stelle und sicherte sich mit seinem zweiten Break das 7:5.

Medvedev zerstört Schläger

Deutlich klarer ging der zweite Durchgang von statten. Zwar nahm Medvedev seinem Kontrahenten direkt den Aufschlag ab. Djokovic aber schlug sofort zurück und dominierte anschließend.

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Nach Djokers Spielgewinn zum 5:2 ließ Medvedev, der seinen ersten Grand-Slam-Sieg verpasste, seinem Frust freien Lauf und zertrümmerte seinen Schläger, am Satzausgang änderte das aber nichts mehr.

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Daniil Medvedev zerstörte seinen Schläger

Im dritten Satz zeigte sich ein ähnliches Bild. Bereits nach 22 Minuten stand es 4:1 für Djokovic. Medvedev biss sich zwar noch ein wenig rein, eine echte Comeback-Chance ließ Djokovic aber nicht mehr zu. Nach zuvor 20 Siegen in Folge verlor Medvedev ausgerechnet im Finale der Australian Open wieder.

In seinem zweiten Grand-Slam-Endspiel erlebte der Sieger der ATP Finals die nächste Enttäuschung - 2019 hatte der Moskauer bei den US Open schon gegen Nadal verloren.

"Du wirst irgendwann einen Grand-Slam-Titel gewinnen", sagte Djokovic bei der Siegerehrung zu Medvedev - und ergänzte lachend: "Wenn es dir nichts ausmacht, noch ein paar Jahre zu warten."

Medvedev verzweifelt

Das Endspiel der Australian Open war auch der nächste Anlauf der Spieler der sogenannten "Next Generation", das Ende der Ära der Superstars Djokovic, Federer und Nadal einzuläuten. Zwar hatten die vergangenen US Open in Dominic Thiem bereits einen neuen Champion hervorgebracht - Federer fehlte dort aber verletzt, Nadal verzichtete auf einen Start und Djokovic wurde im Achtelfinale wegen einer Unbeherrschtheit disqualifiziert (Kalender der ATP-Saison 2021).

"Es wird viel geredet über die neue Generation, die von uns übernehmen soll", sagte Djokovic: "Aber realistisch gesehen ist das noch nicht passiert. Mit allem Respekt gegenüber den anderen Jungs, sie haben noch viel Arbeit vor sich."

Das zeigte sich im Finale von Melbourne: Auch mit der Führung im Rücken hielt Djokovic, dessen Bauchmuskelbeschwerden komplett ausgestanden schienen, den Druck hoch. Medvedev leistete sich hingegen vermehrt einfache Fehler und verzweifelte immer mehr. "Er ist so ein talentierter Spieler, aber heute packt er es mit den Nerven nicht", urteilte Boris Becker bei Eurosport.

Mental war der eiskalte Djokovic weit überlegen.

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