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Formel 1: Romain Grosjean über Feuer-Crash und Erinnerungen an den Tod

Feuer-Crash: So leidet Grosjean noch

Horror-Crash in der Formel 1

Romain Grosjean entgeht beim Feuer-Crash von Bahrain nur knapp dem Tod - und verrät nun, welche Gedanken er an die Extremsituation bis heute hat.

Es waren dramatische Bilder, als Romain Grosjean Ende November beim Grand Prix von Bahrain in die Leitplanke krachte und sein Bolide in Flammen aufging

Der damalige Formel-1-Fahrer für das Team Haas kam bei dem Feuer-Crash erstaunlicherweise nahezu unversehrt und mit dem Leben davon, erlitt Verbrennungen an den Händen.

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Doch die fürchterlichen Erinnerungen daran setzen Grosjean nach wie vor mächtig zu, wie er nun im Schweizer Radio und Fernsehen in der Talk-Sendung Gredig direkt offenbarte - insbesondere auch, was seine Kinder betrifft.

"Im Nachhinein ist das das Schwierigste für mich Für sie war es besonders schlimm. Bei diesem Rennen saßen sie vor dem Fernseher mit meiner Frau und meinem Vater", sagte der 34-Jährige. "Wie meine Frau vor dem Fernseher saß und dachte: 'Wie sage ich es den Kindern bloß, wenn ihr Papa jetzt stirbt?'"

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Er selbst habe zunächst bereits mit mit dem Leben abgeschlossen gehabt: "Ich dachte, ich würde sterben. Und ich war bereit, mein Körper war bereit. Ich war in Frieden mit mir, und ich habe mich entspannt. Ich fragte mich sogar, wo ich zuerst brennen würde."

Doch dann, so Grosjean weiter, "dachte ich an meine drei Kinder und sagte: "Nein, sie sollen nicht ohne Vater leben.'" (Rennkalender der Formel 1 2021)

Beim Betrachten dieses Wrack-Teils des Haas-Boliden wird schnell klar, was für ein Wunder es ist, dass Romain Grosjean seinen Unfall ohne größere Verletzungen überstanden hat
Beim Betrachten dieses Wrack-Teils des Haas-Boliden wird schnell klar, was für ein Wunder es ist, dass Romain Grosjean seinen Unfall ohne größere Verletzungen überstanden hat © Imago
SPORT1 zeigt angesichts des letztlich glimpflichen Ausgangs die Bilder rund um den schrecklichen Feuer-Unfall und erklärt, was passiert ist und wer bzw. was Grosjean das Leben rettete © Getty Images
Nach einer Berührung mit dem AlphaTauri von Daniil Kvyat kracht der Haas von Grosjean kurz nach dem Start des Bahrain-GP in die Begrenzung © Getty Images
Das Auto wird dabei in zwei Teile gerissen und geht sofort in Flammen auf © Imago
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Der vordere Teil des Boliden durchschlägt sogar die Leitplanke © Imago
Sofort eilt das Medical Car sowie einige Marshalls zur Hilfe. Am Auto angekommen sehen sie zunächst einen großen Feuerball © Getty Images
Grosjean steckt zunächst fest, rettet sich nach 27 Sekunden aber selbständig aus dem brennenden Wrack © Imago
FIA-Arzt Ian Roberts zieht Grosjean schließlich aus dem Feuerball über die Leitplanke © Imago
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Grosjean ist gerade rechtzeitig aus dieser Feuerhölle entkommen, denn mehr als 35 Sekunden hätten auch die Rennanzüge nicht durchgehalten in der Hitze © Imago
Auch mit Feuerlöscher ist dem Feuer zunächst kaum beizukommen © Getty Images
Währenddessen mit der unter Schock stehende Grosjean weg von der Unfallstelle und in Sicherheit gebracht © Getty Images
Einen Schuh hat er offenbar beim Ausstieg aus dem Wrack verloren © Imago
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Grosjean wird gesagt, dass er sich auf den Boden setzen soll, die Ärzte vermuten zu diesem Zeitpunkt gebrochene Rippen © Imago
Vorsichtig wird Grosjean abtransporiert und in ein Krankenhaus gebracht. Wie Haas inzwischen bestätigt hat, erlitt er lediglich Verbrennungen an beiden Handrücken und blieb von Brüchen verschont © Imago
Ein Wunder, wenn man sich anguckt, wie das Feuer den Haas regelrecht verschlingt ©
Der Feuerball ist in der Zwischenzeit kleiner geworden, doch wirklich viel ausrichten können die Einsatzkräfte immer noch nicht © Imago
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Diese Bilder wecken Erinnerungen an den Nürburgring-Unfall Niki Laudas und andere Tragödien der Formel-1-Historie © Imago
Teile des Autos von Grosjean stecken noch in der Leitplanke fest © Getty Images
Wie schrecklich der Unfall war, zeigt auch das riesige Loch in der Leitplanke danach © Imago
Dieses völlig zerstörte vordere Teil des Haas hatte die Leitplanke durchschlagen © Imago
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Etwas später ist das Feuer endlich gelöscht © Imago
Aus dieser Perspektive hat man als Außenstehender ein Formel-1-Auto wohl noch nie zuvor gesehen © Imago
Hier sieht man das HALO-System sowie Monocoque - beide im Zusammenspiel haben Grosjean das Leben gerettet © Imago
Das andere Teil des Autos hat sogar noch intakte Räder und kann weggeschoben werden © Imago
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Das Horror-Rennen geht 85 Min. nach dem Unfall von Grosjean weiter. Stroll wird von Kvyat gedreht ... © Getty Images
... und überschlägt sich daraufhin. Glücklicherweise bleibt der Racing-Point-Pilot unverletzt © Getty Images
Der Held des Tages, das HALO-System, hat auch in diesem Fall hervorragende Arbeit geleistet und Schlimmeres verhindert © Imago

Grosjean über Feuer-Unfall: "Hirn drückte Resetknopf"

Dem Tod entronnen zu sein, verdankt der französisch-schweizerische Rennfahrer eigenen Eindrücken zufolge vor allem dem Umstand, trotz der Extremsituation in seinem brennenden Fahrzeug schließlich doch nicht in Panik verfallen zu sein. 

"Ich dachte: 'Okay ich brenne, ich habe Feuer um mich.' Es war aber kurioserweise nicht heiß, das hat mein Gehirn verdrängt", erklärte Grosjean. "Ich war überzeugt, dass es im Cockpit nicht brannte. Die TV-Bilder zeigen ja aber deutlich, dass es von Anfang an lichterloh brannte."

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"Mein Hirn spielte verrückt, versuchte Lösungen zu finden. In dem Moment, wo ich entspannt habe, hat mein Gehirn einen Resetknopf gedrückt", fügte er an. (NEWS: Alles zur Formel 1)

So habe er es auch geschafft, seinen unter den Pedalen eingeklemmten Fuß zu befreien und aus dem Wagen zu klettern. "Ich wusste, dass meine Hände brannten. Aber das war unwichtig." Er habe sich allein darauf konzentriert rauszukommen, habe nicht wie Niki Lauda enden wollen (Feuer-Unfall beim Grand Prix von Deutschland 1976 auf der Nürburgring, Anm. d. Red.).

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Andere Sinne und Wahrnehmungen seien dabei deaktiviert gewesen. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

"Das Geräusch des Feuers kam erst nach zwei Wochen in mein Bewusstsein, dabei ist es doch so laut. Der Geruch des brennenden Karbons kam erst jetzt zurück. Das alles war in dem Moment nicht wichtig, mein Gehirn hat es ausgeblendet", so Grosjean, der inzwischen keine Medikamente mehr nehmen müsse.

Dafür ist manuelle Therapie nach wie vor nötig angesichts der erlittenen Verbrennungen: "Ich bewege meine Finger 3000 Mal am Tag, um das Gefühl zurückzuerlangen."

Ein Training, das Grosjean auch wieder die ungehinderte Ausübung seines Rennsports ermöglichen soll, wenn auch trotz 179 Grand-Prix-Teilnahmen nicht mehr in der Formel 1, wo er (wie auch Kevin Magnusse) bei Haas am Saisonende den Laufpass bekam, dort nun Mick Schumacher und Nikita Mazepin die neuen Trümpfe sind. 

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