Anzeige

Darts: Fallon Sherrock will sich über Q School PDC Tour Card sichern

Diesen Traum jagt die Darts-Queen

Als Fallon Sherrock die Darts-WM 2020 verzückte

In ihrer Heimatstadt Milton Keynes kämpft Fallon Sherrock um eine Tour Card - und gegen die Vergangenheit. Sie ist entschlossen, ein Trauma zu besiegen.

Fallon Sherrock will es wissen!

Die Darts-Queen, die sich bei der WM 2020 in die Herzen der Fans spielte, kämpft vom 8. bis 17. Februar um eine PDC Tour Card für dieses Jahr.

Anzeige

Damit könnte sie alle Turniere der PDC Pro Tour spielen und damit wichtiges Preisgeld und wertvolle Punkte in der Order of Merit sammeln.

Irres Finish! Sherrock bringt Legende Taylor ins Wanken

Nur 29 von 640 Teilnehmen erhalten die Tour Card

Der Weg dahin ist aber nicht leicht. In der Qualifikation, der so genannten Q School, kämpfen sage und schreibe 640 Teilnehmer um gerade einmal 29 PDC Tour Cards.

Von diesen Zahlen lässt sich Sherrock aber nicht beeindrucken. "Ich würde nicht an der Q School teilnehmen, wenn ich nicht davon überzeugt wäre, es schaffen zu können", sagt die 26-Jährige aus Milton Keynes im Darts Show Podcast. "Ich fühle mich bereit, ich will mich von den Top-Spielern pushen lassen."

SPORT1 Akademie - Werde mit Raymond van Barneveld zum Darts-Star | ANZEIGE

Sie nimmt die Herausforderung aber auch deshalb mit so viel Entschlossenheit an, weil sie im vergangenen Jahr haarscharf in der Qualifikation für die PDC Pro Tour gescheitert war. Am Ende fehlten ihr nur lächerliche zwei Legs zum Erhalt einer Tour Card.

"Dieses Szenario will ich nicht noch einmal erleben", betont Sherrock, die bei der WM vor etwas mehr als einem Jahr in die 3. Runde eingezogen war und damit Geschichte geschrieben hatte – als erste Frau überhaupt, die im Ally Pally Spiele gewinnen konnte.

Im Frühjahr soll die 17. Auflage der Unibet Premier League of Darts gestartet werden. Anders als in den vergangenen beiden Jahren wird es 2021 keine Herausforderer geben. Im Vorjahr schaffte es nur ein Challenger gegen einen gesetzten Spieler zu gewinnen (Luke Humphries gegen Gary Anderson). Die Rückkehr zum alten Format bedeutet auch keine weitere Chance für den Shootingstar des Vorjahres Fallon Sharrock (Bild)
Im Frühjahr soll die 17. Auflage der Unibet Premier League of Darts gestartet werden. Anders als in den vergangenen beiden Jahren wird es 2021 keine Herausforderer geben. Im Vorjahr schaffte es nur ein Challenger gegen einen gesetzten Spieler zu gewinnen (Luke Humphries gegen Gary Anderson). Die Rückkehr zum alten Format bedeutet auch keine weitere Chance für den Shootingstar des Vorjahres Fallon Sharrock (Bild) © Getty Images
2021 gehen also wieder zehn fixe Spieler an den Start. Dabei müssen die beiden Tabellenletzten nach dem 9. Spieltag ("Judgement Night") die Segel streichen. Die verbliebenen acht bestreiten sechs weitere Spiele. Die Top Vier qualifizieren sich schließlich für das Halbfinale © Imago
Nach dem WM-Finale gab die PDC neun der zehn Teilnehmer bekannt. Neben Weltmeister Gerwyn Price und WM-Finalist Gary Anderson (Bild rechts) wurde unter anderem auch Nathan Aspinall (Bild links) nominiert, für den es die zweite Teilnahme ist © Imago
Der verbleibende zehnte und letzte Platz ging an den Sieger beim Masters in Milton Keynes - und damit an Jonny Clayton (l.), für den es der erste fixe Start in der Premier League ist. SPORT1 zeigt die Teilnehmer 2021 © Chris Dean/PDC
Anzeige
JONNY CLAYTON (Wales): Der Überraschungsmann der Premier League! Der Waliser gewann mit dem Masters seinen ersten Einzel-Titel und erstmals überhaupt ein Turnier vor TV-Kameras. Zusammen mit Gerwyn Price hatte er im letzten Jahr beim World Cup of Darts den ersten Turniersieg seiner Karriere geholt © Imago
Der 46-Jährige qualifizierte sich zuletzt fünf Mal in Folge für die WM (2017-2021), sein bestes Resultat war das Erreichen der 3. Runde. Im vergangenen Dezember scheiterte er mit 3:4 knapp an Joe Cullen © Imago
Besonders einprägsam ist die Einlaufmusik von "The Ferret" (deutsch: "Das Frettchen"): Er betritt zum Rock ‘n‘ Roll-Klassiker "Johnny B Goode" von Chuck Berry aus dem Jahr 1959 die Bühne. Wie Price ist er ehemalige Rugbyspieler. Erstaunlich: Nach wie vor geht er seinem Beruf als Stuckateur nach. Ob er das noch mit der wöchentlichen Premier League verbinden kann, bleibt abzuwarten © Imago
GLEN DURRANT (England): Der dreimalige BDO-Weltmeister wurde im Vorjahr erstmals für die Premier League nominiert. Er schaffte es auf Anhieb ins Finale, in dem er sich gegen Nathan Aspinall seinen ersten Major-Titel bei der PDC sicherte © SPORT1
Anzeige
NATHAN ASPINALL (England): 2019 noch Contender, schaffte es "The Asp" 2020 bis ins Finale, wo er sich Glen Durrant geschlagen geben musste. Schaltete im Halbfinale den Weltmeister von 2020 Peter Wright aus © Imago
DIMITRI VAN DEN BERGH (Belgien): Steht vor seiner ersten Teilnahme. Sammelte jedoch bereits 2019 als Contender Erfahrung in der Premier League. Trotzte James Wade ein Unentschieden ab. Zeigte beim World-Matchplay-Triumph 2020 seine Klasse © Getty Images
JOSÉ DE SOUSA (PORTUGAL): Mit seinem Triumph beim Grand Slam sorgte "The Special One" für eine Sensation. Trotz Weltranglistenposition 15 darf sich der Portugiese erstmals in der Premier League beweisen. Seine Nominierung ist etwas überraschend © Imago
ROB CROSS (England): Der Weltmeister von 2018 schied nach einem Halbfinaleinzug und einem Finaleinzug vergangene Saison als Gruppenletzter mit nur fünf Punkten sang und klanglos aus. Ist als Weltranglisten-Vierter aber gesetzt © Getty Images
Anzeige
PETER WRIGHT (Schottland): Hat schon viele große Turniere gewonnen, die Premier League fehlt jedoch noch in der Sammlung von "Snakebite". Scheiterte 2020 im Halbfinale an Nathan Aspinall © Imago
GARY ANDERSON (Schottland): Scheiterte im Vorjahr im Halbfinale denkbar knapp (9:10) am späteren Sieger Glen Durrant. Gewann das Turnier bereits zwei Mal: 2011 und 2015 © Imago
GERWYN PRICE (Wales): Verpasste in den vergangenen beiden Jahren als Fünfter jeweils knapp die Playoffs. Für den exzentrischen Waliser und neuen Weltmeister wird es die vierte Teilnahme an der Eliteliga des Darts © Imago
MICHAEL VAN GERWEN (Niederlande): Der Dominator der vergangenen Jahre beendete die Premier League bereits fünf Mal als Sieger. "MvG" könnte mit einem Sieg in diesem Jahr mit Rekordchampion Phil Taylor gleichziehen © Imago
Anzeige

Ein Jahr später verpasste sie die erneute WM-Teilnahme auf dramatische Weise.

Lisa Ashton ist Sherrocks Vorbild

Jetzt will sie ihre Qualitäten an der Scheibe bei der Q School wieder demonstrieren und dort an eine der heiß begehrten Tour-Karten herankommen. Als Vorbild bei diesem Vorhaben dient ihr Lisa Ashton.

"Dass Lisa im vergangenen Jahr eine Tour Card holen konnte, war eine großartige Leistung. Wir wollen alle auf die ProTour. Ich will Lisa folgen. Ich weiß, dass ich so gut spielen kann", geht Sherrock die Aufgabe voller Selbstvertrauen an.

SPORT1 STARTER PAKET – Dartscheibe, Pfeile & Zubehör. Jetzt günstig im Set erhältlich – HIER SICHERN | ANZEIGE

Das wird sie auch brauchen. Um an die Eintrittskarte zu den großen Turnieren zu kommen, muss sie sich erst in einer ersten Qualifikationsphase unter 171 Spielern durchsetzen und dann auch noch in der finalen Quali-Phase bestehen.

Ein Vorteil hat sie aber auf jeden Fall. Gespielt wird in der Marshall Arena in Milton Keynes, also praktisch direkt vor ihrer Haustür.