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Mesut Özil vor Wechsel zu Fenerbahce Istanbul - Details des Deals

Macht Özil sein Versprechen wahr?

Özils Versprechen: Das steckt hinter seinen Wechsel-Plänen

Der Wechsel von Ex-Nationalspieler Mesut Özil vom FC Arsenal zu Fenerbahce Istanbul steht wohl kurz bevor. Ein Insider verrät bei SPORT1 Details des Deals.

Wird ein Versprechen von Mesut Özil an seine Mutter der entscheidende Faktor für seinen nächsten und wohl letzten Wechsel in seiner Karriere?

Der beim Premier-League-Klub FC Arsenal in Ungnade gefallene Weltmeister von 2014 befindet sich nach SPORT1-Informationen in fortgeschrittenen Verhandlungen über einen Wechsel zum türkischen Traditionsverein Fenerbahce Istanbul. Bei den Gunners ist kein Platz mehr für Özil, der Klub plant einen großen Umbruch. 

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2018 hatte Özil dem türkischen Medium Spor X verraten, dass er seiner Mutter Gulizar versprochen habe, eines Tages in der Süper Lig für Fenerbahce zu spielen. Das könnte jetzt schneller gehen, als gedacht.

Im kommenden Sommer soll der FC Arsenal seinen Kader auf den Prüfstand stellen. Aller Voraussicht nach steht ein großer Umbruch bevor © Getty Images
Die englische Zeitung "Mirror" berichtet, dass die Gunners die Weichen für die Zukunft stellen und endlich wieder um Titel mitspielen wollen © Getty Images
Der letzte Erfolg war der Sieg im FA Cup 2016/17 - die letzte Meisterschaft wurde gar 2003/04 errungen © Getty Images
Mit Mikel Arteta steht bereits ein neuer Trainer an der Seitenlinie, jetzt soll sich auch das Gesicht der Mannschaft stark verändern © Getty Images
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SPORT1 zeigt auf, welche Spieler bei Arsenal noch eine Zukunft haben, und wer neben Mesut Özil verkauft werden könnte © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images
TOR: Der deutsche Nationaltorwart Bernd Leno ist die absolute Nummer eins im Tor der Gunners. Zudem ist er mit 28 Jahren im besten Torhüter-Alter und sein Vertrag hat noch eine Gültigkeit bis 2023. An Leno ist nicht zu rütteln © Getty Images
Ersatz-Keeper Emiliano Martínez ist ein solider Backup und darf meistens in den Pokalwettbewerben in den Kasten. Das Arbeitspapier des 27-jährigen Argentiniers läuft noch bis 2022, es besteht wohl kein weiterer Bedarf © Getty Images
Die Zukunft der Schlussmänner Matt Macey (25) und Dejan Iliev (25) ist dagegen ungewiss, da sich beide bisher nicht für Höheres empfohlen haben. Ein junges Torwart-Talent als dritter Keeper ergibt viel mehr Sinn © Getty Images
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INNENVERTEIDIGER: Die Defensivabteilung ist die größte Baustelle bei Arsenal. Abwehrchef David Luiz ist mit 32 Jahren nicht mehr der Jüngste, erst recht nicht der Schnellste - und für viele Experten auch schon über dem Zenit. Wenn 2021 sein Vertrag ausläuft, dann heißt es wohl Koffer packen für den Brasilianer. Aber wohl erst dann © Getty Images
Sokratis ist zwar nach Luiz der Innenverteidiger, der am zweithäufigsten eingesetzt wird, doch nur, weil es an Alternativen fehlt. Der 31-jährige Grieche kommt in den englischen Medien häufig sehr schlecht weg, weshalb der Ex-Bundesliga-Star auch verkauft werden soll. 2021 endet sein Vertrag, so dass nur noch im Sommer eine Ablöse winkt © Getty Images
Der deutsche Nationalspieler Shkodran Mustafi kam in der Saison 2019/20 nur 18 Mal zum Einsatz. Als Backup bleibt der 27-Jährige aber vorerst eine solide Option, außer ein gutes Angebot kommt für Mustafi, der noch bis 2021 gebunden ist, ins Emirates Stadium hineingeflattert © Getty Images
Der ehemalige englische U21-Nationalspieler Rob Holding kam seit seinem Wechsel von Bolton 2016 nur 69 Mal zum Einsatz und blieb auch aufgrund vieler Verletzungen hinter den Erwartungen zurück. Der 24-Jährige hat noch einen Vertrag bis 2023 und darf wohl vorerst bleiben, um sein Potenzial doch noch abzurufen © Getty Images
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Pablo Mari wurde im Winter von Flamengo ausgeliehen und etablierte sich in kürzester Zeit zur Stammkraft. Die Gunners wollen den 26-jährigen Spanier auf jeden Fall über die Saison hinaus halten, sofern sich die Parteien auf eine Ablöse einigen können © Getty Images
Im vergangenen Sommer überwies Arsenal 30 Millionen Euro an St. Etienne für William Saliba und lieh ihn sofort wieder an die ASSE aus. Der 18-Jährige ist eines der größten Abwehr-Talente Frankreichs und ist ein moderner und schneller Innenverteidiger, der den Londonern gut zu Gesicht stehen wird © Getty Images
Konstantinos Mavropanos weiß als Leihspieler beim 1. FC Nürnberg in der 2. Liga zu überzeugen, doch die Premier League ist eine andere Hausnummer. Der 22-jährige Grieche könnte erneut verliehen werden oder bleiben, sofern Sokratis und Mustafi verkauft werden © Getty Images
Als Neuzugänge für die Innenverteidigung werden in den Medien immer wieder Issa Diop (West Ham), Dayot Upamecano (RB Leipzig) und Jonathan Tah (Bayer Leverkusen) ins Gespräch gebracht, damit die löchrige Abwehr - 36 Gegentore in 28 Premier-League-Spielen - endlich gestopft wird © Getty Images
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LINKSVERTEIDIGER: Kieran Tierney wechselte für 27 Millionen Euro von Celtic Glasgow zu Arsenal, kam aber aufgrund einiger Verletzungen nur zwölf Mal zum Einsatz. Nichtsdestotrotz gehört dem 22-jährigen Schotten, der bis 2024 gebunden ist, die Zukunft hinten links © Getty Images
Sead Kolasinac ist mit 26 Jahren im besten Fußball-Alter, doch selbst der gelernte Flügelstürmer Bukayo Saka wurde dem Bosnier als Linksverteidiger vorgezogen. Sein Vertrag läuft 2022 aus. Fraglich ist, wie Coach Arteta mit Kolasinac weiterplant © Getty Images
Bukayo Saka spielt am liebsten auf der linken offensiven Außenbahn, was auch seine zwölf Scorer-Punkte in 30 Spielen unterstreichen. Er musste aber immer wieder hinten links aushelfen, und machte das durchaus ordentlich - und das mit erst 18 Jahren © Getty Images
RECHTSVERTEIDIGER: Héctor Bellerín ist hinten rechts gesetzt und steht noch bis 2023 an der Themse unter Vertrag. Einziger Haken: der 25-jährige Spanier ist oft verletzt. Ist er gesund und topfit, gehört Bellerín zu den besten Außenverteidigern in der Premier League – SAVE © Getty Images
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Callum Chambers lief schon drei Mal für die Three Lions auf, doch an Bellerín kommt der 25-Jährige nicht vorbei, oder spielt meist, wenn der Spanier mal wieder verletzt ist. Dennoch kein Verkaufskandidat © Getty Images
Cedric Soares wurde im Winter vom FC Southampton ausgeliehen, verletzte sich aber schwer am Knie und kam daher noch nicht zu einem einzigen Einsatz für die Gunners. Der 28-jährige Portugiese wird nach Leihende zu den Saints zurückkehren © Getty Images
Ainsley Maitland-Niles hat es sich wohl mit Coach Arteta verscherzt, denn beim Spanier stand der 22-Jährige zuletzt nicht mal mehr im Kader. Dabei hatte Vorgänger Unai Emery dem Engländer zum Durchbruch verholfen und ihn hinten wie vorne rechts eingesetzt. Trotz Vertrags bis 2023 ein Verkaufskandidat © Getty Images
ZENTRALES MITTELFELD: Lucas Torreira ist als Mittelfeldabräumer unumstrittener Stammspieler und steht bis 2023 unter Vertrag. Der 24-jährige Uruguayer genießt bei den Londonern größte Wertschätzung und Vertrauen, was 33 Einsätze deutlich aufzeigen © Getty Images
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Granit Xhaka wurde zwar als Kapitän abgesetzt, kämpfte sich aber zurück und ist unter Arteta wieder gesetzt. Der 27-jährige Schweizer ist noch bis 2023 gebunden und wird dem Klub die Treue halten © Getty Images
Dani Ceballos ist ein begnadeter Spielgestalter, doch bei Arsenal konnte er sein riesiges Potenzial nur selten zeigen. Der 23-jährige Spanier wird im Sommer nach Leihende wohl erst einmal zu Real Madrid zurückkehren © Getty Images
Matteo Guendouzi ist nach Torreira der zentrale Mittelfeldspieler, der am zweithäufigsten eingesetzt wird, doch laut "Mirror" soll der Franzose im Sommer verkauft werden, obwohl der 20-Jährige noch bis 2022 gebunden ist © Getty Images
Joe Willock hat sich in der aktuellen Spielzeit in der ersten Mannschaft festgespielt und einen großen Leistungssprung vollzogen. Der 20-jährige Engländer wird behutsam aufgebaut werden und kann im Mittelfeld defensiv wie offensiv eingesetzt werden © Getty Images
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Mohamed Elneny wurde im vergangenen Sommer mit Kaufoption an Besiktas ausgeliehen. Bei den Gunners ist der 27-jährige Ägypter nicht mehr eingeplant © Mpx Images
OFFENSIVES MITTELFELD: Mesut Özil wird seit langem immer wieder mit anderen Klubs in Verbindung gebracht, doch der Deutsche spielt weiterhin im Emirates Stadium. Der große Haken: Welcher Klub kann dem 31-Jährigen das Traum-Gehalt bezahlen, das er bei Arsenal einstreicht? © Getty Images
Henrikh Mkhitaryan hat bei den Gunners seit seinem Wechsel von ManUnited nie richtig Fuß gefasst. Dafür aber läuft es für den armenischen Dribbel-Künstler bei seiner Leih-Station umso besser. Die Roma wird wohl ihre Kaufoption ziehen, heißt es aus Italien © Getty Images
Als Verstärkung fürs offensive Mittelfeld wird Jonathan David von KAA Gent gehandelt. Der 20-Jährige hat mit 33 Scorerpunkten in 40 Spielen von sich reden gemacht und ist in der offensiven Dreierreihe flexibel einsetzbar. Günstig wird der Kanadier aber nicht zu haben sein, da David in Belgien noch bis 2023 unter Vertrag steht © Getty Images
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RECHTSAUSSEN: Rekord-Neuzugang Nicolas Pépé hatte einen schweren Start auf der Insel, kam dann aber immer besser in Fahrt. In 34 Einsätzen kommt der 24-jährige Ivorer auf 14 Torbeteiligungen und hat ein sicheres Arbeitspapier bis 2024 © Getty Images
Reiss Nelson zeigte als Leihspieler bei der TSG Hoffenheim, welch großes Talent er ist. Doch die laufende Saison im Arsenal-Trikot war für den 20-Jährigen eher eine Enttäuschung als eine Steigerung - nur 18 Einsätze, zwei Tore und drei Assists. Der Engländer hatte sich mehr erhofft, hat aber noch bis 2023 Zeit zu zeigen, was er kann © Getty Images
LINKSAUSSEN: Gabriel Martinelli ist eine der positiven Überraschungen bei den Gunners. Kaum einer hatte damit gerechnet, dass der 18-Jährige so schnell einschlägt. In 26 Einsätzen kommt der Brasilianer, der auch im Sturmzentrum spielen kann, auf zehn Tore und vier Vorlagen. Vertrag bis 2024 © Getty Images
Pierre-Emerick Aubameyang löste Xhaka als Kapitän ab und überzeugte mit 20 Toren und einem Assist in 32 Spielen. Nichtsdestotrotz halten sich die Wechselgerüchte beim Gabuner hartnäckig. Will Arsenal noch etwas verdienen, müssen sie den 30-Jährigen im Sommer verkaufen, da Aubameyangs Vertrag 2021 endet. Sein Abgang wäre aber eine erhebliche Schwächung © Getty Images
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Alexandre Lacazette hatte bisher eine durchwachsene Saison, pendelte aber ständig zwischen Bank und Startelf hin und her und kam trotzdem noch auf ordentliche zwölf Scorerpunkte in 26 Partien. Der Franzose wird in London bleiben, Vertrag bis 2022 © Getty Images
Dem englischen U21-Nationalspieler Eddie Nketiah wird eine rosige Zukunft vorausgesagt. Im FA Cup bewies der 20-jährige Mittelstürmer seinen Torriecher, als er gegen Bournemouth und gegen Portsmouth von Anfang an in der ersten Elf war und je einmal traf. Sein 2022 auslaufender Vertrag soll zeitnah verlängert werden © Getty Images
Bei einem Abschied Aubameyangs würden die Gunners im Sturmzentrum nochmal nachlegen müssen - und dabei fällt immer wieder der Name Donyell Malen. Der 21-Jährige ist aber heiß umworben, nachdem er bei PSV mit 17 Treffern und neun Assists in 25 Partien zu überzeugen wusste. Randnotiz: Von 2015 bis 2018 spielte der Niederländer schon einmal in der Jugendakademie der Gunners © Getty Images

Videokonferenz mit Özil und Fenerbahce

Wie SPORT1 von einem Fener-Insider erfuhr, trafen sich Fenerbahce-Sportdirektor Emre Belozoglu, Klub-Boss Ali Koc und Özil am Dienstag zu einer Videokonferenz. Der 32-Jährige ist bereit zu kommen, offen ist nur noch, ob schon jetzt im Winter oder erst im Sommer.

Koc mit seiner Firma und der gut betuchte türkische Fernsehmogul Acun Ilicali, ein glühender Fenerbahce-Fan und Freund Özils, der bereits zu dessen Hochzeit eingeladen war, sollen das fehlende Geld bereitstellen für den Mega-Deal. Auch eine Einbindung von Özils Sponsor Puma wird offenbar diskutiert.

Das Kapitel Arsenal scheint also ein (vorzeitiges?) Ende zu finden. Es geht wohl nur noch darum, ob und wie Özil sich mit den Gunners finanziell einigt. Er hat noch einen gültigen Vertrag bis zum Sommer, der ihm jährlich 20 Millionen Euro einbrachte. 

Die türkische Nachrichtenagentur DHA vermeldet, dass Arsenal das Gehalt seines bestbezahlten Spielers bis Ende der Saison weiterhin auch bei einem Wechsel nach Istanbul bezahlen werde. Anschließend winke Özil ein Handgeld von zweieinhalb Millionen Euro sowie ein Netto-Jahresgehalt von fünf Millionen Euro. 

Dreieinhalbjahresvertrag für Mesut Özil

Wie A Spor und die Nachrichtenagentur DHA übereinstimmend berichten, hat sich Özil mit den Fener-Bossen bereits auf einen Dreieinhalb-Jahresvertrag geeinigt. Demnach müssten jetzt nur noch letzte Vertrag-Details geklärt werden. 

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Özils Berater wollte das alles noch nicht bestätigen. Taktik?  "Wir fangen jetzt erst an, uns die Optionen mit allen Zahlen und Details anzusehen", sagte Erkut Sögüt bei ESPN: "Wenn wir im Januar gehen wollen, muss ich mit Arsenal sprechen. In den nächsten sieben bis zehn Tagen wird es etwas klarer sein. Denn jetzt, wo das Transferfenster offen ist, können die Dinge schneller gehen."

Özil selbst hatte die Spekulationen über einen Wechsel in die Türkei zuvor angeheizt, als er auf Instagram ein altes Bild von sich in Istanbul postete.