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NFL: Detroit Lions feuern Coach Matt Patricia und General Manager Bob Quinn

Detroit zieht die Notbremse

Matt Patricia konnte in Detroit nie an die erfolgreiche Zeit in New England anknüpfen © Imago

Bei den Detroit Lions hängt der Haussegen schief. Nach der Pleite am Thanksgiving Day muss Coach Matt Patricia die Koffer packen. GM Bob Quinn muss ebenfalls gehen.

Detroit plant den Neustart!

Nach einer bislang schwachen Saison mit nur vier Siegen bei sieben Pleiten und dem vierten Rang in der NFC North (SERVICE: NFL-Tabelle) haben die Verantwortlichen der Detroit Lions die Konsequenzen gezogen und sowohl Headcoach Matt Patricia als auch General Manager Bob Quinn entlassen.

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Quinn war insgesamt fünf Jahre lang als GM für die Franchise tätig und lotste zur Saison 2018 Patricia zu den Lions. Die Beiden kannten sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei den New England Patriots. Der damalige Defensive Coordinator der Pats, der mit dem Team insgesamt dreimal den Super Bowl gewinnen konnte, sollte die Lions auf die nächste Stufe heben.

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Das Gegenteil war jedoch unter dem studierten Luftfahrtingenieur der Fall. Statt wie in den Jahren zuvor um den Divisiontitel zu spielen, landeten die Lions unter Patricia regelmäßig auf dem letzten Platz.

Der Tiefpunkt war die Vorsaison, als die Lions nur drei von 15 Spielen gewinnen konnten. Patricias Siegquote war damit sogar schlechter als während der trostlosen Amtszeit von Rod Marinelli, der 2006 bis 2008 bei den Lions als Headcoach aktiv war. Insgesamt konnte Patricia von 43 Spielen der Regular Season nur 13 gewinnen und einmal unentschieden spielen.

Matt Patricia sorgt für Diskussion

Für große Diskussion sorgte Patricia in Woche vier der laufenden Saison. Nach einem Auswärtssieg bei den Arizona Cardinals ging das Team im heimischen Stadion gegen eine Ersatzmannschaft aus New Orleans, die ohne sechs Starter antrat, unter. Patricia erklärte im Anschluss, es habe "viel Arbeit" in Detroit gegeben.

Der ehemalige Lions-Quarterback und aktuelle ESPN-Experte Dan Orlovsky wollte diesen Kommentar so nicht stehen lassen: "Wir waren ein gutes Football-Team. Matthew Stafford spielte so gut wie nie in seiner Karriere. Das lag an Coach Caldwell. Wir waren ein Team auf dem Weg nach oben. In drei von vier Jahren hatten wir eine positive Bilanz. (...) Es ist also ein Haufen Müll, wenn er jetzt kommt und sagt, es gäbe viel Arbeit zu erledigen."

Als Interims-Coach soll nun nach übereinstimmenden Berichten von NFL-Insider Ian Rapoport und ESPN-Reporter Adam Schefter Darrell Bevell einspringen. Der Offensive Coordinator war erst 2019 zum Team gestoßen. Zuvor war er als Offensiv Coordinator bei den Minnesota Vikings und Seattle Seahawks aktiv.