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Bundesliga: Borussia Mönchengladbach - Schalke 04 4:1 - Horrorserie geht weiter

Schalke bekommt "Stecker gezogen"

Trotz nächster Klatsche: Daraus schöpft Baum Mut

Schalke 04 kassiert in der Bundesliga erneut eine deutliche Niederlage. Gegen Borussia Mönchengladbach spielt das Team lange gut mit, macht aber viel zu viele Fehler.

Gut angefangen, stark nachgelassen. Die Horrorserie von Schalke 04 geht weiter - und lässt die Mannschaft ratlos zurück. 

"Mit dem 1:3 wurde bei uns der Stecker gezogen. Dann wird es schwierig, ins Spiel zu finden. Das kann ich nicht verstehen, wir müssen dann weitermachen. Wir haben es ja gut gemacht", erklärte ein ratloser Mark Uth, der nach der Pleite gegen Wolfsburg in der Vorwoche noch gewütet hatte, bei Sky.

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Das Team von Trainer Manuel Baum verlor trotz einer über weite Strecken couragierten Leistung mit 1:4 bei Borussia Mönchengladbach und ist damit seit 25 Pflichtspielen ohne Sieg. Der Negativrekord von Tasmania Berlin (31 Pflichtspiele ohne Sieg) rückt immer näher.  (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Der CHECK24 Doppelpass mit Benedikt Höwedes und Steffen Freund am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Florian Neuhaus hatte die Fohlen in Führung gebracht, Benito Raman erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich, bevor Oscar Wendt und Marcus Thuram die Weichen für die Gladbacher auf Sieg stellten. Auch Hannes Wolf durfte am Ende noch jubeln

Schalke einziges Team ohne Sieg

Durch die erneute Niederlage bliebt Schalke Tabellenletzter und ist jetzt das einzige Team ohne Saisonsieg, nachdem der 1. FC Köln am Nachmittag mit 2:1 bei Borussia Dortmund gewonnen hatte. (Tabelle der Bundesliga)

Die Borussia, die am 17. Januar als bislang letzte Mannschaft gegen Schalke verloren hatte, lieferte derweil eine erst am Ende gelungene Generalprobe für das wichtige Champions-League-Heimspiel am Dienstag gegen Inter Mailand ab. Das Team von Trainer Marco Rose bleibt als Tabellen-Siebter daheim ungeschlagen.

"Der Anfang ersten Hälfte war schwierig, Schalke hat gut angefangen. Wir hatten vielleicht noch schwere Beine, sind dann aber besser ins Spiel gekommen", erklärte Wendt nach der Partie bei Sky. "Wenn wir alles abliefern, was wir können, sind wir sehr gut."

"Es war wichtig, dass wir nicht die Nerven verloren haben, wir haben viele Fehler gemacht", erklärte Trainer Marco Rose.

Riether fordert: "Müssen in den Abstiegsmodus schalten"

"Wenn man die erste Hälfte sieht, kann man schon von Fortschritt sprechen. Aber wir müssen besser verteidigen, so wird es schwer", sagte Steven Skrzybski. Zu den Unruhen im Verein sagte er: "Natürlich bekommt man das als Mannschaft mit, da müssen wir geschlossen durch. Wir brauchen Ergebnisse. Wir haben im Moment andere Probleme als das, was außen passiert."

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Auch Trainer Manuel Baum sah eine gute Anfangsphase, monierte aber auch: "Aufwand und Ertrag stimmt bei uns nicht. Wir brauchen unfassbar viele Balleroberungen, Zweikämpfe und Schüsse, um ein Tor zu erzielen. Der Gegner braucht dagegen wenig. Fast allen Gegentoren ging ein leichter Ballverlust voraus. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Wir waren größtenteils selbst schuld an den Gegentoren."

Sascha Riether, Koordinator der Lizenzspielerabteilung, forderte: "Wir müssen mal ein Spiel gewinnen und in den Abstiegsmodus schalten. Wir bekommen zu viele Gegentore. Es bringt nichts, ein Tor zu schießen, wenn man jedes Spiel drei oder vier Gegentore bekommt. So kannst du nicht überleben."

Die Schalker starteten mutig, Gladbach beschränkte sich zunächst auf Konter. Mit so einem gingen die Fohlen nach einer Viertelstunde in Führung. Denis Zakaria, der nach langer Verletzung sein Startelf-Comeback feierte, eroberte den Ball, danach ging es ganz schnell. (Spielplan der Bundesliga)

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Den Schuss von Breel Embolo konnte Frederik Rönnow im Schalker Tor noch abwehren, von der Strafraumgrenze kam Florian Neuhaus zum Nachschuss, drei Schalker versuchten noch auf der Linie zu klären, doch der Ball rutschte ins Tor.  

Gladbach bestraft Abwehrfehler

Doch Schalke steckte nicht auf und kam fünf Minuten später zum 1:1-Ausgleich. Uth eroberte nach einem schlimmen Fehlpass der Gladbacher den Ball, spielte einen traumhaften Pass auf den gestarteten Benito Raman, der den Ball freistehend an Yann Sommer vorbeibrachte.

Von Verunsicherung war bei den Knappen in dieser Phase nichts zu sehen. Auch der 19 Jahre alte Amerikaner Matthew Hoppe, der überraschend im Sturmzentrum sein Bundesliga-Debüt gab, fügte sich in die gute Vorstellung ein. Gladbach leistete sich im Spielaufbau einen Patzer nach dem anderen.

In der Folge drückte Schalke die Fohlen in die eigene Hälfte und drängte auf die Führung. Doch der Freistoß von Uth klatschte nach einer halben Stunde an den Pfosten.

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Schalke drückte, doch Gladbach traf. Wendt wurde in der 36. Minute auf der linken Seite sträflich allein gelassen und schoss eiskalt ein. Schalke hatte sogar noch Glück, mit nur einem Treffer Rückstand in die Halbzeit zu gehen. Marcus Thuram traf kurz vor der Pause per Kopf nur die Latte.

Nach dem Wiederanpfiff begann Schalke erneut forsch – und wurde prompt bestraft. Im Anschluss an einen Gladbacher Freistoß bekam die Schalke-Abwehr den Ball nicht weg, Thuram bedankte sich und traf aus kurzer Distanz.

Nach einer Stunde hatte Gladbach die Chance auf die Vorentscheidung, doch Rönnow rettete gegen Alassane Pléa. Wenige Minuten später vergab Thuram freistehend nach einem Konter kläglich, danach entschärfte Rönnow einen Neuhaus-Kracher aus der Distanz.

Zehn Minuten Ende machte Wolf den Deckel auf die Partie.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)