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NFL: Taysom Hill bei den New Orleans Saints Ersatz von Drew Brees

Das größte Phänomen der NFL

Taysom Hill war bei den New Orleans Saints häufig als Running Back tätig © Getty Images

Quarterback Drew Brees fällt bei den Saints aufgrund schwerer Verletzungen länger aus. Sein Ersatz glänzte bislang meist als Running Back oder Receiver.

Es waren bittere Nachrichten, die die New Orleans Saints in den vergangenen Tagen erreichten.

Erst musste Star-Quarterback Drew Brees im Spiel gegen die San Francisco 49ers verletzt ausgewechselt werden, dann stellte sich unter der Woche heraus, dass die Verletzungen beim Routinier schlimmer sind als erwartet. Elf Rippen hat sich der 41-Jährige gebrochen, zudem ist ein Lungenflügel kollabiert.

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Für mehrere Wochen fällt der Spielmacher aus - und das in der Endphase der Regular Season.

Payton setzt auf Hill, nicht auf Winston

Bei der Auswahl des Ersatz-Quarterbacks traf Head Coach Sean Payton dann eine durchaus überraschende Entscheidung. Routinier Jameis Winston, der 2015 noch der First Overall Pick im NFL-Draft war, und der den Sieg gegen die 49ers unter Dach und Fach gebracht hatte, bleibt auf der Bank. Stattdessen bekommt Taysom Hill seine Chance.

Der Mann also, der von den Medien gerne als "Schweizer Taschenmesser" bezeichnet wird. Es gibt wohl kaum einen anderen NFL-Spieler, der derart variabel ist, und der derart viele Positionen spielen kann. (SERVICE: Alle Spiele und Ergebnisse)

In den vergangenen Wochen war der 30-Jährige viel in den Special Teams unterwegs, doch das ist noch lange nicht alles. Als Running Back gelangen ihm in der laufenden Spielzeit 34 Läufe über insgesamt 186 Yards und ein Touchdown.

Taysom Hill: Einsätze als Running Back und Receiver

Und auch in seiner Rolle als Receiver bzw. Tight End hilft er dem Team weiter. So fing er bereits sechs Pässe für 74 Yards und ebenfalls einen Touchdown.

Taysom Hill (v.) ist bei den Saints auf verschiedenen Positionen tätig

Als Quarterback war er dagegen in letzter Zeit nicht allzu oft tätig.

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So warf er in der Saison 2020 nur fünf Pässe, vier davon kamen bei einem Mitspieler an. Blickt man auf seine gesamte NFL-Karriere seit 2017, sieht es nicht viel besser aus. Erst 18 Pässe hat er seitdem geworfen, ein Touchdown gelang ihm dabei nicht.

Stattlicher Vertrag für Hill

Besonders ein Kuriosum macht die ungewöhnliche Situation deutlich.

Als der für seine Interceptions bekannte Jameis Winston im Frühjahr verpflichtet wurde, hatte er in Diensten seines vorherigen Teams Tampa Bay mehr Pässe zu Saints-Spielern geworfen, als Hill, der bereits seit drei Jahren im Kader von New Orleans steht.

Dass Sean Payton dennoch klar auf Hill setzt, kommt nicht von ungefähr. In der Offseason wurde der 30-Jährige mit einem stattlichen Vertrag ausgestattet. 18 Millionen über zwei Jahre: Deutlich zu stattlich für einen Ersatzspieler. Doch schon damals hatte der Head Coach erklärt, dass er sich noch eine Menge von Multitalent Hill verspricht.

Alljährlich kürt das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" die wertvollsten Sportvereine der Welt. Mit dem FC Bayern München ist nur ein deutsches Team weiter vorne im Ranking zu finden © Getty Images
Neben den Münchnern sind noch weitere europäische Fußballklubs vertreten. Den Schwerpunkt bilden aber die US-Teams aus American Football, Basketball und Baseball. SPORT1 zeigt die 25 wertvollsten Sportvereine der Welt © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/Imago/iStock
PLATZ 25: Denver Broncos (NFL) – Wert: 3,00 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 13 Prozent) © Getty Images
PLATZ 24: Bayern München (Bundesliga) – Wert: 3,02 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 0 Prozent) © Getty Images
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PLATZ 23: Philadelphia Eagles (NFL) – Wert: 3,05 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 11 Prozent) © Getty Images
PLATZ 20: San Francisco Giants (MLB) – Wert: 3,10 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 3 Prozent) © Getty Images
PLATZ 20: Houston Texans (NFL) – Wert: 3,10 Milliarden US-Dollar (Rückgang um 11 Prozent) © Getty Images
PLATZ 20: Boston Celtics (NBA) – Wert: 3,10 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 11 Prozent) © Getty Images
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PLATZ 17: Chicago Cubs (MLB) – Wert: 3,20 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 3 Prozent) © Getty Images
PLATZ 17: Chicago Bulls (NBA) – Wert: 3,20 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 10 Prozent) © Getty Images
PLATZ 17: New York Jets (NFL) – Wert: 3,20 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 12 Prozent) © Getty Images
PLATZ 16: Boston Red Sox (MLB) – Wert: 3,30 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 3 Prozent) © Getty Images
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PLATZ 14: Los Angeles Dodgers (MLB) – Wert: 3,40 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 3 Prozent) © Getty Images
PLATZ 14: Washington Football Team (NFL) – Wert: 3,40 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 10 Prozent) © Getty Images
PLATZ 13: Chicago Bears (NFL) – Wert: 3,45 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 19 Prozent) © Getty Images
PLATZ 12: San Francisco 49ers (NFL) – Wert: 3,50 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 15 Prozent) © Getty Images
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PLATZ 11: Los Angeles Rams (NFL) – Wert: 3,80 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 19 Prozent) © Getty Images
PLATZ 10: Manchester United (Premier League) – Wert: 3,81 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 0 Prozent) © Getty Images
PLATZ 9: New York Giants (NFL) – Wert: 3,90 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 18 Prozent) © Getty Images
PLATZ 8: FC Barcelona (La Liga) – Wert: 4,02 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 0 Prozent) © Getty Images
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PLATZ 7: New England Patriots (NFL) – Wert: 4,10 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 8 Prozent) © Getty Images
PLATZ 6: Real Madrid (La Liga) – Wert: 4,24 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 0 Prozent) © Getty Images
PLATZ 5: Golden State Warriors (NBA) – Wert: 4,30 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 23 Prozent) © Getty Images
PLATZ 4: Los Angeles Lakers (NBA) – Wert: 4,40 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 19 Prozent) © Getty Images
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PLATZ 3: New York Knicks (NBA) – Wert: 4,60 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 15 Prozent) © Getty Images
PLATZ 2: New York Yankees (MLB) – Wert: 5,00 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 9 Prozent) © Getty Images
PLATZ 1: Dallas Cowboys (NFL) – Wert: 5,50 Milliarden US-Dollar (Steigerung um 10 Prozent) © Getty Images

Hill will als Quarterback spielen

Dieser wiederum hatte noch vor seiner Vertragsverlängerung klar gemacht, dass er sich auf Dauer in der Rolle des Spielmachers sieht.

"Ich habe jede Sekunde meiner Zeit in New Orleans geliebt. Also will ich gehen? Nein, ich will nicht. Aber...Ich möchte in dieser Liga Quarterback spielen, und wenn New Orleans mich nicht als solchen sieht, dann muss ich gehen", sagte er in einem Interview mit der Associated Press.

Im Spiel gegen die Atlanta Falcons am Sonntagabend (ab 19 Uhr in den Livescores) wird Hill nun erstmals die Rolle als Starting-Quarterback zuteil werden. Dann kann der gläubige Christ endlich beweisen, wie vielseitig er wirklich ist.