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Formel 1: Red-Bull-Racing-Chef Horner über Albon und möglichen Fahrer-Tausch

Red-Bull-Chef erhöht Druck auf Albon

Alexander Albon (r.) muss sich anstrengen, um seinen Teamchef Christian Horner (l.) zu überzeugen © Getty Images

Red-Bull-Teamchef Christian Horner spricht über die Zukunft von Alexander Albon. Dieser muss gute Leistungen zeigen - sonst hat wohl Hülkenberg gute Karten.

Die Luft wird dünner für Alexander Albon bei Red Bull Racing. Obwohl die Verantwortlichen in der Vergangenheit zu dem 24-Jährigen hielten, macht Teamchef Christian Horner jetzt deutlich, dass Albon seine Leistungen steigern muss.

"Wir brauchen zwei Rennwagen, die nahe beieinander liegen, um den Kampf gegen Mercedes aufzunehmen. Das muss unser Ziel sein", sagte Horner vor dem Qualifying in Portugal (Qualifying ab 15 Uhr im LIVETICKER).

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Albon ist derzeit nur WM-Siebter mit 64 Punkten und lässt auf gute Rennen oft schlechtere Leistungen folgen. "Ich ging davon aus, dass Mugello für ihn ein Wendepunkt war. Er hatte einige schwierige Wochenenden. Er darf sich nicht unterkriegen lassen, er soll hier in Portugal und dann auch in Imola starke Leistungen zeigen", fordert Horner.

Schwäche von Albon ist Chance für Hülkenberg

Albon kann aber immer noch zeigen, dass er der richtige Fahrer für diese Aufgabe ist. "Wir wollen, dass sich Alex seinen Platz verdient. Er soll uns davon überzeugen, dass es für ihn keine Alternative gibt", stellte Horner klar.

Trotzdem beschäftigen sich die Verantwortlichen bei Red Bull mit möglichen Ersatzkandidaten. Die in der Vergangenheit oft gewählte Lösung sich beim Tochter-Rennstall AlphaTauri zu bedienen, schließt Horner jedoch aus.

"Wenn wir uns nach einer anderen Lösung als Albon umsehen müssen, müssen wir das außerhalb unseres Fahrer-Pools machen - einfach, weil wir sonst niemanden erhältlich haben aus unserem Programm", sagte Horner.

Auch wenn Red Bulls "Hauptaugenmerk" auf Albon liege, gäbe es "einige Piloten mit hoher Qualität, die für nächstes Jahr noch kein Auto haben." Mit diesen Aussagen spielt Christian Horner vermutlich auf Sergio Pérez und Nico Hülkenberg.

Frust pur bei Sebastian Vettel. Der Heppenheimer und das Ferrari-Team sind in dieser Saison in Sachen WM-Titel nicht konkurrenzfähig. Mit gerade einmal 61 Punkten nach sechs Rennen ist es eine der schwächsten Saisons überhaupt der Italiener. Aber es geht noch viel schlimmer ... © Getty Images
Ausfälle und Überrundungen, von der Konkurrenz gefühlt meilenweit abgehängt, die Fahrer machtlos: SPORT1 zeigt die schlechtesten Formel-1-Autos seit 2000 in chronologischer Reihenfolge © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/Imago/iStock
PROST - AP03 (2000): Das wohl unzuverlässigste Auto der vergangenen zwei Jahrzehnte war der AP03 des Teams um Ex-Weltmeister Alain Prost © Getty Images
Nur zehn Mal schafften es Jean Alesi und Nick Heidfeld zusammen, ihr Fahrzeug überhaupt ins Ziel zu steuern. 24 Ausfälle mussten die Franzosen verzeichnen. Die Bilanz ist folgerichtig wie bitter: 0 Punkte und der letzte Platz in der Konstrukteurswertung © Getty Images
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TOYOTA - TF102 (2002): Mit großen Hoffnungen startete das Motorsport-Team des Auto-Riesen in die Königsklasse. Bis zum Ausstieg 2009 stattete der Konzern das Team stets mit einem der größten Budgets aus – ohne nennenswerten Erfolg © Getty Images
Besonders enttäuschend war die Einstiegssaison 2002. Ambitioniert ging der neue Rennstall an den Start. Doch beim ersten Saisonrennen landete man sogar hinter dem Dauer-Schlusslicht Minardi © Getty Images
ARROWS - A23 (2002): Der Minardi-Vorgänger bewegte sich ähnlich schlecht durch das Fahrerfeld wie sein Nachfolger. Das Auto wurde erst spät fertig und verlor insofern auch wichtige Test-Zeit © Getty Images
Zudem drückten Arrows bereits während der Saison finanzielle Probleme. Den großen Preis von Frankreich setzten die Fahrer freiwillig aus – um Teile zu sparen. Technische Probleme waren beim A23 an der Tagesordnung © Getty Images
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MINARDI - PS04B (2004): Von 2002 bis 2005 fuhr Minardi stehts Formel-1-Feld mit allerhand Rückstand hinterher. Das Auto ging aus dem Arrow 2002 hervor. Immerhin: 2006 entwickelte sich daraus der Rennstall Torro Rosso, der deutlich erfolgreicher in der Königsklasse unterwegs war © Getty Images
2004 holt Minardi dank Zsolt Baumgartner sogar einen Punkt. Beim Grand Prix in Indianapolis wurde der Ungar Achter – weil sonst alle anderen Fahrer nicht ins Ziel kamen, bedeutete das jedoch trotzdem den letzten Platz. Unverhofft kommt eben oft... © Getty Images
MIDLAND - MF16 (2006): Als Nachfolger des einstigen Formel-1-Teams Jordan orientierte sich der MF16 stark an dessen Vorgängermodell. Am Ende des Feldes lieferte sich das russische Team ein Schneckenrennen mit Super Aguri, das Midland immerhin deutlich für sich entscheiden konnte © Imago
Hinter den Kulissen gab es immer wieder Streitereien. Medial erhielt der Rennstall sowieso keinen guten Ruf. Nach 18 Rennen war es mit der Königsklasse auch schon wieder vorbei. In der Saison darauf trat das Team mit neuem Besitzer unter dem Namen Spyker an © Imago
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SUPER AGURI - SA05 (2006): Der dritte Arrows-Nachfolger – und wieder nix! Das Super-Aguri-Team musste den Honda aus dem Vorjahr ersetzen. Stattdessen trat der Rennstall mit höchst veraltetem Getriebe an © Getty Images
Das Japan-Duo Takuma Sato und Yuji Ide blieb mit dem veralteten Bolliden ohne jede Chance. Immerhin: Im Grand Prix von Deutschland schickten die Japaner endlich ein erneuertes Modell ins Rennen. In die Punkte schafften sie es dennoch die komplette Saison lang nicht © Getty Images
SPYKER - F8-VII (2007): Der niederländische Fahrzeug-Hersteller Spyker-Cars kaufte Midland auf. Erfolgreicher wurde das Team dadurch aber nicht. Immer noch hingen die Fahrer am Ende des Feldes, dem Toyota-Motor fehlte schlichtweg Kraft © Getty Images
Im letzten Saisondrittel wollte der Rennstall verbesserte Autos einsetzen, mit denen schnellere Zeiten möglich gewesen wären. Aber die Fahrzeuge überstanden den Crashtest nicht - und wurden am Ende nicht zugelassen. Dumm gelaufen © Getty Images
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FORCE INDIA - VJM01 (2008): Der Wagen entspricht technisch fast eins zu eins dem Spyker aus dem Vorjahr, aus dem der indische Rennstall hervorging. Dementsprechend erfolglos kurvte auch dieses Auto über den Asphalt. Punkte gab es in der Saison 2008 keine für das Rennteam mit den neuen Farben © Getty Images
Im Gegenteil: Die Leistungen aus dem Vorjahr wurden sogar noch unterboten. 2009 stellte das Renn-Team auf Mercedes-Motoren um - was den lang ersehnten Erfolg brachte. Giancarlo Fisichella holte sogar den ersten Podestplatz für den Rennstall © Getty Images
VIRGIN - VR01 (2010): "Ich bin froh, dass ich heil rausgekommen bin", sagte Timo Glock später einmal über das vollständig am Computer entwickelte Auto. In der Tat stellte das Fahrzeug für die Sportler fast schon eine Gefahr dar. Unter anderem versagte die Servolenkung. Auch brachen die Frontflügel © Imago
Besonders peinlich: Im ersten Saisonrennen blieben die Fahrer aufgrund eines zu kleinen Tanks stehen. Der Virgin-Racer war der erste von weiteren vergeblichen Versuchen des britischen Rennstalls Manor-Racing, in der Formel 1 Fuß zu fassen © Imago
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HRT - F112 (2012): Drei Jahre versuchte sich der spanische Rennstall in der Königsklasse zu etablieren. Im letzten Jahr kamen zum Misserfolg auch einige Sicherheitsmängel an den Fahrzeugen hinzu © Getty Images
Gleich mehrfach mussten Pedro de la Rosa und Narain Karthikeyan aus Sicherheitsgründen freiwillig aufgeben. Besonders gefährlich: Die Bremsen funktionierten oftmals nicht adäquat © Getty Images
SAUBER - C32 (2013): Der Schweizer Rennstall erlebte 2013 ein wahres Debakel. Zum ersten Mal schaffte es das eigentlich durchschnittliche Team nicht, sich auch nur einen Punkt zu sichern © Getty Images
Besonder bitter dabei: Der Deutsche Adrian Sutil folgte auf Nico Hülkenberg im Sauber-Cockpit. Der ehemalige Force-India-Pilot blieb indes ohne Chance und fand anschließend kein Rennteam mehr in der Formel 1 © Getty Images
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MARUSSIA - MR03B (2015): Manor-Racing schickte 2015 den nächsten Schnecken-Boliden an den Start. Das Team konnte die Insolvenz immerhin abwenden. Doch es fehlte das Geld und die Zeit, ein neues Auto im Vergleich zum Vorjahr zu konstruieren © Getty Images
Neue Vorgaben mussten am alten Modell erfüllt werden, um die Fahrerlaubnis zu bekommen. Getestet wurden die Fahrzeuge vor der Saison gar nicht erst. Die Fahrer: unerfahren. Für Roberto Merhi und Will Stevens blieb es ein kurzes Gastspiel in der Königsklasse © Getty Images
WILLIAMS - FW42 (2019): Williams war eigentlich ein etablierter Rennstall. 2019 enttäuschte der FW42 jedoch komplett. Das Auto wurde nicht rechtzeitig zu Beginn der Testfahrten fertig – wie sich herausstellen sollte, hatte dieser Rückstand Folgen ©
George Russell und Robert Kubica konnten nicht annähernd die Pace fahren, um in die Nähe der Punkte zu kommen. Besonders der ehemalige Grand-Prix-Sieger Kubica zeigte sich über sein Fahrzeug frustriert und beendete sein Formel-1-Comeback nach nur einer Saison wieder ©
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WILLIAMS - FW43 (2020): Auch ein Jahr später gibt es wenig Positives vom englischen Traditionsteam zu berichten. Als einziges Team hat Williams in den ersten fünf Rennen der von Corona geprägten Saison noch keinen Zähler eingefahren © Getty Images
Einzige Hoffnung für Williams ist George Russell, der bislang im Qualifying schon aufhorchen ließ, aber im Rennnen noch keine Zähler einheimsen konnte © Getty Images

Marko: So viel darf Albon auf Verstappen verlieren

Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko hatte bereits am Sonntag im AvDMotorsport Magazin auf SPORT1 bestätigt, dass Albon es in der eigenen Hand hat. Bleibt er auf etwa drei Zehntel an Teamkollege Max Verstappen dran, hat er sein Cockpit sicher.

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Sollte ihm das aber nicht gelingen, könnte die Stunde von Hülkenberg schlagen.