Anzeige

Formel 1: F1-Fahrerkarussell 2021 mit Mick Schumacher, Hülkenberg, Hamilton

Kampf um die letzten F1-Cockpits

Steiner: Darum ist Vettel bei Ferrari nicht gescheitert

Um die letzten Cockpits für die Formel-1-Saison 2021 gibt es verbissene Kämpfe. Mittendrin Mick Schumacher und Nico Hülkenberg. SPORT1 nennt den Stand der Dinge.

Die Formel 1 macht an diesem Wochenende Station in Portugal für das zwölf Saisonrennen der Saison. (Formel 1: Großer Preis von Portugal am Sonntag ab 14.10 Uhr im LIVETICKER)

Doch während Lewis Hamilton sein siebter WM-Titel nach dem Ausfall von Valtteri Bottas beim Eifel-GP bereits kaum mehr zu nehmen ist, gibt es im Fahrerkarussell noch reichlich Spannung.

Anzeige

Denn auch wenn zahlreiche Cockpits schon vergeben wurden, sind noch einige heiß umkämpft. Zwei Deutsche spielen in dem Kampf um die letzten Plätze eine große Rolle.

SPORT1 gibt einen Überblick über die Kandidaten für die noch nicht bestätigten Cockpits.

Nico Hülkenberg

Die Situation des Feuerwehrmanns des Jahres 2020 in der Formel 1 ist kurios. Hülkenberg war in dieser Saison bei drei Rennen für Racing Point eingesprungen und zeigte dabei teils glänzende Leistungen. Danach erhielt der Deutsche Lob von zahlreichen Fahrern und Teamchefs.

So gut wie jeder F1-Boss - der seine Plätze noch nicht belegt hatte - sagte, dass Hülkenberg ein Kandidat sei. Selbst Mercedes-Teamchef Toto Wolff bezeichnete ihn als "guten Kandidaten", allerdings wohl nur als Ersatzfahrer. Das will Hülkenberg jedoch nicht, wie er im Gespräch im AvD Motorsport Magazin auf SPORT1 bestätigte.

Alles zur Formel 1 und zum Motorsport-Wochenende im AvD Motorsport Magazin mit Bernd Schneider und Hermann Tilke am Sonntag ab 21.45 Uhr im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM

Damit bleiben für Hülkenberg noch Haas, Alfa Romeo und Red Bull. Nachdem er Haas bereits selbst als "unrealistische" Option bezeichnete, galt Alfa Romeo als heißer Kandidat. Doch die setzen laut Informationen von SPORT1 und der Gazzetta dello Sport nun wohl doch auf ihre Stammpiloten Antonio Giovinazzi und Kimi Räikkönen.

Red Bull wäre wohl Hülkenbergs bevorzugte Option. Die Österreicher haben auch Interesse an ihm, wie Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko bei SPORT1 bestätigte - doch der jetzige Red-Bull-Fahrer Alex Albon hat es wohl in der eigenen Hand. Bleibt er auf etwa drei Zehntel an Teamkollege Max Verstappen dran, hat er sein Cockpit sicher. Wenn nicht, könnte die Stunde von Hülkenberg schlagen.

Mick Schumacher

Sollte Alfa Romeo weiter auf seine beiden Stammpiloten setzen, wären das auch erst einmal schlechte Nachrichten für den jungen Schumacher. Doch der Sohn von Rekord-Weltmeister muss sich wohl dennoch keine großen Sorgen machen.

Anzeige

Wahrscheinlich wird der 21-Jährige einfach nur in ein anderes Kunden-Team von Ferrari gesteckt. Bereits am Sonntag hatte Haas-Teamchef Günther Steiner im AvD Motorsport Magazin auf SPORT1 bestätigt, dass er sich Mick Schumacher für eines seiner Cockpits wünscht - das könnte nun tatsächlich passieren.

Nächster Schritt: Hier testet Mick Schumacher im Ferrari

Wie SPORT1am Mittwoch berichtete, ist Schumacher ein heißer Kandidat auf ein Cockpit bei Haas. Eine Entscheidung ist allerdings noch nicht getroffen. Fest steht bisher nur, dass Romain Grosjean und Kevin Magnussen ihre Cockpits verlieren, weshalb bei Haas gleich beide Plätze neu zu vergeben sind.

DAZN gratis testen und Sport-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Nikita Mazepin

Ein Platz bei Haas gehört sehr wahrscheinlich dem Russen Nikita Mazepin. Zwar wollte Steiner das bei SPORT1 nicht direkt bestätigten: "Mr. Mazepin will seinen Sohn in der Formel 1 - und sein Sohn will das vermutlich noch mehr. Aber wir müssen uns erst entscheiden, in welche Richtung wir gehen."

Nach den bestätigten Abgängen der beiden bisherigen Stammpiloten wäre es jedoch eine Überraschung, wenn Mazepin kein Haas-Cockpit erhalten würde. Dafür wird dessen Vater Dmitri mit einer großzügigen Mitgift seines Konzerns Uralkali schon sorgen. Gerüchte, dass dieser direkt das ganze Haas-Team kaufen will, erteilte Steiner aber eine Abfuhr.

In der Formel-2-Wertung liegt Mazepin aktuell nur auf Rang sechs - mehr als 50 Punkte hinter Spitzenreiter Mick Schumacher. Unter Motorsport-Fans ist Mazepin sehr umstritten, da mit dem hitzköpfigen Piloten in früheren Rennen schon ab und an die Sicherung durchbrannten und er sogar einen Fahrerkollegen verprügelte.

Callum Ilott/Robert Robert Shwartzman

Sein Opfer war damals ausgerechnet der Brite Ilott, der bei der Cockpit-Suche für 2021 nun an den Millionen von Mazepin senior scheitern könnte, obwohl er in der Fahrerwertung auf Rang zwei deutlich vor ihm liegt. Denkbar wäre für Ilott dann ein Wechsel in die Formel E.

Anzeige

Der mit Landsmann Mazepin punktgleiche Robert Shwartzman muss wahrscheinlich ein weiteres Jahr in der Formel 2 absolvieren, bevor er in die Königsklasse aufsteigen kann.

Es ist das sensationelle Comeback des  zweimaligen Formel-1-Weltmeisters:  Fernando Alonso ist zurück in der Königsklasse des Motorsports. Der Spanier fährt wieder für seinen früheren Rennstall Renault © Getty Images
Der inzwischen 38-Jährige soll ab 2021 der französischen Traditionsmarke zu altem Glanz und früheren Erfolgen verhelfen. Er erhält dem Vernehmen nach einen Kontrakt über zwei Jahre plus Option auf eine weitere Saison © Getty Images
Zur Erinnerung: Sein letztes Formel-1-Rennen hatte Alonso Ende November 2018 in Abu Dhabi bestritten. Der Routinier, der Anfang des Jahres sein Debüt bei der Rallye Dakar gegeben hatte, ist jedoch keineswegs der erste namhafte Pilot, … © Imago
… den es nach einer schöpferischen Pause, einem Abstecher auf anderes Terrain oder nach längerer Verletzungszeit ins Formel-1-Cockpit zurückkehrt. SPORT1 zeigt die bekanntesten Rückkehrer © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/Imago/iStock
Anzeige
NIKI LAUDA: 1976 entgeht er nach einem schrecklichen Feuerunfall auf dem Nürburgring dem Tod nur knapp. Der Österreicher erleidet schwere Verbrennungen und bekommt von einem Pfarrer bereits die letzte Ölung. Unglaublich: Nur 42 Tage später landet Lauda beim Italien-GP mit Ferrari auf Rang vier © Imago
Nach zwei WM-Titeln (1975 und 1977) beendet Lauda seine Karriere dann 1979, schlägt den Weg als Unternehmer ein und gründet unter anderem eine Fluglinie. Doch nur zweieinhalb Jahre später kehrt er zurück - und triumphiert 1984 zum dritten Mal als Weltmeister © Getty Images
ALAIN PROST: Nach internem Zoff gehen der Franzose und Ferrari 1991 getrennte Wege. Ein Grund: Prost vermisst bei der Scuderia ein Auto mit Siegqualitäten. 1993 kehrt der damals 38-Jährige allerdings zurück in den Renn-Circuit © Getty Images
Und Prost glänzt noch einmal. Mit dem überlegenen Williams gewinnt er auf Anhieb abermals die WM. Sein vierter Titel ist vielleicht der süßeste - und obendrein eine gewaltige Ohrfeige für Ferrari © Imago
Anzeige
NIGEL MANSELL: Nach seinem WM-Triumph 1992 zieht es den Engländer in die nordamerikanische ChampCar-Serie, in der er sogleich den Titel einfährt. Für den tödlich verunglückten Ayrton Senna kehrt er 1994 zu Williams zurück. Mansell gewinnt sogar das Saisonfinale in Australien © Imago
Doch der Engländer leistet sich auch eine höchst peinliche Comeback-Episode, als er 1995 mit inzwischen 41 Jahren bei McLaren anheuert. Nach nur zwei Grand-Prix-Einsätzen dankt er wieder ab - unter anderem deshalb, weil er für das recht enge Cockpit schlichtweg zu füllig geworden ist © Imago
MICHAEL SCHUMACHER: Am 22. Oktober 2006 nach seinem 250. Grand Prix legt der damalige Ferrari-Pilot nach dem Grand Prix von Brasilien das Lenkrad zunächst aus der Hand. Danach verneint der Rekord-Champion stets alle Gedankenspiele um ein Comeback – um 2010 dann doch zurückzukehren © Getty Images
Mit Mercedes gelingt aber nur einmal der Sprung aufs Podium. Nach drei Jahren macht der Kerpener dann für Lewis Hamilton Platz. Das lohnt sich: Seit 2014 sind die Silberpfeile das Maß aller Dinge. Schumacher lebt seit seinem schweren Ski-Unfall im Dezember 2013 abgeschirmt von der Öffentlichkeit © Getty Images
Anzeige
KIMI RÄIKKÖNEN: Obwohl sein Vertrag noch ein Jahr läuft wäre, trennt sich der Finne 2009 von der Scuderia. Da Ferraris letzter Weltmeister bis heute danach kein neues Team findet, startet er 2010 und 2011 in der Rallye-Weltmeisterschaft und gründet sogar sein eigenes Team ICE 1 Racing. Mit mäßigem Erfolg. © Getty Images
2012 kehrt Räikkönen in die F1 zurück. Mit Lotus gewinnt er zwei Rennen, wirft wegen ausstehender Gehaltszahlungen aber wieder hin, um sich abermals Ferrari anzuschließen. Ein Sieg in seiner zweiten Ära in Rot glückt dem Iceman auch noch - beim Großen Preis der USA und mehr als 15 Jahre nach seinem ersten Triumph © Getty Images
ROBERT KUBICA: Experten handeln den Polen sogar schon als möglichen Weltmeister der Zukunft, da schlägt das Schicksal zu. Bei einem Start als Rallye-Fahrer in Italien am 6. Februar 2011 verunglückt Kubica schwer, droht bei Notoperationen sogar seinen rechten Arm zu verlieren © Imago
Als Stammfahrer im chancenlosen Williams gibt Kubica 2019 noch einmal ein einjähriges Gastspiel in der Formel 1. Inzwischen hat der 35-Jährige in die DTM umgesattelt, fährt für BMW und verdingt sich nebenbei als F1-Testfahrer bei Alfa Romeo © Getty Images
Anzeige
JAN LAMMERS: Bis heute hält der Niederländer (l.) einen bemerkenswerten Rekord. 164 Rennen - oder mehr als zehn Jahre - musste Lammers nach seinem Ausstieg im britischen Team Shadow auf sein Formel-1-Comeback warten © Imago
Beim Grand Prix von Japan 1992 ist es dann so weit. Der simple Grund für die lange Zwangspause: Für den Sieger der 24 Stunden von Le Mans und den 24 Stunden von Daytona war einfach kein Cockpit in der Formel 1 frei © Imago

Pierre Gasly/Daniil Kvyat

Noch hat AlphaTauri keinen Fahrer für 2021 bestätigt. Die Bekanntgabe der Verlängerung mit Monza-Sieger Pierre Gasly ist aber wohl nur eine Frage der Zeit. Für Daniil Kvyat dürfte es dagegen eng werden.

Der Japaner Yuki Tsunoda gilt als wahrscheinlicher Kandidat, was Marko auch bei SPORT1 bestätigte: "Bei Tsunoda geht es noch um die Superlizenz. Er ist derzeit an der dritten Stelle in der F2-Meisterschaft. Es würde auch ein fünfter Platz ausreichen, aber es sind noch vier Rennen. Das warten wir ab und dann werden wir endgültige Entscheidungen treffen."

Bis zum Formel-1-Rennen in Istanbul, welches Mitte November stattfindet, soll eine Entscheidung fallen.

Sergio Pérez

Nachdem Pérez bei Racing Point, welches ab 2021 Aston Martin heißt, für Sebastian Vettel Platz machen muss, sucht der Mexikaner aktuell ein Cockpit. Bei Haas gilt er als Außenseiterkandidat, da das Team wohl auf zwei junge Fahrer setzt. 

Eine weitere Möglichkeit soll das Williams-Team, das die eigehenden Sponsor-Millionen mit einer Verpflichtung des 30-Jährigen gut gebrauchen könnte, sein. Gerüchten zufolge wackelt Mercedes-Junior George Russell trotz guter Leistungen.

Doch der Dreijahresvertrag von Russell läuft noch bis Ende 2021 und er wurde vor langer Zeit genau we Teamkollege Nicholas Latifi als Fahrer für 2021 bestätigt. Womöglich öffnet sich für Pérez auch noch eine Tür zu Red Bull, falls Albon in den kommenden Rennen schwächelt.

Anzeige
Frust pur bei Sebastian Vettel. Der Heppenheimer und das Ferrari-Team sind in dieser Saison in Sachen WM-Titel nicht konkurrenzfähig. Mit gerade einmal 61 Punkten nach sechs Rennen ist es eine der schwächsten Saisons überhaupt der Italiener. Aber es geht noch viel schlimmer ... © Getty Images
Ausfälle und Überrundungen, von der Konkurrenz gefühlt meilenweit abgehängt, die Fahrer machtlos: SPORT1 zeigt die schlechtesten Formel-1-Autos seit 2000 in chronologischer Reihenfolge © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/Imago/iStock
PROST - AP03 (2000): Das wohl unzuverlässigste Auto der vergangenen zwei Jahrzehnte war der AP03 des Teams um Ex-Weltmeister Alain Prost © Getty Images
Nur zehn Mal schafften es Jean Alesi und Nick Heidfeld zusammen, ihr Fahrzeug überhaupt ins Ziel zu steuern. 24 Ausfälle mussten die Franzosen verzeichnen. Die Bilanz ist folgerichtig wie bitter: 0 Punkte und der letzte Platz in der Konstrukteurswertung © Getty Images
Anzeige
TOYOTA - TF102 (2002): Mit großen Hoffnungen startete das Motorsport-Team des Auto-Riesen in die Königsklasse. Bis zum Ausstieg 2009 stattete der Konzern das Team stets mit einem der größten Budgets aus – ohne nennenswerten Erfolg © Getty Images
Besonders enttäuschend war die Einstiegssaison 2002. Ambitioniert ging der neue Rennstall an den Start. Doch beim ersten Saisonrennen landete man sogar hinter dem Dauer-Schlusslicht Minardi © Getty Images
ARROWS - A23 (2002): Der Minardi-Vorgänger bewegte sich ähnlich schlecht durch das Fahrerfeld wie sein Nachfolger. Das Auto wurde erst spät fertig und verlor insofern auch wichtige Test-Zeit © Getty Images
Zudem drückten Arrows bereits während der Saison finanzielle Probleme. Den großen Preis von Frankreich setzten die Fahrer freiwillig aus – um Teile zu sparen. Technische Probleme waren beim A23 an der Tagesordnung © Getty Images
Anzeige
MINARDI - PS04B (2004): Von 2002 bis 2005 fuhr Minardi stehts Formel-1-Feld mit allerhand Rückstand hinterher. Das Auto ging aus dem Arrow 2002 hervor. Immerhin: 2006 entwickelte sich daraus der Rennstall Torro Rosso, der deutlich erfolgreicher in der Königsklasse unterwegs war © Getty Images
2004 holt Minardi dank Zsolt Baumgartner sogar einen Punkt. Beim Grand Prix in Indianapolis wurde der Ungar Achter – weil sonst alle anderen Fahrer nicht ins Ziel kamen, bedeutete das jedoch trotzdem den letzten Platz. Unverhofft kommt eben oft... © Getty Images
MIDLAND - MF16 (2006): Als Nachfolger des einstigen Formel-1-Teams Jordan orientierte sich der MF16 stark an dessen Vorgängermodell. Am Ende des Feldes lieferte sich das russische Team ein Schneckenrennen mit Super Aguri, das Midland immerhin deutlich für sich entscheiden konnte © Imago
Hinter den Kulissen gab es immer wieder Streitereien. Medial erhielt der Rennstall sowieso keinen guten Ruf. Nach 18 Rennen war es mit der Königsklasse auch schon wieder vorbei. In der Saison darauf trat das Team mit neuem Besitzer unter dem Namen Spyker an © Imago
Anzeige
SUPER AGURI - SA05 (2006): Der dritte Arrows-Nachfolger – und wieder nix! Das Super-Aguri-Team musste den Honda aus dem Vorjahr ersetzen. Stattdessen trat der Rennstall mit höchst veraltetem Getriebe an © Getty Images
Das Japan-Duo Takuma Sato und Yuji Ide blieb mit dem veralteten Bolliden ohne jede Chance. Immerhin: Im Grand Prix von Deutschland schickten die Japaner endlich ein erneuertes Modell ins Rennen. In die Punkte schafften sie es dennoch die komplette Saison lang nicht © Getty Images
SPYKER - F8-VII (2007): Der niederländische Fahrzeug-Hersteller Spyker-Cars kaufte Midland auf. Erfolgreicher wurde das Team dadurch aber nicht. Immer noch hingen die Fahrer am Ende des Feldes, dem Toyota-Motor fehlte schlichtweg Kraft © Getty Images
Im letzten Saisondrittel wollte der Rennstall verbesserte Autos einsetzen, mit denen schnellere Zeiten möglich gewesen wären. Aber die Fahrzeuge überstanden den Crashtest nicht - und wurden am Ende nicht zugelassen. Dumm gelaufen © Getty Images
Anzeige
FORCE INDIA - VJM01 (2008): Der Wagen entspricht technisch fast eins zu eins dem Spyker aus dem Vorjahr, aus dem der indische Rennstall hervorging. Dementsprechend erfolglos kurvte auch dieses Auto über den Asphalt. Punkte gab es in der Saison 2008 keine für das Rennteam mit den neuen Farben © Getty Images
Im Gegenteil: Die Leistungen aus dem Vorjahr wurden sogar noch unterboten. 2009 stellte das Renn-Team auf Mercedes-Motoren um - was den lang ersehnten Erfolg brachte. Giancarlo Fisichella holte sogar den ersten Podestplatz für den Rennstall © Getty Images
VIRGIN - VR01 (2010): "Ich bin froh, dass ich heil rausgekommen bin", sagte Timo Glock später einmal über das vollständig am Computer entwickelte Auto. In der Tat stellte das Fahrzeug für die Sportler fast schon eine Gefahr dar. Unter anderem versagte die Servolenkung. Auch brachen die Frontflügel © Imago
Besonders peinlich: Im ersten Saisonrennen blieben die Fahrer aufgrund eines zu kleinen Tanks stehen. Der Virgin-Racer war der erste von weiteren vergeblichen Versuchen des britischen Rennstalls Manor-Racing, in der Formel 1 Fuß zu fassen © Imago
Anzeige
HRT - F112 (2012): Drei Jahre versuchte sich der spanische Rennstall in der Königsklasse zu etablieren. Im letzten Jahr kamen zum Misserfolg auch einige Sicherheitsmängel an den Fahrzeugen hinzu © Getty Images
Gleich mehrfach mussten Pedro de la Rosa und Narain Karthikeyan aus Sicherheitsgründen freiwillig aufgeben. Besonders gefährlich: Die Bremsen funktionierten oftmals nicht adäquat © Getty Images
SAUBER - C32 (2013): Der Schweizer Rennstall erlebte 2013 ein wahres Debakel. Zum ersten Mal schaffte es das eigentlich durchschnittliche Team nicht, sich auch nur einen Punkt zu sichern © Getty Images
Besonder bitter dabei: Der Deutsche Adrian Sutil folgte auf Nico Hülkenberg im Sauber-Cockpit. Der ehemalige Force-India-Pilot blieb indes ohne Chance und fand anschließend kein Rennteam mehr in der Formel 1 © Getty Images
Anzeige
MARUSSIA - MR03B (2015): Manor-Racing schickte 2015 den nächsten Schnecken-Boliden an den Start. Das Team konnte die Insolvenz immerhin abwenden. Doch es fehlte das Geld und die Zeit, ein neues Auto im Vergleich zum Vorjahr zu konstruieren © Getty Images
Neue Vorgaben mussten am alten Modell erfüllt werden, um die Fahrerlaubnis zu bekommen. Getestet wurden die Fahrzeuge vor der Saison gar nicht erst. Die Fahrer: unerfahren. Für Roberto Merhi und Will Stevens blieb es ein kurzes Gastspiel in der Königsklasse © Getty Images
WILLIAMS - FW42 (2019): Williams war eigentlich ein etablierter Rennstall. 2019 enttäuschte der FW42 jedoch komplett. Das Auto wurde nicht rechtzeitig zu Beginn der Testfahrten fertig – wie sich herausstellen sollte, hatte dieser Rückstand Folgen ©
George Russell und Robert Kubica konnten nicht annähernd die Pace fahren, um in die Nähe der Punkte zu kommen. Besonders der ehemalige Grand-Prix-Sieger Kubica zeigte sich über sein Fahrzeug frustriert und beendete sein Formel-1-Comeback nach nur einer Saison wieder ©
Anzeige
WILLIAMS - FW43 (2020): Auch ein Jahr später gibt es wenig Positives vom englischen Traditionsteam zu berichten. Als einziges Team hat Williams in den ersten fünf Rennen der von Corona geprägten Saison noch keinen Zähler eingefahren © Getty Images
Einzige Hoffnung für Williams ist George Russell, der bislang im Qualifying schon aufhorchen ließ, aber im Rennnen noch keine Zähler einheimsen konnte © Getty Images

Lewis Hamilton

Der sechsmalige Weltmeister könnte natürlich noch einmal alles über den Haufen werfen, wenn er sich gegen eine Verlängerung bei Mercedes entscheidet. Davon ist aber aktuell nicht auszugehen.

"Wenn die Zeit gekommen ist, werden wir uns hinsetzen und die Sache besprechen", sagte Hamilton am Rande des Rennwochenendes in Portimao. Er habe zusammen mit Mercedes "in all den Jahren eine Menge erreicht, und wir sind auch noch längst nicht fertig".

Dass Hamiltons Vertrag ebenso wie der von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff 2020 ausläuft, nährt die Spekulation, dass er sich erst weiter an Mercedes binden will, wenn die Zukunft seines engen Vertrauten Wolff geklärt ist.

Das bestätigte Fahrerfeld für die Formel-1-Saison 2021:

Mercedes: Valtteri Bottas (Vertrag bis Ende 2021), (?)
Ferrari: Charles Leclerc (2024), Carlos Sainz jr. (2022)
Red Bull: Max Verstappen (2023), (?)
McLaren: Lando Norris (2022), Daniel Ricciardo (2022)
Alpine: Esteban Ocon (2021), Fernando Alonso (2022)
Alpha Tauri: (?), (?)
Aston Martin: Lance Stroll (2021), Sebastian Vettel (2022)
Alfa Romeo: (?), (?)
Williams: George Russell (2021), Nicholas Latifi (2021)
Haas: (?), (?)