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Bundesliga: Bielefeld - FC Bayern 1:4 - Corentin Tolisso sieht Rot

Bayern schon wieder in Rekordlaune

Flick meckert nach Tolisso-Rot: "Nachlässigkeiten, die mich ärgern"

Mit einem klaren Sieg in Bielefeld setzen sich die Bayern in der Spitzengruppe fest. Gleich zwei Spieler treffen doppelt, aber Corentin Tolisso sieht Rot.

Der FC Bayern ist in der Bundesliga wieder zurück in der Spur. 

Nach der klaren Niederlage in Hoffenheim (1:4) und dem Zittersieg gegen Hertha BSC (4:3) hat sich der Rekordmeister der Pflichtaufgabe bei Arminia Bielefeld mit einem souveränen 4:1-Sieg entledigt. (Spielplan der Bundesliga 2020/21)

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In der Tabelle steht das Team von Trainer Hansi Flick mit neun Punkten hinter Spitzenreiter RB Leipzig auf Platz zwei, Bielefeld rangiert auf Position 13. (Tabelle der Bundesliga)

Zu hohe Belastung?! Flick möchte "Konsens mit DFB finden"

"Die erste Halbzeit war schon recht nah an dem, wie wir uns Fußball vorstellen. Wir hatten aber auch fünf, sechs Minuten, in denen wir unaufmerksam waren. Das hat mir nicht so gut gefallen", sagte Flick bei Sky.

Tolisso sieht Rot

Allerdings schaffen sie es wieder nicht, ohne Gegentor zu bleiben. Außerdem mussten die Gäste die letzte Viertelstunde in Unterzahl bestreiten, nachdem Corentin Tolisso nach einer "Notbremse" gegen Fabian Klos die Rote Karte sah. Der Franzose ersetzte im defensiven Mittelfeld Joshua Kimmich, dessen Freundin das zweite Kind erwartet.

"Der Rückpass (von Javi Martinez, d. Red.) war unnötig. Aber er hat schon einen kleinen Vorsprung gehabt", sagte Flick zu Tolissos Aktion: "Wenn er den Körper reinstellt, kann er den Ball zu Manu zurückspielen. Es war eine blöde Rote Karte."

Robert Lewandowski wurde in der vergangenen Spielzeit zum fünften Mal Torschützenkönig der Bundesliga. Der Stürmer des FC Bayern ist daher auch in dieser Saison wieder Topfavorit auf den Titel. Kann ihm in der Spielzeit 2020/21 jemand das Wasser reichen? © Imago
Aktuell sieht es nicht so aus. Nach drei Spieltagen grüßte zwar der Hoffenheimer Andrej Kramaric von der Spitze der Torjäger. Aber Lewandowski hat nach Startschwierigkeiten mit seinem Viererpack gegen Hertha BSC und seinem Doppelpack bei Arminia Bielefeld die Führung übernommen © Imago
Gegen Eintracht Frankfurt legte der Pole dann einen Dreierpack nach und sicherte sich so einen Rekord. Noch kein Bundesliga-Spieler traf in den ersten fünf Spielen zehnmal © Getty Images
Doch auch Erling Haaland hat schon Ansprüche angemeldet und die Spitze im Blick. SPORT1 zeigt die besten Knipser der Bundesliga © Imago
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PLATZ 11: Sebastian Andersson (Union Berlin/1. FC Köln) - 2 Tore © Imago
PLATZ 11: Leroy Sané (FC Bayern München) - 2 Tore © Imago
PLATZ 11: Jamal Musiala (FC Bayern München) - 2 Tore © Imago
PLATZ 11: Marvin Friedrich (Union Berlin) - 2 Tore © Imago
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PLATZ 11: Matheus Cunha (Hertha BSC) - 2 Tore © Getty Images
PLATZ 11: Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach) - 2 Tore © Imago
PLATZ 11: Vincenzo Grifo (SC Freiburg) - 2 Tore © Imago
PLATZ 11: Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach) - 2 Tore © Imago
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PLATZ 11: Yussuf Poulsen (RB Leipzig) - 2 Tore © Imago
PLATZ 11: Angelino (RB Leipzig) - 2 Tore © Imago
PLATZ 11: Emil Forsberg (RB Leipzig) - 2 Tore © Imago
PLATZ 11: Nils Petersen (SC Freiburg) - 2 Tore © Imago
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PLATZ 11: Silas Wamangituka (VfB Stuttgart) - 2 Tore © Imago
PLATZ 11: Bas Dost (Eintracht Frankfurt) - 2 Tore © Imago
PLATZ 5: André Silva (Eintracht Frankfurt) - 3 Tore © Imago
PLATZ 5: Sasa Kalajdzic (VfB Stuttgart) - 3 Tore © Imago
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PLATZ 5: Jean-Philippe Mateta (1. FSV Mainz 05) - 3 Tore © Imago
PLATZ 5: Thomas Müller (FC Bayern) - 3 Tore © Imago
PLATZ 5: Serge Gnabry (FC Bayern München) - 3 Tore © Getty Images
PLATZ 5: Jhon Córdoba (Hertha BSC) - 3 Tore © Imago
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PLATZ 3: Niclas Füllkrug (Werder Bremen) - 4 Tore © Imago
PLATZ 3: Erling Haaland (Borussia Dortmund) - 5 Tore © Getty Images
PLATZ 2: Andrej Kramaric (TSG Hoffenheim) - 6 Tore © Imago
PLATZ 1: Robert Lewandowski (FC Bayern München) - 10 Tore © Imago

Trotzdem: Die Bayern haben nach vier Spieltagen schon 17 Tore auf dem Konto und stellten damit einen sehr alten Rekord ein. Zuvor hatte eine solche Ausbeute nur Mönchengladbach 1967/68 geschafft. In der Vorsaison, die der FCB mit 100 Treffern abschloss, hatte der Rekordmeister nach vier Spieltagen 12 Tore auf dem Konto. 

Die Münchner, die Trainer Flick im Vergleich zum Pokalspiel vor zwei Tagen gegen den 1. FC Düren (3:0) auf neun Positionen verändert hatte, hatten die finale Vorbereitung auf die Partie in ungewohnter Umgebung bestritten. Die Spieler zogen sich nicht etwa in der Gäste-Kabine um, sondern in der nahegelegenen Gertrud-Bäumer-Realschule. Grund dafür waren die strengen Corona-Regeln. 

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Thomas Müller (8.) und Robert Lewandowski (25., 45.+1) mit einem Doppelpack sorgten für eine beruhigende 3:0-Pausenführung. Nur wenige Minuten nach dem Seitenwechsel erzielte dann auch Müller seinen zweiten Treffer (51.) - und für die Arminia schien sich eine schmerzhafte Demütigung anzubahnen. 

Doan trifft für die Arminia

Doch auch die Bielefelder durften einen Torerfolg bejubeln, Ritsu Doan traf zum 1:4 aus Sicht der Gastgeber.

Der CHECK24 Doppelpass mit Jörg Schmadtke, Christoph Daum und Cem Özdemir am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Insgesamt aber war der Sieg der Bayern zu keiner Zeit gefährdet, von Beginn an machten sie ernst.

Lewandowski spielte Müller mit der Hacke frei, dessen abgewehrter Schuss landete wieder vor seinen Füßen: Der Rest war ein Kinderspiel. Europas Fußballer des Jahres Lewandowski machte anschließend seine persönliche Bundesliga-Sammlung mit einem strammen Rechtsschuss von der Strafraummitte voll. 

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1 

Bayern ganz in weiß

Die in weiß gekleideten Bayern behielten auch danach die Ruhe und den Ball. Eine Volleyabnahme von Müller (15.) parierte Stefan Ortega im Arminia-Tor wie auch Tolissos Distanzschuss (34.) glänzend. Vor allem Müller sorgte stets für Stress in der Arminia-Defensive.

Das erste Pflichtspiel beider Teams seit elf Jahren blieb daher ein einseitiges. Die Arminia wurde zwar etwas mutiger und suchte in der Spitze immer wieder ihren Kapitän Fabian Klos, der in der 31. Minute im Eins-gegen-Eins gegen Manuel Neuer scheiterte. Weitere brenzlige Situationen spielte die Neuhaus-Elf im ersten Abschnitt aber nicht heraus.

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Zumindest 5400 Zuschauer sollten das Spiel in der Schüco-Arena ursprünglich verfolgen. Als der Inzidenzwert jedoch auch in Bielefeld über 35,0 stieg, schloss die Arminia gezwungenermaßen die Stadiontore. Mit der Spieldauer fehlte die Unterstützung von der Rängen, die Bayern sparten angesichts des anstehenden Mammutprogramms mit sechs Spielen in den kommenden 21 Tagen Kräfte. 

Chancen gab es aber dennoch. Lewandowski legte nach einem Ortega-Patzer beinahe sein drittes Tor nach, scheiterte aber an der Latte (49.). Besser machte es kurz darauf Müller. Weil auch die Gäste immer wieder kleine Lücken in der Abwehr ließen, kam die Arminia zu Konterchancen. Doan nutzte eine solche für etwas Ergebniskosmetik. Martinez köpfte anschließend noch an den Pfosten (79.). 

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)