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NBA-Playoffs 2020: Miami Heat dank Tyler Herro vor Finals - das ist der Jungstar

Ein 20-Jähriger schockt die NBA

Tyler Herro (r.) steht mit den Miami Heat nur noch einen Sieg vor den NBA Finals © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/iStock/instagram.com/katyaelisehenry

Tyler Herro ist kurz davor, die Miami Heat in die NBA Finals zu führen. Der 20-Jährige hat einen harten Weg hinter sich. Doch Butler und seine Freundin pushen ihn.

Schaut man während eines Spiels der Miami Heat aktuell auf Twitter, ist "I can be your Herro, baby" einer der am häufigsten zu findenden Sätze.

Der leicht abgewandelte Text des Songs "Hero" von Enrique Iglesias bezieht sich auf Heat-Profi Tyler Herro, der aktuell NBA-Fans weltweit in Staunen versetzt.

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Dabei ist der Rookie gerade einmal 20 Jahre alt. Doch während die meisten US-Amerikaner in diesem Alter noch aufs College gehen, kämpft Herro mit seinem Team um den Einzug in die NBA Finals.

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Nicht zuletzt dank seines Gala-Auftritts mit 37 Punkten in Spiel 4 führt Miami in den Eastern Conference Finals mit 3:1 gegen die Boston Celtics - nur noch ein Sieg trennt die Franchise von der Finalserie - der ersten seit 2014, damals noch mit LeBron James' Superteam.

Butler überraschen Herro-Leistungen nicht

Nur bei den Heat überraschen die Leistungen Herros seltsamerweise kaum jemanden.

"Das ist einfach ein weiterer Tag im Büro für ihn", sagte Heat-Leader Jimmy Butler: "Er macht das schon das ganze Jahr. Für ihn gibt es keinen Druck oder so etwas. Er spielt einfach weiter auf die richtige Art und Weise Basketball."

Der "weitere Büro-Tag" für Herro brachte ihn allerdings in die Fußstapfen einer echten NBA-Legende. Denn der einzige Spieler, dem im Alter von 20 Jahren oder jünger 37 Punkten gelangen, ist Lakers-Legende Magic Johnson.

Die 37 Zähler sind laut Elias Sports Bureau zudem die meisten seit 1971, die ein von der Bank kommender Rookie in den Playoffs erzielt hat. Den Franchise-Rookie-Playoff-Rekord von Dwyane Wade mit 27 Punkten pulverisierte der Guard problemlos.

"Er ist unglaublich. Nun könnt ihr alle sehen, wofür er steht. Er ist ein unglaublicher Spieler und er wird noch besser werden. Er wird ein Star in dieser Liga werden", lobte Herros erfahrener Teamkollege Goran Dragic.

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Herro macht sich ständig Notizen

Begegnet ein NBA-uninteressierter Mensch Herro, wird er diesen wahrscheinlich für einen College-Gänger halten. Schließlich läuft der Guard stets mit einem roten Notizbuch durch die Gegend, um sich Notizen zu machen. In dieses schreibt er Dinge wie, was gut und was weniger gut funktionierte, worin er besser werden will und wie er sich fühlt nach einem Spiel. "Es hilft mir dabei, meine Leistung abzurufen, den Fokus zu finden", erklärte Herro.

Seine historischen Leistungen in den Playoffs kommentiert der erst an 13. Draft-Stelle von den Heat ausgewählte Herro gewohnt nüchtern: "Ich wette einfach auf mich selbst. Das mache ich schon mein ganzes Leben."

Weiter erzählt Herro, wie er aus einer kleinen Stadt in Mikwaukee nach Kentucky zog, um dort College Basketball für die renommierten Kentucky Wildcats zu spielen. "Keiner dachte, dass ich das durchstehen würde - und keiner dachte, dass ich es hier (in der NBA, Anm. d. Red.) durchhalten würde", sagte Herro.

Die Klubs aus der NBA haben im vergangenen Jahr mit einem Umsatz von 8,8 Milliarden Dollar (rund acht Milliarden Euro) laut Wirtschaftsmagazin "Forbes" für einen Rekord gesorgt. Doch welches Team ist am wertvollsten? SPORT1 zeigt das Ranking © SPORT1-Montage: Marc Tirl/Getty Images/iStock
PLATZ 30 - MEMPHIS GRIZZLIES (1,3 Milliarden Dollar): Mit Dillon Brooks (Bild), Ja Morant und Co. versprühen die Grizzlies derzeit sportlich wieder etwas Freude - im Forbes-Ranking reicht es dennoch nur für die Rote Laterne © Getty Images
PLATZ 29 - NEW ORLEANS PELICANS (1,35 Milliarden): Mit Zion Williamson haben die Pelicans DIE neue Basketball-Attraktion in ihren Reihen. Womöglich wird New Orleans zukünftig auch in der Wertetabelle ein wenig nach oben klettern © Getty Images
PLATZ 28 - MINNESOTA TIMBERWOLVES (1,375 Milliarden): Ein ähnliches Gesicht musste Karl-Anthony Towns zuletzt häufiger zeigen, seine Timberwolves sind als Vorletzter im Westen mal wieder eine Enttäuschung. Dazu passt auch der 28. Rang hier © Getty Images
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PLATZ 27 - ORLANDO MAGIC (1,43 Milliarden): Markelle Fultz (r.) bringt bei Orlando seine Karriere wieder in Schwung. Auch die Playoffs sind erneut in Reichweite. Im Forbes-Ranking ist davon aber wenig zu spüren © Getty Images
PLATZ 26 - DETROIT PISTONS (1,45 Milliarden): Finstere Miene bei Derrick Rose. Der frühere MVP spielt zwar eine starke Saison, mit den Playoffs wird es aber trotzdem nichts. Und das Team aus der Autostadt ist auch eine der Franchises mit dem geringsten Wert © Getty Images
PLATZ 25 - CHARLOTTE HORNETS (1,5 Milliarden): Eine satte 20-prozentige Wertsteigerung verbuchen die Hornets auch deswegen, da Miteigentümer Michael Jordan 20 Prozent der Anteile an Gabe Plotkin und Daniel Sundheim verkaufte © Getty Images
PLATZ 24 - CLEVELAND CAVALIERS (1,51 Milliarden): Die fetten Jahre sind in Cleveland seit LeBron James' Abgang erst einmal vorbei. Dennoch steigerte sich der Wert im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent © Getty Images
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PLATZ 23 - ATLANTA HAWKS (1,52 Milliarden): Auch der Wert der Hawks um das neue Gesicht Trae Young (l.) schellte beträchtlich in die Höhe (+17 Prozent), obwohl der sportliche Erfolg erst einmal ausblieb © Getty Images
PLATZ 22 - INDIANA PACERS (1,525 Milliarden): Im April 2019 einigten sich die Pacers mit der Stadt Indianapolis auf einen neuen Vertrag über 25 Jahre. Dazu gehört auch eine Renovierung und Vergrößerung des Bankers Life Fieldhouse. Damit sollte zukünftig auch eine Wertsteigerung einhergehen © Getty Images
PLATZ 21 - UTAH JAZZ (1,55 Milliarden): Langsam, aber sicher entwickeln sich die Jazz zum Schwergewicht im Westen. Auch die gestiegenen TV-Ratings sprechen in dieser Richtung eine klare Sprache © Getty Images
PLATZ 20 - OKLAHOMA CITY THUNDER (1,575 Milliarden): Nur die zweitkleinste Wertsteigerung verbucht die Mannschaft um Dennis Schröder. Der Abgang von Paul George und Russell Westbrook im Sommer hilft in dieser Hinsicht sicher auch nicht © Getty Images
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PLATZ 19 - MILWAUKEE BUCKS (1,58 Milliarden): Mit Giannis Antetokounmpo haben die Bucks den womöglich besten NBA-Spieler in ihren Reihen, im Osten sind sie der Topfavorit. Für eine entsprechende Platzierung im Forbes-Ranking müssten aber wohl ein paar Titel her © Getty Images
PLATZ 18 - DENVER NUGGETS (1,6 Milliarden): Die Nuggets bleiben bis mindestens 2040 in Denver, das vereinbarte das Unternehmen um Mega-Owner Stan Kroenke. Womöglich bringt ein neuer Sponsor für die Arena neues Geld ein © Getty Images
PLATZ 17 - PHOENIX SUNS (1,625 Milliarden): In den vergangenen vier Jahren hatte Phoenix insgesamt die schlechteste Bilanz der Liga. Die lokalen TV-Ratings waren 2018/19 die fünftschlechtesten der NBA, auch in die Halle kamen immer weniger Zuschauer. Hilft eine Renovierung der Arena bis zur Saison 21/22? © Getty Images
PLATZ 16 - WASHINGTON WIZARDS (1,75 Milliarden): Sportlich hat das Team um Mo Wagner (Bild) Probleme, der Draft-Coup um den Japaner Rui Hachimura eröffnet aber zumindest neue (wirtschaftliche) Quellen © Getty Images
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PLATZ 15 - SACRAMENTO KINGS (1,775 Milliarden): Das Golden 1 Center bringt den Ownern auch durch unzählige Konzerte eine Menge Geld ein. Auf dem Feld wäre eine Rückkehr zu alten Erfolgen aber ebenfalls nicht verkehrt © Getty Images
PLATZ 14 - SAN ANTONIO SPURS (1,8 Milliarden): Die Spurs sind eine grundsolide Franchise, die für Erfolg steht. Nach 22 Jahren Playoffs nacheinander droht dieses Jahr jedoch der vorzeitige Urlaub. So schnell wird es im Forbes-Ranking aber nicht bergab gehen © Getty Images
PLATZ 13 - PORTLAND TRAIL BLAZERS (1,85 Milliarden): Bei der Größte des Marktes gehören die Blazers zum unteren Drittel der NBA. Dass es trotzdem zu Platz 13 reicht, liegt auch am erfolgreichen Playoff-Run von Damian Lillard (Bild) & Co. im Vorjahr © Getty Images
PLATZ 12 - MIAMI HEAT (1,95 Milliarden): Mit Jimmy Butler haben die Heat wieder einen Star in ihren Reihen, der die Fans begeistert. Die Einschaltquoten gehen nach oben, die Arena ist ohnehin seit 2009 ausverkauft © Getty Images
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PLATZ 11 - PHILADELPHIA 76ERS (2 Milliarden): Eine 21-prozentige Steigerung (zweitgrößter Wert der Liga) lässt die 76ers um Center Joel Embiid (Bild) auf Rang elf klettern. Das kommt auch durch den größten Zuschauerzuspruch zustande © Getty Images
PLATZ 10 - TORONTO RAPTORS (2,1 Milliarden): Der NBA-Titel 2019 inklusive zwölf Playoff-Heimspielen brachte die größte Wertsteigerung der gesamten Liga (+25%) und das Erreichen der Zwei-Milliarden-Marke. Auch der Verkauf der Namensrechte der Arena war eine Hilfe © Getty Images
PLATZ 9 - DALLAS MAVERICKS (2,4 Milliarden): Sportlich sah es seit dem NBA-Titel 2011 mau aus (keine siegreiche Playoff-Serie), Luka Doncic sorgte aber bei FS Southwest für die größte Steigerung eines lokalen TV-Senders bei den Einschaltquoten. Dallas wird sich in den Top Ten halten © Getty Images
PLATZ 8 - HOUSTON ROCKETS (2,475 Milliarden): Die China-Affäre um GM Daryl Morey im Sommer hat der Franchise mächtig gestartet. Chinesische Sponsoren und Partner wendeten sich ab. Das könnte sich zukünftig auch im Wert der Rockets niederschlagen © Getty Images
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PLATZ 7 - BROOKLYN NETS (2,5 Milliarden): Wer hat laut Forbes die kleinste Wertsteigerung der NBA? Die Brooklyn Nets (+6%)! In den vergangenen Jahren ging es aber bereits stark nach oben, mit Kyrie Irving und dem derzeit verletzten Kevin Durant winken bald auch sportliche Erfolge © Getty Images
PLATZ 6 - LOS ANGELES CLIPPERS (2,6 Milliarden): Die Clippers sind auf der Jagd! Mit Paul George (l.) und Kawhi Leonard (r.) greifen sie die Vormachtstellung in L.A. sowie den Titel an. In Inglewood soll eine eigene Arena entstehen. Im Forbes-Ranking wird es weiter nach oben gehen (+18% im Vergleich zu 2018) © Getty Images
PLATZ 5 - BOSTON CELTICS (3,2 Milliarden): Zwar ist die elfprozentige Steigerung zu 2018 nicht enorm hoch, dennoch knacken die Celtics erstmals die Drei-Milliarden-Marke. Das liegt auch an der Erweiterung und Renovierung des TD Garden © Getty Images
PLATZ 4 - CHICAGO BULLS (3,2 Milliarden): Nur eine zehnprozentige Steigerung verbuchen die Bulls, der niedrigste Wert unter den Top sechs. Das liegt sicher auch an den sportlich mauen Jahren der Traditionsfranchise © Getty Images
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PLATZ 3 - GOLDEN STATE WARRIORS (4,3 Milliarden): Die Dynastie der Warriors ist zwar vorüber, der Wert der Franchise ist aber so hoch wie nie. Das liegt auch am Umzug in die neue Arena, dem "Chase Center" in San Francisco © Getty Images
PLATZ 2 - LOS ANGELES LAKERS (4,4 Milliarden): Die Ankunft von LeBron James im Vorjahr hat die Lakers in neue Sphären gebracht. Dank einer 19-prozentigen Wertsteigerung durchbrechen auch die Lakers die Vier-Milliarden-Schallmauer © Getty Images
PLATZ 1 - NEW YORK KNICKS (4,6 Milliarden): Rein sportlich gesehen sind die Knicks ein Trümmerhaufen, die Playoffs wurden zuletzt 2013 erreicht. Und doch sind sie im fünften Jahr in Folge das wertvollste Team mit einer 15-prozentigen Steigerung. Dem Standort New York, einer kostspieligen Renovierung des Madison Square Garden und einem großen lokalen TV-Vertrag sei Dank © Getty Images

Herro straft Kritiker Lügen

Doch der 1,96 Meter große Herro belehrt alle Zweifler eines Besseren. 

Zunächst bei den Wildcats, für die er als einziger Spieler in der Saison 2018/2019 alle 37 Spiele bestritt und dabei 14 Punkte im Schnitt erzielte. Seine Rookie-Kollegen wählten ihn daraufhin sogar zum besten Schützen des 2019er-Draft-Jahrgangs.

Und nun trumpft er sogar in der besten Basketball-Liga der Welt auf. Und das, obwohl er sich zuvor hatte anhören müssen, seine Spannweite von 1,91 Metern - bei einer Körpergröße von 1,96 Meter - sei nicht ausreichend für die NBA.

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Butler für Herro wie ein Bruder

In Miami traf er zu seinem Glück auf den extrem ehrgeizigen Jimmy Butler, der nach unschönen Abgängen von den Chicago Bulls, Minnesota Timberwolves und Philadelphia 76ers etwas zu beweisen hatte und ihn direkt unter seine Fittiche nahm.

"Seit ich hier bin, ist Jimmy wie ein großer Bruder für mich. Er brachte mir viel bei und wird das weiter tun. Egal, ob ich es hören will oder nicht - er sagt mir immer, was ich hören muss. Ich schätze ihn dafür", schwärmt Herro von seinem Teamkollegen.

Butler kann diese Art der Komplimente nur zurückgeben und hält Herro für den Schlüssel für die Erfolge von Miami in den kommenden Jahren: "Ich habe es bereits früher im Jahr gesagt. Miami wird ihn lieben. Sie werden sich in ihn verlieben."

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Fitness-Model unterstützt Herro in Orlando

Miamis Frauen sollten dies aber nicht allzu wörtlich nehmen, denn Herro ist seit Kurzem in einer Beziehung mit dem Fitness-Model Kayja Elise Henry, die mit 7,7 Millionen Followern auf Instagram knapp sechsmal so viele Follower aufweist wie ihr Freund (1,3 Millionen).

Seit kurzem unterstützt ihn Henry sogar vor Ort im Disney World in Orlando, was ihn offenbar zusätzlich beflügelt. Herro ist stolz auf seine Freundin und postet unter ihren Bildern schon einmal Kommentare wie "Wer hat dich so (hübsch) gemacht?" - garniert mit Herzaugen-Emojis.

Seinen Fokus auf das Wesentliche in der NBA-Bubble verliert Herro aber trotzdem nicht, schließlich will er die Heat-Fans für ihre Unterstützung mit dem Titel belohnen. Ein echter Her(r)o eben.